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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2017
Verlag: HABA
Autor: Michael Feldkötter
Grafik: Stephanie Böhm
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer:
40 bis 50 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Iquazú
...
Das Wasser läuft... oder auch nicht?
Wir schwingen uns vor dem Wasserfall von Liane zu Liane. Da  vorne öffnet Silon, der Wasserdrache, uns die Wasserwand, damit wir unsere Edelsteine vor den bösen Rhujas in der Felswand verstecken können. Doch wer von uns Inox findet die besten Stellen in der Felswand?
 
 
Der Spielplan besteht aus vier Außenteilen, die zusammengesteckt werden. In die noch leere  Mitte  werden zwei Kunststoffschienen, Felsstreifen und das Punkteboard entsprechend der Spielerzahl gelegt. Alle Bonusplättchen werden mit der Rückseite nach oben  gemischt. Die 10 dunklen Plättchen werden auf die dunklen Felder, alle anderen Plättchen auf die hellen Felsstreifen daneben verteilt.



Auf die linke Seite des Wasserfalls wird der Rahmen mit dem Wasserdrachen Silon gelegt, rechts daneben die acht Wasserstreifen. Die nun fünf sichtbaren Bonusplättchen werden jetzt aufgedeckt. Jedem Spieler wird eine der vier Spielerfarben zugeordnet, ein Edelstein jeder Spielerfarbe wird am Anfang der Siegpunktleiste gelegt.



Alle anderen Edelsteine kommen in die Edelsteinbox, die der Startspieler erhält. Der Spieler rechts neben dem Startspieler erhält die  Wassertropfen mit der Wasserbox.

Nun werden noch alle Inox-Karten gemischt und verdeckt verteilt. Vier Karten erhält der Startspieler, der zweite Mitspieler erhält fünf, der dritte Spieler sechs und der vierte sieben Karten. 



Dann kann es mit den Aktionen losgehen.  Wenn man an der Reihe ist, entscheidet man sich zuerst, ob man genau vier Karten vom Nachziehstapel zieht oder einen Edelstein in der zurzeit sichtbaren Felswand platziert. Für diese Aktion werden die Handkarten benötigt. Es gibt auf dem Spielplan Felsritzen in orange, weiß und blau; diese Farben sind auch auf den Handkarten zu finden.  Es werden immer Edelsteine der eigenen Farbe platziert, die aus der Edelsteinbox genommen werden.  Nun kommt das Einsetzen eines Edelsteines: Hierfür wirft man einen Blick in die Handkarten, guckt wie viele Karten von welcher Farbe vorhanden sind und in welche Felsritze man den Edelstein platzieren möchte. Denn mit einer Karte darf man nur in der ersten Spalte seinen Edelstein platzieren,  mit zwei Karten in der zweiten usw.



Zur besseren Übersicht sind die Spalten des Spiels nummeriert. Beim Ausspielen der Karten können immer zwei Karten einer Farbe als Joker eingesetzt werden. Hat man sich entschieden und seinen Edelstein entsprechend der abgeworfenen Handkarten platziert, kommt nun noch ein Wassertropfen ins Spiel, sofern die Wasserbox vor dem gerade aktiven Spieler steht. Ein Wassertropen wird immer auf den von oben ersten freien Platz in die erste Spalte gelegt. Danach wird die Wasserbox an den rechten Spieler weitergegeben. Mit dem Weitergeben der Edelsteinbox an den linken Spieler endet der Zug. 



Sollte es passieren, dass durch das Legen eines Edelsteins die gerade sichtbare linke Spalte komplett belegt ist, wird sofort eine Zwischenwertung ausgelöst. Zuerst werden die Punkte,  die auf dem Punkteboard unterhalb der Felsspalten zu finden sind, vergeben. Der Spieler mit den meisten Edelsteinen in der Spalte erhält die höchste Punktzahl, der farbige Edelstein auf der Siegpunktskala rückt diese Punkte vor. Je nach Anzahl der Mitspieler erhalten auch der Zweit- und Drittplatzierte Punkte. Sollte es einem Gleichstand geben,  erhält derjenige Siegpunkte, der seinen Edelstein weiter unten zu den abgebildeten Wasserschlangen platziert hat.



Jetzt werden noch die Bonusplättchen verteilt.  Dafür wird die Mehrheit in einer Reihe benötigt. Bei einem Gleichstand bekommt derjenige  das Bonusplättchen, dessen Edelstein am nächsten zu dem Bonusplättchen liegt. Nachdem alle Bonusplättchen verteilt wurden, wird auf der rechten Seite des Wasserfalls ein Wasserstreifen entfernt und an der linken Seite in die Schiene hereingeschoben. Dadurch verschiebt sich der Wasserfallrahmen und es werden neue Bonusplättchen sichtbar, die umgedreht werden müssen.



Es gibt vier verschiedene Sorten von Bonusplättchen: Da gibt es zum einen Siegpunkte, die jedoch erst zum Spielende zur Siegpunktleiste hinzugezählt werden. Die anderen Bonusplättchen  werden vom aktiven Spieler gespielt: ein zusätzlicher Spielzug, Karten von Nachziehstapel ziehen oder einen Joker, der Karten beliebiger Farbe zu einer gewünschten Farbe umwandelt. 

Wenn eine Zwischenwertung in der ersten roten Spalte durchgeführt wurde, endet das Spiel. Die Bonusplättchen werden noch verteilt. Dann werden nun noch die letzten beiden Spalten wie bei einer Zwischenwertung abgerechnet. 



Wer Siegpunkt-Bonusplättchen gesammelt hat, darf nun noch die entsprechende Punktzahl auf der Siegpunktleiste mit seinem Edelstein vorgehen.  Wer nun die meisten Siegpunkte gesammelt hat, ist der Sieger des Spiels. [nm]
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
einfache Regeln
ansprechende Grafik
kurzweilig
(... meint Nicole)
ENDE
  MINUS:
MINUS:
spielt sich eher trocken
(... meint Ingo)
eher spannungsarm und wenig kurzweilig
(... meint Gabi)
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Nicole: HABA entführt uns in das Land der Inox. Die Inox müssen Edelsteine vor den bösen Rhujas verstecken. Welcher Ort eignet sich dafür besser als die Felsritzen hinter einem Wasserfall? Wir haben Glück, der Wasserdrache Silon legt uns die Felsspalten frei, sodass wir unsere Edelsteine auch noch an den besten Plätzen platzieren können... 

Als ich das erste Mal über Iquazú gelesen habe, war mein Interesse geweckt. Ich mag Spiele von HABA. Das war schon bei den Kinderspielen meiner Tochter so. Da HABA-Spiele auch in der Regel toll illustriert sind, stellte ich mir schon die Frage, wie man den wasserfallfreien Bereich umsetzt, der ja nicht starr an einer Stelle zu bleiben schien, sondern sich auch noch irgendwie zu bewegen schien... Nun, Iquazú kommt mit einem 54 x 54 cm großen Spielbrett daher, dass zusammengesteckt wird und in der Mitte ein Loch hat. In dieses Loch werden zwei Plastikschienen eingesetzt. Diese Schienen ermöglichen das Schieben des Wasserfalls und sorgen noch für einen Abstand zum Spielbrett. Und da die Wasserstreifen die platzierten Edelsteine nach einer Wertung verschwinden lassen, ist Iquazú schon von der Optik und dem Mechanismus des Wasserfalls ein wirklich sehr gut thematisch umgesetztes Spiel. Die Spielregel ist, wie auch bei anderen HABA Spielen mit dem Untertitel "Spieleabend approved", sehr verständlich und mit vielen Beispielen versehen. So kommen auch Wenigspieler nach dem Aufbau schnell ins Spiel. 

Man ist an der Reihe, wenn die Edelsteinbox vor einem liegt. Nun die Frage, ob man Karten nachzieht oder ein Edelstein zu platziert. Dann die Überlegung,  in welche Spalte die Edelsteine am besten platziert werden. Denn die Mehrheit in einer Spalte bedeutet Siegpunkte entsprechend des Punkteboards unterhalb des Wasserfalls. In einer Reihe bedeutet die Mehrheit jedoch die Aussicht auf ein Bonusplättchen, eventuell sogar auf zusätzliche Siegpunkte, wertvolle Handkarten, ein zusätzlicher Spielzug oder einmalig Handkarten in eine bestimmte Farbe tauschen.  Diese Bonusplättchen liegen offen aus, sodass man schon dort seine Edelsteine platzieren kann, wo die für einen "benötigten" Bonusplättchen  liegen. Dann muss man nur noch das Glück haben, dass nicht auf einmal ein Mitspieler sein Auge auf das ausgesuchte Bonusplättchen geworfen hat. 

Die letzten drei Spalten haben rote Siegpunkte auf dem Punkteboard unterhalb des Wasserfalls.  Dies ist schon der Hinweis darauf, dass das Spiel dem Ende zugeht. Und wenn die erste rote Spalte gewertet wurde und dann auch noch die Siegpunkt-Bonusplättchen der letzten beiden Spalten verteilt wurden und alle Siegpunkte verrechnet sind, hat man den Sieger des Spiels ermittelt.  Man darf die Siegpunkt-Bonusplättchen auf keinen Fall unterschätzen! Schnell sammeln sich 10 oder mehr Siegpunkte an, die dann zum Schluss noch über Sieg oder Niederlage entscheiden.  Denn es ist bei unseren Spielen wirklich vorgekommen,  dass die durch das Punkteboard erreichten Siegpunkte nicht für einen Sieg ausreichend waren.

Was mir an Iquazú nicht so gut gefällt, sind die einheitlichen Grafiken der Handkarten. Da gibt es nur drei verschiedene Inox, jeweils eine für blau, weiß und orange. Da wären noch weitere, verschiedene Inox wünschenswert gewesen.  Aber das ist Klagen auf hohem Niveau, da die Grafik keinen Einfluss auf das Spiel, sondern nur auf meine Phantasie hat.

Iquazú ist ein Spiel, das nicht nur für einen Spieleabend mit Freunden, sondern auch für drei Generationen geeignet ist - ein tolles, kurzweiliges Familienspiel mit einfachen Regeln, das sowohl Kinder, Eltern aber auch Oma und Opa schnell verstehen und mitspielen können und dabei trotzdem nicht anspruchslos ist. Von daher erhält Iquazú von mir sehr gute acht Punkte.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
     

Ingo: "Iquazú" sieht toll aus, darauf können wir uns schon einmal einigen. In meinen Testrunden konnte der empfundene Spielspaß jedoch nicht mit der Optik mithalten. Vielleicht weckt das Spiel falsche Erwartungen. Ein Familienspiel mit Abenteuerthema suggeriert evtl. mehr Überraschungsmomente, als es das taktische Platzieren der Edelsteine dann letztlich liefert.

So wurde das Spiel von mir und meinen Mitspielern zwar als durchaus nett angesehen, aber einen Spannungsbogen kann es nicht aufbauen. Man setzt und sammelt - und wirklich ausgeschöpft wurden dabei die Optionen, auch einmal mehr Karten auszuspielen für weiter rechts liegende Spalten, nicht. Irgendwie verläuft alles in ziemlich "geraden" Bahnen, was Taktiker durchaus freuen wird, mir für ein Familienspiel jedoch ein wenig zu trocken ist, um es mit einer Top-Wertung zu versehen. Rein spielerisch bewegt es sich für mich "nur" im Durchschnittsbereich mit einem Material-Bonus. Von mir gibt es daher 6 Punkte mit einer Empfehlung für die Familien, die ruhige Taktikspiele mögen!
 

 
   KULTFAKTOR
      Zweitmeinung
...
 
 
     

Gabi: "Iquazú" - Großes Wasser - so nennen die Guarani die beeindruckenden Wasserfälle ihrer Heimat (in Brasilien/ Argentinien). "Iquazú erinnert aber auch an Echsen (Iquanodon)", bemerkt ein Spieler meiner Testrunden. Das vorliegende Spiel erinnert ein wenig an beides. Das Spielmaterial wird maßgeblich bestimmt durch einen großen Wasserfall, hinter den die Spieler ihre Schätze verstecken wollen. Dazu verbirgt sich hinter dem beweglichen Deck-Spielplan ein Raster aus Spalten und Zeilen, die entsprechend unterschiedlich gewertet werden. Dafür gibt es Punkte und Belohnungen. Gerade letztere werten ein Feld entsprechend der eigenen Taktik auf oder ab. Nach und nach werden die Felder gefüllt. Sobald so die erste Spalte vervollständigt wurde, wird die Reihe ausgewertet. Jeder erhält seine Punkte und die Echse (der Drache) bewegt sich um eine Spalte weiter, was dazu führt, dass ein Wasserfallstreifen von ganz rechts nach ganz links versetzt wird. Das sieht dann so aus, als ob der Drache sich nach und nach durch den Wasserfall schiebt. Optisch ein Hingucker!

Und das Spiel an sich? Tja, ich habe selten ein Familienpiel erlebt, das die Meinungen so sehr auseinanderdrängt. Von kompletter Ablehnung bis liebevoller Faszination ist alles vertreten. Um es kurz zu machen: Das Material macht einen großen Teil des Spielreizes aus. Die kleine Größe der Wassertropfen und Edelsteine ist sicher der reichlichen Menge geschuldet, erzwingt aber gute feinmotorische Fähigkeiten (sprich: Grobmotoriker empfinden das Material als zu friemelig). Der Wasserfallmechanismus funktioniert gut, allerdings nur bei wirklich glatter Unterlage und vorsichtigem Materialumgang.

Die Spielgeschichte ist im Spiel nahezu nicht wahrnehmbar. Die Seeschlagen-Regelung für Gleichstände entbehrt jeglicher Nachvollziehbarkeit, da ein wirkliches Risiko nicht erkennbar ist. Der Spielablauf - ohne Geschichte - ist in sich geschlossen. Pausen entstehen nur durch die Spieler selbst, was aber dem taktischen Anteil des Spieles geschuldet ist. Das Spiel ist leicht zu erlernen und beinhaltet letztlich eigentlich "nur" ein taktisches Edelstein-Platzieren. Ich habe genau einen Edelstein und setze ihn auf einen freien Edelsteinplatz in einer beliebigen Reihe und Spalte.

Und nun? Zunächst erst einmal eine allen meiner Mitspieler gemeinsam aufgefallene Kritik: Ein Spannungsbogen wird nicht wahrgenommen. Stein setzen, Belohnung kassieren. Das verursacht zwar in sich ein zunächst gutes Gefühl, das reicht aber über mehrere Runden nicht aus, irgendwelche Gefahren oder einen echten Wettkampf zu generieren, zumal die Spielgeschichte einen solchen andeutet. Das hinterließ ein bedauerndes "Ach" bei vielen. Diejenigen, die sich trotzdem mit dem Spiel identifizieren, sind Spieler, die bei überschaubarem Einstieg ein ruhiges, taktisches Spielen ohne Überraschungen bevorzugen. Alle anderen, denen echte Spieltiefe, Spannung und Kurzweil wichtig waren, konnten dem Spiel nichts abgewinnen. Und das waren bei uns leider die meisten. Schade, denn das Design und auch der Mechanismus sprechen echt an.

Fazit: "Iquazú" ist ein Spiel, das trotz seines beachtenswerten Settings keine wirkliche Spielspannung aufkommen lässt und lediglich über die vorhandene taktische Tiefe einige wenige Freunde findet.
 

 
   KULTFAKTOR
      Zweitmeinung
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   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
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   Nicole
   André
   Ingo
   Jürgen
   Gabi
   Sarah-Ann
Ende
 
 

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