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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: MOZI Games
Autor: Lin Yen-Kuang
Grafik: Elsa, Kiko Hsu
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 7 Jahren
(besser: ab 10 Jahren)
Spieldauer: 40-60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 

 
Horticulture Master
...

Gartenbau made in Taiwan

Werdet eins mit der Natur und versucht euch im Gartenbau. Wer das am besten hinbekommt, wird dieses Legespiel gewinnen.
 
 
Ziel ist es, sich durch geschicktes Sammeln von Karten aus dem Vorrat eine Bezahlung für die Legeteile zu sichern. Diese Legeteile werden dann in den eigenen Garten gelegt. Das Spiel endet, wenn der erste Spieler seinen eigenen Garten komplett vervollständigen konnte oder drei beliebige Legeteilstapel geleert wurden. Die Runde wird noch zu Ende gespielt, damit jeder Spieler die gleiche Zugzahl erhält. Mit der Punktwertung wird der Sieger ermittelt.



Doch zunächst wird das Spiel aufgebaut. Jeder Spieler nimmt sich einen Joker (magic mushroom), einen eigenen kleinen Spielplan und eine Kurzanleitung. Dann werden alle anderen Karten zusammengemischt und als verdeckter Stapel auf den Vorratsspielplan in die Tischmitte gelegt. Nacheinander werden zehn Karten aufgedeckt und in ihrer Reihenfolge auf den entsprechenden Feldern platziert. Die letzte aufgedeckte Karte gehört auf das leere Feld zwischen Nachzieh- und Ablagestapel. Diese Karte gilt als noch nicht erhältliche Vorschau. Des Weiteren gehören die Legeteile in ihrer Art auf die entsprechenden Felder des Spielplans. Die Anzahl der Teile ist dabei von der Spieleranzahl abhängig:
- Das kleinste 1x1-Bauteil ist immer 10x im Spiel.
- Das größte Bauteil (großes Gartenhaus) ist bei zwei Spielern 2x vorhanden und ab jeder weiteren Spielerzahl -1.
- Alle anderen Teile bei 2 Spielern 3x und alle weiteren gleich der Spieleranzahl.



Von den sieben kleinen Tieren wird je ein Tier auf je einen Legeteilstapel gestellt. Wird das erste Teil vom Stapel gekauft, erhält der Spieler das Tier zusätzlich und kann es in seinen Garten stellen. Das 1x1 wird dabei ausgelassen. Das große Tier bleibt auf dem Spielplan. Das Tier erhält der Spieler, der seinen Garten zuerst komplett vervollständigt hat.

Das Spiel wird in zwei Phasen in Uhrzeigerrichtung gespielt - Arbeitsphase und Auffüllphase.

Wer an der Reihe ist, darf zwischen zwei Optionen wählen - entweder Karten aus dem Vorrat nehmen oder Legeteile kaufen und anbauen.

Karten aus dem Vorrat nehmen:
- Es gibt reine Naturelementkarten. Diese Karten tragen einfache Elementsymbole (Wasser, Sonne, Erde).
- Dann gibt es ein Lebenselement (Blüte). So eine Karte kann nur genommen werden, wenn dafür eine Sonnenkarte abgegeben wird.
- Dann gibt es Reborn-Karten (Feuer und Schnee). Sie gelten als Sammelkarten und gehören nicht zu den Handkarten. Sie werden neben dem persönlichen Spielplan abgelegt und können bei Bedarf als Joker eingesetzt werden. Umtauschrate 3:1 für ein Natur- oder Lebens-Element.
- Der magic mushroom (grüner Pilz) gilt als Joker. Er kann nur einzeln aus dem Vorrat genommen werden. Außerdem muss er mit einem beliebigen Element bezahlt werden. Er kann jedes Natur- oder Lebenselement 1x beim Bezahlen ersetzen. Er gilt bei Spielende als ein Siegpunkt. Außerdem kann ein Pilz an einen anderen Spieler übergeben werden, um dessen Werkzeug zu nutzen.



Die vier verschiedenen Werkzeuge müssen beim Nehmen aus dem Vorrat bezahlt werden, mit den jeweilig auf ihrer Karte abgebildeten Elementen. Man darf normalerweise nur ein Werkzeug besitzen, es sei denn, dies wird durch das entsprechende Legeteil geändert. Die Werkzeuge bringen verschiedene Vorteile ins Spiel:
- Schaufel: Man darf zwei identische Elemente aus dem Vorrat nehmen, die diagonal benachbart liegen.
- Handschuh: Man darf drei direktwinklig benachbarte Karten aus dem Vorrat nehmen.
- Schere: Man darf zwei beliebige identische Karten aus dem Vorrat nehmen.
- Gieskanne: Man zieht, zusätzlich zu seinem Zug, eine Karte direkt vom Nachziehstapel, schaut sie sich an und darf sie, wenn es ein Natur- oder ein Lebenselement ist, gleich auf die Hand nehmen.

Werkzeuge können, sobald man das entsprechende Legeteil auf seinem Spielplan platzieren konnte, kombiniert werden:
- Schere & Handschuh: Der Spieler darf drei gleiche Karten aus dem Vorrat nehmen. Dabei müssen nur zwei davon benachbart sein.
- Schaufel & Handschuh: Der Spieler darf drei gleiche Karten aus dem Vorrat nehmen. Dabei müssen zwei davon diagonal benachbart sein.

In allen anderen Kombinationen werden die Werkzeuge nacheinander abhandelt.



Grundlegende Vorratsregeln:
- Generelles Handkartenlimit ist 5.
- Aus dem Vorrat dürfen ohne Werkzeuge nur entweder eine Karte oder zwei direkt benachbarte Elementkarten genommen werden (nicht diagonal benachbart!).
- Joker dürfen jeweils nur einzeln genommen werden.
- Für die Rebornkarten gilt die Elementgrundregel: Sie werden neben den eigenen Spielplan gelegt und gelten nicht als Handkarten. Wurden Rebornkarten aus dem Vorrat genommen, wird NICHT aufgefüllt.
- Eine Lebenselementkarte muss mit einer Sonne bezahlt werden. Jedoch reicht eine Sonne aus, um auch zwei (oder mit Werkzeug auch drei) Lebenselementkarten zu nehmen. Ein Joker kann hier aber nicht als Sonne genutzt werden.
- Ein Spieler darf eine waagerechte Reihe entfernen und auf den Ablagestapel legen. Die Reihe wird sofort nachgefüllt. Dann darf sich der Spieler aber nur noch eine beliebige der im Vorrat ausliegenden Karten nehmen.



Möchte ein Spieler keine Karte nehmen, darf er sich dazu entschließen, stattdessen ein Legeteil zu kaufen. Dazu legt er den geforderten Kaufpreis an Elementkarten ab. Achtung, es kann notwendig sein, ein bestimmtes Werkzeug zu nutzen. Dieses Werkzeug darf neben dem eigenen Spielplan liegen, oder, gegen die Abgabe eines Magic Mushrooms, von einem anderen Spieler genutzt werden.
- Einmal platzierte Legeteile dürfen NICHT noch einmal gedreht werden. Beim Auslegen darf das Teil beliebig ausgerichtet werden.
- Die Legeteile dürfen den Rand des Spielplans nicht überbauen.
- Nicht vorhandene Teile sind nicht vorhanden - heißt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!
- Man darf die gleichen Teile mehrmals bauen. Deren Sonderfähigkeiten addieren sich.
- Man darf ein Teil vom Spielplan entfernen. Dafür darf der Spieler die Elemente, die auf der Rückseite sichtbar sind, einmalig zum Einkauf eines anderen Legeteils verwenden. Die Teile bleiben dann so neben dem eigenen Spielplan liegen und sind am Spielende nur noch einen Siegpunkt wert. Es darf allerdings kein Bauteil umgedreht werden, um das gleiche Teil noch einmal zu kaufen.

Sobald ein Spieler seinen Zug vollendet hat, folgt sofort die Auffüllphase. Hat ein Spieler eine oder mehrere Elementkarten genommen, rücken die darüber liegenden Karten auf die freien darunter liegenden Stellen und die nun in der obersten Reihe entstehenden Lücken werden vom Nachziehstapel aufgefüllt.
- Schneekarten blockieren das Nachrücken. Darunter entstehenden freie Felder. Sie werden nicht nachgefüllt.
- Feuerkarten verbrennen die in ihrer Spalte unter ihnen liegenden Karten und rutschen so bis zum Boden.



Sobald das Spielende (siehe oben) erreicht wurde, folgt die Wertung. Die Spieler erhalten:
-  Je einen Siegpunkt pro Werkzeug neben dem eigenen Spielplan.
- Je einen Siegpunkt pro Magic Mushroom auf der Hand.
- Je einen Siegpunkt für ein kleines Tier auf dem eigenen Tableau.
- Drei Siegpunkte für das große Tier.
- Je einen Siegpunkt pro umgedrehtes Legeteil neben dem eigenen Spielplan.
- Siegpunkte pro gebautem Legeteil auf dem Spielpan (Zahl auf den Kärtchen).

Es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten. Bei Gleichstand gewinnt der Spieler mit den wenigsten Leerflächen. Sollte immer noch ein Gleichstand existieren, gewinnt der Spieler mit den meisten Elementkarten.

Hinweis: Das Spiel gibt es bislang nur als Import mit englischer Anleitung. [go]
...
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
sehr ansprechendes Design
taktische Möglichkeiten
recht schneller Ablauf
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Karten könnten größer sein
Nachfüllen der Karten etwas umständlich
erfindet das Legespiel-Genre nicht neu
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Gabi: Die asiatische Art zu Zeichnen besticht durch künstlerische Eleganz. Klar muss man das mögen. Und wer es mag, schaut auf jeden Fall auch ein zweites Mal auf dieses Spiel. Dabei siedelt sich "Horticulture" im Familienspielebereich an. Thematisch ist es der Gestaltung eines eigenen Gartens, sogar mit Tieren, angegliedert. Optisch einfach schön. Es ist relativ leicht spielbar und kann auch bereits von pfiffigen 6-Jährigen, dank der genutzten Symbolik, gespielt werden.

Grundlegend geht es darum, sich aus einer Auswahl von Karten, die optimalsten auszuwählen, um mit diesen dann später die Legeteile fürs eigene Tableau kaufen zu können. Die überschaubare Anzahl von Zusatzregeln bezieht sich vorwiegend auf spezielle Karten und Legeteile. Sie wurden recht klar auf eine Kurzanleitung gedruckt, die ebenfalls gut über Symbole lesbar ist. Im Gegensatz zu anderen Spielen des Verlages lässt die englischsprachige Anleitung dieses Mal nichts zu wünschen übrig. Sie ist gut verständlich geschrieben und hinterlässt auch dank der Bebilderung kaum Fragen.

Der Spielplan ist dabei in zwei klare Bereiche aufgegliedert. Der Legeteil-Abschnitt erinnert dabei ein wenig an "Bärenpark". Der Abschnitt des Kartenvorrats ist ebenso klar strukturiert. Hier allerdings wären besser zwei einzelne Spielpläne genutzt worden, da die Bewegung der Karten fast permanent erfolgt. Insgesamt hat der Kartengeber sehr viel Arbeit mit den recht kleinen Karten. Das Auffüllen des Vorrats erfolgt nach speziellen Regeln, die dann noch verstärkt werden durch die Sonderkarten Schnee und Feuer.

Ist ein Spieler am Zug, kann er also Karten nehmen oder ein Legeteil kaufen. Insgesamt ist der Ablauf rund und durchdacht. Durch die geringen Optionen kann ein Rundenumlauf recht schnell erfolgen. Wenig Wartezeit, überschaubare Möglichkeiten, schickes Setting - das alles empfiehlt das Spiel für eine kleine Familienrunde, optimal mit drei oder vier Spielern. Allerdings ist es eben auch nichts, was aus der Masse der Legespiele heraussticht. Es überzeugt durch seine Optik, weniger durch Spieltiefe oder neue Spielaspekte. Zudem ist es in Deutschland eher schwer erhältich (Tipp: Essener Spielemesse!).

Fazit: "Horticulture Master" ist ein optisch ansprechendes, leicht erlernbares und solides Legespiel für Familien, denen auch die Schönheit eines Spiels wichtig ist.

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 

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