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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2013
Verlag: eggertspiele  ..i.. / Pegasus Spiele  ..i..
Autoren: Wolfgang Kramer, Michael Kiesling
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 60-75 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 
Glück Auf
 
Schicht im Schacht!
In dem Kramer Wolfgang und dem Kiesling Michael ihr Spiel umen Pütt im Pott schickste deine Ömmesse aufen Spielplan auf Maloche!  
 


     
Oder auf Hochdeutsch: Worker-Placement im Kohlebergwerk. Stollen buddeln, Kohle fördern, Aufträge an Land ziehen und erfüllen.

So funktioniert's:
Spielen weniger als 4 Spieler mit, werden einzelne Felder bei der Vorbereitung des Spielplans mit Sperrplättchen abgedeckt und spielen nicht mit. Die Tunnelplättchen – sie zeigen eine oder zwei Loren in 4 unterschiedlichen Farben – werden verdeckt gemischt. Der linke Bereich des Spielplans – die Lorenfabrik – wird mit diesen Tunnelplättchen bestückt, gesperrte Felder bleiben frei. Die restlichen Tunnelplättchen bilden einen Stapel.

Der Schichtzeiger kommt auf die Markierung I der Schichtuhr im unteren Spielplanbereich, der Wertungsmarker auf das erste Feld der Schichtuhr. Die Kohlewürfel in den 4 unterschiedlichen Farben und die Geldscheine kommen neben das Spielbrett.

Jeder Spieler erhält ein eigenes Bergwerk. Der bewegliche Förderkorb wird Übertage platziert. Jede Lore des eigenen Bergwerks wird mit der passenden Kohle bestückt – jeder Spieler startet also mit einer Grundausstattung. Er erhält die Arbeiter in seiner Farbe (die Anzahl hängt von der Spieleranzahl ab) und ein Startkapital.

Die Auftragskarten – sie zeigen jeweils eines von 4 unterschiedlichen Transportmitteln und zwischen 1 und 4 Kohle in unterschiedlichen Farbkombinationen – werden gemischt und einige (wieder abhängig von der Spieleranzahl) aufdeckt. Beginnend rechts vom Startspieler nehmen sich die Spieler reihum Auftragskarten, bis jeder 3 Stück besitzt. Diese werden offen neben das Bergwerk gelegt. Dann werden die Auftragsfelder im linken Spielplanbereich mit Aufträgen bestückt, die anderen Karten bilden den Nachziehstapel.

Der Spielablauf: Das Spiel dauert genau 3 Schichten bzw. Runden. Die einzelne Runde sieht wie folgt aus: vom Startspieler ausgehend macht jeder Spieler reihum genau 1 Aktion und setzt dabei 1 oder mehrere Arbeiter auf den Spielplan. Hat ein Spieler keine Arbeiter mehr, spielen die anderen weiter. Die Runde ist zu Ende, wenn kein Spieler mehr Arbeiter besitzt. Dann erfolgt eine Schichtwertung. Danach erhält der Spieler seine Arbeiter wieder, und die nächste Runde beginnt.

Der Spielzug des Spielers: Das Einsetzen der Arbeiter ist schnell erklärt: der Spieler sucht sich genau 1 Arbeiterfeld des Spielplanes aus und platziert hier seine Arbeiter. Ist das Feld leer, setzt er 1 Arbeiter ein. Ist das gewünschte Feld besetzt, stellt er genau eigenen Arbeiter mehr auf das Feld als dort schon Arbeiter stehen, die "Vorgänger" wandern auf das Kantinenfeld des Spielplans. Der Spieler führt die Aktion sofort aus und der nächste ist dran.

Anders funktioniert nur die Bank: hier stellt man genau 1 Arbeiter hin, und erhält 1 Geld. Auf diesem Feld können beliebig viele Arbeiter stehen.

Die einzelnen Arbeiterfelder im Detail:

In der Lorenfabrik erwirbt man Tunnelplättchen und baut diese in das eigene Bergwerk ein. Auf den Arbeiterfeldern mit offenliegenden Tunnelplättchen bekommt man das offene Tunnelplättchen. Leider gibt’s auch im Spiel nichts umsonst, und man muss – je nach Anzahl und Farbe der Loren – zwischen 1 und 8 Mark dafür löhnen. Die Loren des erworbenen Tunnelplättchens bestückt man mit je einer Kohle in der abgebildeten Farbe und baut das Tunnelplättchen in das eigene Bergwerk ein. Dabei muss es sowohl in die farblich passende Stollenetage gelegt werden als auch auf die richtige Seite des Bergwerks. Es gibt nämlich eine helle Seite mit Lämpchen und eine dunkle Seite der Macht des Bergwerks. Über die Arbeitssicherheit im dunklen Teil möchte ich mich hier nicht auslassen... ;) Dann wird das eben geleerte Feld des Spielplans mit einem neuen Tunnelplättchen vom Nachziehstapel bestückt.

Die Lorenfabrik enthält auch 1 Arbeiterfeld ohne offenes Tunnelplättchen. Hier zieht man einfach die 5 obersten Tunnelplättchen vom Nachziehstapel und darf sich eines hiervon aussuchen. Die Plättchen, die man nicht nimmt, kommen wahlweise oben auf oder unter den Stapel.

Auf den Auftragsfeldern erhält man analog dazu entweder die offen ausliegende Auftragskarte bzw. auf einem Feld darf man 5 Aufträge vom verdeckten Stapel ziehen und sich einen hiervon aussuchen. Leere Auftragsfelder werden vom Nachziehstapel aufgefüllt.

Das Arbeiterfeld Fördern ermöglicht es, Kohle aus dem eigenen Bergwerk zu fördern und Aufträge zu erfüllen bzw. zu beliefern. Je nach gewähltem Arbeiterfeld stehen zwischen 4 und 10 Arbeitsschritte zur Verfügung. Jede Bewegung zählt dabei einen Arbeitsschritt. Ein Beispiel: Den Förderkorb runterfahren auf eine beliebige Stollenetage (1 Schritt), eine Kohle auf dieser Etage in den Forderkorb einladen (1 Schritt), nochmal ein Stück runterfahren und dort 2 Kohle einladen (zusammen 3 Schritte), den Förderkorb nach ganz oben fahren Übertage (1 Schritt), die Kohle von dort auf ein noch nicht belegtes Feld eines offenen, eigenen Auftrages legen oder im Kohlelagerschuppen zwischenlagern (je Kohle ein Schritt), eine Kohle vom Kohlelager auf einen Auftrag bewegen (1 Schritt). Nicht genutzte Arbeitsschritte verfallen.

Der Förderkorb hat maximal Platz für 5 Kohle, er muss aber nicht zwingend komplett be- oder entladen werden. Anstelle der für einen Auftrag notwendigen Kohle können auch 2 beliebige andere Kohleklötzchen geliefert werden (für das Platzieren werden dann aber 2 Arbeitsschritte fällig). Für die Aufträge gilt: was liegt, liegt, die Kohle darf nicht mehr unsortiert werden.

Einmal abgebaute Kohle wächst nicht nach - wenn weg, dann weg. Braucht man neue Kohle, muss man neue Tunnelplättchen erwerben.

Das Feld Auslieferung ermöglicht es, vollständige Aufträge auszuliefern und dafür Punkte einzusacken. Die vier Arbeiterfelder zeigen je ein Transportmittel. Es können beliebig viele eigene Aufträge, die dieses Transportmittel zeigen und die vollständig bestückt sind, ausgeliefert werden. Der Spieler erhält die auf den Auftragskarten angegebenen Punkte, die Kohle wird abgeräumt und kommt in den allgemeinen Vorrat. Die entsprechenden Auftragskarten legt der Spieler verdeckt vor sich ab – sie zählen noch für die Schichtwertung.

Ohne Moos ist auch bei diesem Spiel nichts los, daher beschert uns das Arbeiterfeld Geldnehmen zwischen 3 und 6 Mark.

Das Ende der Schicht: Die Runde endet, wenn kein Spieler mehr Arbeiter zur Verfügung hat. Dann decken die Spieler alle bis dahin belieferten Aufträge auf, und es erfolgt die Schichtwertung mit Hilfe der Schichtuhr. Hier gibt es Punkte für Mehrheiten.

Nach der ersten Schicht gibt es Punkte für die meiste ausgelieferte Kohle in den 4 unterschiedlichen Sorten. Nach der zweiten Schicht werden zusätzlich Kohlemehrheiten, die mit einem bestimmte Transportmittel ausgeliefert wurden, mit Punkten belohnt. Nach der dritten Schicht wird zusätzlich geschaut, wer die meisten leeren Loren in den jeweiligen Farben in seinem Bergwerk hat.

Nach den ersten beiden Schichten wandert das Startspielerplättchen an den Spieler mit den meisten Arbeitern in der Lorenfabrik. Die gewerteten Aufträge werden wieder verdeckt abgelegt, die Arbeiter wandern zurück zum Spieler.

Am Spielende wird noch alles verkloppt – äh - in Punkte umgewandelt: Geld, noch vorhandene Kohle. Nicht erfüllte Aufträge geben Minuspunkte. Zu guter Letzt zählt auch noch die Schönheit des eigenen Bergwerks. Auf der dunklen und der hellen Seite müssen jeweils gleichviel Tunnelplättchen liegen. Ansonsten gerät das Bergwerk in Schieflage, und jedes Tunnelplättchen Differenz schlägt mit Minuspunkten zu Buche. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Änderungen im Spiel zu zweit: Das Spiel zu zweit verläuft identisch. Je weniger Spieler, desto mehr Arbeiter stehen zur Verfügung und desto höher ist das Startkapital. Es gibt weniger Einsetzmöglichkeiten auf dem Spielplan, da einige Arbeiterfelder gesperrt sind. Das Spielgefühl bleibt erhalten und unterscheidet sich nicht wesentlich vom Mehrpersonenspiel. [bb]
 
  by Martin Klein* 
 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
solide, ohne viel Firlefanz
auch zu zweit sehr gut spielbar
ENDE
  MINUS:
MINUS:
gebogenes Spielmaterial (in 1. Auflage)
alle Geldwerte in einer Farbe

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Birgit: "Glück Auf" ist nicht nur ein Spiel für Ruhrgebietfans. Zwar bekommt jeder ein putziges, eigenes Bergwerk mit einem Förderkorb, der hoch und runter fährt, und wir fördern Kohle. Und wir bezahlen mit der guten alten Mark. Die gedeckten Farben täuschen: hier kommt kein düsterer Strategieklopper daher. Das Thema passt, hätte aber auch ein anderes sein können.

"Glück Auf" ist ein Spiel ohne viel Firlefanz. Die Aktionsmöglichkeiten sind überschaubar: nur eine Aktion, nur 5 unterschiedliche Arbeiterfelder. Entscheidend ist nur: Wann setze ich ein? Wenn ein Feld bereits belegt ist: wie viele Arbeiter bin ich bereit einzusetzen? Es darf kein Arbeiterfeld ausgewählt werden, dessen Aktion für den Auswählenden nicht ausführbar ist. Das heißt, es gibt Arbeiterfelder, die habe ich "sicher". Das Spiel verzeiht Spielfehler, besonders in der ersten Runde. Vorausgesetzt, ich gehe sparsam mit meinen Arbeitern um, ist anfangs alles irgendwie sinnvoll. Man kann dieses Spiel auch gewinnen, wenn man in der ersten Runde keinen einzigen Auftrag erfüllt!

Kritiker werden sagen: alle Runden sind gleich, lediglich die Wertung erweitert sich, wo ist da der Spannungsbogen? Positiv ausgedrückt: Wer in der ersten Runde noch nicht wusste, wie der Hase läuft, kann locker noch das Spiel gewinnen. "Glück Auf" ist eher Taktik als Strategie, die Regeln sind einfach und übersichtlich, der Einstieg leicht, das Spiel nicht zu lang.

Leider hat irgendein Schelm wohl gedacht, er müsse auch noch ein Geschicklichkeitsspiel mit einbauen: bei meinem Spiel war jegliches Pappmaterial leicht gebogen. Das Bilden eines Plättchen-Nachziehstapels lässt so Grobmotoriker an ihre Grenzen stoßen. Hui, da dreht sich das Bergwerk um die eigene Achse, da fliegt die Kohle. Zudem ist das Geld – unabhängig vom Wert – alles in einer Farbe und erhöht die Verwechslungsgefahr. Münzen wären schön gewesen, vielleicht gibt es ja noch eine Erweiterung. Glücklicherweise macht das Spiel diese Nachteile mehr als wett.

Alles in allem ist "Glück Auf" ein schönes Spiel, das sich sowohl an Vielspieler als auch an anspruchsvolle Gelegenheitsspieler richtet.

Reaktion von eggertspiele auf Birgits Kritikpunkt des sich biegenden Spielmaterials: "Die Produktionsfehler sind mittlerweile behoben, flüsterte der Hersteller uns etwas betreten zu. Es biegt sich nun nichts mehr."
 

 
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      (Langzeit-)Spielreiz
 
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