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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie, Aufbau
Erscheinungsjahr:
2010
Verlag: alea / Ravensb.  ..i..
Autor: Matthias Cramer
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
  Glen More
 
Schottische Statussymbole 
Mein Reich, mein Clan, mein Whisky - in etwa so hört es sich an, wenn Schotten zu früheren Zeiten ihr Ansehen vergleichen.
 

     

"Glen More" spielt in den schottischen Highlands des 17. Jahrhunderts. Jeder Spieler schlüpft in die Rolle eines Clanoberhaupts und bildet sein eigenes Reich aus Gebietsplättchen. Diese bescheren dem Besitzer Rohstoffe, neue Clanmitglieder und Siegpunkte.

 


Der Spielplan zu Beginn: Gut zu sehen ist die Kette aus Plättchen und Figuren. Ein Feld bleibt stets frei!
   
Die Spieler ziehen mit ihren Figuren auf beliebige Plättchen - immer der letzte der Kette ist an der Reihe, hier grün!
   

 

So funktioniert's:

Der Spielplan zeigt 14 in einem Rundkurs angeordnete Felder, von denen stets 13 Felder durch ein Plättchen oder eine Spielfigur belegt sind. Durch das eine freie Feld gibt es somit immer eine Kette aus Plättchen und Figuren, deren Anfang und Ende klar definiert ist.

 

Gespielt wird nicht reihum, sondern es ist immer der Spieler an der Reihe, dessen Spielfigur am Ende der Kette steht. Er setzt seine Figur auf ein beliebiges Plättchen, welches er anschließend in seine Auslage legen kann. Zu Beginn besitzt jeder Spieler ein graues Dorfplättchen mit einem Clanmitglied darauf.

 

Für das Anlegen gelten folgende Regeln:

 

- Ein neues Plättchen muss immer senkrecht oder waagerecht an ein bereits ausliegendes Plättchen gelegt werden.

- Außerdem muss auf mindestens einem benachbarten Plättchen ein Clanmitglied stehen (gilt auch diagonal).

- Manche Plättchen zeigen einen Fluss oder eine Straße. Diese schränken die Anlegemöglichkeiten weiter ein, da Fluss nur an Fluss und Straße nur an Straße gelegt werden darf.

- Verursacht das Plättchen Kosten in Form von Rohstoffen oder ähnlichem, so müssen diese vor dem Anlegen bezahlt werden, andernfalls darf der Spieler die Figur nicht auf dieses Plättchen ziehen.

 


Neue Landschaftsplättchen müssen immer an bereits ausliegende angelegt werden und zudem eine Verbindung mit einem Clanmitglied besitzen.
   
Nach und nach vergrößert jeder Spieler seine eigene Auslage. Am oberen Rand sieht man gesondert einen sogenannten "Chieftain" sowie ein Whiskyfass.
   

 

Anschließend wird das neue Plättchen, sowie alle waagerecht, senkrecht und diagonal unmittelbar angrenzenden Plättchen aktiviert und bringen verschiedene Vorteile. Die gelben und grünen Plättchen erzeugen meist Rohstoffe, durch braune Plättchen kann der Spieler Rohstoffe in Siegpunkte umtauschen.

 

Mit den grauen Plättchen kommen neue Clanmitglieder ins Spiel, außerdem bescheren sie dem Spieler bei einer Aktivierung Bewegungspunkte, mit denen die Clanmitglieder über die Auslage gezogen werden können. Mit den Destillen kann aus Getreide Whisky gebrannt werden.

 

Des Weiteren gibt es noch besondere Orte, zu denen es jeweils ein passendes Kärtchen gibt. Legt ein Spieler einen besonderen Ort in seine Auslage, so erhält er sofort das entsprechende Kärtchen, das ihm einen bestimmten Vorteil erschafft. Hierbei kann es sich um einen Effekt handeln, der einmalig oder dauerhaft eintritt oder aber um Bonussiegpunkte, die der Besitzer am Ende des Spiels erhält.

 

In der Mitte des Spielplans gibt es einen Markt, auf dem die Spieler mit Hilfe von Münzen Rohstoffe an- und verkaufen können. Um einen bestimmten Rohstoff kaufen zu können, muss stets so viel bezahlt werden, wie das erste freie Feld dieser Rohstoffreihe zeigt. Umgekehrt erhält der Spieler beim Verkauf eines eigenes Rohstoffes das Geld, das auf dem zuletzt belegten Feld der entsprechenden Rohstoffreihe liegt.

 


Auf dem Markt können Rohstoffe gekauft oder verkauft werden.
   
Siegpunkte erhalten die Spieler in Form von Plättchen.
   

 

Am Ende eines Zuges werden neue Plättchen an den Anfang der Kette gelegt, so dass wieder exakt ein Feld frei bleibt. Der Vorrat der Plättchen ist in 3 Stapel aufgeteilt. Nachdem jeweils das letzte Plättchen eines Stapels ausgelegt wurde, wird das Spiel kurz unterbrochen und es kommt zu einer Wertung.

 

Hierbei überprüft jeder Spieler:

 

-Die Anzahl seiner Whiskyfässer

-Die Anzahl seiner besonderen Orte

-Die Anzahl seiner Chieftains und Bonnets (Chieftains sind Clanmitglieder, die durch einen Bewegungspunkt gänzlich von der Auslage entfernt wurden. Bonnets sind auf einigen Kärtchen von besonderen Orten abgebildet.)

 

In jeder dieser 3 Kategorien wird nun überprüft, welcher Spieler jeweils die geringste Anzahl hat. Die anderen Spieler berechnen ihre Differenz zu diesem Spieler und erhalten nun einer Umrechnungstabelle entsprechend viele Siegpunkte.

 

Nach der dritten Wertung kommt es noch zu einer Schlusswertung. Die Spieler erhalten Siegpunkte für übrige Münzen und für bestimmte besondere Orte. Am Ende zählt jeder Spieler die Anzahl der Plättchen in seiner Auslage, wobei auch hier wieder die Differenz zu dem Spieler mit den wenigsten Plättchen ermittelt wird. Für je einen Punkt Differenz muss nun noch jeder Spieler drei Siegpunkte abgeben. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten hat gewonnen. [cg]

 
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angenehme Spielzeit
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leer
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Chris: Das Schotten-Thema von "Glen More" ist angenehm unverbraucht, allerdings wirkt es auch etwas aufgesetzt. Tauscht man die besonderen Orte gegen Sehenswürdigkeiten aus einem anderen Land aus, so könnte man auch problemlos dort Rohstoffe sammeln und Landschaftsplättchen auslegen.

Die Tatsache, dass nicht reihum gespielt wird, ist zwar recht erfrischend, allerdings können hierdurch auch sehr lange Wartezeiten entstehen, welche kaum zum Vorausplanen genutzt werden können, da man nie weiß, welche Plättchen im nächsten eigenen Zug noch nicht von den Gegnern weggeschnappt wurden. Dank der recht kurzen Spielzüge und einer Gesamtspielzeit von nur etwa einer Stunde hat man allerdings kaum das Gefühl, dass sich das Spiel an einer Stelle in die Länge zieht.

Das Material hat die gewohnt gute alea-Qualität, für meinen Geschmack hätte aber alles ruhig eine Nummer größer sein dürfen. Gerade die Zahlen und Symbole auf den braunen Plättchen sind doch arg klein geraten.

Auch möchte ich an dieser Stelle erneut auf ein interessantes Phänomen hinweisen, was besonders die mittlere Reihe der alea-Spiele betrifft: Die völlig unpassenden Schachteleinsätze. Wieder einmal hat man sich hier bei einem älteren Spiel (in diesem Fall "Wie verhext") bedient. In diesem Fall ist die Tatsache zwar nicht so schlimm, aber so was muss doch trotzdem nicht sein.


Alles in allem erhält man mit "Glen More" ein Spiel, wie man es von alea gewohnt ist: Ein gelungener Mechanismen-Mix mit einem bodenständigen (andere würden vielleicht sogar sagen, etwas einfallslosem) Thema. Mit den Highlights des Verlags kann es für mich nicht mithalten, dazu fehlt mir einfach das gewisse Etwas - jedoch hat der Wiederspielreiz bei mir noch nicht nachgelassen! (> Video)
 

 
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