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(C) Spiel des Jahres e.V.
- 2018 -

 

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKartenWürfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Kinder
Erscheinungsjahr:
2017
Verlag: HABA  ..i..
Autoren:
Lena und Günter Burkhardt
Grafik: Daniel Döbner
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 5 Jahren
Spieldauer: 15 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
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Funkelschatz
...

Feuer, Eis und Bling-Bling

Die vier Drachenkinder finden einen funkelnden Schatz, der sich in einer Eissäule befindet. Nun reicht der Atem der Kleinen leider noch nicht aus, um die Säule zum Schmelzen zu bringen, doch man kann ja Papa rufen!
 

 
Die Spieler versuchen, möglichst viele Edelsteine in ihrer eigenen Höhle anzusammeln. Dazu wird zunächst der Spielplan vorbereitet. Jedes Kind sucht sich einen Drachen aus und steckt ihn auf seine Schachtelecke. Die Spielfläche wird auf ein Papp-Untergerüst ins Innere der Schachtel gelegt, die Eisscholle kommt in die Mitte.



Darauf werden nun die "Eisringe" (aus durchsichtigem Kunststoff) gestapelt - im Spiel zu dritt sind das neun Ringe, im Spiel zu zweit oder vier werden acht Ringe benötigt. Die so entstandene Säule wird nun mit den bunt gemischten Edelsteinen gefüllt, von denen es insgesamt jeweils 18 in fünf Farben gibt.



Zu jeder Edelsteinfarbe gibt es ein Papp-Plättchen. Der aktive Spieler erhält den Drachen-Papa.



Der links neben ihm sitzende Spieler sucht sich als erster Spieler eine Edelsteinfarbe aus, von der er denkt, dass beim "Schmelzen" des obersten Eisringes die meisten Edelsteine herunterpurzeln. Dann folgen die weiteren Spieler reihum, der aktive Spieler hat als letzter Spieler die Wahl. Im Spiel zu zweit sucht sich jeder Spieler zwei Farben aus.



Nun bringt der aktive Spieler den ersten Eisring zum Schmelzen, indem er ihn mit seiner Hand vorsichtig entfernt. Dadurch werden einige Edelsteine nach unten fallen. Die Steine, die auf der Spielfläche liegen bleiben, werden nun an die jeweiligen Spieler verteilt, die auf die enstprechende Farbe getippt haben - alle roten Steine erhält also der Spieler, der das rote Papp-Plättchen genommen hat, alle grünen Steine derjenige, der auf grün getippt hat u.s.w.



So eingesammelte Steine werfen die Spieler in ihre eigene Höhle (kleine Öffnung in der jeweiligen Ecke des Spielplans hinter der eigenen Drachenfigur). Sollten Steine in die Löcher auf der Wiese fallen, so landen sie in Papas Höhle und niemand bekommt dafür Punkte. Auch Steine, auf deren Farbe niemand getippt hat, werden nicht gewertet.

Nun wird der Drachen-Papa an den nächsten Spieler im Uhrzeigersinn weitergegeben. Er wird jetzt derjenige sein, der den zweiten Ring entfernt. Zuvor suchen sich die Spieler wieder reihum jeweils eine Edelsteinfarbe aus, von der sie hoffen, die meisten Steine einsammeln zu können.



So wird Runde um Runde gespielt, bis auch der letzte Ring entfernt wurde. Steine, die auf der Eisscholle liegen geblieben sind, werden nicht gewertet.

Wer nach 8 bzw. 9 Runden die meisten Edelsteine in seiner Höhle angesammelt hat, gewinnt.



Varianten:
- Für ein einfacheres Spiel wählt jeder Spieler zu Spielbeginn eine Edelsteinfarbe. Diese Farbe sammelt er dann das ganze Spiel über.
- Für mehr Spannung können die Papp-Plättchen auch verdeckt ausgelegt werden. Jeder Spieler wählt dann verdeckte eine Edelsteinfarbe. Kein Spieler weiß also dann, welche Farbe der andere gerade sammeln möchte. [ih]

Auszeichnung: "Funkelschatz" wurde von der Fachjury des Spiel des Jahres e.V. zum "Kinderspiel des Jahres 2018" gewählt.
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 ERKLÄRVIDEO
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
schnell verstanden, schnell gespielt
für die Zielgruppe spannend
schönes Material
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Aufbau für Kinderhände etwas schwierig
für ältere Kinder weniger interessant
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: "Funkelschatz" ist ein schönes Spiel für jüngere Kinder, "ab 5 Jahren", sagt die Spielschachtel, das Spiel lässt sich aber auch schon mit noch jüngeren Kindern spielen, sofern ein Erwachsener mitspielt. Das ist aber sowieso oft nötig, da das wirklich toll aussehende Material im Handling seine Grenzen aufzeigt. Die Glitzersteine begeistern die Kinder, Mädchen noch mehr als Jungen, und die Eissäule aus Plastikringen sorgt ebenso für Eindruck wie das restliche ausschmückende Material, also der Drachen-Papa aus Holz und die kleinen liebevoll illustrierten Drachenkinder in den Ecken der Spielfläche. Mit der ebenso liebevoll ausgedachten Spielgeschichte hat man hier eine wirklich kindgerechte, zauberhafte Welt erschaffen.

Der Aufbau der Säule (der erschwert wird, da die Ringe nicht wirklich abgeflacht sind) und das Befüllen mit den bunten Edelsteinen ist für jüngere Kinderhände, oder insgesamt eher grobmotorische Menschen, nicht allzu leicht zu bewerkstelligen. Da braucht es jemanden, der eine ruhige Hand beweist, damit nichts einstürzt, bevor man mit dem Spielen begonnen hat - und auch während des Spielens sollte man beim Entfernen der Ringe nicht allzu grob an die Sache herangehen. Zudem sollte man bedenken, das Spiel nicht problemlos (oder evtl. gar nicht) spielen zu können, sollte man an einer Sehschwäche leiden bzw. Farben nicht unterscheiden können, da es keine alternativen Symbole auf den Steinen oder Plättchen gibt.

Spielerisch ist "Funkelschatz" extrem simpel. Die einzige spielerische Entscheidung besteht daraus, in jeder Runde eine Edelsteinfarbe zu auszuwählen. Dazu kann man sich die Säule genau ansehen und in etwa abschätzen, welche Farbe wohl die sein wird, von der die meisten Steine in dieser Runde nach unten fallen. Allerdings spielt dann hier letztlich auch oft das Glück eine große Rolle, sei es, weil ein Spieler zufällig als Erster an der Reihe ist, und eine Farbe offensichtlich dominiert - oder sei es, weil die Steine plötzlich doch anders fallen, als erhofft. Da bleiben Steine dann auf einmal in der Mitte der Säule auf dem Stapel liegen - oder aber sie fallen in die kleinen Löcher auf dem Spielplan und verschwinden somit in der Höhle des Drachen-Papas. Von dort aus können sie nicht mehr eingesammelt werden.

Vor allem jüngere Kinder haben großen Spaß an dem simplen Funkelstein-Sammeln. Sie fiebern mit, welche Steine nach unten fallen und freuen sich über ihre Beute. Da fällt es dann auch gar nicht so sehr ins Gewicht, dass der wirkliche spielerische Einfluss gar nicht so groß ist. Klar, wer etwas geschickter ist, kann mit etwas Übung auch Ringe so entfernen, dass bestimmte Steine vielleicht einen Extraschubs bekommen, während die der Gegner liegen bleiben, aber die meisten Kinder spielen doch lieber einfach drauf los. Und das Gefühl, die erbeuteten Steine in die eigene Höhle, versteckt hinter der eigenen Drachenfigur, zu werfen, ist noch einmal ein zusätzlicher Anreiz, den die Kinder dankbar aufnehmen. Welches Kind kann sich schon der Faszination von Höhlen entziehen?

"Funkelschatz" ist durch und durch ein Kinderspiel. Das zeigt sich vor allem dann, wenn mit älteren Kindern gespielt wird. Anders, als z.B. "IceCool" (> Testbericht), das ein Jahr zuvor zum "Kinderspiel des Jahres" gekürt wurde, ist das "Kinderspiel des Jahres 2018", also "Funkelschatz", für die älteren weniger interessant. Für sie ist das Entfernen eines Ringes und Aufsammeln von heruntergefallenen Funkelsteinen auf Dauer dann einfach zu wenig und bestenfalls ein Zwischendurch-Spiel. Eltern von spielerfahreneren Kindern sollten sich daher dann besser schon nach einem Spiel mit mehr spielerischem Anspruch umsehen. Aber "Funkelschatz" möchte ja auch eher eine jüngere Klientel ansprechen, was man an der niedrigen Altersangabe ablesen kann. Und für diese Zielgruppe ist das Spiel wirklich spaßig. Das Spielen mit den Edelsteinen begeistert die Kleinen, und Erwachsene können problemlos mitspielen, ohne im Vorteil zu sein. Dafür gibt's von mir gute 7 bis sehr gut 8 Kultpunkte, je nach Alter (ideal: ca. 4 bis 7 Jahre) und Spielerfahrung der kleinen Spieler. 
(> Video)

Zum Schluss noch ein Appell an die Eltern, der mir am Herzen liegt: Lasst eure Kleinen lieber noch nicht direkt mit "Funkelschatz" allein! Nicht nur, dass der Aufbau unter Umständen für Frust sorgen kann, wenn die Feinmotorik fehlt, oder die kleinen Steine im Spieleifer allzu schnell verloren gehen können, so besteht hier vor allem auch die Gefahr, dass die jüngsten Kids einen Glitzerstein verschlucken. Das mögliche Verschlucken von Kleinteilen gilt für viele Kinderspiele, aber gerade bei einem Spiel mit reizvollem Glitzermaterial in kleiner Größe ist diese Warnung doch immer wieder angebracht. Wenn die Kinder schon vernünftig im Umgang mit diesem Material sind, so können sie das Spiel dann aber problemlos allein spielen, denn die Regeln sind sofort begriffen und das Spiel somit dann auch ohne erwachsene Hilfe zu meistern!
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 

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