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Spiel-Fakten:

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Genre: Karten
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: Game Factory
Autoren: Fabian Engeler, Pascal Frick, Pierre Lippuner, Stefan Weisskopf
Spieleranzahl: 2 bis 8
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer:
20 bis 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
 
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Frantic
...

Aggro-Mau-Mau
Dieses aus der Schweiz stammende Kartenspiel greift das bekannte Mau Mau-/ UNO-Prinzip auf, ergänzt es jedoch mit einigen Gemeinheiten!

 

Zunächst werden alle Karten mit der weißen Rückseite von den Karten mit der schwarzen Rückseite getrennt. Die weißen Karten sind Ereigniskarten, die dann ausgelöst werden, wenn eine schwarze Zahlenkarte gespielt wird. Alle Karten werden getrennt gemischt und als verdeckte Stapel bereitgelegt. Jeder Spieler erhält sieben Handkarten vom schwarzen Kartenstapel. Das Spiel beginnt, wenn der Startspieler ermittelt wurde. Es ist immer der Spieler rechts vom Geber. Gespielt wird das Spiel, wie in der Schweiz üblich, gegen (!) die Uhrzeigerrichtung.



Wenn ein Spieler an der Reihe ist, kann er entweder eine Karte ausspielen oder eine Karte vom schwarzen Stapel ziehen. Die eben gezogene Karte darf er, wenn möglich, gleich noch ausspielen. Beim Ausspielen gilt:
- Farbe auf Farbe oder Zahl auf Zahl!
- Schwarz gilt nicht als Farbe. Hier darf nur Zahl auf Zahl gelegt werden!

Unter den Karten gibt es unifarbene Sonderkarten, z.B. "Gift" (= der Spieler verschenkt zusätzlich zwei seiner Handkarten), "Skip" (= der nächste Spieler muss aussetzen etc.).

Außerdem gibt es mehrfarbige Sonderkarten, z.B.:
- "Nice try": Diese Karte darf nur gespielt werden, wenn ein anderer Schlusss machen will. Dieser Spieler muss drei Karten ziehen. Der ausspielende Spieler muss dafür nicht an der Reihe sein!
- "Fantastic": Der ausspielende Spieler darf sich eine Farbe oder Zahl wünschen.
- "Fantastic Four": Der ausspielende Spieler wünscht sich eine Farbe. Ein beliebiger Spieler muss vier Karten ziehen.
- "Counterattack": Die Karte wird sofort bei einem gegnerischen Angriff ausgespielt. Der Angriff bleibt wirkungslos und der Spieler mit der Counterattack-Karte darf nun seinerseits den Angriff ausführen und eine Farbe wünschen.

- "Fuck you" kann nur gespielt werden, wenn der ausspielende Spieler genau 10 Handkarten besitzt. Sie kann aber durch Karteneffekte weitergegeben werden.

Wer also an der Reihe ist, spielt eine Handkarte, wenn er kann, aus. Ist es eine einfache Zahlenkarte, folgt der nächste Spieler. Ist es eine Sonderkarte, erfolgt sofort die entsprechende Aktion. Spielt der Spieler eine schwarze Karte, wird als Aktion generell eine Karte vom weißen Stapel gezogen und das Ereignis ausgeführt. Diese Ereignisse können einzelne Spieler betreffen - oder auch alle. Auch das Spielende kann vorzeitig ausgelöst werden. Alle Ereignisse werden in der Anleitung beschrieben.

Es gewinnt der Spieler, der zuerst keine Karte mehr auf der Hand hat und auch keine mehr durch Kartenaktionen nachziehen muss. Spielt man mehrere Runden, zählen die anderen Spieler ihre (Minus-)Punkte. [go]

 
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Gabi: "Kann Aggressionen auslösen", sagt die Spielinfo. Okay, ich denke spontan an meine "TAC"-Runden. Ja, Aggressionen auszulösen geht im Spiel wirklich gut. Und in einem Kartenspiel? Oh ja, das geht auch.

Grundlegend wird in "Frantic" eine Karte ausgespielt wie in alter Mau Mau-/UNO-Tradition. Dann aber wird alles anders. Die Vielseitigkeit der Karten überrascht immer aufs neue. Klar, es gibt das Kartenziehen und das Aussetzen, aber es gibt auch zielgerichtete Angriffe auf Mitspieler, die gar nicht als nächstes dran sind, sondern eben einfach nur wenige Karten haben, negativ aufgefallen oder auf sonstige Weise in den Fokus eine Mitspielers geraten sind, der eine solche Karte besitzt. Zu zweit bleibt das Spiel dabei noch eher fluffig und locker. Zu viert ist es schon deutlich mieser. Zu sechst erleidet man Schmerzen, weil eigentlich jeder irgendetwas Mieses auf der Hand hat. Und da das Ziel ist, keine Handkarten mehr zu besitzen, oder wenigstens die wenigsten Minuspunkte zu kassieren, sind es eben die teuren Miesen, die gern ausgespielt werden. Was man weg hat, hat man weg. Schlecht nur, wenn der Angegriffene eine Blockkarte besitzt - dann fällt alles auf den Angreifer zurück, zur großen Schadenfreude aller anderen.

Insgesamt lebt das Spiel von der Schadenfreude. Und eigentlich hat man bei so vielen Mitspielern auch fast immer Grund dazu. Es sei denn, es trifft einen selber. Dieses Hin und Her aber ist genau das, was "Frantic" so sehr von allen Mau Mau-artigen Spielen unterscheidet. Das einzige Manko allerdings ist: Man kann einzelne Spieler komplett rausnehmen, wenn alle nur gegen einen Spieler spielen. Das muss von vornerein unterbunden werden, notfalls auch mit klarer Ansage. Aber es ist möglich. Ansonsten gilt: Wer austeilt, muss auch einstecken können. Und wer einsteckt, darf auch austeilen, zumindest, wenn es die Karten erlauben.

Das Glück spielt natürlich mit. Aber das sollte einem klar sein, wenn man die Karten in die Hand nimmt. Das moderne und vor allem sprachneutrale Design macht schnell deutlich: Das ist KEIN "UNO"! Das Material ist, samt Regelwerk, gut durchdacht. Einzig, dass die einzelnen Ereignisse jedes Mal aus der Anleitung erlesen werden müssen, stört ein wenig, aber das ist den sprach- und symbolfreien Karten geschuldet.

Fazit: "Frantic" ist für mich eines der besten Mau Mau-/ UNO-artigen Spiele, die es nach den Klassikern in dieser Weise gibt. Der größere Stänkerfaktor muss jedoch unbedingt bei der Auswahl der Spielgruppe bedacht werden! Ich find's klasse!
..
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 

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