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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: Queen Games
Autor: Christwart Conrad
Grafik:
Ian O'Toole
Spieleranzahl:
2 bis 5
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer:
ca. 90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Franchise
...

Vergrößert eure Marktmacht!
Im Amerika der 60er Jahre beginnt der Franchise-Boom. Als Spieler schlüpft ihr in die Rolle von Unternehmern und versucht, eure Marktmacht immer weiter zu vergrößern. Vergesst dabei nicht, eure Konkurrenten im Auge zu behalten. Wem gelingt es, den meisten Einfluss am Ende des Spiels zu besitzen?
 
 
Vor Beginn des Spiels wird der Spielplan in der Mitte des Tisches ausgebreitet. Die Dollarkarten werden, nach ihren Werten sortiert, daneben bereitgelegt. Die Stadtplättchen werden gemäß den Zahlen auf dem Spielplan offen auf den jeweils passenden Städten platziert. Außerdem werden die Regionenplättchen auf die farblich passenden Felder gelegt.



Jeder Spieler wählt eine Farbe und nimmt sich folgendes Material in dieser Farbe: ein Spielertableau, 40 Franchise-Filialen, einen Expansions- und einen Einflussmarker, eine Einkommenstabelle (abhängig von der Spieleranzahl) und drei Bonusplättchen.



Die Einflussmarker aller Spieler werden auf Feld 0 der Einflussleiste gelegt. Ein zufälliger Startspieler wird bestimmt. Abhängig von der Spieleranzahl erhalten alle Spieler einen gewissen Dollarbetrag als Startkapital. In umgekehrter Spielerreihenfolge setzen alle Spieler eine ihrer Franchise-Filialen in eine noch unbesetzte Kleinstadt. Für das erste Spiel beginnen alle Spiele mit zwei Filialen, und es gibt eine Tabelle, die die Kleinstädte (anhängig von der Spieleanzahl) auflistet, in denen die Spieler starten.

In seinem Zug führt ein Spieler fünf Phasen hintereinander aus. Anschließend kommt der nächste Spieler an die Reihe, der ebenfalls alle fünf Phasen hintereinander ausführt. Die fünf Phasen sind nachfolgend erklärt.

1) Einkommen
Der aktive Spieler zählt alle freien Felder in allen Städten zusammen, in denen er mit mindestens einer Filiale vertreten ist. Anhand der Einkommenstabelle lässt sich das aktuelle Einkommen ablesen. Er nimmt sich den entsprechenden Betrag aus der Bank.

2) Einmal expandieren
Von einer Kleinstadt oder Stadt ausgehend, in der der Spieler mindestens eine Filiale besitzt, wählt der Spieler eine benachbarte freie Kleinstadt oder eine benachbarte Stadt, in der noch mindestens ein freies Feld vorhanden ist. Außerdem muss es eine direkte Verbindung zu dieser Stadt oder Kleinstadt geben. Der Spieler setzt dann seinen Expansionsmarker in die Kleinstadt oder auf das Feld in der Mitte der Stadt.



Danach bezahlt er die Streckenkosten an die Bank. Auf das Expandieren kann auch verzichtet werden.



3) Marktanteil in Städten vergrößern
Pro Stadt, in der der Spieler bereits mit mindestens einer Filiale vertreten ist, und in der noch mindestens ein freies Feld verfügbar ist, muss sich der Spieler entscheiden, ob er dort eine weitere Filiale eröffnet oder nicht. Entscheidet er sich für die Eröffnung einer neuen Filiale, zahlt er pro Filiale einen Dollar an die Bank und stellt eine seiner Filialen in die Mitte der jeweiligen Städte.



Pro Zug darf je Stadt nur eine weitere Filiale eröffnet werden.

4) Filialeröffnung
Der Spieler nimmt seinen Expansionsmarker zurück und stellt eine Filiale in der Kleinstadt oder Stadt auf. Handelt es sich um eine Stadt, platziert er seine Filiale auf das Feld mit dem Filialsymbol (sollte es sich um die erste Filiale in dieser Stadt handeln) oder alternativ auf das nächste freie Feld im Uhrzeigersinn. Sind anschließend alle Felder der Stadt besetzt oder ein Spieler besitzt alleine die absolute Mehrheit an Filialen in dieser Stadt, kommt es sofort zu einer Stadtwertung (siehe weiter unten). Für jede Stadt, in der noch eine Filiale des Spielers in der Mitte einer Stadt steht, verfährt der Spieler ebenso. Auch hier gilt, dass sofort eine Stadtwertung ausgelöst wird, sollten nach dem Platzieren alle Felder der Stadt besetzt sein oder ein Spieler die absolute Mehrheit besitzen.

Stadtwertung
Unter zwei Bedingungen wird sofort nach dem Platzieren einer Filiale eine Stadtwertung ausgelöst:
A) Ein Spieler besitzt alleine die absolute Mehrheit an Filialen in einer Stadt (er hat mehr als die Hälfte der möglichen Plätze mit seinen Filialen besetzt).



Daraufhin erhält derjenige Spieler so viele Einflusspunkte, wie in der Mitte der Stadt abgebildet sind.

B) Alle Felder einer Stadt sind besetzt und niemand besitzt die absolute Mehrheit. Der Spieler mit den meisten Filialen in dieser Stadt erhält dann halb so viele Einflusspunkte (ggf. abgerundet), wie in der Mitte angezeigt sind. Herrscht Gleichstand, erhält derjenige am Gleichstand beteiligte Spieler die Punkte, welcher zuerst eine Filiale in der Stadt errichtet hat.

Nach der Wertung wird das Stadtplättchen entfernt. Der Sieger der Stadtwertung nimmt alle eigenen Filialen bis auf eine in seinen Vorrat zurück. Alle anderen Spieler belassen alle ihre Filialen auf dem nun leeren Stadtfeld.



War es die erste Stadtwertung in einer Region, platziert der aktive Spieler eine seiner Filialen neben dem zugehörigen Regionenplättchen.



5) Regionswertung
Für jede Region wird nacheinander überprüft, ob alle Kleinstädte besetzt und alle Stadtplättchen entfernt wurden.

Ist dies für eine Region der Fall, werden Einflusspunkte entsprechend des Regionenplättchens an die Spieler verteilt: der Spieler mit den meisten Filialen in der Region erhält die meisten Punkte, der Spieler mit den zweitmeisten Filialen die zweitmeisten Punkte und alle anderen Spieler, die mit mindestens einer Filiale in der Region vertreten sind, erhalten den dritthöchsten Wert (bei zwei Spielern entfällt der zweithöchste Wert).



Herrscht Gleichstand, erhält derjenige Spieler mehr Punkte, der seine Filiale neben dem Regionenplättchen stehen hat. Ist dieser Spieler nicht am Gleichstand beteiligt, erhält derjenige mehr Punkte, der diesem Spieler im Uhrzeigersinn am nächsten sitzt. Zum Schluss legt der aktive Spieler das Plättchen auf das erste freie Feld von links am unteren Rand des Spielbretts und erhält die darauf abgebildeten Einflusspunkte.

Gab es keine Regionswertung, ist der nächste Spieler im Uhrzeigersinn an der Reihe. Wurde mindestens eine Regionswertung ausgelöst, wird überprüft, ob das Spielende eingeleitet wird.

Einleitung des Spielendes: Wenn nach dem Zug eines Spielers mindestens ein Regionenplättchen in dem roten Bereich liegt, endet das Spielt sofort.



Das Spiel endet im seltenen Fall auch dann, wenn alle Spieler einmal nacheinander nicht expandiert haben.

Bonusplättchen:
Jedes Bonusplättchen kann für eine von drei Möglichkeiten ausgegeben werden, allerdings maximal ein Plättchen pro Runde und Spieler. Das Plättchen darf dafür eingesetzt werden, in Phase 2 in eine weitere Stadt oder Kleinstadt zu expandieren. Dafür erhält der Spieler vorübergehend den allgemeinen Expansionsmarker. In diesem Fall müssen beide Streckenkosten bezahlt werden. Alternativ kann das Bonusplättchen dafür benutzt werden, um in Phase 3 eine zweite Filiale zu einer bereits platzierten Filiale in die Mitte einer Stadt dazuzustellen. Dieser Einsatz dieser zweiten Filiale ist kostenlos. Als dritte Alternative darf sich der Spieler 10 Dollar aus der Bank für ein Bonusplättchen nehmen.

Spielende: Nachdem das Spielende eingeleitet wurde, erhalten die Spieler noch zusätzliche Einflusspunkte: pro Filiale in einer Kleinstadt gibt es einen Punkt, pro drei Dollar erhält jeder Spieler ebenfalls einen Punkt und außerdem gibt es vier Einflusspunkte für jedes nicht eingesetzte Bonusplättchen. Wer nun die meisten Einflusspunkte hat, gewinnt das Spiel. Herrscht Gleichstand, gewinnt derjenige unter den am Gleichstand beteiligten Spieler, der mehr Filialen in Kleinstädten hat. Liegen die Spieler immer noch gleichauf, gibt es mehrere Gewinner.

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Profivariante: Im Spiel integriert ist bereits eine Variante für den Spielaufbau. Hierbei werden die Stadtplättchen verdeckt gemischt (je nach Größe) und zufällig auf die passenden Plätze auf dem Spielplan verteilt. Ebenfalls können die Regionenplättchen zufällig oder per Auswahl den Regionen zugeteilt werden. [bf]
 
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  PLUS:
PLUS:
Variabilität im Spielaufbau
viele taktische Möglichkeiten
Retro-Optik
ENDE
  MINUS:
MINUS:
etwas unübersichtlicher Spielplan
bedarf einer gewissen Eingewöhnung
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Benjamin: Die Neuauflage des Klassikers "Pfeffersäcke" aus dem Jahre 1998 erscheint in frischem Glanz. Im Gegensatz zum Klassiker werden bei "Franchise" keine Kontore in Städten eröffnet, sondern eigene Franchise-Filialen. Passend zum Beginn des Booms in den 60er Jahren, ist das Design entsprechend gestaltet. Der erste Eindruck macht Lust, sein eigenes Franchise im ganzen Land bekannt werden zu lassen.

Der Spielaufbau ist schnell erledigt und die Regeln sind eingängig. Bei der Regelerklärung fiel allerdings auf, dass diese gar nicht so leicht durchzuführen war. An einigen Stellen ist die Anleitung etwas umständlich geschrieben, obschon es, wie von Queen Games bekannt, viele Beispiele gibt. Die ersten zwei bis drei Runden laufen dann auch nach einer kurzen Eingewöhnung recht flüssig ab. Da gerade zu Beginn des Spiels die Phasen 4 und 5 bei allen Spielern noch nicht durchgeführt werden (da die entsprechenden Bedingungen noch nicht erfüllt sind), läuft ein Spielzug zügig ab. Was uns aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass der richtige Zeitpunkt abgepasst werden muss, zu dem Städte gewertet werden sollen. Eine sinnvolle taktische Überlegung zu Beginn ist es, zunächst möglichst viele Städte mit vielen freien Feldern einzunehmen. Auf diese Weise generiert man ein hohes Einkommen, mit dem sich über weitere Strecken expandieren lässt.

In unserer ersten Partie waren wir mehr darauf aus, Städte möglichst schnell zu werten. Diese Taktik funktioniert auch. Dies hat uns gezeigt, dass man sehr unterschiedlich an das Spiel herangehen kann. Die Gruppendynamik war dabei ebenfalls bemerkenswert: hat ein Spieler eine bestimmte Taktik gewählt, sind meist alle anderen Spieler dieser Wahl gefolgt. Dadurch kamen sehr spannende Partien zustande. In der Erstpartie haben wir uns alle nicht sehr weit ausgebreitet, was sich später als fataler Fehler erwiesen hat. Dadurch ist es vorgekommen, dass ein Spieler in einer Ecke des Spielplans eingekesselt wurde.

Insgesamt ist "Franchise" ein schnell voranschreitendes Taktikspiel, welches unterschiedliche Vorangehensweisen zum Sieg anbietet. Gerade mit fortschreitender Spieldauer gewinnen die Städte- und insbesondere die Regionswertungen an Gewicht. Dadurch können viele Einflusspunkte gewonnen werden und somit ist bis zum Schluss des Spiels nicht eindeutig, wer am Ende siegen wird. Diese Spannung hat sich in mehreren Partien immer wieder gezeigt.

Von meiner Seite aus kann ich "Franchise" ganz klar weiterempfehlen. Das Taktikspiel überzeugt durch wenige Glückselemente. Gerade die vorgegebene Aufstellung für die Erstpartie erwies sich zum Einstieg sehr nützlich. Anzumerken ist die (zumindest von uns empfundene) Unübersichtlichkeit des Spielbretts durch die vielen bunten Farben, die etwas umständlich aufgebaute Anleitung und die Eingewöhnungszeit. Alles im allem trübt dies aber nicht den positiven Gesamteindruck des Spiels. Die Vielzahl an taktischen Möglichkeiten und Herangehensweisen, gepaart mit der Möglichkeit des variablen Aufbaus, erzeugen einen hohen Wiederspielreiz und machen Lust auf mehr. Das Spielmaterial ist hochwertig verarbeitet, und es bleibt über die ganze Partie hinweg Spannung bis zum Schluss bestehen.

Deshalb vergebe ich als Gesamtwertung sehr gute 8 Kultpunkte.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
 

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