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Spiel-Fakten:

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Genre: Kommunikation
Erscheinungsjahr: 2014
Verlag: moses Verlag  ..i..
Autoren: Max J. Kobbert, Alexander Herbst
Spieleranzahl: 3 bis 6
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca.20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
   
   

 

 
Fliegende Zeilen
 
Poesie für jedermann?
Einfach mal eben so muss improvisiert werden. Gilt es doch, mal schnell aus einer Notiz die richtigen Worte zu finden. Doch was macht aus einer Notiz ein Essay? Oder ein Gedicht?
 
     

Jeder Spieler nimmt sich zunächst einen der beiliegenden Schreibblocks und einen Stift. Dann erhält jeder noch ein farbiges Set Bewertungskarten. Deren Anzahl bezieht sich immer auf die Spielerzahl minus 1. Nachdem nun noch das Vers-Verzeichnis, die fünf Aufgabenkarten, der Würfel und die Sanduhr bereit gestellt wurden, kann der Wettstreit beginnen. Die Spieler müssen sich nur noch einigen, wie lange das Spiel gehen soll. Am Anfang schlagen fünf Runden mit etwa 20 Minuten zu Buche.

Es wird reihum gespielt. Der aktive Spieler zieht zuerst einmal die oberste Aufgabenkarte und würfelt. Entsprechend der Würfelzahl wird nun die Aufgabe ermittelt und vorgelesen. Die "6" gilt dabei als freie Aufgabenwahl. Die Aufgabe gilt für alle Spieler. In unserem Beispiel haben wir die Aufgabe: "Finden Sie einen Reim für die Zeile!"

Nun nimmt sich der Spieler nochmals den Würfel und wirft ihn dreimal hintereinander ...3...2...6.  Die drei ermittelten Zahlen ergeben, fortlaufend gelesen, die Zitat-Zeile, die im Vers-Buch gesucht werden muss. In unserem Beispiel also 326. Die Zahlen stehen gut sichtbar am Rand und sind leicht zu finden. Die entsprechende Zeile wird daraufhin vorgelesen. In unserem Beispiel wäre das "...soll willkommen sein..." von Yayú.

Die Spieler haben jetzt genau eine Sanduhr (90 Sek.) lang Zeit, die Aufgabe schriftlich auf ihrem Block zu erfüllen. Wie wäre es mit: "Ein jeder Spieler, mit einem Herzen ganz rein, soll hier bei uns willkommen sein!"?

Bedingung bei der Erfüllung der Aufgabe ist es, die Zeile wiedererkennbar, jedoch nicht wortgetreu wiederzuverwenden. Kreativität ist gefragt. Nach Ablauf der Zeit, endet die Runde und die Wertung setzt ein. Dazu lesen alle ihre Texte laut vor, den Zettel sichtbar vor sich platziert. Kommentare zu eigenen und fremden Texten sind erwünscht. Solange die grundlegende Aufgabe erfüllt wurde, darf gerne auch zusätzlich gereimt werden, muss aber nicht.

Hat der Letzte seinen Beitrag zum Besten gegeben, wählt jeder Spieler aus seinen Wertungskarten eine Punktzahl aus, die er dem anderen verdeckt zuordnen möchte. Das beste Ergebnis (Originalität, Witzigkeit ...) erhält die höchste Punktzahl usw. Hat ein Spieler keinen Text geschrieben, erhält er auch keine Punkte.  Hat jeder seine Punkte verteilt, decken alle gleichzeitig ihre erhaltenen Bewertungskarten auf. Die Punkte der Runde werden addiert und als Summe neben der Rundenzahl auf dem Block notiert.  Das Spiel geht weiter, indem der nächste Spieler eine neue Aufgabenkarte zieht und würfelt.

Es gewinnt der Spieler, der nach der vereinbarten Rundenzahl die meisten Punkte erreicht. Er ist der Meister der fliegenden Zeilen. [go]

 
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   Spielidee um Worte und Poesie

ENDE
  MINUS:
MINUS:
Punkteverteilung erfolgt subjektiv
nicht für jedermann geeignet
...
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Gabi: "Einfach mal eben so" spielt sich "Fliegende Zeilen" nicht. So viel sei schon mal gesagt. Das schwerste am Spiel ist eigentlich die richtige Spielgruppe zusammen zu trommeln. Was braucht man, um das Spiel zu mögen? Ein offenes Herz für vielerlei Literatur. Ein wenig Allgemeinbildung. Ein Zeitbewusstsein mit einem minimalen politischem Grundwissen. Ein... nein, nein, eigentlich reicht ein Grundmaß an Neugierde und Freude an Worten. Der Rest kommt eigentlich fast von allein. Der Spielablauf selbst ist sehr einfach gehalten: Erwürfle Deine Aufgabe, löse sie und bewerte die anderen. Die Schwierigkeit besteht darin, der Vielseitigkeit der Aufgaben gerecht zu werden. Dem einen fällt es leicht, ein kleines Gedicht oder ein Märchen zu schreiben. Dem anderen fallen stichpunktartige Überschriften aus bekannten Zeitungen leicht. Doch was bitte ist ein Essay? Oder wie schreibt sich ein Doktorarbeits-Titel? Bei Unklarheiten bietet es sich an, vor dem Ausführen kurz über die Aufgabe zu sprechen. Denn dann hat man nur noch 90 Sekunden Zeit, um die Lösung zu vollenden.

Im Endeffekt aber bleibt klar: Es ist ein Spiel mit Worten, das man trotz aller Wertung nur bedingt ernst nehmen sollte. Vielmehr sollte Augenmerk auf die Schönheit der gewählten Worte, den besonderen Witz oder den tief versteckten ernsten Gedanken gelegt werden. So manche Runde endet überraschend, und zwar nicht nur wegen der Worte, sondern schlicht, weil man im Anderen völlig neue Ansichten erkannt hat.

Die Wertung ist das Einzige, was für Unmut sorgen kann. Da die Punkte nach eigenem Ermessen verteilt werden, ist eine Übervorteilung einzelner Mitspieler durchaus möglich. Das zu vermeiden, ist eine liebevolle Kunst. Man sollte fair beurteilen und das eigene Ergebnis mit einem Lächeln entgegennehmen.

Das Spiel erinnert mich an ein anderes von mir immer noch geliebtes Spiel: "Cyrano" [> Testbericht]. Während dort nur das Reimen im Vordergrund steht, erweitern sich die Möglichkeiten in "Fliegende Zeilen" auf ein Vielfaches. Ich mag beide Spiele gern, ebenso reagierten die entsprechenden Testgruppen positiv. Aber wie gesagt, nicht jeder mag solche Spiele! Wer sich nicht darauf einlassen kann, wird nur wenig Freude am Spiel haben!

Fazit: "Fliegende Zeilen" ist ein Spiel für Wortakrobaten, für Geschichtenschreiber, für Titelgeber und Wortverdreher - kurz: für alle, die Freude und Interesse an der deutschen Sprache haben.
...

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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