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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie, Strategie
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag:
Catch Up Games
Autor:
Cyrille Leroy
Grafik:
Jérémie Fleury
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter:
ab 10 Jahren
Spieldauer:
ca. 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
 
   

 

 
!MESSE-NEUHEIT ESSEN 2018!
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Fertility
...

Sich regen bringt Segen!

Jedes Jahr dasselbe: Kaum ist die Nilschwemme vorbei und das Hochwasser weg, kommt auch schon der Pharao um die Ecke und möchte, dass wir so viel Geld wie möglich aus der uns anvertrauten Provinz quetschen ...
 

 
... Klar, dass er das auch von den anderen Statthaltern verlangt und uns so einen schönen Wettstreit beschert hat. Denn nur der beste unter uns Provinzfürsten wird in seiner Gunst steigen. Typisch Gottkönig eben. Also die Ärmel hochgekrempelt und den Acker bestellt. Die Läden füllen sich ja schließlich nicht von selbst mit Waren!



So funktioniert's:
Es ist wie so oft: wenn es nicht um Ruhm und Ehre geht, dann dreht sich alles um den schnöden Mammon. Auch der Pharao macht da keine Ausnahme, und so müssen wir in Fertility innerhalb von neun Spielrunden versuchen, mehr Münzen anzuhäufen als unsere lieben Mitspieler. Das Geschehen im Spiel verteilt sich dabei gleichmäßig auf zwei Schauplätze. Zum einen gibt es einen zentralen Spielplan, auf dem die Spieler im Laufe des Spiels gemeinsam ihre Feldplättchen legen werden um Ressourcen ernten zu können. Zum anderen hat jeder Spieler noch ein persönliches Metropolen-Tableau, auf dem er seine Stadt erweitern und die dort entstehenden Läden mit den erwirtschafteten Ressourcen beliefern kann.


Der Spielplan ist nach einigen Spielrunden bereits mit diversen Plättchen bedeckt

Zu Beginn des Spiels wird der zentrale Spielplan aus drei bis vier zufällig angeordneten Segmenten zusammengesetzt. Dieser Plan ist mit einem Raster aus quadratischen Feldern überzogen, von denen die meisten lediglich eine leere Ackerfläche zeigen. Einige andere weisen dagegen Weizenfelder, Wasserstellen oder aber eine der vier Ressourcen Alabaster, Rindvieh, Papyruspflanzen oder Weintrauben auf. Auf einem dafür markierten Feld in der Spielplanmitte wird das Startplättchen mit den Abbildungen aller vier Ressourcen gelegt.


Neben den aufgedruckten Geschäften oben links füllt sich das Metropolen-Tableau des Spielers im Laufe des Spiels mit weiten Shops.

Die Metropolen-Tableaus der einzelnen Spieler sind derweil bereits mit vier kleinen Geschäften, die schon beliefert werden können, ausgestattet. Neben dem Weizenspeicher, auf dem die Spieler ihre aktuelle Menge an Getreide markieren, nehmen die leeren Baufelder jedoch die größte Fläche des Tableaus in Anspruch. Auf sieben Plätzen können die Spieler im Verlauf der Partie ihre Stadtplättchen legen, um ihre Metropole auszubauen und so mehr und mehr Geschäfte beliefern zu können. Bevor das Spiel losgeht, werden noch vier dieser Stadtplättchen vom gemischten Stapel offen in die allgemeine Auslage gelegt. Ebenso gehen drei Feldplättchen offen in diese Auslage.


Jeder Spieler wählt eine der vier Monument-Arten aus und erhält vier von dieser Sorte in seinen Vorrat.

Nachdem auch alle Spieler drei offene Feldplättchen als persönlichen Vorrat sowie vier Monumente in Spielerfarbe erhalten haben, kann das Ringen um die Gunst des Pharao beginnen.

Ist ein Spieler am Zug, so muss er eines seiner drei Feldplättchen passend an ein bereits auf dem zentralen Spielplan ausliegenden Plättchen anlegen. Die Feldplättchen sind in guter Domino-Manier zwei Quadrate groß und zeigen auf diesen eine Kombination von ein oder zwei der vier Ressourcen im Spiel, also beispielsweise Alabaster auf der einen und Weintrauben auf der anderen Seite. Dabei gibt es natürlich auch Teile, die auf beiden Seiten die gleiche Ressource, z.B. zweimal Rindvieh, aufweisen. Das Plättchen muss nun so vom Spieler angelegt werden, dass mindestens eine Seite des neuen Plättchens mit einer bereits ausliegenden Ressource übereinstimmt. Dabei dürfen Wasserstellen und Weizenfelder nicht überdeckt werden. Für jede bereits liegende Ressource, die mit dem neuen Plättchen übereinstimmt, darf sich der Spieler nun die entsprechenden Holzmarker nehmen. Dabei können also durchaus mehrere "alte" Plättchen mit dem neu angelegten übereinstimmen, so dass auch drei oder noch mehr Ressourcen geerntet werden können.


Die Feldplättchen sind Domino-artig aufgebaut.


Grenzt das gelegte Feldplättchen an einen Weizenacker, so darf man für jedes angrenzende Feld seinen Weizenmarker auf dem persönlichen Tableau einen Schritt weiterziehen. Und deckt man beim Auslegen eine auf dem Plan abgedeckte Ressource ab, so erhält man diese auch noch dazu. Sollte es beim Anlegen eines Feldplättchens dazu kommen, dass ein einzelnes leeres Quadrat vollständig umschlossen wird, so hat man einen Steinbruch erschaffen und darf sich dafür einen beliebigen Ressourcenmarker aus dem Vorrat nehmen. Alternativ kann man aber auch auf diesen Bonus verzichten und stattdessen ein Monument auf den verwaisten Platz stellen, was sich potenziell am Spielende in Münzen auszahlen kann.


Auf einem isolierten Feld darf ein Monument errichtet werden.

Nachdem ein Spieler die Ressourcen für sein Feldplättchen geerntet hat, darf er eines der vier ausliegenden Stadtplättchen aus der Auslage für sein Metropolen-Tableau erwerben, indem er den aufgedruckten Preis (0 bis 2) in beliebigen Ressourcen (ggf. auch Weizen) bezahlt und das entsprechende Plättchen auf sein Tableau legt. Jedes Stadtplättchen wartet dabei mit einem oder mehreren Geschäften auf, die im Laufe der Partie mit den geernteten Ressourcen beliefert werden können, was gleichzeitig auch die letzte Aktion eines Spielerzuges ist.


Auf dem oberen Teil des Spielertableaus füllen sich die Geschäfte mit Waren.

Nachdem also ein neues Stadtplättchen für das Tableau gekauft wurde (oder auch nicht), darf der Spieler seine frisch geernteten Ressourcen an die Geschäfte in seiner Metropole liefern. Natürlich gab es auch schon im alten Ägypten verschiedene Geschäfte, und so haben auch die Spieler in Fertility die Qual der Wahl. Da gibt es Geschäfte, die für eine Lieferung Geld am Ende des Spieles bieten; so z.B. 5 Münzen, wenn man einen Papyrusblüten-Marker in das Geschäft legt. Andere wiederum bieten keine Münze, sondern eine andere Ware oder einen Schritt auf dem Weizenspeicher im Austausch gegen das gesuchte Gut. Dann gibt es welche, die eine gewisse Anzahl Münzen pro bestimmter Ressource am Ende des Spieles ausloben, wie beispielweise eine Münze pro Rindvieh, das bis zum Ende des Spieles in die Metropole geliefert wurde. Wieder andere haben ein Götterstatue-Symbol im Angebot. Je mehr unterschiedliche Göttersymbole man bis zum Ende der Partie auf diese Weise erhalten hat, desto mehr Münzen winken als göttlicher Lohn.


Auf dem unteren Teil des Spielertableaus findet man rechts den Weizenspeicher und links daneben die Punkteübersicht für Monumente und Göttersymbole.

Die Spieler sind übrigens gut beraten, die vorhandenen Shops so gut es eben geht zu beliefern. Denn zum einen rücken Geschäfte, die mehrere Ressourcen verlangen, ihre Belohnung erst raus, wenn sie vollständig (!) beliefert wurden (was jedoch nicht zwingend in einem einzigen Spielzug gemacht werden muss) - noch wichtiger ist allerdings, dass Ressourcen, die man am Ende seines Zuges nicht in Geschäften unterbringen kann oder will, ersatzlos verfallen. Die einzige Ressource, die nicht verfallen kann, ist der Weizen, der nicht als Holzmarker ausgegeben, sondern auf der persönlichen Weizenspeicher-Leiste festgehalten wird.

Am Ende seines Zuges nimmt der Spieler noch eines der drei Feldplättchen aus der allgemeinen Auslage und füllt so seinen Bestand wieder auf drei Plättchen auf. Danach wird das allgemeine Angebot wieder auf drei Feldplättchen und vier Stadtplättchen ergänzt und der nächste Spieler darf seinen Zug machen.



Das Spiel geht so lange reihum, bis die Feldplättchen in der zentralen Auslage nicht mehr aufgefüllt werden können, was immer nach acht Runden der Fall ist. Alle Spieler dürfen jetzt noch ein abschließendes Feldplättchen legen und so ihren neunten und letzten, kompletten Zug machen. Danach ist der Tag der großen Abrechnung gegenüber dem Pharao. Alle Geschäfte, die vollständig beliefert wurden, zahlen nun die angegebene Menge Münzen, ebenso wie die Geschäfte, die Münzen für bestimmte Ressourcen ausloben. Unterschiedliche Göttersymbole bringen jetzt ebenfalls Geld: je mehr Symbole, desto besser. Gleiches gilt auch für den Weizen im eigenen Speicher. Zu guter Letzt wird der (oder die) Spieler mit den meisten Monumenten mit 15 Münzen belohnt; Zweitplatzierte bekommen immerhin noch sieben Zähler. Wer nun in Summe die meisten Münzen erwirtschaften konnte (welche auf dem Wertungsblock festgehalten werden), ist der Sieger des Spiels und darf sich in der Gunst des Pharaos sonnen. [am]
Hinweis: Fertility wird zur Essener Spielemesse 2018 im französischen Verlag Catch Up Games erscheinen und vom ebenfalls französischen Blackrock Games vertrieben. Bislang (Herbst 2018) ist das Spiel nur mit englisch- und französischsprachiger Spielanleitung erhältlich. Das Spielmaterial selbst ist aber komplett sprachneutral!
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 ERKLÄRVIDEO
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
eingängige Regeln, die schnell
   erlernt sind
sehr schöne Gestaltung
hoher Wiederspielreiz durch
   modularen Aufbau
Spiel mit "Wohlfühlfaktor"
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Symbole und Ressourcen etwas klein,
   aber dennoch ohne Probleme spielbar
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
André: Ägypten, Pharao, Ackerbau und Viehzucht – das sind ja so Themen, die bei Brettspielen eigentlich immer gehen. Ich selber zähle mich auch zu den Fans dieser frühen Hochkultur, und so war es für mich keine Frage, dass ich mir das neue Spiel aus dem französischen Hause Catch Up Games (Paper Tales) genauer anschauen werde. Außerdem habe ich sowieso ein Faible für Spiele aus Frankreich, denn in puncto liebevolle und schöne Gestaltung eines Brettspiels sind uns unsere Freunde auf der anderen Rheinseite doch noch so einiges voraus.

Aber auch spielerisch hat Fertility einiges drauf. Das beginnt damit, dass die Spielregeln kurz und eingängig sind, sodass man spätestens nach dem zweiten oder dritten Spielzug die Regeln getrost beiseitelegen kann. Plättchen in Domino-Manier anlegen, Ressourcen einsammeln, Stadtplättchen kaufen, Ressourcen an die eigenen Geschäfte liefern, Plättchenbestände auffüllen. Das ist alles. Was aber keinesfalls heißen soll, dass Fertility banal wäre – weit gefehlt! Auch ein Spiel wie Carcassonne kommt mit wenigen Regeln aus, und irgendwie musste ich während unserer Partien immer mal wieder an diesen absoluten Klassiker aus der Feder von Klaus-Jürgen Wrede denken – was aber nicht an irgendwelchen Ähnlichkeiten im Regelwerk lag. Hier wie da werden Plättchen in eine gemeinsame Auslage gelegt, aber dann hören die Gemeinsamkeiten schon auf. Nein, es war mehr das Spielgefühl, das mich immer wieder an Carcassonne denken ließ. Man wählt mit Bedacht eines seiner drei Plättchen aus, tüftelt ein wenig bei der Suche nach dem optimalen Legeplatz und erntet sofort seine Ressourcen. Parallel baut man sich noch eine möglichst optimale Metropole und liefert die soeben geernteten Ressourcen direkt an seine Geschäfte aus. Plättchen legen und sofort Belohnungen einstreichen und der eigenen Stadt beim Wachsen und Gedeihen zusehen – das hat schon was sehr Befriedigendes.

Dabei lässt Fertility durchaus Platz für verschiedene Strategien. Abhängig vom Stadtplättchen-Angebot kann ich verstärkt auf einen vollen Weizenspeicher oder auf unterschiedliche Göttersymbole gehen. Ich kann aber auch versuchen, durch bestimmte Ressourcen viele Münzen einzufahren. Dabei muss man natürlich immer ein waches Auge auf das allgemeine Feldplättchen-Angebot und den Spielplan haben. Die schönsten Alabaster-Geschäfte nutzen nichts, wenn keine Feldplättchen mit Alabaster im Angebot sind, oder die Auslage momentan kaum lukrative Anlegemöglichkeiten bietet. Trotz aller Strategie muss man also auch immer ein bisschen flexibel bleiben, nicht zuletzt da im Spiel mit weniger als vier Spielern nur eine zufällig gemischte Menge an Feldplättchen im Spiel ist. Es kann also sein, dass eine Ressource schwieriger zu bekommen ist als eine andere. Und eines gilt für alle Herangehensweisen: Ressourcen verfallen lassen ist immer schlecht.

Neben grundsätzlichen Strategien bietet das Spiel um Ackerbau und Viehzucht aber durchaus auch taktische Komponenten – vor allem im Spiel zu zweit. Dadurch, dass man sieht, aus welchen drei Plättchen das Gegenüber im nächsten Zug wählen kann, ist es einem natürlich möglich, seine Spielweise entsprechend darauf einzustellen. Man möchte selbst sein Feldplättchen möglichst optimal legen und dabei dem Gegner möglichst wenige Gelegenheiten bieten. Vielleicht kann man sich auch selbst eine Vorlage für einen lukrativen Zug in der nächsten Runde geben, wenn der Kontrahent gerade mit seinen Plättchen dort nicht intervenieren kann. Auf jeden Fall versucht man aber ständig, zu antizipieren, was denn der Mitspieler als nächstes zu tun gedenkt. Zu zweit ist Fertility also durchaus nicht nur entspanntes Familienspiel, sondern auch ein kleines Kräftemessen.

Spielt man mit mehr als zwei Personen, wird eine Partie naturgemäß etwas weniger taktisch und mehr situativ, denn je mehr Spieler vor meinem nächsten Zug agieren, und je stärker sich die allgemeine Auslage ändert, desto weniger kann ich mich auf meinen nächsten Zug einstellen, bevor ich wirklich dran bin. Was aber nicht negativ ist und auch nicht die Spielfreude schmälert, denn auch hier ziehe ich gerne den Vergleich zu Carcassonne. Zu zweit lege ich auch dort taktischer, um meinem Gegenspieler keine Vorlagen zu geben und mit mehreren Spielern überwiegt der Spaß am Tüfteln: wie kann ich mein Plättchen am optimalsten legen? Dementsprechend ist es auch bei Fertility nicht ungewöhnlich, wenn die Mitspieler schon mal bei der Suche nach der besten Anlegemöglichkeit behilflich sind.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass mich das Prinzip von Fertility komplett überzeugt hat. Das Anlegen der Plättchen auf dem gemeinsamen Spielplan gepaart mit der eigenen Stadt, die man möglichst optimal erst mit Geschäften ausstatten und diese dann beliefern muss, das hat schon was. Und durch die kurze Spieldauer von neun Runden, die man gut in der angegebenen Zeit von 45 Minuten schaffen kann, haben sich bei uns noch immer eine Revanchepartie oder auch zwei angeschlossen. Ein schönes Familienspiel, das man sowohl gemütlich-entspannt als auch taktisch-versiert spielen kann, und das mit wenigen Regeln viel Spieltiefe erzeugt. Und gut aussehen tut es dabei auch noch. Was will man mehr?

Beachtet auch unser > Video zum Spiel!
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
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Ingo: Fertility ist für mich das nahezu perfekte taktische Familienspiel. Spätestens seit Kingdomino ist das klassische Domino-Legeprinzip ja bereits in die Moderne geholt worden, Fertility setzt hier an und baut genau dieses Prinzip weiter aus, und das auf eine sehr eingängige und kurzweilige Art und Weise.

Die Regeln sind in weniger als fünf Minuten erklärt, die Spielzüge sind auch angenehm kurz, sodass selbst in Vollbesetzung nur geringe Wartezeiten entstehen. Anlegen auf dem Gemeinschaftsplan, Ressourcen abgreifen - niemand puzzelt hier nur solitär vor sich hin, sondern beeinflusst auch das Spiel seiner Mitspieler; das gefällt mir schon mal gut. Das Austüfteln des optimalen Legeplatzes für sein Plättchen macht Spaß, ohne dabei in lange Grübelorgien verfallen zu müssen. Der zusätzliche zweite Schauplatz, den jeder Spieler dann für sich selber ausbaut, die eigene Metropole nämlich, eröffnet jedem Spieler zudem eigene Strategiemöglichkeiten.

Die Tatsache, dass die bereits aufgedruckten ersten Shops der Spieler jeweils unterschiedlich gestaltet sind, führt dazu, dass hier jeder seinen eigenen Weg einschlagen kann. Die zufällige Auslage der Shops beeinflusst das Spiel natürlich schon auch. Klar kann es da einmal passieren, dass ein Spieler ein Geschäft für lau bekommt, während ein anderer Spieler gerade nur 2er-Läden vorfindet. Aber das ist spielerisch kein Problem, denn die 2er-Läden bringen auch bessere Erträge. So muss man sich dann einfach auf das Gegebene einstellen und das Beste daraus machen. Genau das ist die Herausforderung in diesem schönen Spiel, das manchmal auch ein wenig vom "Zocken" lebt, wenn ein Spieler darauf hofft, vielleicht noch in einer späteren Runde den hochwertigeren Shop beliefern zu können, statt die schnellen Punkte zu nehmen.

Das Spiel sieht gut aus, einzig bei schlechten Lichtverhältnissen lassen sich Vieh und Trauben auf den Feldplättchen mitunter von manchen Spielern, so war es meine Erfahrung, etwas schlecht unterscheiden, da die Symbole auf den Plättchen ziemlich klein sind und sich das braun und lila dieser beiden Plättchenarten doch auf den ersten Blick ähneln - wie gesagt, bei ungünstigen Lichtverhältnissen. Ist der Tisch hell beleuchtet, ist das aber kein Problem mehr. Die Marker sind dann ähnlich klein (für Erwachsenenhände), was der technischen Umsetzung geschuldet ist, dafür aber aus Holz, und es sind keine bloßen Klötzchen, sondern sie weisen alle eine jeweils passende Form auf, sodass die kleinen Mini-Mankos letztlich nur Jammern auf hohem Niveau sind, denn das Spiel ist in jeglicher Hinsicht gut spielbar.

Die Mischung macht's - und das macht sie bei Fertility besonders gut! Etwas Glück, dazu eine ordentliche Portion Taktik und das alles, wie André bereits schrieb, in einem absoluten Wohlfühl-Klima aus Legen, Sammeln und Beliefern - und noch dazu mit verschiedenen Strategiemöglichkeiten, am Ende Punkte zu erhaschen. Dafür vergebe auch ich sehr gute 9 Kultpunkte! Top, eine klare Empfehlung meinerseits in diesem Genre!

Beachtet auch unser > Video zum Spiel!

 

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
...
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
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   André
   Ingo
   Melanie
   Karsten
   Nicole
   Birgit
   Jürgen
Ende
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