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Spiel-Fakten:

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Genre: Kommunikation
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: Edition Spielwiese / Pegasus Spiele
Autorin: Apolline Jove
Spieleranzahl:
3 bis 5
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer:
45-75 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
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Farben
...

Worte werden zu Farben, Farben zu Geschichten
In diesem interessanten Spiel denkt sich jeder Spieler zu einer Farbe eine Geschichte aus. Hinterher müssen die Farben korrekt zugeordnet werden. Klingt schwierig? Ist aber möglich!
 
 
Erst einmal werden alle Wort-Karten gemischt und als Stapel am Rand bereitgelegt. Gespielt wird allerdings zunächst nur mit zehn von ihnen. Sie werden gezogen und noch verdeckt in der Tischmitte übereinander ausgelegt. Jeder Spieler nimmt sich ein 12-teiliges Farbkartenset. Jedes Set kann anhand seiner Rückseite gut auseinandergehalten werden. Der aktive Spieler zieht nun die oberste Wortkarte und sucht sich eine der beiden Seiten aus. Die gewählte Seite legt er offen in die Tischmitte, sodass jeder Spieler sie gut lesen kann. Jetzt überlegt jeder Spieler, welche Farbe er mit diesem offen liegenden Wort verbindet und warum. Dann nimmt er seine gewählte Farbkarte und legt sie, ohne sie jemandem zu zeigen, verdeckt vor sich auf den Tisch. Liegen alle Karten aus, beginnt die Geschichten-Phase.



Reihum deckt jeder Spieler seine Karte auf und erzählt den anderen Spielern, warum er genau diese Farbe gewählt hat. Dann verdeckt er seine Karte wieder und legt sie unter die aktuelle Wortkarte. Die bunte Karte kann ebenso wie alle anderen Karten verwendet werden, allerdings verkörpert sie die Farbe "bunt" oder "vielfarbig". Auch das kann ein Wort für einen Spieler sein.

Fair zu bleiben, ist in diesem Spiel sehr wichtig. Nicht den anderen unterbrechen. Keine Fragen stellen, einfach nur zuhören und am besten gut merken, was alle anderen so erzählen.

So erzählen nach und nach alle Spieler eine Geschichte. Die Runde endet beim Startspieler, wenn dieser auch seine Geschichte zum Besten gegeben hat. Der Unterstapel samt seiner Wortkarte wird nun erst einmal zur Seite gelegt. Das Spiel geht weiter, indem der nächste Spieler zum Startspieler wird. Es folgt der Ablauf aus der vorherigen Runde. Gespielt wird, bis die 10 Wortkarten durchgespielt wurden und so 10 kleine Stapel in der Tischmitte liegen.



Jetzt beginnt die letzte Phase, die Wertungsphase, in der sich die Spieler Punkte verdienen können. Dazu wählt immer der rechte Nachbar einen der in der Mitte liegenden Stapel aus und schiebt ihn vor den gerade aktiven Spieler. Er muss sich nun an die einzelnen Farben erinnern, ohne die Karten auf ihrer Farbseite anzusehen.  Für jede korrekt genannte Farbe (eine Zuordnung zu den Spielern ist durch das Symbol auf der Kartenrückseite möglich) erhält der Spieler zwei Punkte. Der Spieler, dessen Farbe korrekt genannt wurde, erhält einen Punkt. Für die eigene korrekt genannte Farbe, also die Karte, die der Spieler selbst in diesen Stapel legte, darf sich der Spieler ebenfalls zwei Punkte gutschreiben.

Ein Tipp (= Wort aus ihrer Geschichte) darf bei Unsicherheit gegeben werden. Kann ein Spieler danach die Farbe korrekt nennen, erhält er keine zwei, sondern nur noch einen Punkt.

Falsch genannte Farben werden nicht gewertet. Nachdem die letzte Farbe genannt wurde, bleibt die Wortkarte noch liegen, damit nachgezählt werden kann, wer wie oft an der Reihe war. Dann folgt der nächste Spieler in Uhrzeigerrichtung.

Die Wertungsphase wird so lange reihum durchgeführt, bis jeder Spieler gleich oft an der Reihe war. Es kann passieren, dass Stapel in der Tischmitte ungenutzt bleiben. Die entsprechenden Punkte werden auf einem separaten Zettel notiert. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten. [go]
 
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Gabi: Wer von euch kennt noch "Eselsbrücke" (> Testbericht), das spannende Memo-Partyspiel mit der überraschenden Tatsache, dass man sich wesentlich mehr Details merken kann, wenn man sie, unterstützt von Bildern, in einer guten Geschichte verpackt? An einige der damals erzählten Geschichten erinnere ich mich tatsächlich noch bis heute. Was dort deutlich erlebbar war, ist wissenschaftlich bewiesen. Die Verkopplung von Bildern in einer fortlaufenden Geschichte hilft beim Erinnern.

"Farben" geht nun, gepaart mit einem etwas anderen Ablauf, einen ähnlichen Weg. Dieses Mal sind es keine Motivkarten, sondern Farbkarten, die ausgespielt werden und mit einer Geschichte an das vorgegebene Wort gekoppelt werden. Hier die Frage: Welche Farbe hat das Wort "Erfahrung" für dich, lieber Leser? Dass die Einschätzung solcher Kategorie-Worte bei jedem anders aussieht, ist klar, und das "Warum" macht das Spiel in jedem Fall schon mal spannend. Die Worte sind vorzugsweise an eigene Wahrnehmungen gekoppelt. Man lernt sich kennen - oder kann in einer Freundes- oder Familienrunde auch gemeinsame Erinnerungen aufleben lassen.

Wichtig! Um das Spiel zu mögen, muss man zum einen kommunikative Spiele mögen und sich darauf einlassen, dass es unweigerlich um Gefühle und Lebenserfahrungen geht. Klar, man kann sich jede erfundene Farb-Geschichte zum Thema "Erfahrung" einfallen lassen, doch oft greift man auf Eigenerlebtes zurück. Und damit komme ich zu einem Aspekt, der weit über das "spannend" hinausgeht. Das Spiel lädt dazu ein, sich über die Farben an eigene Lebensgeschichten zu erinnern. Eine Erinnerung zieht die nächste nach. Man setzt sich, wenn man das möchte, mit sich selbst auseinander. Das genau sollte die Psychotherapeuten unter uns Spielern aufhorchen lassen. Es ist ein Spiel, das therapeutische Nutzungsmöglichkeiten beinhaltet. Dann aber Achtung, ganz klar nicht in der großen Gruppe!

Ansonsten erinnert das Spiel dann doch entfernt an "Eselsbrücke". Ein Wort wird gezogen. Jeder erzählt eine Geschichten dazu. Der sich bildende Stapel an Farbkarten bleibt verdeckt bis zur Wertung. Nach insgesamt 10 Runden setzt die Wertung ein. Wer erinnert sich noch an die an das Wort ausgespielten Farben und Geschichten? Punkte erhält man nur für die korrekten Farben. Die Geschichte bleibt helfendes Beiwerk.

In der richtigen Gruppe lebt das Spiel von den aufregenden Geschichten und dem Erfolgserlebnis, sich so viel gemerkt zu haben. In der falschen Gruppe bergen die Geschichten wenig Kommunikation und somit auch wenig Spielspaß.

Fazit: Farben ist ein kommunikatives Memospiel, bei dem man viel über die anderen und auch so manches über sich selbst erfährt - wenn man es denn will. In der richtigen Runde sind das 8 Kultpunkte! Sehr gut! Sollten die Spieler sich nicht auf das Spiel einlassen, kann die Spielspaß-Wertung aber deutlich nach unten sinken! Das Spiel ist also NUR den Genre-Fans bedingungslos zu empfehlen!
...
 
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