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Spiel-Fakten:

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Genre: Karten
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: Tetrahedron Games
Autoren:
Mario Arthur, Martin Otzmann
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter:
ab 10 Jahren
Spieldauer:
15-30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
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Dodoresque
...
Nestbau aus Karten
Damit die Dodos Nester bauen können, brauchen sie Material. Und um das zu bekommen, stürzen sie sich in Abenteuer!
 
 
Jeder Spieler wählt aus den quadratischen Karten einen Dodo aus. Dann legt er ihn so vor sich, dass seine Rückseite zu sehen ist. Dort befinden sich vier Dodos, die jeweils unterschiedlich starke Verletzungen aufweisen. Sie gelten als die drei Leben des Dodos. Sie werden immer dann um ein Feld weitergedreht, wenn der Spieler eine Verletzung erhält.



Die anderen Karten werden nach ihrem Hintergrund sortiert und entsprechend ihrer Rückseite auf drei gemischte Stapel verteilt. Jeder Spieler nimmt sich zwei Karten vom Stapel mit der Palme und eine Karte vom Stapel mit dem Sonnenuntergang auf die Hand. Diese Karten darf sich jeder Spieler nun anschauen. Eine davon wählt jeder Spieler aus, um sie verdeckt in die Tischmitte zu legen. Die Karten werden dann nochmal verdeckt gemischt, dann offen am Rand ausgelegt und die letzte verdeckt liegen gelassen. Sie gelten als offener Vorrat. Das Spiel beginnt.



Es wird im Uhrzeigersinn ringsum gespielt. Wer an der Reihe ist, darf nun zwei von drei Aktionen ausführen:
- Er darf von einem beliebigen Aktionskartenstapel eine Karte ziehen und aufdecken. Ist es eine weiße Aktionskarte, darf er sie auf die Hand nehmen. Ist es eine bunte Materialkarte, sollte er sie erfüllen. Dazu benötigt er eine entsprechende Karte auf der Hand, die ein gleiches Symbol oben rechts zeigt wie die Materialkarte. Die Materialkarte zeigt unter dem Materialsymbol ein zweites Symbol: Kreuz oder Explosion. Kann der Spieler die Karte nicht erfüllen, tritt das gezeigte Zweitsymbol in Kraft. Bei einem Kreuz wird die Karte weggelegt. Bei einer Explosion erhält der Dodo einen Schaden. Seine Karte wird um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn gedreht. Benutzte "Bezahlkarten" legt der Spieler auf den Ablagestapel. Die bezahlte Materialkarte nimmt der Spieler auf die Hand.

- Er darf sein Nest weiterbauen. Dabei kann er eine Materialkarte von der Hand offen vor sich platzieren. Es können alle Arten von Material verwendet werden. Die auf den Materialien sichtbaren Siegpunkte (oben links) werden später z.T. in der Wertung benötigt. Es gibt drei unterschiedliche Materialien: Grundmaterial, Polster und Deko. Es lohnt sich, unterschiedliche Materialien in seinem Nest zu verbauen. In den Reihen können in diesem Zug Materialkarten direkt getauscht werden. Dabei wird das alte Material einfach auf dem Ablagestapel entsorgt.



- Er darf eine beliebige Handkarte gegen eine offene oder die verdeckte Karte des offenen Vorrats tauschen. Dabei bleibt die eigene Karte verdeckt liegen, während die verdeckte den nun freien Platz besetzt.

Wer also an der Reihe ist, wählt eine der drei Aktionen aus und führt sie komplett durch. Dann ist der nächste Spieler dran. Aktionskarten besitzen zum Teil auch Sonderfunktionen, die der Spieler in seinem Zug nutzen kann, z.B.
- Schnatterer: Tauscht eine ausgesuchte gegnerische Karte gegen eine Eigene. Das Ausspielen der Karte gilt als Aktion.
- Kleiner Dieb: Die Karte wird an einen Mitspieler verschenkt und neben dessen Nest gelegt. Sie gilt am Ende einen Minuspunkt.
- Zensai: Zwingt einen anderen Spieler zum Aussetzen für eine Runde: kostet aber eine Aktion u.s.w.



Das Spiel endet, wenn die letzte Karte eines Kartenstapel gespielt wurde oder sobald ein Dodo keine Lebenspunkte mehr besitzt. Es gewinnt der Spieler, der am Ende das wertvollste Nest gebaut hat.

Wertung:
- Jede Reihe wird einzeln gewertet.
- In jeder Reihe muss sich der Spieler entscheiden, welche Wertungsart er wählt.
- In einer Reihe ohne Kombination gilt der Wert der höchsten Karte als Siegpunkte.
- Konnte der Spieler eine Typ-Kombi erzielen (mind. zwei Karten mit gleichem Hintergrund) werden die Zahlenwerte aller beteiligten Karten addiert. Eine Karte mit falschem Hintergrund wird dabei nicht mehr berücksichtigt.
- Konnte der Spieler eine Material-Kombi erzielen (Alle drei Karten tragen ein unterschiedliches Materialzeichen) werden die Zahlenwerte aller beteiligten Karten addiert.
- Sonnenuntergangskarten gelten separat. Sie zählen immer ihre gezeigten Punkte. Sie können in einer Material-Kombi genutzt werden, nicht aber in einer Typ-Kombi.
- Schafft es ein Spieler eine Dreier-Typ-Kombi zu erzielen, die gleichzeitig eine Material-Kombi zeigt, werden alle Karten addiert und mit 2 multipliziert.
- Zuletzt gelten übrige Dodo-Leben noch als direkte Siegpunkte.



Wer nun die meisten Siegpunkte hat, gewinnt. [go]
 
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  PLUS:
PLUS:
schöne Optik
simpler Ablauf
einmal verstanden, erzeugt die
   Wertung eine höhere Spieltiefe,
   als man zunächst vermutet
ENDE
  MINUS:
MINUS:
ziemlich glücklastig
Dodo-Verletzungen schwer erkennbar
in den ersten Partien eher lahm
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
 
   
Gabi: "Oh, das sieht aber schön aus!", findet die etwa 12-jährige Tochter eines Freundes. Jepp, schön siehts aus. Die einzigartigen 45 Materialkarten zeigen ein wahrhaft liebevolles Design mit flotten Sprüchen. Das gefällt vor allem den Teenagern unserer Runde, auch wenn das Verständnis dafür noch nicht immer gegeben ist.

Das Spiel selbst erscheint gerade in den ersten Runden eher, hmm, simpel. Fast schon zu simpel. Erst nach und nach steigert sich das Gefühl für die Wertung, die dem Spiel tatsächlich dann erst einen echten Sinn gibt. Man sollte also unbedingt erst mehrere Runden spielen, bevor man sich eine Meinung bildet. Während in den ersten Runden der Nestbau noch ungezielt erfolgt, kommt es unweigerlich in späteren Runden dazu, dass das Nest immer wieder verbessert wird, oder dass an einer bestimmten "Wunschwertung" gefeilt wird. Allerdings ist ein tatsächliches Planen nur bedingt machbar. Die Karten kommen wie sie wollen. Da kann man nur für Vielfalt in den Verteidigungskarten auf der Hand sorgen - durch gezielten Tausch im offenen Vorrat oder durch einfach nur glückliches Ziehen. Die Stapel besitzen unterschiedliche Zusammensetzungen. Manche beinhalten mehr "gute" Karten, sind aber dabei auch "gefährlicher".

Was spielerisch bleibt, ist ein einfaches Sammelkartenspiel mit optisch schicken Karten und einer durchaus interessanten Wertung. Das Material ist dabei ebenso durchdacht wie die Anleitung, die lediglich bei der Wertung Fragen entstehen lässt, die sich allerdings im Spielablauf logisch erklären lassen.
 
Als Probleme haben sich vor allem die Dodo-Lebenskarten offenbart. Es ist schwer erkennbar, auf welcher Verletzungsstufe sie stehen. Besser wären zusätzliche Symbole gewesen, wie Blutstropfen o.ä. Außerdem fehlt eine kleine Aktionserklärung für jeden Spieler, um den Spieleinstieg zu erleichtern.

In unseren Testgruppen kam es weitgehend zu gleichen Aussagen zum Spiel. Die ersten Runden wurden eher als "dahinplätschernd" bezeichnet, allerdings mit steigendem Spielspaß bei fortschreitendem Verständnis für die Wertung. Eine tatsächliche Interaktion unter den Spielern erfolgt lediglich durch die Aktionskarten, was allerdings für Familien durchaus nicht als negativ zu werten ist.

Fazit: "Dodoresque" ist ein optisch starkes Sammelkartenspiel für Familien, das allerdings erst nach und nach, mit dem Verständnis für die Wertung, seinen tatsächlichen Spielreiz zeigt.
..
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 

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