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Spiel-Fakten:

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Genre: Denken
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: Portal Games / Pegasus Spiele
Autor: Ignacy Trzewiczek
Story:
Przemysław Rymer, Jakub Łapot
Grafik:
Aga Jakimiec, Ewa Kostorz, Rafał Szyma
Spieleranzahl:
1 bis 5
Alter: ab 15 Jahren
Spieldauer: 120-180 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
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Detective
Ein Krimi-Brettspiel
...

Kriminalistik zum Anfassen
In diesem Brettspiel-Hybrid löst ihr Kriminalfälle, wie es echte Ermittler tun. Die App unterstützt euch bei der Recherche!
 
 
In der Box befinden sich ein Spielplan für Orte und Zeit samt dessen Marker, weitere Marker, die für Aktionen der einzelnen Charaktere abgegeben werden, und es gibt Charakterkarten, die beidseitig Personen beinhalten, und denen unterschiedlich viele Aktionen zugeordnet sind. So kann man das Spiel auch schwieriger gestalten.

Im Fallbuch sind alle fünf im Spiel vorhandenen Fälle beschrieben, mit Einleitung, Aufbau und Startressourcen usw. Ohne die kostenlos herunterzuladende App ist das Spiel nicht spielbar. Eine Registrierung unter "ANTARESDATABASE.com" ist zwingend notwendig, um letztlich auf die dort hinterlegten Daten zugreifen zu können. Das bedeutet gleichermaßen, dass die Nutzung eines PCs / Laptops / Tablets / Smartphones unerlässlich ist - u.a. zur Datenrecherche.



Hat man einen Fall gewählt und anhand des Fallbuches vorbereitet, kann das Spiel beginnen. Die Spieler schlüpfen nun in die Rollen von verschiedenen Ermittlern, die, anhand eines Sachverhaltes, die zur Lösung nötigen Informationen sammeln und in einen logischen Kontext bringen.

Zum Aufbau gehören ebenfalls:
- Das Vorlesen des Einstiegsszenarios
- Die Vorbereitung des Spielplans mit Einsetzen des Fahrzeuges in der Zentrale.
- Das Übergeben der ersten Story-und Spurenkarten an die Spieler.



Die Spieler folgen der Einweisung. Die Aufgabenverteilung innerhalb der Gruppe ist frei wählbar. Erste Empfehlungen stehen bereits im Regelheft. Eine/r sollte allerdings sich ganz der App widmen, da das Eingeben der Daten in die Akten (Datenbank) eine sehr zeitintensive Arbeit darstellt.



Die erste gemeinsame "Amtshandlung" besteht in der Auswahl der ersten Spur, der die Spieler zu folgen gedenken. Die Ergebnisse der Spur werden in die App eingegeben. Gegebenenfalls werden unterwegs weitere Spurenkarten freigeschaltet, sodass diese ebenfalls wieder zu weiteren Informationen führen. Viele der Spurenkarten beinhalten ein dafür aufzuwendendes Zeitkontingent, das die Spieler auf dem Spielplan einsetzen müssen. Je Fall steht nur eine gewisse Zeit zur Verfügung. Gerechnet wird ein Arbeitstag von 8 Stunden. Überstunden sind möglich, werden aber als Punkte von der Endwertung abgezogen. Jede Fahrt zwischen den Orten (Zentrale / Labor / Gericht / Polizeirevier / Recherche vor Ort) kostet generell eine Stunde, es sei denn, die Karten besagen anderes.



Als Fleißarbeit muss die Nutzung der Charaktervorteile angesehen werden. Also immer gut aufpassen, wer was kann.

Die Fälle stehen in Beziehung zu realen Ereignissen. Einige Spuren beinhalten ein Internet-Symbol, bei dem man sich direkt im Internet Informationen zum tatsächlichen Geschehen heraussuchen muss. Recherchen im Internet sind generell zeitkostenfrei.



Sobald die Gruppe der Meinung ist, den Fall gut genug beleuchtet zu haben oder das Zeitlimit erreicht wurde, kommt es zur Endwertung, dem Abschlussbericht. Achtung: Ein Popup-Blocker kann das Aufrufen des Berichtes verhindern! Ggf. muss dann der Browser gewechselt oder der Blocker ausgeschaltet werden!

Um den Fall abzuschließen, müssen die Spieler etwa 10 Fragen beantworten. Hilfestellungen wie Internet usw. sind nicht mehr erlaubt. Lediglich die eigenen Notizen und die eigenen Erinnerungen können nun genutzt werden.

Die App fordert dann noch die Überstunden ein und errechnet so, ob die Spieler ihren Sieg davontragen - oder auch nicht.



Sollten die Spieler alle ihre Fälle bearbeitet haben, können auf der Antares-Webseite weitere Fälle heruntergeladen werden. [go]

Hinweis: Das Spiel wurde von der Fachjury zum "Kennerspiel des Jahres 2019" nominiert. Zum Sieger wurde dann letztlich allerdings "Flügelschlag" ernannt.

    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
reelles Kriminalisten-Feeling
   durch Echtzeit-Recherche
gut gescriptete Fälle
sinnvolle App-Einbindung
ENDE
  MINUS:
MINUS:
mehr App- als Brettspiel
gruppenabhängig
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Gabi: Mal ehrlich, wer wollte als Kind nicht schon immer Mal bei der Polizei arbeiten und den Bösewichten auf die Schliche kommen? Wer nun diesem Gedanken auch im Erwachsenenalter mal frönen möchte, dem sei das Spiel ans Herz gelegt - allerdings tatsächlich nur in der richtigen Gruppe. Die Ermittler sollten kooperativ arbeiten können, Interesse an teilweise langwierigen Informationssuchen haben und sich auf keinen Fall vor unwahrscheinlich viel Eingabearbeit am Computer fürchten. Das Spiel muss zwingend mit der App gespielt werden. Hierzu sollte nach unseren Erfahrungen kein Handy genutzt werden, besser ein Tablet oder ein Laptop. Es bietet sich an, zwei oder mehr Internetzugänge zu haben, wobei da dann durchaus aber auch das eigene Handy ausreicht. Hier können dann beispielsweise die im Spiel gesuchten realen Informationen aufgerufen werden.

Ein wichtiger Hinweis ist noch die nötige Registrierung unter ANTARESDATABASE.com, ohne die nicht gespielt werden kann. Der Rest ist Spielgefühl. Die Gruppe hangelt sich von Spur zu Spur und versucht sich ein Bild von den Geschehnissen zu machen. Der erste Fall wird als guter Einstieg empfunden. Die fortlaufenden Fälle werden zunehmend schwieriger. Tatsächlich ist der Umgang mit der App ein entscheidender Punkt, wie gut das Spiel ankommt. Hier müssen viele Informationen zusammengetragen, eingegeben und angeklickt werden. Genau hier ist auch mit der höchsten Fehlerrate zu rechnen. Der immer wieder nötige Abgleich der Spuren kann durchaus übersehen werden. Es fehlt eine Anzeige, ob ein Abgleich erfolgt ist. Hier heißt es: Besser immer wieder, als vergessen. Nur wenn die Spuren (aus Labor, Karten und Recherche) immer wieder im Computer abgeglichen werden, können Vernetzungen entstehen und so neue Informationen freigeschaltet werden. Wichtig ist es, den eingebenden Spieler nicht allein zu lassen, sondern selbst die App immer wieder in Augenschein zu nehmen.

Der Spielablauf ist dabei rund. Der Umgang mit der App erfordert anfangs, wie erwähnt, konsequente Fleißarbeit. Das dauernde Tippen kann vor allem für wenig Geübte eher hinderlich sein. Auch die Tatsache, dass das Spiel nicht ohne App/Computer gespielt werden kann, ist zwar nachvollziehbar und bereichert die Möglichkeiten immens, ist für reine Brettspielfans aber nicht immer praktisch. "Mythos Tales" ist da z.B. ein ebensolches "Krimispiel", nur eben ohne App-Anbindung. Jetzt kommt die Frage auf, was mir lieber ist. Computer mit tollen Möglichkeiten und klarer Ausgabe, was man gerade wissen darf - oder ohne Computer, aber dann eben doch mit Spielleiter, der die Informationen zielgerichtet ausgibt. Beides hat seine Berechtigung. "Detective" ist auf jeden Fall innovativ und spielt sich realer als andere Vertretet dieses Genres. Die Altersangabe "ab 16 Jahren" ist dabei gut gewählt, da Themen angerissen werden, die für Kinder nicht geeignet sind.

Zusammengefasst: Die Gruppe findet sich zusammen und versucht gemeinsam den Fall zu lösen, indem sie so viele Informationen wie möglich sammelt. Dabei gilt es, die vielen unwichtigen Details von den weher wenigeren tatsächlichen Spuren zu trennen. Das Gefühl eines mit einem Brett erweiterten Computerspieles drängt sich unweigerlich auf. Hier auch wurden dann die unterschiedlichen Spielerfahrungen in den Testgruppen deutlich. Von Top bis Flop waren alle Meinungen vertreten. Ich selbst finde das Spiel spannend, mag persönlich aber den hohen Computeraufwand nur begrenzt. Die ideale Gruppe lag bei uns bei drei Personen - einer übernimmt die App, einer recherchiert im Internet und einer macht Notizen und übernimmt die Arbeit an Brett und Karten. Je mehr diskutiert wird, desto länger dauert das Spiel - aber umso interessanter wird es.

Fazit: "Detective" ist ein innovativer Brettspiel-App-Hybrid, dessen spielerischer Anteil eindeutig stärker zur App tendiert. Das muss man mögen. Wer damit klar kommt, erhält ein wirklich starkes Krimispiel, das einem durch die Echtzeit-Recherche zum echten Polizisten werden lässt! Klare Empfehlung für Fans von Spielen dieser Art!
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
 

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