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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2015
Verlag: Kosmos Verlag  ..i..
Autor: Rüdiger Dorn
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Da Luigi
 
"Ciao amici, Luigi mache euch beste Pizza...!"
Willkommen im Club der Restaurantbesitzer. Natürlich sollte es euch daran gelegen sein, die Wünsche eurer Gäste bestmöglich zu erfüllen. Und der Konkurrenz die Querulanten zuzuschieben...
 

     

Jeder Spieler nimmt sich eine zweiteilige Ristorante-Leiste. Auf ihr befinden sich Plätze für insgesamt sechs Gäste. Außerdem der Platz für die Zitronen, die als Ausdruck der Unzufriedenheit mancher Gäste gelten. Und die Anzeige, wie viele Nahrungswürfel (sie stehen für diverse Speisen und Getränke) welcher Farbe insgesamt im Spiel sind. Die Gästekarten werden zunächst nach ihrer Rückseite sortiert. Jeder Spieler nimmt sich zwei der grauen Gäste (40 und 60 Minuten Verweilzeit) und platziert sie an entsprechender Stelle an der Ristorante-Leiste. Die Gäste mit den roten Rückseiten werden gut gemischt und bilden - auf dem Marktplatz liegend - einen verdeckten Nachziehstapel.

Der Marktplatz bildet insgesamt den Ort, an dem Vorräte erhandelt werden können. Dazu werden entsprechend der Anzahl der angezeigten Würfel alle Marktfelder mit Nahrungswürfeln belegt, die der Reihe nach aus dem Beutel gezogen werden. Auf die Zitronen-/ Blumenstände wird die Hälfte der Zitronenkärtchen ausgelegt. Die andere Hälfte wird umgedreht und als Blumenstraußstapel verwendet. Jeder Spieler zieht nun drei Speisenwürfel aus dem Beutel. Das Spiel kann beginnen.

Der aktive Spieler entscheidet nun, ob er auf dem Markt Speisen für seine Gäste einkaufen geht oder Gäste einlädt. Letzteres muss spätestens dann erfolgen, sobald der letzte Gast das Restaurant verlassen hat, ansonsten darf die diese Option beliebig gewählt werden. Da es das Ziel ist, möglichst alle Gäste zufriedenzustellen, sind beide Möglichkeiten mit Bedacht zu wählen.

Zum Einkaufen nimmt sich der Spieler alle in einem Marktfeld liegenden Nahrungswürfel. Die untereinander angeordneten Reihen enthalten unterschiedliche Angebote, deren Preis von Reihe zu Reihe immer teurer wird. Gezahlt wird in Zeiteinheiten, die der Spieler in seinem Ristorante bezahlt. Dazu schiebt er einen oder mehrere Gäste um die entsprechende Anzahl von Uhren (Plätzen) nach rechts. Sollte dies nicht möglich sein, kann er nicht einkaufen. Hat er sich seine Speisen vom Marktfeld genommen und bezahlt, muss er alle passenden Würfel sofort anlegen. Ein Aufbewahren ist nur möglich, wenn es noch keine passende Bestellung gibt.

Um die Wünsche der eigenen Gäste zu erkennen, werden die ausliegenden Gästekarten betrachtet. Links oben werden die Siegpunkte gezeigt, die der Spieler für sich verbuchen kann, wenn er den Gast zufriedenstellt. Rechts oben befindet sich ein Symbol, das zeigt, was ein Gast mit sich bringt. Das kann ein zusätzlicher Würfel sein, der aus dem Beutel gezogen wird, ein Blumenstrauß, eine Zitrone oder aber ein weiterer Gast, der vom Nachziehstapel gezogen werden muss. An der linken Seite finden sich dann die Speisen-Wünsche, die mit ihren farbigen Hintergründen die gewünschten Speisenwürfel (1-4) anzeigen. Auf diese Felder werden die entsprechenden Würfel gelegt. Wurden alle Felder gefüllt, gilt der Gast als zufrieden und wird sofort auf den eigenen, natürlich verdeckt gehaltenen Siegpunktstapel überführt. Die jetzt frei werdenden Würfel werden vorübergehend aus dem Spiel genommen. Wird eine waagerechte Reihe des Marktes leer, wird sie am Ende des Zuges aus dem Beutel neu aufgefüllt. Braune Würfel gelten übrigens sowohl als Dessert als auch als Joker, wenn zwei davon abgegeben werden.

Entscheidet sich der Spieler dafür, statt des Einkaufens lieber neue Gäste zu begrüßen, wendet er sich dem Nachziehstapel zu. Er zieht einzeln und der Reihe nach genau eine Karte mehr, als Spieler teilnehmen. Für jede Karte entscheidet er sofort, ob der Gast ins eigene Restaurant einzieht, oder einem der Mitspieler zugeordnet wird. Die Gästekarten werden von jedem Spieler (auch die eigenen gewählten Gäste) immer an die Stelle gelegt, die der entsprechenden Zeit entspricht (60, 50, 40, 30, 20, 10 Minuten), die der Gast im Restaurant verweilen möchte. Sollte ein Platz belegt sein, rutscht die bereits liegende Karte um einen Platz nach rechts. Das kann auch Kettenreaktionen zur Folge haben. Auf diesem Weg lassen sich übrigens auch Gäste aus den Restaurants befördern (die nächste Stufe nach "10 Minuten" ist der Ausgang...).

Wurde die Karte platziert, wird die nächste Karte gezogen und abgehandelt. Dabei ist auch immer darauf zu achten, was die Gäste mitbringen. Der aktive Spieler muss letztlich immer zwei Karten im eigenen Restaurant unterbringen. Wurde eine Karte, wie eben erwähnt, an der rechten Seite der Ristorante-Leiste herausgedrängt, gilt der entsprechende Gast als unzufriedener Gast, der die Lokalität verlässt. Er hinterlässt eine Zitrone auf der Leiste des Spielers, die derjenige sich vom Zitronenstapel des Marktes nimmt.

Passen am Ende des Zuges noch im eigenen Vorrat befindliche Würfel auf eine der neuen Karten, müssen diese gleich noch ausgeteilt werden. Dann folgt der nächste Spieler im Uhrzeigersinn.

Das Spiel endet, wenn die letzte Karte vom Gästekartenstapel genommen wurde. Sollte der aktive Spieler in seinem Zug noch nicht alle Karten gezogen haben, werden diese von den bisher nicht benötigen Karten genommen. Jeder Spieler ist dann genau noch einmal an der Reihe, um "Gäste zu bedienen". Dazu darf genau noch einmal ein Marktfeld geleert werden und diese Würfel den Gästen zugeordnet werden. Alle zufriedenen Gäste kommen nun noch in den Siegpunktstapel. Die Gäste-Punkte werden addiert und die Zitronen abgezogen. Wer nach dieser Endwertung die meisten Punkte erreicht hat, gewinnt! [go]

Hinweis: Der Erstauflauge lag eine fehlerhafte Spielanleitung bei, in der es dem Spieler verboten wurde, Gäste aus dem eigenen (!) Restaurant zu drängen. Dies wurde im Nachhinein korrigiert. Die geänderte Passage der Anleitung kann auf der > KOSMOS-Homepage (PDF) heruntergeladen werden.

 
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Gabi: Autsch und lach: Da fliegen mir doch glatt einige Gästekarten um die Ohren. Fasziniert von einer derart emotionalen Spielreaktion rekapituliere ich. Was war passiert? Zunächst einmal: Wir spielen "Da Luigi". Im Spiel schlüpfen wir in die Rolle von Ristorante-Besitzern, die möglichst viel Gewinn erwirtschaften wollen. Ganz im italienischen Stil bedienen wir die Gäste mit Pizza, Pasta, Rotwein, Wasser und Co.

Dabei aber haben es die Gäste in sich. Jeder der 90 möglichen Gäste ist in seinem Design einzigartig und weckt spontan die unterschiedlichsten Erinnerungen. Da ist die Omi, die samt Strickzeug und mit viel Zeit das Lokal betritt und zwei Speisen (Nahrungswürfel) verlangt. Da ist das kleine Geigenmädchen, das in seiner Wartezeit bis zum Geigenunterricht einen Salat vertilgt und dabei anderen Leuten die Zeit stiehlt...  Da kommt Johannes Heesters und seine junge Begleiterin, die sofort alle Aufmerksamkeit auf sich lenken. Spontan treten weitere Besucher ein, Teenager, die sowieso immer in Cliquen auftreten... Da ist aber auch der Taschenspieler, der beim Eintreten einen eigenen Vorratswürfel vernichtet. Und manchmal kommt auch ein nerviger Vertreter, der schon mal Unmut und somit Zitronen verteilt. Außerdem verteilen sich im Spiel die Gäste einer Hochzeitsgesellschaft, die wegen des angenehmen Anlasses gleich mal einen zitronenneutralisierenden Blumenstrauß mitbringen. Jeder der Gästekarten erzählt wortlos eine kleine Geschichte, in der man den einen oder anderen Charakter samt seines Klischees wiederfindet. Selbst der Autor lässt sich entdecken... witzig gemacht!

Und der Ablauf? Der erscheint auf seine Weise eigentlich genauso witzig und einzigartig. Bediene einen Gast oder beschaffe dir neue Besucher. Ersteres ist die biedere Aktion, die ohne viel Tamtam abgearbeitet wird. Dabei wird das Angebot auf dem Markt mit den Wünschen eiliger Gäste und dem eigenen Zeitkontingent abgeglichen. Daraus das Beste gemacht und gehofft, dass die zweite Aktion anderer nicht alles durcheinander bringt. Die zweite Aktion (es gibt nur eine von beiden im Zug) darf wahlweise genutzt werden, löst sich aber im Falle von arger Besuchernot (keiner mehr da) automatisch aus. Jetzt kommt eben der besagte schwierige Teil, der zu Unmut und teilweise recht deutlicher Schadenfreude sorgt. Denn es wird immer eine Karte mehr gezogen als Spieler mitspielen. An jedes beteiligte Restaurant wird je ein Gast verteilt. Nur der Kartenzieher muss zwei nehmen. Da der Reihe nach gezogen und verteilt wird, muss gut abgewogen werden, was weitergegeben wird - könnte sich doch auf der letzten Karte ein stark ungeliebter Gast befinden, der dann im eigenen Restaurant landet. Die Gäste werden verteilt nach dem Ansatz: "Die Netten zu mir, die Miesen zu Dir!". Die Folge ist ein Drängeln und Schieben in Richtung Ausgang - immer begleitet von einer Minuspunkt-Zitrone. Und wer gibt schon gerne Punkte ab?

Außerdem kann ein unausgesprochenes tatsächliches oder aber nur emotional wahrnehmbares Bündnis entstehen, das Einzelne im Spieleleben hart bestraft. Und zwar so hart, dass es schwer ist, sich wieder zu erholen. Die Hatz auf die Gäste endet gefühlt sehr schnell. Es gewinnt der Spieler, der nicht zwangsläufig die meisten, wohl aber die teuersten Gäste bedienen konnte.

Und nun? Es scheiden sich, mal wieder, die Geister: Obwohl ich Stänkerspiele eigentlich eher wenig mag, stellt "Da Luigi" für mich eine Klasse für sich dar. Das thematisch gut umgesetzte und witzige Restaurant-Besitzer-Feeling passt zum wirklich durchdachten Material samt dessen Design. Schnell gespielt und erklärt, fand es schnell Anklang bei unseren Spielern - allerdings nur bei denen, die mit Kartenglück und boshaften Mitspielern umgehen konnten. Denen macht es auch langfristig Spaß. Aber es gibt eben auch jene anderen, die mit Schmollen, Frust und offensichtlichem Ärger eine Spielrunde zerstören können.

Fazit: Wer schnelle, einfache und schadenfrohe Spiele mag und einstecken kann, wird sich mit "Da Luigi" bestens bespielt wissen. Alle anderen könnten sich am feurigen italienischen Essen eventuell die Finger verbrennen, hier empfiehlt sich eine Proberunde vor dem Kauf.
...

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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