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Spiel-Fakten:

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Genre: Karten
Erscheinungsjahr:
2017 (deutsche Ausgabe: 2018)
Verlag: AEG / Asmodee
Autor: John D. Clair
Grafik: Matt Paquette
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Custom Heroes
...

Stich' deine Gegner aus!

Die anderen Spieler haben zu gute Karten? Kein Problem! Werte deine eigenen Helden nach dem "Card Crafting"-Prinzip mit Folien auf, die die Karten verändern - und schon schnappst du dir den Stich!
 
 
Hinweis: Als Testexemplar lag uns die englischsprachige Version des Spiels vor. Asmodee bringt das Spiel im Jahr 2018 auch in einer deutschen Version auf den Markt.

Jeder Spieler erhält einen Sichtschirm und ein Set aus den zehn Standardkarten, einer "Kodora"-Folie sowie einer "Ascended"-Folie, dazu einen Kraftmarker, einen Siegpunkt und eine zufällige "Verbesserung". Die restlichen Verbesserungen (Folien, mit denen Karten verändert werden können) werden gemischt und in den Beutel gepackt.

Vorbereitungsphase: In dieser Phase werden alle Karten aller Spieler zusammen gemischt und gleichmäßig an alle ausgeteilt. Die Spieler müssen nun ansagen, wie viel Kodora-Effekte sie nutzen wollen.



Hauptphase: Diese Phase geht über mehrere Runden, in welchen die Spieler Karten spielen oder passen. Jede Runde bringt einen Gewinner hervor, welcher die nächste Runde beginnt. Es werden so viele Runden gespielt, bis nur noch ein Spieler Karten auf der Hand hat.

Der Startspieler spielt eine Karte oder ein Set aus Karten gleicher Wertigkeit aus. Nun gelten folgende Regeln:
- Es muss immer ein Set gespielt werden aus der gleichen Anzahl an Karten, jedoch mit gleicher oder höherer Wertigkeit.
- Wird ein Set mit gleicher Wertigkeit gespielt, wird der nächste Spieler übersprungen.
- Spezialfähigkeiten kosten Kraftmarker zum Aktivieren.
- Spielt man eine Karte mit einer Spezialfähigkeit, setzt diese aber nicht ein, erhält man einen Kraftmarker.
- Man darf passen, auch wenn man Karten spielen könnte.
- Wenn man passt, darf man in derselben Runde trotzdem noch Karten spielen.
- Haben alle Spieler gepasst, gewinnt derjenige, der als letzter Karten ausgespielt hat.
- Der Gewinner startet die nächste Runde.


Eine unfertige Karte. Mit den Verbesserungs-Folien lässt sie sich aufwerten.

Wertungsphase: Hat man als erster Spieler seine letzte Karte gespielt und hat nun zehn oder mehr Siegpunkte, hat man das Spiel gewonnen. Ansonsten wird nach einer Tabelle gewertet. Dabei kann man Punkte, Kraftmarker und Verbesserungen erhalten. Der letzte Platz verliert sogar Punkte.


Der Sichtschirm und die Tabelle zeigen, welcher Platz welche Punkte, Folien und Marker erhält.

Letzte Runde: Nachdem es pro Spieler sechs Wertungsphasen gegeben hat, wird die letzte Runde eingeläutet, bzw. hat der Spieler, der das letzte Spiel gewonnen hat, auch die meisten Punkte, gewinnt dieser sofort. Ansonsten gibt es ein Duell zwischen dem Gewinner der sechsten Runde und dem Spieler mit den meisten Punkten - gibt es bei den Punkten einen Gleichstand, spielen mehrere mit. Spielen mehrere in dieser Runde, erhält jeder zehn Karten.

Besonderheiten bei zwei Spielern:
- Man spielt mit drei Decks anstatt mit zwei
- Wenn man Karten bedient, müssen diese immer höherwertig sein (gleichwertig gilt nicht mehr)

Die Verbesserungen
Man kann jederzeit Verbesserungen in seine Karten stecken, solange man diese auf der Hand/ hinter dem Sichtschirm hat. Jedoch darf man nicht zwei Verbesserungen des selben Typs nutzen (erkennbar an den unteren bunten Punkten). Eine Verbesserung darf bis zum Ende des Spiels nicht mehr entfernt werden.



Aufwertungen:
- Ascended: Stärkste Einzelfolie. Man gewinnt man sofort die Runde. Man darf diese nur als Einzelkarte spielen.
- Burny: Für einen Kraftmarker zählt die ausgespielte Karte so, als ob man zwei gespielt hätte.
- Edge: In einem Set gespielt, nimmt diese Karte den Wert der anderen Karten an.
- Charmy: Für die aktuelle Runde ist die Stichreihenfolge umgedreht. Bedeutet, dass man, um eine "4" zu schlagen, nun eine "3" legen müsste.
- Spector: Gewinnt man diese Runde, erhält man einen Siegpunkt extra.


Man kann pro Karte vier Aufwertungen nutzen, pro Farbe (bunte Kreise unten) aber jeweils nur eine.

- Kodora: Die Karte mit der Kodora-Verbesserung muss man in der Vorbereitungsphase vor sich auslegen. Dies geht nur, wenn man mindestens zwei Siegpunkte besitzt. Der Spieler spielt in dieser Runde mit einer Karte weniger. Schafft es der Spieler den ersten Platz für sich zu beanspruchen, erhält er zwei Siegpunkte zusätzlich. Bei einem anderen Platz verliert er entsprechend zwei Siegpunkte. [mha]
...
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
schnelle Runden
neuer Mechanismus für ein Stichspiel
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Folien verkratzen schnell
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Manuel: Die Besonderheit bei "Custom Heroes" Spiel ist, dass man seine Karten jederzeit mit Folien aufwerten und/ oder sogar abwerten kann. Vorreiter dieses "Card Crafting"-Systems war im Jahr 2016 "Mystic Vale" (> Testbericht). Nun wurde dieses originelle Prinzip also auf eine Art Stichspiel übertragen, und somit kann sich zum Beispiel niemand sicher sein, dass er nun wirklich alle 10er auf der Hand hält, da ein anderer Spieler eine 8 mit einer +2 kombiniert hat und somit ebenfalls eine 10 besitzt.

Das Design der einzelnen Karten ist schön anzusehen und stellt verschiedene Charaktere dar. Die Aufwertungen beinhalten nicht nur kleine "Monster", sondern ergänzen auch die Illustration, was dem ganzen auch den Charme einer richtigen Aufwertung verpasst. So erhält ein Charakter z.B. einen Boxhandschuh, welcher der Karte +2 verleiht. Andersherum wird die Karte um 4 Punkte reduziert, was passend durch einen Fisch in der Hand dargestellt wird.

Was mir an dem Spiel gut gefällt, ist, dass es recht ausgewogen ist. Natürlich ist es ein Kartenspiel und das Kartenglück ist mit von der Partie, allerdings wird dem mit mehreren Mechanismen entgegengewirkt. Zu einem kann man seine Karten mit den Auf-/ Abwertungen beeinflussen. So veränderte Karten gehen später zurück in den Kartenpool und könnten in der nächsten Runde jemanden zur Verfügung stehen. Zudem beeinflusst auch "Charmy" die Partie sehr, da die Stichreihenfolge umgekehrt wird.

Dadurch, dass man manche Fähigkeiten nur mit den Kraftmarkern aktivieren kann, werden Spieler, die aktuell vorne liegen, beschränkt, da sie zwar entsprechend gute Karten besitzen, diese aber nicht mit dem vollen Potential spielen können. Zu guter Letzt gibt es eine Staffelung der Sieger jeder Runde, sodass die Person, die am schlechtesten abgeschnitten hat, am meisten Energie und Aufwertungen erhält, um so in der nächsten Runde besser dazustehen.

Ein komplettes Spiel kann theoretisch nach drei Runden vorbei sein, was sehr schade ist. Ich empfehle daher, dass man die Siegpunktzahl auf mindestens 20 erhöht. Zudem beeinflusst diese Erhöhung, dass immer mehr veränderte Karten im Pool sind.

Mit zwei Spielern finde ich das Spiel nicht so ansprechend, ab drei Spielern wird es allerdings schon interessant. Es ist schnell erklärt und ebenso schnell gespielt, sodass man es auch ideal zwischendurch spielen kann. Warum die Altersempfehlung erst ab 14 Jahren angegeben ist, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich behaupte, dass auch jüngere Mitmenschen dieses Spiel schon ohne Probleme meistern werden.

Freunde von mir wünschten sich nach unseren Testrunden schon direkt Erweiterungen zu diesem Spiel, was theoretisch auch machbar wäre, meiner Meinung nach aber im schlimmsten Fall die bisher gut ineinandergreifenden Fähigkeiten der verschiedenen Karten zu sehr beeinflussen würden, sodass ich mit dem vorliegenden Spiel absolut zufrieden bin.

Alles in allem kann man sagen, dass man hier getrost zugreifen kann, wenn man sich für Stichspiele interessiert. Das Card Crafting-Prinzip bringt hier definitiv frischen Wind ins ansonsten schon etwas angestaubte Genre!

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 

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