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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2019
Verlag: Super Meeple /
Keep Exploring Games
Autor: Nicolas de Oliveira
Grafik: Fabrice Weiss
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 40 bis 80 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
 

 

 

 
Couleurs de Paris
Alte Meister
...

Farbenspiele

In diesem Spiel werden wir zu berühmten Malern. Wir organisieren und mischen Farben, stellen Gemälde fertig und nehmen, wenn wir wollen, auch die Hilfe von Renoir, Monet und anderen historischen Malerkollegen in Anspruch.
 

 
Jeder Spieler erhält eine eigene Spielertafel, drei Gehilfen sowie jeweils ein Farbpigment in jeder der drei Grundfragen rot, gelb und blau.



Reihum, beginnend beim Startspieler, setzen die Spieler, zu Beginn jeder Runde, ihre Figuren nun auf freie Aktionsfelder des Spielplans, immer eine Figur pro Zug. Manche Aktionsfelder sind, je nach Runde und Spielerzahl gesperrt, auf anderen finden gleich mehrere Figuren Platz.



Haben die Spieler ihre Figuren gesetzt, folgt die Aktionsphase. Reihum legen sie nun jeweils immer einen ihrer Gehilfen schlafen und führen die zugehörige Aktion durch - so lange, bis alle Spieler ihre letzte Aktion durchgeführt haben.

Figuren können auf dem Außenring des Spielplans zum Einsatz kommen und / oder auf dem Innenring bzw. auf dem Mittelfeld. Am Ende einer Runde verbleibt, wenn möglich, jeweils eine selbst bestimmte Figur jedes Spielers auf ihrer Position auf dem Außenring. Dann wird das Aktionsrad um ein Segment weitergedreht, die Aktionen verschieben sich also nach jeder Runde.

Die möglichen Aktionen sind:

- Karte nehmen: Der Spieler wählt eine der zur Auswahl stehenden Gemälde-Karten von den vier Straffeleien und legt sie vor sich ab. Je nach Schwierigkeit der Farbkomposition ist so eine Karte zwischen 10 und 16 Punkten wert.



- Farben nehmen: Der Spieler erhält so viele Farbpigmente in der Farbe des Aktionsfeldes, wie sein entsprechender Fortschrittsmarker (Tube) vorgibt. Am Ende seines Zuges darf ein Spieler maximal 12 Farbpigmente insgesamt besitzen.

- Farben mischen: Der Spieler gibt die für die gewählte Sekundärfarbe (grün, violett, orange) nötige Kombination an zwei Pigmenten der Grundfragen ab, um so viele Pigmente der daraus erzielten Mischfarbe zu erhalten, wie sein entsprechender Fortschrittsmarker (Palette) vorgibt. Steht dieser beispielsweise auf "4", erhält der Spieler für eine einmalige Abgabe von einem gelben und einem roten Pigment direkt vier orangefarbene Pigmente.



- Malen: Der Spieler darf so viele Pigmente aus seinem Vorrat auf leere farblich passende Felder seiner Gemälde legen, wie sein entsprechender Fortschrittsmarker (Pinsel) anzeigt.

Um die Punkte für ein Gemälde zu beanspruchen, muss das Gemälde komplett mit Pigmenten gefüllt sein. Bis zu drei Felder lassen sich auch mit weißen Joker-Pigmenten (die gibt es in der Mitte des Spielfeldes) auffüllen, allerdings beschert jeder benutzte Jokerstein dem Spieler zwei Minuspunkte am Spielende.



- Werkzeug verbessern: Der Spieler bezahlt zwei Pigmente seiner Wahl, um einen Schritt auf der gewählten Fortschrittsleiste (Tube, Palette, Pinsel) nach vorn zu rücken und auf diese Weise die Erträge künftiger Aktionen (Farben nehmen, Farben mischen, Malen) zu erhöhen.

In der Mitte jeder Leiste hat der Spieler die Möglichkeit, einen weiteren Gehilfen zu erhalten oder aber 6 sichere Siegpunkte. Maximal kann ein Spieler insgesamt sechs Gehilfen besitzen, um mit ihnen Aktionen auszuführen. Kommt ein Marker am Ende einer Leiste an, gibt es dafür 10 Punkte (bei einem zuvor gewählten Gehilfen on-top, bei zuvor gewählten 6 Siegpunkten wiederum wird lediglich auf 10 Punkte aufgewertet).



- Schwarzes Pigment herstellen: Der Spieler gibt ein Pigment in orange, violett und grün ab, um einen schwarzen Stein zu erhalten. Jedes der seltenen schwarze Pigmente ist am Spielende 6 Punkte wert.

In der Mitte des Spielplan gibt es, wie bereits gesagt, weiße Joker-Pigmente, auf dem Innenring dazu noch eine Kopier-Aktion (kopiert ein besetztes Aktionsfeld), die Möglichkeit, die Spielscheibe am Ende der Runde gar nicht oder gleich um zwei Segmente zu drehen sowie die Beanspruchung des Startspielermarkers plus Joker-Pigment.



Das Spiel endet nach der Runde, in der ein Spieler sein mindestens zweites Gemälde vervollständigt hat oder das fünfte schwarze Pigment insgesamt vergeben wurde.

Die Spieler zählen die Punkte ihrer komplettierten Gemälde (minus zwei Punkte für jeden ggf. eingesetzten Joker), dazu gibt es 6 Punkte pro schwarzem Pigment im eigenen Besitz und 6 bzw. 10 Punkte pro auf den Fortschrittsleisten freigespieltem Bonuschip. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Zwei bereits beiliegende Module können das Spiel noch erweitern:



- Vor Spielbeginn wählt jeder Spieler einen der acht "alten Meister". Die Fähigkeit des gewählten Malers gilt dann für den jeweiligen Besitzer während des gesamten Spiels. So können z.B. erhaltene Pigmente teilweise direkt zum Malen benutzt werden, Pigmente von fertiggestellten Gemälden dürfen teilweise auf noch unvollständige Gemälde verschoben werden, das Farbenlimit wird von 12 auf 16 erhöht etc.



- Beim "Karte nehmen" können nun auch Bonuskarten aus der Auslage gekauft werden. Bezahlt wird immer mit weißen Joker-Pigmenten.



Die Karten liefern Tauschmöglichkeiten der Pigmente, Schritte auf den Leisten oder sonstige zusätzliche Aktionen.
[ih]
...
 
 ERKLÄRVIDEO
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
schönes Thema
taktischer Einsetzmechanimus
eingängiges Ressourcenmanagement
sieht hübsch aus
ENDE
  MINUS:
MINUS:
je nach Spielerzahl mehrere Restriktionen
Gemäldefarben haben keine direkte
    Verbindung zum tatsächlichen Gemälde
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Dass Spielen und Kunst prächtig verknüpft werden kann, hat "Fresko" (> Testbericht) vor etlichen Jahren bereits bestens bewiesen. Lange war es dann wieder eher ruhig um dieses Thema, im Jahr 2019 scheint die Kunst im Spiel dann eine Art Renaissance zu erleben, denn gleich mehrere Spieleneuheiten bringen uns die klassische Malerei näher.

"Couleurs de Paris", wie das Spiel im französichen Original heißt (weitere Titel sind "Colors of Paris", "Old Masters" bzw. "Alte Meister"), bringt, wie auch schon "Fresko" wortwörtlich Farbe ins Spiel. Um Gemälde (abstrakt dargestellt durch jeweils 9 Farbpigmente als Auftragskarten, wobei die Farben leider keinen Bezug zu den schönen Gemäldeabbildungen auf den Rückseiten haben) in Punkte zu verwandeln, benötigen wir Farbsteine. Und das Ressourcenmanagement ist hier so eingängig wie ebenso abstrakt: Gelb und rot ergibt orange, blau und gelb ergibt grün etc. Da braucht es keine Story ums Tauschen der Ressourcen, hier stehen die Farben für sich.

Das Spiel sieht gut aus, im Mittelpunkt steht der drehbare Spielplan. Der Kernmechanismus ist gewöhnliches Worker Placement, allerdings mit zwei netten Kniffen. Zum einen ist die Abfolge, in der man Aktionen einlöst, wichtig, zum anderen verschieben sich die Aktionsfelder mit jeder Drehung des Spielfeldes nach jeder Runde, sodass man taktisch vorplanen sollte, wo man sich wann hinstellt, da teilweise auch direkt eine Aktion der nächsten Runde an die Entscheidung geknüpft ist.

Wie bei vielen dieser Spiele sind die Einsetzfelder begrenzt. Im Spiel zu dritt werden zwei Segmente zusätzlich abgedeckt, im Spiel zu zweit noch weitere zwei. So ist gerade das Spiel zu zweit dann doch durch viele Restriktionen geprägt, und man kann nicht immer das machen, was in der Situation am sinnvollsten wäre. Das ist zwar planbar, aber dennoch empfinde ich das Spielgefühl mit 3 Spielern besser, mit 4 Spielern am besten.

Letztlich handelt es sich bei "Couleurs de Paris" um ein Wettrennen. Da das Spiel bereits mit dem zweiten fertiggestellten Gemälde endet, kann es schon mal glückliche Momente geben, in denen ein Spieler zwei blau geprägte 10-Punkte-Karten erhält und dann auch noch, mit dem Maler-Modul, die Fähigkeit besitzt, immer gleich zwei blaue Pigmente, die er erhält, zu vermalen. Hier muss die Konkurrenz aufpassen, einen Spieler dann nicht zu schnell davonziehen zu lassen.  Man kann im Übrigen solche Begebenheiten auffangen und trotzdem noch um den Sieg spielen, eine 16er-Karte und ein schwarzer Stein reichen da schon, um den Führenden zu überbieten.

Damit mehr Aktionsfreiheiten bestehen, spiele ich am liebsten mit den Bonuskarten, die zudem die weißen Jokersteine deutlich aufwerten.

Das gesamte Spiel wurde liebevoll umgesetzt, die Symbolik auf dem Spielplan musste jedoch erst einmal verinnerlicht werden. Hier gab es zu Beginn gern mal Missverständnisse, da manche Symbole ähnlich aussehen bzw. ähnliches konotieren (der Pinsel steigert zB meine Fortschrittsleiste "Malen", das Malen an sich hat auf dem Spielplan aber ein anderes Symbol als auf meiner Leiste. Beim "Farben nehmen" ist dies nicht der Fall.). Insbesondere die Regel der Fortschrittsleisten und der daraus resultierenden Erträge ist übrigens ein extrem wichtiges Element des Spiels, das man nie unterschätzen sollte.

Mir gefällt die Gesamtkomposition von "Couleurs de Paris" sehr gut, die Mechanik ist jetzt nicht außergewöhnlich neu, aber doch tricky. Es gibt ein paar Kleinigkeiten, die redaktionell noch geglättet werden könnten, außerdem würde ich mir auf lange Sicht noch mehr Varianz wünschen, da der grundlegende Ablauf des Spiels ja doch gleich bleibt. Die Zusatzmodule sind daher für Vielspieler schon ein willkommenes Gimmick, das bereits dem Grundspiel beiliegt.

Insgesamt empfinde ist dieses flott gespielte, pfiffige und überaus taktische Worker-Placement-/ Ressourcenmanagement-Spiel auf jeden Fall als sehr spielenswert - je nach Spielerzahl vergebe ich gute 7 bis sehr gute 8 Farb-, Verzeihung, Kultpunkte - nicht zuletzt auch schon wegen des für mich attraktiven Themas und der passenden schönen Gestaltung. Wer mit dem Thema "Kunst" bzw. "Malen" etwas anfangen kann, und Spiele mag, die nicht durch Action geprägt sind, sondern einen ruhigen, planerischen Ablauf haben, der liegt hier genau richtig.

Beachtet bitte auch unser > Video zum Spiel!
.
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 

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