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Spiel-Fakten:

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Genre: Würfel
Erscheinungsjahr:
2019
Verlag: Queen Games
Autoren: Asger Harding Granerud, Daniel Skjold Pedersen
Grafik: Markus Erdt
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Copenhagen
Roll & Write
...

Fortunas Fassadenbau

Wie auch beim großen Brettspiel verschönern wir die Fassaden der Häuser von Nyhavn, einem Stadtteil von Kopenhagen in Dänemark. Diesmal werden die Würfel geworfen und die Spielblätter der Spieler mit Puzzleformen gefüllt.
 
 
Jeder Spieler erhält ein eigenes Spielblatt. Außerdem wird ein Fassadenblatt in die Mitte gelegt. Das Spielblatt zeigt links fünf Farbreihen und rechts das Haus, das jeder Spieler auf seinem Blatt mit Puzzleformen füllen soll.

Wer an der Reihe ist, wirft alle Würfel. Nun sucht sich der Spieler eine farblich passende Fassenform vom Fassadenblatt aus. 2er- und 3er-Fassaden sind unendlich oft vorhanden, 4er oder 5er werden durchgestrichen und sind dann nicht mehr verfügbar. Für vier gelbe Würfel kann der Spieler also eine 4er-Form in gelb verbauen. Wird ein Joker gewürfelt, zählt dieser als beliebige Farbe.



Grundsätzlich gilt: Die gewählte Form wird nun aufs Blatt des Spielers übertragen und darf dabei auch gedreht werden. Sie muss im Erdgeschoss oder auf einer anderen Form verbaut werden. Wichtig: Anders als beim klassischen Tetris, fallen die Formen nicht automatisch von oben nach unten. Da wir Fassadenbauer sind, können wir auch im Nachhinein entstandene Lücken schließen. Genau eines der Felder jeder neu verbauten Form muss der Spieler mit einem X kennzeichnen, die anderen mit einem O.

Alle nicht aktiven Spieler wählen aus den evtl. verbliebenen Würfeln EINEN Würfel aus und machen ein Kreuz in der entsprechenden Farbreihe. Die Reihen werden jeweils von links nach rechts gefüllt.



Was bringen nun die Farbreihen? Zum einen Punkte, wenn man eine Reihe komplett füllen konnte, zum anderen aber Boni im Spiel, die man als aktiver Spieler nutzen kann. Bei jeder Farbe gibt es Felder mit einem "+"-Bonus. Wird so ein Feld angekreuzt, kann der Spieler diesen Bonus in einem seiner Spielzüge einsetzen und damit pro "+"-Symbol einen imaginären Würfel dieser Farbe zu seinem Ergebnis hinzuaddieren, sodass er z.B. auch mit zwei gelben Würfeln und zwei Plus-Boni in gelb einen 4er-Stein verbauen kann.

Zum anderen liefert jede Reihe auch noch einen individuellen Bonus (auf den Sternen-Feldern). Auch so ein Bonus kann, ist einmal das Feld angekreuzt, eingesetzt werden, um einen Vorteil zu kaufen:
- Rot: Würfel neu werfen
- Blau: Alle Felder mit einem O verbauen (kein X)
- Lila: Ein Feld im Haus mit einem X füllen
- Grün: Alle Würfel einer Farbe als andere Farbe werten
- Gelb: Eine bereits gestrichene Fassade noch einmal verbauen
Die Boni können auch kombiniert werden. Einmal verwendete Boni werden durchgestrichen und können kein zweites Mal verwendet werden. Von jedem Bonus gibt es pro Reihe aber mehrere Felder, die ihn liefern können, sodass ein Spieler, spart er sich Boni an, auch ein und denselben Bonus in einem Spielzug direkt zweimal verwenden dürfte, wenn er die Felder freigespielt hat.



Ziel des Spiels ist es, Reihen und Spalten im eigenen Haus zu füllen. Jede Reihe bringt 1 Punkt, jede Spalte bringt 2 Punkte. Wurde die Reihe / Spalte komplett mit "O"s gefüllt, verdoppeln sich die Punkte. Punkte werden auf der Punkteleiste festgehalten. Füllt ein Spieler eine Wappenreihe oder -spalte, erhält er als Sofortbonus ein (!) Fassadenfeld, das er mit einem O füllen darf ODER er wählt eine Farbreihe, in die er zwei Kreuze setzen darf.

Am Ende des Spielzuges eines aktiven Spielers wird kontrolliert, ob er 12 Punkte oder mehr erlangt hat. Ist dies der Fall, endet das Spiel nach dem letzten Spieler der Runde (rechts vom Startspieler). Wer nach der abgeschlossenen Runde nun die meisten Punkte gemacht hat, gewinnt. Bei einem Gleichstand gewinnt der, der wenige freie Felder in seinem Haus vorweisen kann.
[ih]
...
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
gelungene Übertragung des
   Brettspiels in ein Roll-and-Write
taktische Möglichkeiten
ENDE
  MINUS:
MINUS:
glückslastiger und weniger planbar
   als das große Brettspiel
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Jedem erfolgreichen Spiel sein "Roll & Write" - das scheint immer wieder ein Erfolgsrezept zu sein. So machte man es nun auch mit "Copenhagen" (> Testbericht), einem simplen, ursprünglich kartengesteuerten Wettrennen in "Tetris"-Manier.

Gleich vorweg: Das Brettspiel wurde hier gut in ein Würfelspiel transformiert. Wer das große Spiel kennt, wird sich sofort zuhause fühlen; bei Neulingen muss man kurz verdeutlichen, wie die Puzzlesteine doppelte Punkte bringen. Was beim großen Spiel die Fenster waren, sind beim kleinen Spiel nun die O-Felder - sie verdoppeln die Punkte, wenn eine Reihe oder Spalte gefüllt wurde und sich kein X darin befindet.

Spielerisch ist das Roll & Write natürlich erwartungsgemäß glückslastiger geworden. Das Glück ist zwar mit den Boni der Farbreihen manipulierbar, dennoch hängt vieles davon ab, welche Farben geworfen wurden. Hier geht dem Spiel an dieser Stelle die taktische Kartenauswahl des großen Bruders verloren. Ansonsten aber ist der Wettrennen-Charakter gleich geblieben. Auch gibt es wieder Boni für abgeschlossene Wappenreihen. Was man beim großen Spiel als Bonusplättchen erhielt, muss man sich hier über die Farbreihen freischalten. So lassen sich die Würfel dann durchaus gut verändern.

Das Roll & Write kommt dabei etwas abstrakter daher als das Original. Ein schöner Kniff im großen Spiel war es, möglichst Formen an gleiche Farben zu bauen. Dieser Aspekt, der eine Vergünstigung der Baukosten brachte, ist hier nun nicht mehr dabei. Zwar verbauen wir auch beim Würfelspiel farbige Puzzleformen, im Haus selbst ist es aber einfach nur eine "farblose" Mischung aus X und O-Feldern. Der Einstieg fällt daher mit dem großen Spiel leichter, da wir da aktiv bunte Fassaden (mit Fenstern als Verdoppler) an die Hauswand kleben.

Als Fan von "Tetris"- und Roll & Write-Spielen gefällt mir aber das "Copenhagen Roll & Write" auch gut. Wäre es alleine da gewesen, wäre ich vielleicht sogar noch begeisterter gewesen. So muss es natürlich immer dem Vergleich zum großen Brettspiel standhalten, und da muss ich sagen, gefällt mir das Brettspiel dann noch ein wenig besser, da ich einfach noch taktischere Entscheidungen treffen kann. Wer also mit dem Glücksfaktor weniger gut klarkommt, dem sei das große Spiel empfohlen. Ich finde: Beide Spiele haben aber ihre Daseinsberechtigung, Puzzlefans machen auch beide Spaß. Und ich vergebe - im direkten Vergleich zum größeren Bruder - insgesamt auch noch gute 7 Kultpunkte. Für Genre-Fans in meinen Augen definitiv ein schönes Spiel für zwischendurch. 
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 

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