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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2019
Verlag: Queen Games 
Autoren:
Daniel Skjold Pedersen,
Asger Harding Granerud
Grafik: Markus Erdt
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 20 bis 40 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Copenhagen
...

Villa Kunterbunt in Dänemark

Der Kopenhagener Stadtteil Nyhavn ist bekannt für seine bunten Giebelhäuser, deren Fassaden wir in diesem Spiel durch das Ausspielen von Karten und durch das Puzzeln von Legeplättchen restaurieren!
 

 
Jeder Spieler erhält ein Haustableau sowie das Fähigkeitsplättchen "Beliebige Karten ziehen". Die restlichen Fähigkeitsplättchen und weißen Fenster können sich die Spieler im Spiel als Boni erspielen.



Gepuzzelt wird mit den zur Verfügung stehenden Fassadenplättchen. Um sich eine solches Plättchen kaufen zu können, benötigen die Spieler farblich passende Karten, von denen sie  - je nach Spielerzahl und Sitzreihenfolge - 2 bis 4 vor Spielbeginn auf die Hand bekommen.



Gespielt wird reihum. Wer am Zug ist, darf sich eine der beiden Optionen aussuchen:
(A) Karten nehmen: Der Spieler nimmt sich 2 nebeneinander liegende Karten vom Hafentableau auf die Hand. Achtung: Das Kartenlimit beträgt 7; sollte ein Spieler mehr Karten erhalten, muss er welche auf den Ablagestapel entsorgen.



oder

(B) Fassadenplättchen bauen: Der Spieler bezahlt so viele Karten in der Farbe des Plättchens, wie dieses Felder abdeckt, heißt: Ein grünes 4er-Plättchen kostet 4 grüne Karten, die dann auf den Ablagestapel gelegt werden. Das Plättchen wird nun direkt verbaut - entweder im Erdgeschoss des Hauses oder - später - auch auf anderen Plättchen. Dabei dürfen durchaus Lücken entstehen. Diese können später noch gefüllt werden.

Verbaut ein Spieler ein Plättchen angrenzend zu mindestens einem farblich identischen Plättchen, kostet das neue Plättchen eine Karte weniger.



Überbaut ein Spieler ein Wappen bzw. füllt er eine Wappenreihe seines Hauses, erhält er einen Bonus:
- Er nimmt sich ein weißes 1er-Fenster und verbaut es direkt
ODER
- Er nimmt sich ein weiteres Fähigkeitsplättchen, das er noch nicht besitzt
ODER
- Er reaktiviert alle (!) bereits benutzten eigenen Fähigkeitsplättchen.



Fähigkeitsplättchen verändern einzelne Aktionen. Folgende Auswirkungen haben die fünf Plättchen:
- Der Spieler muss nicht zwei nebeneinander liegende Karten vom Hafentableau nehmen, sondern darf sich für zwei beliebige entscheiden.
- Der Spieler darf eine zusätzliche, dritte Karte von einem beliebigen Steg des Hafentableaus nehmen.
- Der Spieler darf sowohl Karten nehmen, als auch direkt im selben Zug ein Fassadenplättchen kaufen und verbauen, also Option A UND Option B ausführen.
- Der Spieler reduziert die Kosten eines Plättchens um 1.
- Der Spieler färbt eine Kartenfarbe in eine andere Farbe um.
Aktive Plättchen dürfen in beliebiger Reihenfolge und Anzahl im eigenen Zug ausgespielt werden. Danach werden sie auf die inaktive Seite gedreht, bis sie der Spieler ggf. wieder reaktiviert.



Sobald ein Spieler eine Etage (Reihe) seines Hauses komplett gefüllt hat, erhält er dafür 1 Punkt. Der Punkt wird verdoppelt auf 2, wenn sich die Reihe ausschließlich aus Fenstern zusammensetzt. Eine gefüllte Spalte bringt 2 Punkte bzw. direkt 4 Punkte, wenn sie ausschließlich aus Fenstern besteht. Die Punkte werden immer direkt mit der Meerjungfrau-Figur des Spielers gesetzt.



Sollte der Nachziehstapel leer sein, endet im 2-Spieler-Spiel die Partie. Im 3- bzw. 4-Spieler-Spiel wird nun der Ablagestapel neu gemischt und in die untersten 9 Karten die Meerjungfrau-Karte eingemischt. Wird sie aufgedeckt, endet das Spiel auch dann. Wer nun auf der Punkteleiste am weitesten vorn steht, gewinnt; bei einem Gleichstand gewinnt dann derjenige, der wenige freie Felder auf seiner Haustafel vorweisen kann.

Das Spiel endet vorzeitig sofort, wenn ein Spieler 12 Punkte erreicht hat. Dieser Spieler ist dann der Sieger. [ih]
...
 
 ERKLÄRVIDEO
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
schnell erklärt, schnell gespielt
taktische Winkelzüge möglich
Wettrennen statt Punktesalat
schöne Optik
ENDE
  MINUS:
MINUS:
es gibt bereits viele ähnliche Spiele
manchmal kann das Glück mitentscheiden
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: "Steht die Villa Kunterbunt nicht eigentlich in Schweden?", diese Frage kam auf, als "Copenhagen" bei uns das erste Mal auf dem Tisch lag. Ja, wir bauen farbige Häuser ... und unifarben, wie wir es auf dem Cover sehen, der das Viertel Nyhavn der dänischen Hauptstadt zeigt, war wohl gestern, da sind wir doch als Fassadenbauer deutlich, nun, sagen wir, kreativer ... ob das den Touristen und Einheimischen auch in der Realität gefallen würde, ist eine andere Frage, auf dem Spieltisch jedenfalls sieht das alles sehr schön aus. Das Material hat die gewohnt hohe Queen Games-Qualität, da gibt es soweit nichts zu verbessern, wenngleich so etwas natürlich dann auch immer seinen Preis hat, der  ebenfalls wieder im typischen Queen Games-Bereich liegt - das sind dann bei einer Neuerscheinung so um die 40 Euro. 

Die Fassadenplättchen erinnern natürlich sofort an Tetris-Steine, auch wenn sie z.T. andere Formen haben. Ja, in der Tat schlägt "Copenhagen" genau in diesen Trend der Tetris-ähnlichen Puzzlespiele. Nun könnte es dem Spiel eventuell gar zum Verhängnis werden, dass es erst im Jahr 2019 und nicht schon vor der großen Brettspiel-Tetris-Welle vor einigen Jahren erschien. Mittlerweile gibt es doch viele ähnliche Spiele auf dem Markt. Aber, um die Gemüter zu beruhigen, die immer nach Innovation schreien: "Copenhagen" bedient sich bekannten Elementen, ja, aber es ist daraus ein wirklich schönes Familienspiel entstanden, das in sich stimmig und spielenswert ist, wenn man dieses Genre der abstrakten Puzzlespiele mag.

Wodurch unterscheidet sich "Copenhagen" nun also von ähnlichen Vertretern? Neben dem toll produzierten Material sind das spielerisch dann vor allen Dingen erst einmal die simplen Regeln, die man in weniger als 5 Minuten erklärt, und die dann auch jeder verstanden hat. Im Grunde macht man in seinem Zug nur zwei Dinge: Entweder man nimmt Karten oder man baut. Mehr muss man sich nicht merken. Die Wertung ist auch denkbar einfach. Reihe = 1 Punkt, Spalte = 2 Punkte, jeweils verdoppelt, wenn nur Fenster zu sehen sind. Alles easy.

Nun enthält das Spiel aber dennoch reizvolle Kniffe, die mir gut gefallen. Das beginnt bei der Kartenauswahl. Ich darf mich nur für zwei nebeneinanderliegende Karten entscheiden, sofern ich keines meiner Fähigkeitsplättchen einsetze. Da die Auslage nach dem Zufallsprinzip angeordnet ist (ja, hier kann das Glück dann auch schon mal mit entscheiden), muss ich mir da oftmals überlegen, was ich mir auf die Hand hole. Da gibt's dann die Einschränkung durch das Handkartenlimit, und, später im Spiel, auch durch die immer geringer werdende Auswahl an Fassadenplättchen im Vorrat. Manchmal würde ein bestimmtes Plättchen perfekt passen, und dann kauft es mir jemand von der Nase weg. Das kann man als Gegner natürlich sogar auch gezielt machen, wenn es die Karten hergeben.

Das Puzzeln an sich ist leichter als bei "Tetris", da ich auch vollständig umschlossene Lücken später noch belegen darf. Trotzdem ist die Auswahl der Puzzleteile schon taktisch geprägt. Wenn ich effizient bauen will, lege ich möglichst oft gleichfarbige Plättchen aneinander, denn so reduziere ich jeweils die Kosten um 1. Der Einsatz meiner nach und nach erspielbaren Fähigkeitsplättchen gibt mir, in der richtigen Kombination, auch deutlich mehr Entscheidungsfreiraum. Der sollte auch genutzt werden, wobei das Überbauen von Wappen und Füllen von Wappenreihen manchmal auch besser für den sofortigen Einbau eines 1er-Fensters genutzt werden kann. Überbaue ich damit dann z.B. ein weiteres Wappen und schließe evtl. z.B. eine weitere Reihe ab etc., können kleine Kettenreaktionen entstehen, die ein gutes Gefühl beim Spieler hinterlassen :)

Ja, bei "Copenhagen" geht es um Punkte, das aber auf eine sehr simple Weise. Und so simpel sind dann auch die Siegbedingungen. "Copenhagen" ist ein Wettrennen. Wer bei Spielende am weitesten vorn steht, gewinnt, aber ein Spieler kann, und das kommt auch oft vor, das Spiel vorzeitig beenden, wenn er auf Feld 12 der Punkteleiste zieht. So haben wir zum Spielende keinen Punktesalat mehr, der berechnet werden muss, sondern der Sieger ist offensichtlich. Einzig bei einem Gleichstand müssen noch freie Restfelder auf der eigenen Tafel gezählt werden.

Das Spiel lebt also von seiner Schnelligkeit, von kurzen Spielzügen, knackigen Lege-Entscheidungen (schnelle Reihe für einen Punkt oder volle Fenster-Spalte für 4 Punkte?), die immer an die zur Verfügung stehenden Karten und auch die noch zur Auswahl stehenden Legeplättchen angepasst werden müssen. So verläuft jede Partie in ihren Grundzügen zwar gleich, aber es muss immer wieder neu auf das Gegebene reagiert werden.  Jeder ist dabei seines eigenen Glückes Schmied, heißt: Aktiv ins Spielgeschehen des Anderen können Spieler zwar nicht bedingt eingreifen, bzw. wenn, nur indirekt durch das bereits erwähnte Wegkaufen von Plättchen oder Wegnehmen von Karten, was aber keinesfalls unterschätzt werden sollte.

An wen richtet sich "Copenhagen" nun vornehmlich? Das erkennt man eigentlich schon an der Altersangabe "ab 8 Jahren". "Copenhagen" ist ein leicht zugängliches Familienspiel und kann als Einstiegsspiel in die Welt komplexerer Legespiele dieser Art genutzt werden. Auch für erfahrene Spieler ist es durchaus für eine schnelle Partie zwischendurch reizvoll, allerdings zeigte sich in unseren Testrunden eine gewisse unterschiedliche Grunderwartungshaltung bei den Spielern. Ich persönlich mag ja diese locker-flockigen, schnell gespielten Spiele mit einer Mischung aus Taktik und ein wenig Glück. Ich mag Wettrennen um Punkte und bin, das wisst ihr, wenn ihr meine Rezensionen regelmäßig lest, bekennender Tetris-Fan. Somit trifft "Copenhagen" bei mir genau den Geschmacksnerv. Etwas schade finde ich, dass das Spiel offenbar noch weitere Zusatzelemente besitzt, die man allerdings vorerst nur beim Kauf der Deluxe-Version erhält. Hier wäre es für Fans dann schön, wenn der Verlag dementsprechende Mini-Erweiterungen in Form seiner bekannten Queenies nachschiebt.

Doch zurück zur Zielgruppe: Wer sich bei einem durchaus schon etwas komplexeren Legespiel wie "Bärenpark" oder "Cottage Garden" deutlich unterfordert fühlt, für den wird "Copenhagen" eher die zweite oder dritte Wahl sein. Einige meiner Mitspieler fanden, dass "Copenhagen" zu wenige taktische Optionen bereithält. Dem möchte ich mich aber entgegenstellen, denn "Copenhagen" will kein strategisches Vielspieler-Spiel sein. Es ist und bleibt ein Familienspiel, ein Spiel, das man so auf der Liste zum "Spiel des Jahres" finden könnte - von allen gut spielbar, schnell erlernt und dennoch mit netten kleinen taktischen Kniffen, die man anwenden sollte, um das Wettrennen um die Punkte für sich zu entscheiden. Und genau in dieser Kategorie macht das das Spiel in meinen Augen genau richtig. Mir gefällt es sehr gut! Und ich hoffe, dass das Spiel eben nicht drei oder vier Jahre zu spät auf den Markt gekommen ist und das Puzzlefieber schon abebbt - das hätte "Copenhagen" mit seiner Regel-Schlichtheit und mit seinem wirklich gefälligen Spielablauf nämlich, so finde ich, nicht verdient! Von mir erhält das Spiel 8 Kultpunkte mit einer Empfehlung an alle Genre-Fans, die fluffige Spiele mit simplen Regeln mögen!

Beachtet bitte auch unser > Video zum Spiel!
.
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
....
   Ingo
   Anke
   Michael
   Gerhild
   Matthias
   Torsten
Ende
 
 

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