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Spiel-Fakten:

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Genre: Denken
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: Lucky Duck Games / Corax Games (deutsche Version)
Autor: David Cicurel
Spieleranzahl:
1 bis 4
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: 60-90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
   
   

 

 
Chronicles of Crime
...

Tätersuche per QR-Code
In diesem kooperativen Krimispiel müsst ihr gemeinsam einen Fall lösen - das geht, in dem ihr zu Orten reist, sie untersucht, Personen befragt und eure Spezialfähigkeiten nutzt. Gesteuert wird das ganze über QR-Codes, die mit dem Smartphone gescannt werden und euch so die Geschichte erleben lassen.
 
 
Zunächst muss zwingend die App aufs Smartphone oder Tablet geladen werden (Wichtig: Das mobile Gerät muss QR-Codes lesen können, was jedoch bei allen heutigen Geräten möglich ist; nur bei älteren Modellen kann es hier Probleme geben; siehe Fazit). Um mit der optionalen Virtual Reality-Brille zu spielen, benötigt man ein dafür passendes mobiles Gerät. Welche Smartphones dafür geeignet sind, solltet ihr vorher überprüfen, ansonsten kann man das Spiel aber auch ohne diese Brille spielen.

Ladet euch dann über die App einen Fall herunter (die ersten Fälle sind kostenlos, weitere müssen ggf. später separat erworben werden). Die App wird euch nun komplett durch das Spiel führen, inkl. Lern-Tutorial.



Der Spielplan wird in die Mitte gelegt. Danaben werden nach und nach Orte ausgelegt, auf die wiederum Personenkarten gelegt werden. Ein neuer Ort wird immer dann ausgelegt, wenn euch die App den passenden Hinweis liefert, gleiches gilt für Personen, d.h. auf dem Smartphone-Screen lest ihr eine Geschichte vor, und wenn dann dort z.B. steht, dass Person X am Ort Y gesehen wurde, legt ihr die passende Personenkarte X eben auf den Ort Y.



Jeder Spieler hat dabei einen eigenen Beruf, also eine eigene Fähigkeit im Spiel. So kann der Forensiker also zB. DNA-Spuren auswerten oder der Datenexperte Computer oder Handys auslesen, die in der Story gefunden werden. Solche Gegenstände, die man findet oder einfach entdeckt (manchmal schaltet die App nämlich in eine 3-D-Ansicht eines Tatortes, den man dann durchscrollen kann), müssen immer aus dem Stapel mit den Gegenstandskarten herausgesucht werden. Dabei muss man oftmals auch die passende Karte erst einmal finden. Heißt: Befindet sich eine Flasche Rotwein am Tatort, so könnte man die Gegenstandskarte "Flüssigkeiten" aufs Spielbrett legen; bei einem Pizzakarton evtl "Kisten und Pakete" oder "Abfall" oder doch "Lebensmittel"? Dann würde man so etwas vom Labor bzw. vom Forensiker untersuchen lassen. Das Smartphone wandert dabei hin- und her und der jeweilige Text, den die App dann ausspuckt, muss für alle vorgelesen werden.



Gesteuert wird das Spiel dabei über QR-Codes auf sämtlichen Orten und Karten. Mit dem Smartphone scannt man den Code ein, und die Geschichte setzt sich fort. So erfährt man dann per Textausgabe, die man vorlesen muss, ob bestimmte Gegenstände wertvolle Informationen liefern, aus denen man weitere Rückschlüsse ziehen kann.

Herzstück sind dabei aber die Personen, die an den verschiedenen Orten in der Geschichte auftauchen. Der Profiler kann dann zunächst Persönlichkeitsprofile erstellen (ebenfalls durch Scannen der Karten), außerdem können wir uns mit den Personen am jeweiligen Ort "unterhalten". Dazu reist man durch Scannnen der entsprechenden Tafel erst zum Ort, an dem sich die Person aufhält, und scannt dann dort die ausliegende Personenkarte für ein Gespräch.



Das Spiel ist so angelegt, dass die Geschichten verwoben sind und es keine klare Abhandlung in der Reihenfolge A, B, C gibt. Vielmehr muss man flexibel auf Informationen reagieren, zwischendurch immer erst wieder andere Personen befragen / andere Orte ansteuern, Dinge untersuchen, um vorwärts zu kommen. Es ist also gut möglich, dass eine Person eine bestimmt Information erst herausrückt, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt wurden, z.B. ein Tatort untersucht wurde oder mit anderen Personen gesprochen wurde. Es macht also mehr als Sinn, eine Person im Spiel häufiger zu befragen, wenn sich in der Zwischenzeit Dinge geändert haben.



Regelmäßig müssen wir ins Polizeihauptquartier (Scotland Yard), um Bericht zu erstatteten. Wenn wir meinen, den Fall komplett aufklären zu können, werden uns dort nun diverse (Multiple Choice-)Fragen gestellt, die wir beantworten müssen. Je mehr richtige Antworten wir geben, umso besser schneiden wir ab. Auch ist der Faktor Zeit eine wichtige Einheit, denn das Spiel spielt quasi in Echtzeit. Auf dem Smartphone-Screen sehen wir also stets die aktuelle "Uhrzeit" in der Spielstory. Und jede Fahrt von einem Ort zum anderen kostet Zeit. Ebenso das Untersuchen von Gegenständen. Man sollte damit also nicht inflationär umgehen, wenn man ein gutes Gesamtergebnis erspielen möchte. Zum Schluss kann man die Lösung des Falles abrufen und dann auch noch einmal mit der eigenen kombinierten Lösung abgleichen. [ih]
 
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innovatives Krimispiel-Hybrid
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ENDE
  MINUS:
MINUS:
viel Scan-Arbeit mit dem Handy
z.T. kleine Bugs bzw. nicht
   intuitive Momente
eer
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   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
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Ingo: Welcher Krimifan rätselt im TV oder beim Lesen eines Buches nicht gern mit, wer denn wohl der Täter sein könnte? Genau darum geht es in "Chronicles of Crime". In dieser Mischung aus App und Brettspiel erleben wir unterschiedliche Kriminalfälle, teilweise aufeinander aufbauend. Um die Rezension spoilerfrei zu halten, gehe ich an dieser Stelle nicht näher auf den Inhalt der einzelnen Missionen ein. Aber so viel sei generell gesagt: Das Spiel entfaltet mit der richtigen Spielgruppe eine eigene Dynamik und schnell steckt man wirklich mitten in der Spielstory und versucht, Zusammenhänge aufzuklären. Jeder steuert dabei bestenfalls eigene Ideen bei, was man wo gerade wie tun könnte. Von diesen Diskussionen am Spieltisch lebt das Spiel definitiv. Sitzen da Mitspieler am Tisch, die eigentlich mit Krimis nichts anfangen können (oder wollen), dann wird es zäh, denn "Chronicles of Crime" ist eben ein Echtzeit-Spiel. Wer lustlos einfach nur die Karten scannt, der wird keine Freude an diesem Spiel haben. Wer sich in die Story hineindenkt, Lösungen antizipiert und dann Erfolgserlebnisse erzielt, wenn er die richtigen Personen befragt oder Gegenstände gefunden hat, der wird hier deutlich zufriedener aus einer Partie gehen.

Doch noch einmal zurück zur technischen Komponente: Ist dieses Spiel eigentlich noch ein Brettspiel? Diese Frage kommt im Netz immer wieder auf, und diese Frage stellten wir uns auch. Und man muss ganz ehrlich sagen: Jein! Im Grunde ist es ein Handyspiel, denn alles läuft über die App. Die Geschichte lesen wir vom Handy vor, die Tatorte sehen wir auf dem Screen, die gesamte Story kann nur vorwärts getrieben werden, indem wir immer wieder QR-Codes scannen und die Texte vom Handy ablesen. Die Karten mit den Codes sind also die einzige Brettspiel-Komponente. Das Heraussuchen und Auslegen von Karten, welches bei einer Tatort-Inspektion auch ganz witzig sein kann, ist der einzige wirklich aktive Part abseits der Diskussionen und der App. Ansonsten dienen die Karten mehr der Einordnung, was wir schon gefunden haben und wo sich welche Person befindet etc. So sind Diskussionen am Tisch natürlich einfacher, als würden vier Leute gemeinsam ein klassisches Point-and-Click-Adventure auf dem PC spielen, wenngleich sich "Chronicles of Crime" manchmal so anfühlt.

QR-Codes scannen und Texte lesen? Ist das jetzt wirklich noch Spiel? Es ist ist hauptsächlich eine spielerisch erlebte Geschichte! Das sollte einem bewusst sein! In der Tat merkt man, dass man bei längeren Fällen, zum Ende hin, ein wenig ermüdet ist vom Abscannen der Codes. Trotzdem funktioniert das technisch gut, wobei kein zu altes mobiles Gerät zum Einsatz kommen sollte. Wir probierten die erste Partie mit einem 6 Jahre alten Tablet. Da lief zwar die App, die Kamera war aber nicht fähig, im Nahbereich einen Autofokus auf die Codes herzustellen, sodass das Spiel damit nicht spielbar war. Mit neueren Smartphones / Tablets ist das natürlich kein Problem mehr, wobei man doch sagen muss: Je größer das mobile Gerät, umso komfortabler ist die Handhabung. Nicht jedes Gerät ist Virtual Reality-tauglich, um einen Tatort im 3-D-Modus mit der entsprechenden Brille zu erleben. Das ist aber kein Problem. Auch im normalen 360 Grad-Modus lassen sich die Orte auf dem Bildschirm gut durchscrollen. Letztlich kann meistens eh nur ein Spieler einen Ort durchsuchen und er ruft dann laut heraus, was er gerade so sieht, während die anderen Spieler damit beschäftigt sind, die passenden Karten auszulegen. Gerade die Tatort-Inspektion ist wohl der witzigste Teil im Spiel. Übrigens kann man einen Tatort auch ein zweites Mal besuchen, und vielleicht noch einmal von einem anderen Spieler untersuchen lassen, wenn der erste dort die Leiche übersieht ... (ein Insider ... ich nenne keine Namen, Matthias!) ;-)

Die Fälle sind unterschiedlich stark. Bei einem Fall hatten wir eine regelrechte Gänsehaut (da fragten wir uns auch, ob das Spiel überhaupt schon ab 14 Jahren geeignet ist), ein anderer Fall wiederum war eher trockener und so verwoben, dass man schnell den Überblick verlor. Vielleicht lag es aber auch einfach an unserer mangelnden Konzentration an dem Abend ;)

In unserer vorliegenden Erstauflage gab es noch kleine Bugs. So sagte z.B. eine bestimmte Person, dass sie nichts über eine andere Person wisse, obwohl wir ihr vorher schon die Infos dazu gegeben hatten und diese auch von ihr bestätigt wurden. Das sind so kleine Programmierfehler, die dann auftauchen können, wenn vielleicht einmal von den Spielern ein logischer Ablauf nicht mehr ganz eingehalten wird. Das passiert aber sehr selten, von daher war es auch nicht wirklich relevant. Bei einem Fall ärgerten wir uns darüber, dass wir von der App etwas allein gelassen wurden. In der Anleitung heißt es, man könne einen Fall im Polizeirevier aufklären. Das ging in einem Fall aber nicht. Auf die Idee zu kommen, wo man nun die eigene Lösung präsentieren konnte, hat uns echt wertvolle Zeit gekostet. Manchmal wäre eine Art Hilfeoption in der App wohl sinnvoll gewesen. Ich spreche hier von der ersten Auflage. Gut möglich, dass an diesen Stellen mittlerweile Dinge verbessert wurden - da man jeden Fall gewöhnlich nur einmal spielt, da man ihn dann einfach kennt, kann ich dazu also keine Infos geben, ob es da schon Änderungen gab.

Aber auch mit den kleinen technischen Einschränkungen hat "Chronicles of Crime" bei uns - je nach Spielertyp - echt ein Wow-Erlebnis ausgelöst. Die Krimifans waren gefesselt und wollten direkt die nächsten Fälle durchspielen. Mit einem Fall ist man gut 1 bis 2 Stunden unterhalten. Und da das Spiel flexibel erweiterbar ist, wird es auch langfristig interessant bleiben. Nur nochmal zum Schluss die Warnung: Wer nicht gerne mit dem Handy am Spieltisch hantiert, wem Vorlesen von Texten zu anstrengend oder langweilig ist, der sollte "Chronicles of Crime" im Regal stehen lassen. Wer hingegen ein gemeinschaftliches Krimi-Erlebnis, also eine erlebte Geschichte, spannend findet und dabei selber Informationen kombiniert und daraus Rückschlüsse zieht, der erhält mit dem Spiel einen innovativen kooperativen Vertreter dieses Genres. Ich persönlich vergebe insgesamt sehr gute 8 Kultpunkte (je nach Spielgruppe - am besten zu viert - und Fall kann das auch mal auf eine "7" sinken, aber meine "8" überwiegt).  Empfehlen würde ich das Spiel echten Krimifans allemal!
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
...
   Doro
   Karsten
   Manuel
   Torsten
   Ingo
   Ulf
   Matthias
   Lutz
Ende
 

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