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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2013
(Original: 2011 von rebel.pl)
Verlag: Pegasus Spiele  ..i..
Autoren: Hubert Bartos, Lukasz S. Kowal
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 60-90 Min..

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 
City Tycoon
(Pegasus-Version)
 
Das Raumplaner-Paradies

Modern sieht sie aus, die Stadt, die immer größer wird. Doch wer erfolgreich sein will, muss die Gebäude auch mit Elektrizität, Wasser und Waren versorgen!  
 


     

So funktioniert's:
Zunächst werden die Startplättchen ("die Stadt") in quadratischer Anordnung in die Tischmitte gelegt. Zu ihnen zählt u.a. ein Kraftwerk für blaue und rote Rohstoffwürfel. Beide Kraftwerke werden vor Beginn jeder Runde mit so vielen roten und blauen Ressourcensteinen belegt, wie Spieler teilnehmen. Gespielt wird in 4 Runden. Für jede Runde gibt es einen eigenen Stapel mit Gebäudeplättchen, von denen jeder Spieler 6 Plättchen auf die Hand zieht. Nun sucht sich jeder ein Plättchen aus, das er verdeckt vor sich legt, und gibt die anderen fünf an den linken Nachbarn weiter. Im Gegenzug erhält er dann die 5 Plättchen des rechten Nachbarn. Wieder wird ein Plättchen ausgesucht und der Rest weitergegeben. Das setzt sich solange fort, bis jeder am Ende sechs Plättchen herausgelegt hat.


Für jede Runde gibt es einen Stapel Gebäudeplättchen.

Nun beginnt das eigentliche Spiel. Wer am Zug ist, hat stets eine von drei Optionen:
(1) Gebäude errichten:
Der Spieler legt ein Gebäudeplättchen von seiner Hand an bereits ausliegende Plättchen in der Tischmitte an (Kante an Kante). Dafür zahlt er den angegebenen Preis und belegt das Plättchen dann mit einem eigenen Besitzmarker. Einige Plättchen bedingen dann noch das Anlegen neutraler Wasser- bzw. Landplättchen. Während Wasser Allgemeingut ist und nur zur Blockade dienen (sie dürfen nicht überquert werden), geht Land, der bei der Versorgung als Transportweg benutzt werden darf, ebenfalls in den Besitz des Spielers über. Auch bringen einige Plättchen direkt beim Bau Erträge wie Geld oder gelbe Steine.


Das rote Kraftwerk wird hier mit vier Energiewürfeln bestückt.

(2) Kraftwerk errichten:
Der Spieler legt ein Gebäudeplättchen von seiner Hand verdeckt zur Seite. Das Plättchen geht aus dem Spiel. Dafür zahlt der Spieler den Preis des obersten Kraftwerks (blau oder rot), das im Angebot bereit liegt. Im Anschluss wird es mit so vielen Ressourcen belegt wie aufgedruckt. Ein Kraftwerk liefert entweder einmalig Ressourcen und ist dann auch billiger, oder es liefert weniger Ressourcen, dafür aber jede (!) Runde- dann ist es teurer. Kraftwerke werden ebenfalls mit Besitzmarkern versehen.


Die Stadt wächst und wächst.

(3) Geld besorgen:
Der Spieler legt ein Gebäudeplättchen von seiner Hand verdeckt zur Seite. Das Plättchen geht aus dem Spiel. Der Spieler erhält dafür 5 Münzen.

Reihum nutzt jeder Spieler immer nur eine der Aktionen, dann folgt der Nächste. Haben alle Spieler auf diese Weise alle Plättchen von ihrer Hand ausgespielt, folgt die Versorgungsphase.

Beginnend beim Startspieler suchen sich die Spieler der Reihe nach nun immer abwechselnd genau ein (!) eigenes ausliegendes Gebäude aus, das sie versorgen möchten. Versorgungsart und Ertrag (Siegpunkte, Geld, gelbe Rohstoffwürfel) sind immer auf dem jeweiligen Plättchen angegeben. Oftmals stehen auch zwei Alternativen zur Auswahl, allerdings darf jedes Plättchen immer nur einmal versorgt werden. Meist werden blaue oder rote Rohstoffwürfel benötigt. Diesen kann man kostenlos von eigenen Kraftwerken beziehen oder aber für je 2 Münzen pro Ressource bei der Stadt oder bei Mitspielern kaufen.


Sämtliche Punkte werden auf dieser Tafel festgehalten.

Der Transport zum Plättchen ist über verbundene eigene Gebäude (bzw. Land) kostenlos. Muss jedoch fremdes Gebiet überquert werden, kostet dies weitere 2 Münzen pro Plättchen. Die vier Stadtplättchen zählen dabei als ein großes Feld. Wird ein farblich passendes Gebäude neben einem entsprechenden Kooperationsplättchen versorgt, gibt es dafür Extrapunkte. Versorgt wird solange, wie die Spieler können bzw. möchten.

Rundenende/ Spielende: Nach der Versorgungsphase startet die nächste Runde nach dem gleichen Prinzip. In den weiteren Runden vergrößert sich die Stadt also zunehmend und die Gebäudeplättchen werden immer teurer und ertragreicher. Nach der vierten Runde wird dann abgerechnet. Wer die meisten Siegpunkte machen konnte, gewinnt. [ih / ls]

 
  by Martin Klein* 
 
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
mehrere Mechanismen gut
   verknüpft

eindeutige Symbolik
ENDE
  MINUS:
MINUS:
wenig Hintergrundgeschichte
zunehmend unübersichtlich
teilweise grüblerisch

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Lutz: "City Tycoon" ist ein Spiel für konzentrierte Denker. Es bietet einen Mix verschiedener Elemente, die bereits bekannt, aber gut kombiniert sind. Die Spielmaterialien sind stabil und funktional gehalten. Es finden sich viele Pappplättchen, aus denen die Stadt aufgebaut wird im Karton, welche mit einer sehr eindeutigen Symbolik versehen sind, was die zwei beiliegenden Spielerhilfen fast überflüssig macht. Lediglich die Funktion der Gebäude, die ihren Nachbargebäuden einen Bonus verschaffen, muss den meisten Spielern ausführlicher erklärt werden.

Im Vergleich zur internationalen Version (von rebel.pl > Testbericht) hat die deutsche Version von Pegasus, die wir euch hier präsentieren, eine komplett überarbeitete Grafik bekommen. Die Gebäude auf den Plättchen sehen jetzt eher sehr modern aus und nicht mehr wie aus einer Science-Fiction-Stadt. Ob einem dies gefällt, muss man natürlich selber entscheiden. Die Comicfiguren in der Anleitung und auf der Spielübersicht finde ich eher peinlich und nicht sehr gelungen. Etwas von der Atmosphäre des Spiels ging leider verloren, als der Klarheit die Symbole für Elektrizität und Wasser zum Opfer fielen und nun nur rote und blaue Würfel zu sehen sind. Schade, denn ich denke, ein blauer Wassertropfen und ein roter Blitz wären eindeutig genug gewesen. Konsequenterweise wird in der Anleitung auch nur von roten und blauen Rohstoffwürfeln geschrieben. Auch die gelben Würfel, die in der internationalen Edition Waren repräsentierten, sind nur als gelbe Rohstoffwürfel beschrieben. Weitere Änderungen sind nur kleine Anpassungen von Baukosten, Versorgung und Belohnung.

Die Bereitschaft etwas thematisches Design der Klarheit und Übersicht zu opfern ist aber durchaus verständlich. City Tycoon ist ein Spiel, bei welchem die Spieler ihre Einkünfte und Ausgaben gut überlegen und durchrechnen müssen; alles was hilft den Überblick zu behalten wirkt hier etwas entlastend. Vielleicht ist neben den vielen Entscheidungen (Welche Gebäude behalte ich und welche gebe ich weiter? Was baue ich und was verkaufe ich? Wohin lege ich das Plättchen? Versorge ich zuerst hier oder hier? Kaufe ich neutrale Würfel oder nehme ich meine eigenen?) den Überblick zu behalten wirklich das Wichtigste.

Wer zur richtigen Zeit genug Geld hat, um ein Gebäude zu bauen, aber gleichzeitig eine frühe Position in der Spielerreihenfolge erhält oder einem Gegner wichtige Rohstoffwürfel vor der Nase wegkauft, kann schnell große Vorteile erzielen. Da niemand solche Vorteile übersehen will, kann die Spielzeit mit 4 und 5 Spielern oder grüblerischen Spielern schon mal schnell stark anwachsen, da diese natürlich keine günstige Gelegenheit verpassen wollen. Es handelt sich insgesamt eher um ein Spiel für Planer und Denker, bei welchem die ständig wachsende Stadt aber keine langfristigen Pläne zulässt.

Angemessen ist hierbei das Auswählen der Gebäudeplättchen durch ein „ein Plättchen nehmen und den Rest weiter reichen“-System, welches vielen Spielern aus Fairy tales, Notre Dame, 7 Wonders oder Seasons bekannt sein dürfte. Somit bekommt der Spieler keine rein zufällige Hand. Trotzdem ist es sehr riskant seine Planung auf ein Plättchen auszulegen, da ein Gegner dieses vielleicht wegschnappen könnte, nur um es für 5 € zu verkaufen. Die verschiedenen Elemente sind aber geschickt gewählt und so greifen das Auswählen, Bauen und Versorgen gut ineinander und bilden ein gutes Spiel.

Auch der Ablauf der Runden ist relativ einfach und dementsprechend flüssig ist der Spielverlauf, abgesehen von diversen Denkpausen. Wie bei vielen Spielen dieser Art dauert jede Runde länger als die vorhergehende und während Runden eins und zwei schnell in einer halben Stunde gespielt sind, dauert das ganze Spiel dann doch noch zwei Stunden, aber dies ist von einem Aufbauspiel zu erwarten.

Fazit: City Tycoon ist ein nüchternes Spiel für Planer, das sich eher auf den Mechanismus als auf eine Hintergrundgeschichte stützt. Es ist einfach zu lernen, aber die Übersicht über die wachsende Stadt zu behalten ist nicht ganz einfach, und wer das schafft, kann dadurch einen Vorteil erreichen.
 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
 
 

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