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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2013
Verlag: Golden Egg Games
Autor: Elad Goldsteen
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 60 - 90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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City Council
 
Politische Stadtplanung
Eine neue Stadt wurde gegründet, und es ist die Aufgabe des neuen Stadtrates, ihr zu Glanz und Wohlstand zu verhelfen. ...

     

So funktioniert's:
Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines Stadtratmitgliedes und versuchen sich das Wohlwollen möglichst vieler politischer Gruppen zu sichern. Wer das am besten schafft, wird am Ende des Spieles Bürgermeister und gewinnt das Spiel. Das Wohlwollen einer Gruppe verschafft man sich, indem man die Ziele auf den Begünstigungskarten erfüllt. Diese Ziele sind es, entweder für bestimmte Gebäude in der Stadt zu sorgen oder bestimmte Bedingungen zu erfüllen. Erreicht man ein Ziel, bekommt man dafür Siegpunkte. Wenn ein Spieler 11 oder mehr Siegpunkte gesammelt hat, wird die aktuelle Runde noch zu Ende gespielt, und wer am Schluss die meisten Siegpunkte hat, gewinnt.

Zu Beginn des Spieles wird der Spielplan in die Tischmitte gelegt, die Begünstigungskarten werden gemischt, und jeder Spieler erhält 2 Karten auf die Hand, der Rest wird als Nachziehstapel bereitgelegt. Jeder Spieler erhält einen Delegierten und 3 Rundenmarker in seiner Farbe. Einer davon wird auf die 0 der Siegpunkteleiste gelegt, und einer kommt auf ein Amt im Stadtrat. Dabei kommt der Marker eines beliebigen Spielers auf das Amt des Wahlkomitees, und dieser Spieler verteilt dann die übrigen Marker auf die Ämter. Nun bekommt die Stadt noch einen grünen Güterwürfel und, abhängig von der Spielerzahl, 3-5 Arbeiter, 1-2 spezialisierte Arbeiter und 7-9$ Anfangsbudget. Die Gebäudeplättchen werden mit der hellblauen Rückseite gemischt, als offener Stapel bereitgelegt und von jeder Größe 3 Plättchen offen gezogen. Die 8 nun offen liegenden Gebäude können in der ersten Runde gebaut werden.

Nachdem nun die Vorbereitungen abgeschlossen sind, verläuft das Spiel rundenweise, wobei eine Runde immer 5 Phasen durchläuft.

Die erste Phase ist die Komitee- oder Ausschussphase. In dieser Phase ist der Spieler aktiv, der gerade das Amt des Wahlkomitees inne hat. Dieser Spieler entscheidet, welcher Spieler sein aktuelles Amt behalten kann oder wer ein neues Amt im Stadtrat zugewiesen bekommt. Dabei ist aber darauf zu achten, dass kein Spieler ein Amt länger als zweimal hintereinander ausüben darf und mindestens eine Änderung vorgenommen werden muss. Sind die Änderungen abgeschossen, erhält der Spieler, der aktuell das Amt des Leitungskomitees inne hat, einen zusätzlichen Delegierten für diese Runde. Der Spieler, der das Amt des Finanzkomitees inne hat, kann sich 1$-Plättchen nehmen und dafür das Budget der Stadtkasse um 1$ verringern. Nun ziehen noch alle Spieler 2 Begünstigungskarten und legen eine davon wieder ab. Der Spieler, der das Amt des Gewerkschaftskomitees inne hat, darf beide Karten behalten.

Die zweite Phase ist die Ratsversammlung. In dieser Phase wird entschieden, wie sich die Stadt entwickeln soll. In der Reihenfolge, wie sie durch die Ämter im Stadtrat vorgegeben ist, darf nun jeder Spieler einen Vorschlag zur Entwicklung der Stadt machen. Ein Vorschlag kann entweder sein, ein neues Gebäude zu bauen oder ein schon gebautes Gebäude zu verschieben oder zu verkaufen. Um seinen Vorschlag kenntlich zu machen, stellt der Spieler seien Rundenmarker auf das entsprechende Gebäude und legt gegebenenfalls noch ein Verkaufs- oder Verschiebeplättchen dazu. Hat jeder Spieler einen Vorschlag gemacht wird, wieder in Spielerreihenfolge abgestimmt. Dazu stellt jeder Spieler seinen Delegierten auf den Vorschlag, den er favorisiert, seinen eigenen kann er jedoch nicht wählen. Danach dürfen die Spieler noch ihre eigenen 1$-Plättchen zu einem Gebäude legen, das als Gleichstandsbrecher gilt und die Baukosten um eins verringert. Der Spieler, der gerade das Amt des Leitungskomitees inne hat, darf seinen zweiten Delegierten auf einen beliebigen Vorschlag stellen.

Nun führt der Spieler des Wahlkomitees die 2-3 (je nach Spielerzahl) Vorschläge aus, die am meisten Delegierte auf sich versammelt haben; bei Gleichstand entscheiden zuerst die 1$-Plättchen, danach der Spieler des Wahlkomitees. Der Spieler des Wahlkomitees entscheidet auch, wie die Vorschläge umgesetzt werden (z.B. wo das neu zu bauende Gebäude gebaut wird, oder ob ein neues Gebäude einfach gebaut wird oder ein passendes altes Gebäude zu dem neuen Gebäude aufgerüstet wird.)

Die dritte Phase ist die Produktionsphase. Hier dürfen die Spieler - wieder in der Reihenfolge - jeweils ein Gebäude oder eine Zone aktivieren. Aktiviert wird ein Gebäude, indem alle darauf abgebildeten, für die Produktion notwendigen, Arbeiter und Rohstoffe auf dem Gebäude platziert werden. Gebäude dürfen hierbei nur in der Startzone aktiviert werden oder in einer Zone, die ein anderer Spieler zuvor aktiviert hat. Der Spieler des Logistikkomitees hat als einziger 2 Aktivierungen pro Runde zur Verfügung. Haben alle Spieler ihre Aktivierungen verbraucht oder ist keine Aktivierung auf Grund von Ressourcen- oder Arbeitskräftemangel mehr möglich, gibt es einen Arbeitslosenreport. Sind alle Arbeiter bei der Aktivierung verbraucht worden, kommen neue Arbeiter in die Stadt, andernfalls erhöht sich die Kriminalität. Und sind alle spezialisierten Arbeiter bei der Aktivierung verbraucht worden, kommen neu spezialisierte Arbeiter in die Stadt, andernfalls verschwinden sie aus der Stadt. Nach dem Arbeitslosenreport werden die Aktionen der aktivierten Gebäude ausgeführt, und alle eingesetzten Arbeiter kommen wieder in die Bereitschaftszone zurück.

Die vierte Phase ist die Überwachungsphase, in der überprüft wird, wie gut der Stadtrat gearbeitet hat. Überwiegt in der Stadt der Lebensstandard gegenüber der Verschmutzung und der Kriminalität, kommen neue Arbeiter in die Stadt, andernfalls verlassen Arbeiter die Stadt.

Die letzte Phase einer Runde ist die Endphase. In dieser Phase werden nicht gebaute Gebäude weggelegt und neue nachgezogen. Sollte in dieser Runde die Startzone erstmals komplett bebaut sein, werden auch die dunkelblauen Gebäude mit in die Nachziehstapel eingemischt. In dieser Phase dürfen Begünstigungskarten gespielt werden, und die Spieler müssen ihre Hand auf 7 Karten reduzieren. Alle in dieser Runde aktivierten Zonen werden wieder deaktiviert und es kann eine neue Runde beginnen. [bl]

 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
keine Wartezeiten
semikooperative Komponente
   sehr gut
 
ENDE
  MINUS:
MINUS:
schlechte Anleitung
Grund-Englischkenntnisse erforderlich
 
   
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Benny: Mit City Council haben wir ein Spiel vor uns, das zwei Trends der letzten Jahre verbindet: Semikooperative und Workerplacement-Spiele. Und da lässt sich auch schon der erste positive Punkt über das Spiel sagen. City Council schafft es, die Vorteile eines semikooperativen Spieles (praktisch keine Wartezeiten, Interaktion mit den anderen Spielern), ohne ihren in meinen Augen größten Schwachpunkt, das Verlieren gegen das Spiel, zu nutzen. Denn während es bei anderen kooperativen Spielen einen schmalen Grad zwischen einem viel zu einfachen oder einem nicht zu schaffenden Sieg gegen das Spiel gibt, erleiden die Spieler in City Council zwar auch die Möglichkeit, dass die Stadt im Chaos versinkt, aber das eigentliche Ziel ist es, nicht das Spiel gemeinsam zu meistern, sondern möglichst viele Siegpunkte zu ergattern, ohne dabei die Stadt völlig zu Grunde zu richten.

Dabei ist das zugrunde liegende Thema, wie ich finde, sehr gut getroffen, denn wie im richtigen Leben sind die Ziele der Interessengruppen im Spiel nicht immer konform. Manche sind gar gegenläufig zu einer guten Entwicklung der Stadt. Ich muss mich also entscheiden, ob ich ein Gebäude zum Bau vorschlage, das die Stadt voran bringt oder eines, das eigentlich nutzlos ist, mir aber Siegpunkte einbringt.

Das Spielmaterial hat eine gute Qualität und ist eher funktionell gehalten. Zur Aufbewahrung fehlt allerdings, wie so oft, ein schönes Sortiersystem, dafür lassen die Plastiktütchen mal wieder grüßen.

Einen großen Minuspunkt muss ich der Spielanleitung geben. Diese ist nur auf Englisch vorhanden und trotz guter Englischkenntnisse in meinen Testrunden blieben, auch nach mehrmaligem Durcharbeiten, Fragen offen, die mit der Anleitung allein nicht zu klären sind. Ohne Englische Grundkenntnisse kommt man dann auch im Spiel nicht aus, denn die Aufträge auf den Begünstigungskarten sind alle mit englischem Text versehen. Da hätte man meiner Meinung nach auch mit einer Symbolik arbeiten können, um das Spiel auch der nicht englischsprachigen Spielerschaft zugänglicher zu machen.

Überrascht hat mich übrigens auch die Spiellänge. Diese passt vom Zeitempfinden für ein Strategiespiel. Aber es kam bei uns auch vor, dass wir nur in der Startzone der Stadt gebaut haben und die 6 anderen Zonen bis zum Spielende nicht einmal aktivieren konnten. Da hatte man dann schon das Gefühl, dass das Spiel endet, bevor es richtig angefangen hat. Ansonsten ist das Spiel aber gut durchdacht, die Spielmechanik greift flüssig und schön ineinander (wenn man sie erst einmal verstanden hat!) und der Glücksfaktor ist in einem Maß vorhanden, wie es sich für ein gutes Strategiespiel gehört.

Mein Fazit: "City Council" ist ein schönes Strategiespiel, das deutliche Potentiale zur Weiterentwicklung zeigt.
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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