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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2013
Verlag: dlp games  ..i..
Autor: Jeffrey D. Allers
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 50 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Citrus
 
Plantagenwirtschaft im sonnigen Süden

In diesem Familienspiel werden Obstplantagen bewirtschaftet. Baue ich meine Flächen aus oder setze ich auf Nachhaltigkeit? Und auch Geld spielt eine Rolle! 
 

     

So funktioniert's:
Zuerst entscheiden sich die Spieler über die Länge des Spiels und wählen danach die Spielplanseite mit mehr oder weniger Feldern. Dann erhält jeder Spieler ein Tableau, sechs Figuren und einen Geldmarker-Ring in einer Farbe. Eine Figur wird auf die um den Spielplan verlaufende Siegpunktleiste (Feld 0) gestellt. Der Ring wird auf der Geldleiste (Feld 6) des eigenen Spielertableaus platziert. Nun wird das Spiel vorbereitet. Die Landschaftsplättchen werden verdeckt gemischt und auf den Buschfeldern des Spielplans verteilt. Der Plantagenmarkt wird nach Anleitung mit 15 Fincaplättchen, Bauplättchen und Plantagenplättchen bestückt.
  
 
Der gerade aktive Spieler muss genau eine Aktion durchführen. Entweder er kauft auf dem Markt eine Plantage ein und baut sie auf dem Spielplan an, oder er verkauft eine Plantage vom Spielplan und erhält sofort Geld. Die Sonderaktionen (durch ein oder mehrere Landschaftsplättchen) können jederzeit während seines Zuges eingelöst werden.
 
Das Bauen bedeutet zuerst, dass man auf dem Plantagenmarkt ein oder mehrere Plantagenplättchen kaufen muss. Der Spieler kauft immer eine ganze Reihe, bzw. die noch in der Reihe vorhandenen Plättchen. Davon abhängig ist auch der Preis. Er zahlt je Plättchen ein Geld und zählt mittels des Ringes sein Geld auf dem Spielertableau rückwärts. Alle erhaltenen Plantagen müssen sofort verbaut werden. Hat ein Spieler versehentlich zu viele Plättchen gekauft, muss er sie zurück auf den Markt legen und pro dort platziertem Plättchen drei Geld Strafe zahlen.
 

Beim Verbauen gilt es die Lege-Regeln zu beachten: 
- Plantagen werden immer an einem der vier Wege einer Finca begonnen.  
- Jeder Weg an einer Finca muss eine andere Farbe tragen. 
- Jedes Plantagenplättchen muss entweder an eine Finca oder ein gleichfarbiges Gebiet angebaut werden. 
- Jede neu begonnene Plantage erhält eine Arbeiterfigur des bauenden Spielers. 
- Felsen und Bauplätze dürfen nicht bebaut werden. 
- Plantagen gleicher Farbe dürfen miteinander verbunden werden. Gehören beide demselben Spieler, wird ein Arbeiter entfernt. Ist eines der beiden Gebiete neutral, darf das neutrale Gebiet max. gleich groß sein.
  
 
Der Plantagenmarkt wird immer dann sofort nachgefüllt, wenn nach dem Kauf nur noch max. 3 Plättchen offen liegen. In diesem Fall legt der Spieler die Plättchen kurz vor sich ab und nimmt sich eine Finca, die er sofort auf dem Spielplan anbauen muss. Dazu sieht er die drei freien Bauplättchen an und wählt eines als Bauort der Finca aus. Das Bauplättchen kommt aus dem Spiel. Nun baut er seine eben gekauften Plantagenplättchen an und füllt anschließend den Markt der Reihe nach aus dem Stoffbeutel wieder auf.
 
Beim Bauen kann es passieren, dass besondere Situationen eintreten. Wird z.B. das Plantagenplättchen auf einem Feld platziert, auf dem sich ein Landschaftsplättchen befindet, darf der Spieler dieses an sich nehmen und die darauf sichtbare Aktion zum angemessenen Zeitpunkt ausführen. Solche Aktionen können Siegpunkte oder Sonderaktionen sein, z.B. das kostenlose Nehmen einer Plantage oder das Überbauen eines Felsens.
  
 
Manchmal wird mit dem Legen eines Plättchens auch eine Finca-Wertung ausgelöst. Das geschieht, wenn ein Spieler mit seinem Plättchen ein Finca voll umschlossen hat, also 8 Plättchen ringsum liegen. Dann werden alle Plantagen betrachtet. Welche angrenzende Plantage ist die größte? Dieser Spieler erhält nun die höhere der beiden auf der Finca sichtbaren Zahlen als Siegpunkte. Die zweitgrößte Plantage erhält die niedrigere Zahl auf der Siegpunktleiste. Alle anderen gehen leer aus. Besitzt ein Spieler mehrere Siegerplantagen an der Finca, erhält er nur die Punkte des ersten Platzes. Die Finca wird zum Zeichen der erfolgten Wertung umgedreht.
  
 
Als zweite mögliche Aktion eines Spielers gilt das Ernten. Das kann z.B. notwendig sein, wenn der Spieler dringend Geld benötigt oder einen Arbeiter freisetzen möchte. Er darf jede beliebige eigene Plantage abbauen. Dazu werden alle farblich zur Plantage gehörenden Plättchen gezählt. Jedes normale Plättchen gilt als ein Punkt, jedes Plättchen mit einem blauen Brunnen in der Ecke zählt zwei Punkte. Die addierte Summe seiner Plättchen wird auf der Siegpunktleiste mit dem Arbeiter gekennzeichnet. Der Plantagenarbeiter wird entfernt und wieder auf das eigene Tableau gestellt. Dabei werden die Felder von links nach rechts gefüllt. Der zurückgeholte Arbeiter bringt nun das Geld mit. Am oberen Rand der Felder sieht der Spieler dann, wie viel Geld er für die jeweiligen Arbeiter erhält. Für einen Arbeiter gibt es zwei Geld, für zwei gibt es 2+2=4 Geld usw. Der Geldmarker wird entsprechend des Einkommens nach rechts verschoben. Eine gewertete Plantage ohne Arbeiter gilt als neutrale Plantage und kann mit anderen Plantagen erneut fusioniert werden.
  xxx
 
Das Spiel endet, wenn das letzte Plantagenplättchen verbaut wurde. Dann erfolgt die Endwertung. Zuerst werden die noch nicht gewerteten Fincas abgearbeitet. Der Spieler mit der größten Plantage erhält nun den niedrigeren Wert, die anderen gehen leer aus. Als nächstes werden die noch verbliebenen Plantagen mit Arbeitern gewertet. Als letztes werden noch die Siegpunkte aus den Landschaftsplättchen einbezogen. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.  
 
Die Anpassungen für Familien-, Kurzspiel und weitere Variablen sind in der Anleitung aufgeführt. [go]

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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
gut als Familienspiel,
    dennoch taktisch
schöne Gestaltung
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Mix aus bekannten Ideen, aber
   gut arrangiert

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Gabi:  Top for 2 - eine interessante Ansage des Verlages, die mich spontan zum Widerspruch bringt. Nicht nur zwei Spieler haben ihren Spaß, sondern auch vier. Das war jedenfalls in unseren Testgruppen die liebste Besetzung - teils, weil es sich so ergab, und teils, weil sich Citrus auch mit mehr Konkurrenz einfach flott dahin spielt. Bin ich dran, kann ich aus gerade einmal zwei Aktionen wählen. Manche schaffen es zwar selbst da noch zu grübeln, aber im Allgemeinen bleiben die reinen Denkzeiten knapp.

Eine Aktion! Das ist nicht viel. Entweder ich kaufe oder ich verkaufe. Entweder ich gebe Geld aus, oder ich hole mir welches. Die Entscheidungsfindung läuft relativ profan ab. Bin ich flüssig, versuche ich mein Geld möglichst gewinnbringend unterzubekommen. Dazu kann ich auf dem Plantagenmarkt einkaufen gehen. Ein bis vier Plantagen sind möglich, wenn ich genug Geld habe. Da ich immer eine ganze Reihe kaufen muss, sollte ich überlegen, welche Plantagenfarben für mich lohnenswert sind, welche ich überhaupt anbauen kann und welche die begehrten Brunnen besitzen. Habe ich gekauft, folgt die Frage: Wohin damit? Gerade anfangs steht mir der ganze Spielplan zur Verfügung. Suche ich nah aneinander grenzende Fincas, die eine mehrfache Wertung einer Plantage ermöglichen? Bin ich auf die unter den Landschaftsplättchen versteckten Vergünstigungen aus? Kann ich dem Nachbarn was verbauen? Entschieden, gelegt, beendet. Der Nächste ist dran.

Trotz der gut überschaubaren Möglichkeiten bleibt Raum für strategische Überlegungen. Lieber Riesenplantagen zur Wertung lassen, am besten mit der Möglichkeit einer Zweitwertung? Oder besser frühzeitig abbauen, Geld kassieren und neu bauen? Und das alles aber mit einem zwanglos, leichten Spielgefühl. Die Mechanismen lassen Raum zum Fachsimpeln. Flächen legen wie in "Qin" oder z.B. "Carcassonne". Eine Geldleiste und ein offener Markt aus mehreren anderen Spielen. Bekanntes neu gemischt - und das echt gut. Alles ist rund und greift so ineinander, dass die einzelnen Schritte gut bedacht sein wollen.

Für ein Familienspiel kann "Citrus" schon als fortgeschritten gelten. Auch die Anleitung und das bildschöne Cover weisen direkt und effektiv auf die Zielgruppe hin. Die Anleitung ist zudem leicht verständlich und sollte auch für Einsteiger keine Hürde darstellen. Den eigentlich eher als klein zu bezeichnenden Verlag verrät nur noch der fehlende Schachteleinsatz. Alles weitere Material könnte durchaus von den Großen sein. Prima, sag ich, da kriegen die Leute was fürs Geld. Gutes Material und ein wirklich schönes Spiel, das bereits innerhalb der ersten Runden unser Spielerherz eroberte.
 

 
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