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Genre: Würfel
Erscheinungsjahr:
2020
Verlag: Amigo Spiele
Autor: Andy Daniel
Grafik: Barbara Spelger
Spieleranzahl:
1 bis 4
(oder auch mehr)
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca.
30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Chili Dice
...
Eine Spur kniffeliger
Zehn Würfelaufgaben gilt es zu knacken, dabei müssen sich die Spieler ihre Versuche gut einteilen, und zudem bringen rote Würfelzahlen neue taktische Möglichkeiten!
 

 
Legt den Wertungsblock bereit. Ziel ist es, die zehn vorgegebenen Aufgaben zu erfüllen.



Wer an der Reihe ist, wirft alle sechs Würfel. Jeder Würfel hat eine Seite mit einer roten Augenzahl, sodass jede Augenzahl genau einmal in rot vertreten ist. Die restlichen Würfelseiten zeigen weiße Augenzahlen. Nach jedem Wurf darf der Spieler beliebig viele Würfel neu werfen - oder eine Wertung vornehmen. Dabei gibt es keine eng begrenzte Anzahl an Versuchen, jedoch besitzt jeder Spieler ein Würfelkonto. Dieses beinhaltet insgesamt 30 Versuche, die beliebig eingeteilt werden dürfen. Jeder nicht verbrauchte Versuch ist am Spielende 5 Punkte wert.



Die Aufgaben umfassen die sechs Zahlen von 1 bis 6, alle roten Würfelzahlen, Straße, Pasch und die "Chance" als Notaktion.

Der Clou: Nach jedem Wurf dürfen (nur in diesem Wurf geworfene!) rote Augenzahlen auf beliebige Zahlen gedreht werden! So können Kombinationen schneller erzielt werden. Bereits herausgelegte rote Würfel aus früheren Würfen dürfen nicht mehr gedreht, wohl aber neu geworfen werden.



Alternativ liefert ein roter Würfel aber auch einen Wertungsbonus, je nach Aufgabe:

- Bei den Zahlen werden sämtliche Würfelaugen der vorgebenenen Zahl addiert; ist ein roter Würfel dabei, verdoppeln sich die Punkte.

- Werden nur rote Würfel gewertet, ist jeder rote Würfel 10 Punkte wert.



- Eine Straße (1, 2, 3, 4, 5, 6) ist 21 Punkte wert. Ist ein roter Würfel dabei, können diese Punkte alternativ auch bei der entsprechenden Augenzahl des roten Würfels notiert werden.

- Ein Pasch (alle Würfelaugen sind mindestens zweimal vertreten) bringt so viele Punkte, wie es der Summe der Würfelaugen entspricht. Ist ein roter Würfel dabei, kann die Summe auch bei der Augenzahl des roten Würfels notiert werden.



- Die Chance ist das Notfeld. Hier werden einfach sämtliche Würfelaugen addiert. Es gibt keine weitere Voraussetzung, aber auch keinerlei Bonus.



Sechs gleiche Augenzahlen bilden einen Chili. Bei den Werten 1 bis 3 bringt so ein "kleiner Chili" 50 Punkte bei der entsprechenden Augenzahl (alternativ 25 Punkte auf einem beliebigen anderen Wertungsfeld). Bei den Werten 4 bis 6 bringt so ein "großer Chili" 75 Punkte bei der entsprechenden Augenzahl (alternativ 50 Punkte auf einem beliebigen anderen Wertungsfeld).



Der wertvollste Chili ist der "scharfe Chili" - dazu müssen alle sechs Würfelaugen rot sein. Dafür erhält der Spieler dann 100 Punkte bei der Wertung "rot" oder bei der "Straße", alternativ 50 Punkte auf einem beliebigen Wertungsfeld.



Nach jeder Wertung streicht der Spieler seine dafür benötigte Anzahl an Versuchen von seinem Bonuskonto ab. Nach 10 Wertungen endet das Spiel. Jeder Spieler erhält nun noch je 5 Punkte für jeden nicht verbrauchten der insgesamt 30 möglichen Versuche. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Die Spieler können auch solo auf Highscore-Jagd gehen. [ih]
 
 ERKLÄRVIDEO
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:

flott gespielt
trickreiche Variante des Klassikers
   mit zusätzlichen Entscheidungen
ENDE
  MINUS:
MINUS:
im Kern bleibt es natürlich eine
   "Kniffel"-Variante
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Es gibt wohl kaum einen Spieler, der in seinem Leben nicht irgendwann einmal auf das klassische Würfelspiel "Kniffel" (das es natürlich auch unter diversen anderen Namen gibt) gestoßen ist. Es ist so ein typisches Bier-und-Brezel-Spiel, das man auf die Schnelle wirklich überall und mit jedem spielen kann. Nicht umsonst ist dieses Spiel schon lange ein echter Klassiker. Und nicht umsonst kommen auch immer neue Varianten auf den Markt. Die Nachfrage scheint entsprechend hoch zu sein.

Nun war ich anfangs skeptisch, ob Amigo im Jahr 2020 mit einem weiteren Ableger dieses Genres noch punkten kann. Die Schachtel macht schon mal Lust auf Mehr, der Wertungsblock hingegen ist doch mehr zweckmäßig als hübsch geraten, aber das ist schon okay. Schließlich ist "Chili Dice" kein Roll-and-Write im neueren Sinne; auf dem Block werden lediglich die Punkte festgehalten, und dafür reicht die minimalistische Optik dann schon aus.

Die Würfelaufgaben klingen nun auch erst einmal altbekannt und strotzen nicht gerade vor Innovation. Die bisher unbekannte Würfelaufgabe "Rot" ist der Zweifarbigkeit der Würfel geschuldet. Und da wären wir auch direkt beim ersten Clou dieses Spiels: Erwürfele ich eine rote Augenzahl, so darf ich den Würfel direkt auf eine Zahl meiner Wahl drehen! Erwürfele ich gleich mehrere rote Zahlen, kann ich auch beliebig viele Zahlen drehen. Auf diese Weise lassen sich Kombinationen natürlich schneller forcieren. Alternativ aber bieten rote Würfel auch noch ein weiteres Goodie: Einen Bonus! Je nach Aufgabe werden da z.B. ganz einfach die Punkte verdoppelt (was sich insbesondere bei den höheren Würfelzahlen echt stark bemerkbar macht), oder aber man darf ein alternatives Eintragsfeld nutzen, was gerade zum Ende der Partie hin wichtig werden kann.

Der zweite Clou: Zwar dürfen, wie auch beim Klassiker, Würfel herausgelegt und Würfel neu geworfen werden, allerdings beschränkt sich das nicht auf exakt bis zu drei Versuche pro Aufgabe. Bei "Chili Dice" ist man als Spieler flexibler. Zwar stehen einem insgesamt für 10 Aufgaben rechnerisch auch je drei Versuche zur Verfügung, jedoch können diese 30 Versuche beliebig eingeteilt werden! So kann eine Aufgabe direkt nach dem ersten Versuch gewertet werden, während man für eine andere Aufgabe vielleicht mal direkt 5 Versuche verpulvert. Das ist ein einfaches, aber zugleich spannendes Element, da die Gier auf mehr Punkte oftmals die Vernunft besiegt. Etwas rechnen sollte man dennoch, denn jeder nicht verbrauchte Versuch ist am Spielende 5 Punkte wert. So lohnt sich das Haushalten durchaus, wenngleich man damit nur allein nicht gewinnt kann; dafür liefern einem rote Würfel zu hohe Boni, und außerdem locken ja stets auch noch die Chilis, also sechs gleiche Würfel mit besonders hohen Bonuspunkten.

Wer also auch heute noch gern den Klassiker "Kniffel" spielt (unter welchem Namen auch immer), der erhält mit "Chili Dice" einen astreinen Vertreter dieses Genres, der aber spielerisch erfrischend anders daherkommt und tatsächlich neuen Schwung in das altbekannte Würfelspiel bringt. Das Spielgefühl ist überraschend anders - es ist spannend und tricky zugleich, ohne ansatzweise zu überfordern. Für mich empfiehlt sich "Chili Dice" damit bereits jetzt als neuer, "moderner Klassiker" für alle Genre-Fans. Und  für diese Zielgruppe, die glücksbetonte Spiele mit kleinen taktischen Entscheidungen mag, vergebe ich dann auch insgesamt sehr gute 8 Kultpunkte! Auf jeden Fall eine Empfehlung wert!

Beachtet auch unser > Video zum Spiel!
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
 

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