www.spielkult.de  

Kontakt    Impressum

Suche

 
   START | SPIELETESTS | VIDEOS | EXTRAS | LINKS | TREFF
    Themen          A bis Z          Neuheiten          Verlage          History  
 
 
Zurück zur Übersicht

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKarten
Würfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Denken
Erscheinungsjahr:
2019
Verlag: Blam!
Autor: Luka Krleza
Grafik: Claire Conan
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer:
ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 
Chakra
...
Jede Zelle meines Körpers ...
... ist glücklich, oder wird glücklich, oder so ähnlich? Ja, in diesem taktischen Denkspiel müssen wir die Energie fließen lassen, indem wir unsere Chakren hormonisieren und negative Energie eliminieren.
 

 
Die Punkteplättchen (je zweimal Werte von 1 bis 4) werden verdeckt gemischt und auf dem zentralen Lotus-Tableau zufällig den einzelnen Chakren-Farben zugeordnert - niemand weiß zunächst, welches Chakra wie viele Punkte wert ist. Auf dem Lotus-Tableau werden ebenfalls die drei Reihen (Maya) mit jeweils drei zufällig aus dem Beutel gezogenen Energiesteinen gefüllt. Die Energiesteine gibt es in den sieben Farben der Chakren - und in schwarz. Schwarz ist die negative Energie.



Jeder Spieler erhält eine Spielertafel, die rechts die Chakren zeigt und oben links die zur Verfügung stehenden Aktionen. Außerdem erhält jeder Spieler fünf Inspirationsmarker.



Wer an der Reihe ist, hat nun die Wahl aus drei Optionen:
(1) Energiesteine aus der Auslage nehmen: Der Spieler nimmt 1 bis 3 Steine unterschiedlicher Farbe aus einer (!) Reihe. Liegen schwarze Steine in der Reihe, MUSS der Spieler einen solchen schwarzen Stein auf jeden Fall mitnehmen, er kann ihn nicht in der gewählten Reihe liegen lassen. Von jeder Farbe darf der Spieler maximal drei Steine auf seiner Spielertafel haben. Neue Energie wird kostenlos in freie Bhagya-Blasen gelegt.



Neue Energie kann aber auch direkt in ein Chakra gelegt werden, wenn der Platz dort verfügbar ist. Wählt der Spieler ein Chakra, so muss er es jedoch mit einem Inspirationsmarker kennzeichnen. Dieses Chakra ist für die direkte Belegung somit dauerhaft blockiert und auch der Marker kommt erst einmal nicht zum Spieler zurück.

(2) Energie kanalisieren: Der Spieler wählt eine Aktion aus, belegt sie mit einem Inspirationsmarker und verschiebt Energiesteine wie vorgegeben. Die Anzahl der Steine und der Bewegungsschritte muss dabei exakt ausgeführt werden! Für die Bewegung eine Steins muss immer mindestens ein freies Feld im Chakra zu finden sein, auf das man zieht (auch im Zwischenschritt bei einer Doppel- oder Dreifachbewegung!). 



Wird ein Chakra harmonisiert (alle Felder sind mit der entsprechenden Farbe der Steine komplett belegt), erhält der Spieler einen eventuell dort liegenen Inspirationsmarker zurück. Außerdem wird dieses Chakra bei zukünftigen Bewegungen nicht mehr mitgezählt.



(3) Meditieren: Der Spieler setzt eine Runde aus. Er erhält alle Inspirationsmarker von den Aktionsfeldern (nicht von den Chakren!) zurück und darf sich zudem geheim ein verdeckt liegendes Punkteplättchen ansehen.



Das Spiel endet, wenn ein Spieler mindestens fünf Chakren harmonisiert hat. Nach der laufenden Runde erfolgt die Wertung. Jeder Spieler erhält nun entsprechnd der jetzt aufgedeckten Punktemarker (Karma-)Punkte für ein entsprechendes harmonisiertes Chakra auf seiner Spielertafel; jede negative Energie, die aus dem Körper eliminiert, also auf das unterste Feld gezogen wurde, bringt einen Punkt, und wer die meisten Chakren ohne Lücken von unten nach oben harmonisiert hat, bekommt noch einmal zwei Extrapunkte. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. [ih]

Hinweis: Dem Spiel liegt eine Anleitung in englischer und französischer Sprache bei. Das Spiel an sich ist dann sprachneutral.
 
 ERKLÄRVIDEO
 
 Folgt SPIELKULT.de:
   Facebook     Twitter
     
    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
taktisches Puzzlespiel
unverbrauchtes Thema
besondere Optik
ENDE
  MINUS:
MINUS:
mitunter glücksabhängig
besondere Optik
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Energie fließen lassen, Chakren harmonisieren, hä? Das klingt für euch alles nach Esoterik? Nun gut, in unseren Breiten fristet die Chakren-Lehre eher ein Nischendasein, im tantrischen Hinduismus dagegen ist sie zum Beispiel allgegenwärtig. Und wer sich schon einmal mit Yoga auseindergesetzt hat, wird ihr ebenfalls begegnet sein. Zusammengefasst kann man sagen: Die Chakren sind die Energiezentren im Körper, jedes Chakra hat da seine eigene Aufgabe. Und diese Zentren gilt es zu füllen - aber vor allen Dingen in Einklang zu bringen, Harmonie herzustellen und negative Energie aus dem Körper fließen zu lassen.

Warum wählt ein Autor, der eigentlich Architekt ist, so ein Spielthema? Ganz einfach: Luka Krleza betreibt nebenher als Masseur Reiki und eben auch Yoga. Und mit diesem Hintergrundwissen stimmt in dem - eigentlich - abstrakten Spiel nicht nur die Story, sondern auch die ungewöhnliche Gestaltung des Spiels - dieses verträumte, relaxte - ja, gar schon "feenhafte" Erscheinungsbild in seinen Pastelltönen macht da Sinn, auch wenn es die coolen "Wir verhauen Monster im Dungeon"-Spieler mitunter erst einmal eine leichte Schamesröte ins Gesicht treibt, wenn sie mit am Tisch sitzen. Aber hey, meditieren kann euch auch bei einer Monsterschlacht zwischendurch zu neuen Kräften verhelfen ... ;)

Die Optik des Spiels und das Thema sind also schon außergewöhnlich, das Spielprinzip an sich ist - auf den ersten Blick - ein abstraktes, rein mechanisches Klötzchenschieben. Das ist es auch auf den zweiten Blick, aber gar nicht negativ gemeint. Klingt für viele vielleicht jetzt erst einmal nicht so spannend, aber ich sehe das Spiel auch weniger als lockeres Familienspiel, als bereits als Denkspiel. So habe ich "Chakra" auch in unsere internen Kategorien eben den "Denkspielen" zugeordnet. Wer Fan ist von Schiebepuzzeln, von taktischen Optimierungsaufgaben, der ist hier genau richtig.

Im Kern ist "Chakra" nämlich ein solches Schiebepuzzle. So müssen die Aktionen gut eingesetzt werden, damit die Bewegungsfolgen, die daraus entstehen, stets optimal ausgenutzt werden können. Mal geht's rauf, mal geht's runter - aber immer genau in der vorgegebenen Schrittzahl der Aktion. Manchmal sind Felder blockiert, manchmal muss man einen Inspirationsmarker opfern, um schneller zum Ziel (zum richtigen Chakra) zu gelangen. Das ist alles gut gelungen und stellt einen vor eine angenehme Denksportaufgabe, die aber auch aus dem Bauch heraus gespielt werden kann - dann aber eventuell etwas länger dauert. Wichtig wäre nur, dass die Spieler sich in ihrer Spielweise auf einem Level befinden, denn "Chakra" ist letzlich auch ein Wettrennen.

Dieses Wettrennen offenbart sich manchmal auch als Glücksspiel. Warte ich auf eine bestimmte Energiesteinfarbe und sie kommt partout nicht in die Auslage, kann das schon mal etwas unvorteilhaft für mich sein. Schließlich ließe mich der fehlender Stein ja vielleicht gerade ein Chakra hormonisieren, und dadurch liefert er mir dann ja auch den Vorteil, dass mir ein solches harmonisiertes Chakra zum einen den eventuell dort bereits eingesetzten Inspirationsmarker zurückgibt und mich gleichzeitig dieses Chakra bei künftigen Bewegungen überspringen lässt, was mich dann, je öfter ich das schaffe, schneller zum jeweiligen Ziel bringen kann. Hier wurde auch noch eine kleine Krux eingearbeitet. Da neue Energie leichter von oben in die Energiekanäle gelangt (spätestens dann nämlich, wenn mein Inspirationsmarker-Vorrat knapp wird), sind weiter oben komplett einfarbig gefüllte Chakren natürlich vorteilhafter für eine schnellere Bewegung. Am Ende gibt es aber zwei Zusatzpunkte für den, der die meisten Chakren von unten gefüllt hat. Nun sind zwei Punkte nicht die Welt, eventuell wäre der Anreiz bei 5 Punkten da schon noch mal größer gewesen, dennoch ist es ein Goodie. 

Die Punktevergabe ist letztlich eher zufällig. Im Idealfall kann ich mit fünf harmonisierten Chakren 16 Punkte (4+4+3+3+2) machen, im schlechtesten Fall nur 9 (1+1+2+2+3). Wer es also nicht dem Zufall überlassen möchte, muss zu Beginn öfter meditieren, um schnell zu erfahren, welcher Punktewert sich unter welchem Chakra verbirgt. Oder noch besser: Man schafft es, im letzten Spielzug gleich mehrere Chakren zu füllen, was auch möglich ist.

Alles in allem bin ich von "Chakra" durchaus angetan. Es ist nun kein Spiel, das abendfüllend wäre oder jeden Tag auf den Tisch kommen wird, da es sich grundlegend schon immer ähnlich anfühlt und die Varianz halt nur durch die zufällige Energiestein-Auslage entsteht. Aber es ist ein schönes Spiel für alle, die etwas mit abstrakten Aufgaben anfangen können. Dann macht "Chakra" auf jeden Fall immer wieder mal Spaß. Die kleinen Abzüge in der B-Note (wegen der manchmal nicht steuerbaren Glücksabhängigkeit) bringen das Spiel aber dennoch auf insgesamt gute 7 Kultpunkte! Just play and relax!

Beachtet auch unser > Video zum Spiel!
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
....
   Ingo
   Nicole
   Ulf
Ende
 
 

   > So testen wir
       
    Alle Spiele
von A bis Z:

 
Auswahl
# A B C
D E F G
H I J K
L M N O
P Q R S
T U V W
X Y Z #
 

 

 

 

 

 
Anzeige

 
 

 

         
     
(C) SPIELKULT.de ^^^       Impressum       Datenschutz