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Spiel-Fakten:

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Genre: Würfel
Erscheinungsjahr:
2017
Verlag: Zoch
Autoren:
Brett J. Gilbert, Trevor Benjamin
Grafik:
Victor Boden,
Dennis Lohausen
Spieleranzahl:
2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer:
ca. 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
 
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Café Fatal
...

Käse statt Kohle
Würfeln, Mehrheiten erlangen, abkassieren - kennen wir doch irgendwo her? Ja, nur diesmal gibt es statt Geld Käse, Pizza und Torte...
 
 
Die Tischplättchen werden entsprechend der Spielerzahl ausgelegt. Auf jeden Tisch wird ein Essensstück gelegt, das zufällig aus dem Beutel gezogen wird. Es gibt Käse-, Pizza- und Tortenecken, wobei Käse am wenigsten wert ist und Torte am meisten. Auf zwei Tischen wird - bestimmt durch den Wurf zweier Würfel - jeweils ein zusätzliches Stück ausgelegt.



Jeder Spieler erhält die 6 Würfel in seiner Farbe. Wer dran ist, würfelt alle Würfel und entscheidet sich nun für eine Augenzahl, von der er alle Würfel, die diese Augenzahl zeigen, nimmt und als Gruppe auf einen Tisch legt, dessen Essensstück er für sich gewinnen möchte. Es wird reihum weiter gespielt. Ist man wieder am Zug, würfelt man die verbliebenen Würfel neu. Wieder werden alle Würfel einer Augenzahl platziert, wobei bereits ausliegende eigene Augenzahlen ggf. ergänzt werden müssen (!), d.h. wurden bereits von diesem Spieler irgendwo 5er platziert, müssen weitere 5er dann auf das bereits belegte Plättchen hinzugelegt werden. Neue Augenzahlen wiederum müssen auf Plättchen gelegt werden, die waagrecht oder senkrecht an bereits mit eigenen Würfeln belegte Tische angrenzen.



Bereits gelegte Würfel der Mitspieler müssen dabei nie beachtet werden. Ich kann also auf einen Tisch, auf dem zwei 6er eines Gegners liegen, durchaus drei 1er dazulegen. Wichtig ist, dass bei der Runden-Abrechnung, die erfolgt, sobald alle Spieler ihre Würfel eingesetzt haben, nur derjenige das Essenstück / die Stücke eines Plättchens bekommt, der die alleinige Mehrheit an Würfeln auf diesem Plättchen besitzt bzw. diese bei einem Gleichstand mit einer höheren Augenzahl erlangt. Gibt es einen absoluten Gleichstand, bleiben die Essenstücke auf dem Plättchen liegen und niemand erhält etwas an diesem Tisch in dieser Runde.



Nach einer Wertung sämtlicher Tische nehmen die Spieler ihre Würfel zurück und auf jeden Tisch kommt wieder ein neues Essensstück aus dem Beutel, die beiden geworfenen Würfel bestimmen auch nun wieder, an welche Stelle zusätzliche Stücke ausgelegt werden.



Gespielt wird, bis ein Spieler mindestens 40 Punkte erreicht oder aber keine Essensstücke mehr im Beutel sind, um die Tische komplett auffüllen zu können. Wer nun die meisten Punkte gesammelt hat (jedes Käsestück bringt 1 Punkt, ein vollständiges Käserad bringt 10 Punkte, jedes Pizzastück bringt 2 Punkte, eine vollständige Pizza bringt 20 Punkte, jedes Tortenstück bringt 5 Punkte, eine vollständige Torte bringt 50 Punkte), gewinnt. [ih]
 
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  PLUS:
PLUS:
kurzweiliges Area-Control-
   Würfelspiel mit simplen Regeln
gäbe es Las Vegas noch nicht,
   wäre das durchaus nett
ENDE
  MINUS:
MINUS:
es gibt Las Vegas bereits...
keine Verbesserungen gegenüber
   dem offensichtlichen Vorbild,
   ein wichtiger Kniff fehlt sogar...
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Nanu, denke ich mir beim Lesen der Regeln, das kennst du doch. Zoch hat Pech, denn ausgerechnet ein echter Fan von "Las Vegas" (> Testbericht) rezensiert diese Neuheit... Im Jahr 2012 haben wir das Zockerspiel "Las Vegas" von Rüdiger Dorn rauf und runter gespielt, und bis heute kommt es noch regelmäßig als Absacker auf unseren Spieltisch. Wenn sich ein Konzept über fünf Jahre lang nicht abnutzt, hat es wohl den Nerv der Spieler getroffen... Fünf Jahre später veröffentlicht Zoch nun also das Werk von Brett J. Gilbert und Trevor Benjamin - und offenbar mochten die beiden "Las Vegas" so wie wir, anders ist es nicht zu erklären, dass wir hier einen waschechten Klon vor uns haben, was das grundsätzliche Spielprinzip angeht. Wir würfeln, legen alle Würfel einer Augenzahl heraus und belegen damit Plättchen, um die Mehrheit zu erlangen... um dann wiederum eine Belohnung einzusacken.

Das, was "Las Vegas" dabei so simpel-elegant machte und zur echten Zocker-Atmosphäre verhalf, besitzt "Café Fatal" dummerweise nicht. Statt schillernde Casinos und Geld, um das gezockt wird, legen wir hier recht bieder wirkende Tische mit Ecken von Käse, Pizza und Torte aus. Die Plättchen geben keine Würfelzahlen vor, in der Hinsicht sind wir jetzt also flexibler, jedoch gibt es mit der Einschränkung, eigene gleiche Zahlen nur ergänzend und andere Zahlen nur angrenzend legen zu dürfen auch hier wieder gar nicht so viel Entscheidungsfreiraum, wie man vermuten könnte. Oft stürzen sich mehrere Spieler auf einen Tisch, weil dort die wertvollste Auslage liegt, dann gibt es ebenso ein Gerangel um die angrenzenden Plättchen - und meistens gibt es am Ende mehr Verlierer als Gewinner. Wenn sich dann nur ein Spieler eine andere Ecke auswählt, kann er ganz beruhigt die sicheren Belohnungen einheimsen. Zudem tritt auch bei "Café Fatal" das einzige "Las Vegas"-Manko auf, zum Ende einer Runde hin keine sinnvollen Züge mehr machen zu können, da oft klar bestimmt wird, wohin man einen Würfel legen muss, obwohl man bereits sieht, dass hier schon ein anderer Spieler die Mehrheit erlangt hat.

Das Sammeln der Torten-/Pizza- und Käsestücke mag vielleicht Kinder mehr ansprechen, da sie optisch greifbarer wirken als hohe Geldbeträge in "Las Vegas", erwachsene Spieler werden aber das Original bevorzugen. "Café Fatal" macht schließlich spielerisch nichts besser als "Las Vegas", es fühlt sich ähnlich an, verzichtet dabei aber auch noch auf zwei Kniffe, die das Original einfach besser machen: Es gibt keinen lachenden Dritten. Das war das, was "Las Vegas" gerade den Kick gab... Zwei Spieler bekämpfen sich mit gleich 5 Würfeln um einen 80.000-Dollar-Schein? Und dann kommt ein dritter Spieler hinzu, legt einen einzigen Würfel hinzu, und kassiert ab, da sich Gleichstände aufheben... Bei "Café Fatal" bleibt, im Falle eines Gleichstandes, einfach alles für die nächste Runde liegen. Der Ärgerfaktor, sich selber eine Wertung zu versauen, der bei "Las Vegas" so witzig war, fehlt im Kaffeehaus somit ebenfalls. Und es gibt auch keinen Kampf um Platzierungen. Wer die Mehrheit hat, sackt die Belohnung ein. Andere Spieler auf dem selben Plättchen bekommen nichts. Das macht einen harten Kampf gar nicht mehr so attraktiv. Auch hier machte das "Las Vegas" besser, da die Geldscheine nach einem Ranking vergeben wurden, und man so mehr taktieren konnte, wo man sich dazugesellt und wo es gar keinen Sicht macht.

Gäbe es "Las Vegas" nicht, hätte mich das Spielprinzip von "Café Fatal" vielleicht noch mehr angezogen, aber... wie lautet das schöne Sprichtwort... hätte, hätte, Fahrradkette! Das Spiel muss einfach damit leben, sich mit seinem ganz offensichtlichen Vorbild vergleichen zu lassen. Und das ist für "Café Fatal" dann tatsächlich fatal. Es ist kein schlechtes Spiel, das nicht! Wer "Las Vegas" noch nicht besitzt, wird sicher auch Spaß an "Café Fatal" finden, das möchte ich gar nicht abstreiten! Aber: Wer die Wahl hat, dem würde ich immer empfehlen, zu "Las Vegas" zu greifen... Verpassen wird man bei der Zoch-Neuheit nämlich nicht viel, was es seit 2012 eh schon (besser) gibt... Einzig Familien mit Kindern könnte ich - wie bereits gesagt - das Zoch-Spiel empfehlen (abweichende graue Wertung), da die Essensstücke hier evtl. mehr optischen Sammel-Anreiz bieten und das Spiel weniger gemeine Fallen enthält. Für alle anderen vergebe ich 5 Kultpunkte.

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
...
   André
   Karsten
   Torsten
   Ingo
   Andreas
Ende
 
...

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