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Genre: Würfel, Denken
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag:
Schmidt Spiele
Autor:
Wolfgang Warsch
Spieleranzahl:
1 bis 4
Alter:
ab 8 Jahren
Spieldauer:
20 bis 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Brikks
...

Alles Schiebung!

In bester Tetris-Manier füllen wir bei diesem Roll-and-Write-Spiel unsere Spielzettel, um möglichst viele Reihen zu komplettieren und Bonuspunkte einzuheimsen!
 

 
Jeder Spieler erhält einen Übersichtsblatt mit den Spielsteinen (jeweils vier Spalten in sechs verschiedenen Farben), einen Klarsicht-Marker sowie einen Spielzettel und einen Stift. Jeder Spieler wählt einen unterschiedlichen Start-Spielstein aus Spalte 1 und trägt ihn auf seinem Zettel ein (Umriss und anschließend Kreuze in den Umriss einzeichnen). Dabei gilt: Die Steine fallen im gesamten Spiel immer so weit nach unten, wie es möglich ist, zu Beginn also bis auf die Grundlinie, später, bis sie auf anderen Steinen zu liegen kommen. Sobald ein Stein zum liegen gekommen ist, kann er noch virtuell nach rechts oder links (innerhalb dieser Reihe) verschoben werden - maximal so weit, bis er auf ein Hindernis stößt.



Der jeweils aktive Spieler würfelt nun mit dem Farb- und dem W4-Zahlenwürfel. Gefällt ihm die erwürfelte Kombination nicht, darf er einmalig die Würfel neu werfen. Die endgültige Kombination aus Spalte und Farbe wird dann von jedem Spieler gleichzeitig mit dem Klarsicht-Chip markiert. Der so markierte Stein muss nun von jedem Spieler auf dem eigenen Spielzettel eingetragen werden. Muss oder möchte ein Spieler gänzlich auf einen Stein verzichten, so stehen ihm insgesamt 3 Bomben zur Verfügung, mit denen er jeweils einen erwürfelten Stein wegsprengen kann, um ihn nicht eintragen zu müssen.



Um etwas mehr Auswahl zu erhalten, sammeln die Spieler beim Eintragen der Steine Energiepunkte - 2 Punkte für jeden Farbkreis, der mit einem Stein der selben Farbe umrandet wird (1 Punkt zusätzlich im Einstiegerspiel für einen farblich nicht passenden Stein). Energiepunkte werden zunächst mit einem Kreis aktiviert. Der Spieler kann in seinem Spielzug beliebig viele Energiepunkte einsetzen, um den Chip-Marker innerhalb der Farbreihe von Spalte zu Spalte zu verschieben. Jeder Spaltenwechsel kostet einen Energiepunkt. Für 5 Energiepunkte darf der Chip auf einen beliebigen (!) Stein (egal, welcher Farbe) versetzt werden.



Manche Energiepunkte sind mit rosa Kreuzen versehen. Ein solches Kreuz wird dann in der Bonuspunkte-Reihe abgetragen. Bonuskreuze erhält der Spieler auch, wenn er mehrere Reihen gleichzeitig komplett mit Kreuzen füllt. Ansonsten erhält der Spieler für eine vollständig mit (10) Kreuzen gefüllte Reihe 5 Punkte, für 9 Kreuze immerhin noch 2 Punkte und für 8 Kreuze in einer Reihe 1 Punkt. Bis zu zwei Lücken dürfen also pro Reihe entstehen - ab der dritten Lücke gibt es für diese Reihe keine Punkte mehr. In den oberen Reihen werden die Punkte verdoppelt und in der letzten Reihe gar vervierfacht!



Gespielt wird, bis kein Spieler mehr einen möglichen Stein eintragen kann. Sobald das bei einem Spieler eintrifft bzw. er auch schon seine drei Bomben verbraucht hat und dann erneut keinen Stein eintragen kann, errechnet er seine Gesamtpunkte: Punkte gibt es für die einzelnen Reihen, für die Bonuspunkteleiste, noch übrige Bomben sowie je zwei nicht verwendete, aber aktivierte Energiepunkte. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

In der Anleitung gibt es zudem eine 2-Spieler-Duell- und eine Solospielvariante.  [ih]
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 ERKLÄRVIDEO
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
sehr gelungene Tetris-Umsetzung,
   auch ideal als Solospiel
ansprechende Computerspiel-
   Pixel-Grafik
ENDE
  MINUS:
MINUS:
zum Ende hin entscheidet oft das Glück
keine verschiedenen Spielzettel
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Als Kind der 80er Jahre bin ich - wie so viele - mit dem Kultvideospiel "Tetris" groß geworden. Und noch Jahre später tönt mir das typische Hintergrundgedudel ... okay, sagen wir es netter ... der Soundtrack, in meinen Ohren. Ja, ich bin definitiv Tetris-geschädigt ;) Das Spiel übte damals eine unglaubliche Suchtwirkung auf mich aus. Zwischendurch bin ich dem Spiel dann immer wieder einmal begegnet, sei es als Onlinespiel oder unlängst als App auf dem Smart-TV. Ja, ich gebe es zu, ich bin noch heute dieser Sucht verfallen, die Spielsteine so zu sortieren, dass mein Highscore neue Rekordwerte erreicht ... Und auch im Brettspiel-Universum gab es schon zahlreiche Adaptionen des Grundprinzips - meistens mit Abwandlungen und somit ohne die Original-Lizenz, aber wer die typischen Tetris-Steine sieht, weiß natürlich sofort, worum es geht.

Nun hat sich diesem Klassiker auch einer der neuen Sterne der Spieleautorenszene, nämlich Wolfgang Warsch, angenommen. Wir erinnern uns: Wolfgang Warsch gewann mit seinen "Quacksalbern von Quedlinburg" den Titel des Kennerspiel des Jahres 2018, war mit "The Mind" zum Spiel und mit "Ganz schön clever" ebenso zum Kennerspiel des Jahres 2018 nominiert. Das zu schaffen, ist schon mal eine echte Bewunderung wert. "Ganz schön clever" erschien im Frühjahr 2018 ebenfalls bei Schmidt Spiele und setzte den derzeitigen Roll-and-Write-Trend (würfeln und irgendetwas auf dem eigenen Spielzettel eintragen) fort - und das auf eine sehr geniale Art und Weise (> Testbericht). Entsprechend hoch waren dann auch die Erwartungen an den inoffiziellen Nachfolger "Brikks". Nein, von einem Nachfolger darf man hier eigentlich nicht sprechen, denn ein echter "Ganz schön clever"-Nachfolger soll - so munkelt man - erst im Jahr 2019 erscheinen. Dennoch: Roll-and-Write, Wolfang Warsch, kann da viel schief gehen? Nein, da kann nicht viel schief gehen!

Doch zunächst einmal muss man feststellen: Jeder, der "Brikks" spielt, wird unweigerlich an "Tetris" denken. So ist "Brikks" im Grunde auch gar kein echtes Würfelspiel. Vielmehr liefern die beiden Würfel lediglich die Vorgabe, welchen virtuellen Spielstein man auf seinem Spielzettel einbauen soll. Zur Übersicht wird einfach die Rückseite eines weiteren Spielzettels verwendet, der jeweils "aktive" Stein wird mit einem kleinen Klarsicht-Chip visualisiert. Vorsicht, diese Chips gehen schnell mal verloren, aber notfalls tut es natürlich auch jeder beliebiger andere Marker.

Das Besondere an "Brikks" sind nun zwei weitere Spielebenen. Zum einen belohnt das Spiel das Überdecken eines Farbkreises mit einem Stein. Heißt: Zeichne ich die Form des gerade gewürfelten Spielsteins auf meinen Zettel und umschließe damit einen der vorgegebenen Farbpunkte, so erhalte ich - wenn Farbe des Steins und des Punktes übereinstimmen - zwei "Energiepunkte" (warum auch immer die so heißen...). Hier haben wir uns übrigens angewöhnt, stets in Level 1 zu spielen. Dann nämlich bekommt man auch noch jedes Mal einen Energiepunkt, wenn man einen Farbpunkt mit einer falschen Steinfarbe umschließt. Zwar empfiehlt die Anleitung, zunehmend den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, in dem man dann bis hin zu Level 4 sogar wieder Energiepunkte verliert, wenn die Farben sich nicht gleichen - aber das würde ich so nicht unterschreiben. Genau genommen erhöht man dadurch nur den Glücksfaktor, was eigentlich eher kontraproduktiv ist. Mir gefällt "Brikks" in Level 1 am besten. Die Energiepunkte sind das Salz in der Suppe, denn nur mit ihnen kann ich gewürfelte Steine innerhalb ihrer Farbreihe "drehen", indem ich den Chip von Spalte zu Spalte verschiebe. Mit fünf Energiepunkten habe ich sogar die freie Auswahl. Halten wir fest: Energiepunkte sind sehr, sehr wichtig!

Und manche Energiepunkte bringen dann auch das zweite Zusatzelement ins Spiel: Die Bonusleiste. Ein Bonuskreuz erhalte ich, wenn ich der Reihe nach bestimmte Energiekreise aktiviere - aber solche Bonuskreuze kann ich auch erspielen, wenn ich etwas Mut zum Risiko weweise und meine Steine so geschickt einzeichne, dass ich im Idealfall mit nur einem Stein eine frei gelassene Lücke schließe und dann bis zu vier Reihen auf einmal abschließe. Das gelingt mir natürlich - wie Tetris-Fans wissen - nur mit dem senkrechten 4er-Stein (in "Brikks" gehört dieser zur schwarzen Gruppe). Hier zeigt sich dann aber auch die Kehrseite der Würfelmedaille: Während im Computerspiel bestimmte Steine, auf die ich warte, in regelmäßigen Abständen von alleine auf dem Screen auftauchen, ich sehe, welcher Stein als nächster kommt, und ich jeden Stein beliebig drehen kann, so ist das bei "Brikks" schon alles etwas zufälliger. Setze ich voll und ganz auf einen bestimmten Stein, den jemand erwürfeln muss, kann man sich fast sicher sein, dass alles gewürfelt wird - nur nicht dieser Stein. Das kann also ordentlich nach hinten losgehen und man kann dann teilweise nur noch Schadensbegrenzung betreiben.

Trotzdem zeigt sich, dass Tetris-Spieler einen Vorteil gegenüber Spielern haben, die nie mit diesem Videospiel in Kontakt gekommen sind. So manche Taktik - insbesondere das "Herunterfallenlassen" und "nachträgliche Verschieben" von Steinen in vorhandene Lücken fällt nicht jedem Spieler gleich leicht. Da muss erst einmal das Grundprinzip verstanden worden sein, dass man eine Lücke mit einem Stein, der drei Felder breit ist, auch nur dann füllen kann, wenn er von oben in seiner vollen Breite ungehindert bis zur gewünschten Zielreihe "durchfallen" kann, um ihn danach virtuell auf dieser Linie nach rechts oder links weiterschieben zu können. Am besten erklärt man diese Regel Neulingen am Videospiel oder mit einem ausgeschnittenen Spielstein, denn "Brikks" ist schließlich völlig abstrakt - man hat keine Spielsteine in der Hand oder auf dem Bildschirm - das passiert hier alles, bis der Umriss dann letztlich auf dem Blatt eingetragen wird, erst einmal nur in den Köpfen der Spieler und da ist nicht jeder gleich gut, was das räumliche Vorstellungsvermögen angeht. Tipp: Wer hier Schwierigkeiten hat, sollte erst einmal nur einen Bleistift verwenden oder - wenn möglich - das Spielblatt einlaminieren und mit einem Non-Permanent-Stift beschriften.

"Brikks" ist glücksabhängiger als das Videospiel-Original, aber durch die verschiedenen Möglichkeiten, das Spiel in seine Bahnen zu lenken, hat man meistens doch immer eine Option, etwas Vernünftiges zu tun. Nur zum Ende hin kann es zunehmend passieren, dass man stärker von den Würfeln abhängig wird, da man dann einfach keinen Platz mehr auf seinem Spielzettel frei hat, und somit dann oft nur noch bestimmte Steine eintragen kann. So kommen die "Bomben", mit denen ich Steine wegssprengen kann, gerade zum Schluss des Spiels zunehmend zum Einsatz. Sie schon zu Beginn einer Partie einzusetzen, wäre ziemlich töricht, da gerade die oberen Spielreihen auch zunehmend mehr Punkte einbringen können.

"Brikks" ist in gut 20 Minuten gespielt - egal, wie viele Spieler teilnehmen, denn es spielen ja immer alle gleichzeitig. Spiele ich zu zweit, bin ich öfter aktiver Spieler und habe so entsprechend öfters die Chance, Würfel neu zu werfen. Trotzdem läuft das Spiel auch mit 3 oder 4 Spielern flüssig, solange niemand endlos lang grübelt ...

Wer solche "Puzzle"-Spiele wie eben "Tetris" nicht mag, wird auch "Brikks" weniger etwas abgewinnen können. In der Hinsicht öffnete sich "Ganz schön clever" einem breiteren Spielerpublikum. Ich - als bekennender Tetris-Fan der ersten Stunde - finde "Brikks" jedoch super! Die Highscore-Jagd macht auch in ihrer Roll-and-Write-Form süchtig, wenn man dieses Spielkonzept mag. Die vorhandene Glücksabhängigkeit sehe ich nicht als Manko, sondern als Herausforderung, stets das Beste aus dem Gegebenen zu machen. Und das ist schließlich für alle Spieler gleich! Was ich mir noch wünschen würde, wären alternative Spielzettel mit anderer Farbpunktverteilung, um hier auf Dauer noch mehr Abwechslung zu generieren. Aber wo wir gerade schon bei Punkten sind: Insgesamt vergebe ich dann auch sehr gute 8 Kultpunkte an dieses Spiel, nicht ohne den Hinweis, dass man zumindest "Tetris"- oder allgemein "Puzzlespiel"-affin sein sollte, um den gleichen Spaß zu empfinden, den ich an "Brikks" habe! Von meiner Seite aus eine klare Empfehlung an die zuvor beschriebene Zielgruppe!

Beachtet auch unser > Video zum Spiel!
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND 
...
   Andreas
   Ingo
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   Birgit
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   Lutz
Ende
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