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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie, Familie
Erscheinungsjahr: 2004
Verlag: Heidelberger Spieleverlag
Autor: Bruno Cathala und Bruno Faidutti
Spieleranzahl: 3 bis 5
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik

leer
     
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Boomtown  
...
Im Goldrausch
Das ist das erste Spiel, das ich allein wegen des Preises und der Autoren gekauft habe (und das, obwohl es eigentlich nicht in mein Beuteschema passt)...
...

...
     

... Aber der Preis waren unschlagbare 4,95 Euro (Sonderangebot) und die Autoren waren die beiden Brunos, nämlich Cathala und Faidutti, die so illustre Titel wie "Schatten über Camelot", "Ohne Furcht und Adel", "Kleopatra und die Baumeister" oder "Mission Red Planet" in ihrem Œuvre haben, welche ich entweder mag oder doch sehr interessant finde. Allerdings war das Spiel auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres 2005, wo man sich ja in meinen Augen inzwischen bemüht, die belanglosesten Spiele eines Jahres auszuzeichnen und so zu Topsellern zu machen, solange sie nur Holzklötzchen in der Packung haben. Hätte mir das eine Warnung sein sollen? Man wird sehen...

Darum gehts:
Der Goldrausch ist ausgebrochen im Wilden Westen, und die drei bis fünf Spieler versuchen ­ vornehmlich ­ mit Goldminen den größten Reibach zu machen. Voraussetzung dafür ist natürlich, zunächst einmal an aussichtsreiche Minen zu kommen, doch dafür gibt es jede Runde Auktionen. Die Spieler müssen also versuchen, für möglichst wenig Geld an möglichst ertragreiche Minen zu kommen ­ und ab und zu ihren Mitspielern das Leben schwer zu machen..

So funktionierts:
Das Spiel besteht im Wesentlichen aus einem Haufen Karten, einigen Chips und ein paar Holzklötzchen. Die Karten stellen vor allem Minen aus verschiedenen Westernstädten (je Stadt in einer anderen Farbe) dar. Weiter gibt es noch Ereigniskarten sowie Karten für eine Bar, Bardamen und den Gouverneur.

Zu Beginn des Spieles bekommt jeder Spieler Chips im Wert von 5 Dollar. Dann werden die Karten gemischt (nun ja, man versucht sie zu mischen, da das aufgrund der Oberflächenbeschichtung nämlich ein echtes Martyrium ist) und eine Anzahl davon, die der Anzahl der Mitspieler entspricht, wird aufgedeckt, wobei Ereigniskarten in der ersten Runde wieder in den Stapel gemischt [seufz] werden, so dass nur Minen ausliegen.

Nun wird reihum geboten, das heißt, ein Spieler bietet einen bestimmten Dollarbetrag auf den ersten Zugriff, der nächste erhöht das Gebot oder passt und scheidet damit aus der Auktion aus. Haben alle Spieler bis auf einen gepasst, so erhält dieser Spieler den ersten Zugriff auf die angebotenen Minen (bzw. ab der zweiten Runde gegebenenfalls auch Ereigniskarten) und kann sich eine davon aussuchen. Die übrigen Spieler haben dann der Reihe nach Zugriff auf die übrigen Karten, beginnend mit dem Spieler links vom Auktionsgewinner. Die Minen werden dann jeweils vor den entsprechenden Spielern ausgelegt. Sein Gebot zahlt nun der Auktionsgewinner an den Spieler rechts neben ihm, der sich davon die Hälfte nimmt und den Rest wiederum an seinen rechten Nachbarn weitergibt, welcher sich seinerseits die Hälfte des Restes nimmt, das, was übrig bleibt, nach rechts weitergibt und so weiter. Ist noch etwas von dem Geld vorhanden, wenn es wieder zum Gewinner der Auktion zurückkommt, wird dieser Rest an die Bank gegeben.

Die Minenkarten zeigen jeweils den Namen der Stadt, in der sich die Mine befindet (bzw. ihre Farbe), die Zahl, bei deren Wurf sie produziert (links oben) sowie ihren Produktionswert an Goldnuggets (rechts oben).

Mit dem Produktionswert und dem Produktionswurf hat es folgendes auf sich: Nach jeder Runde wird mit zwei sechsseitigen Würfeln gewürfelt, ob die Minen Ertrag bringen. Entspricht die gewürfelte Summe der Zahl des Produktionswurfes der Mine, erhält der Spieler, dem diese Mine gehört, einen Dollar von der Bank für jedes Goldnugget, welches auf der Karte abgedruckt ist. Aber Obacht! Es gibt auch einsturzgefährdete Minen. Wird ein Einser­ oder Sechserpasch gewürfelt, bricht die Mine zusammen und muss abgeworfen werden.

Nach der Ertragsermittlung werden wiederum drei, vier oder fünf Karten (je nach Spielerzahl) aufgedeckt und das Ganze geht von vorne los.

Der erste Spieler, der zwei Minen in einer Stadt bzw. Farbe hat, wird der Bürgermeister der Stadt und erhält die Bürgermeisterfigur (mit Hut) der entsprechenden Farbe. Fürderhin muss jeder Spieler, der eine Mine dieser Farbe erwerben will, an den Bürgermeister eine Gebühr in Höhe der Anzahl der Minen in dieser Stadt/Farbe, die der Bürgermeister selbst besitzt, in Dollar zahlen. Hat der Bürgermeister es mittels der Gouverneur­Karte vielleicht sogar zum Gouverneur gebracht, so beträgt die Gebühr sogar das Doppelte. Allerdings kann man das Bürgermeisteramt auch wieder verlieren: Wenn nämlich ein Mitspieler plötzlich mehr Minen hat als man selbst, wird dieser Bürgermeister (und weil sich dieses Mehrheitsprinzip bei der politischen Ämtervergabe im Wilden Westen bewährte, hat die Rest­USA das direkt übernommen, und ­ da es im Rest der Staaten so wenig Goldminen hat ­ das Mehrheitswahlrecht eingeführt...).

Eine weitere Möglichkeit, sich seinen Dollarsegen bei den Mitspielern zu holen, ist die Bar. Bekommt man bei der Auktion eine Bar-Karte, kann man eine Bar in einer Stadt bauen, die noch keine hat, indem man einfach ein kleines Holzklötzchen der entsprechenden Farbe auf die Karte legt. Wirft jetzt eine Mine dieser Farbe Ertrag ab, bekommt der Barkeeper vom Eigentümer zwei Dollar, weil der Ertrag natürlich direkt in Flüssiges umgesetzt wird. Ist die Bar noch durch Bardamen aufgewertet, sind es sogar 4 Dollar. Dabei ist es egal, ob die Mine vielleicht tatsächlich weniger Ertrag gebracht hat, denn wer denkt schon an Bilanzen, wenn es um Alkohol und leichte Mädchen geht.

Überhaupt die Ereigniskarten: Manchmal kann man bei einer Auktion Karten ergattern, die einem zwar kein dauerndes Einkommen sichern, jedoch kurzfristige Einnahmen (z.B. der Postkutschenüberfall) oder Vorteile (etwa das Telegramm) bringen. Oder man kann seinen Mitspielern Nachteile bescheren (z.B. indem man mit Dynamit eine ihrer Minen oder ihre Bar sprengt). Am schönsten ist jedoch die Enteignung, bei der beides kombiniert wird und man einem Mitspieler einfach eine Mine wegnehmen und sich einverleiben kann. [dr]

 
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
einfaches, schnell zu erlernendes und
   durchaus ansprechendes Spielprinzip
theoretisch alternative Wege das Spiel
   zu gewinnen (z.B. durch die Bar)

ENDE
  MINUS:
MINUS:
leider nur theoretisch alternative Wege
   das Spiel zu gewinnen
zumindest bei fünf Spielern kann ein Spieler leicht relativ früh ins Hintertreffen
   geraten
als Hauptgang zu wenig Fleisch auf den
   Rippen, als Absacker dann doch zu
   unlustig
Karten haben eine Beschichtung, welche
   Mischen und Austeilen schwierig macht
  
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Dirk: Naja, "Boomtown" ist schon okay, mehr aber auch nicht. Das Artwork ist ganz hübsch und auch der Spielmechanismus mit dem "Geld zur einen Seite und Rangfolge bei der Auswahl zur anderen Seite" las sich erst einmal interessant, aber irgendwie verfing das Spiel nicht wirklich.

Es ist zwar wirklich kurz, allerdings fehlt mir für ein Zwischendurch­Spiel der Aspekt der spaßigen Interaktion und der Überraschung, wie es sie z.B. bei King of Tokyo gibt. Die paar Ereigniskarten geben das nicht wirklich her, zumal jeder sieht, wer diese bekommen hat und man sie auch sofort ausspielen muss.

Für ein abendfüllendes Spiel steckt dagegen einfach zu wenig drin. Theoretisch gibt es zwar mehrere Wege zum Sieg, allerdings hat sich in der Praxis herausgestellt, dass es immer darauf ankommt, möglichst früh in einer Stadt Bürgermeister zu werden und dann selbst alle Minen dieser Farbe zu sammeln, um bei jedem Würfelwurf Ertrag zu generieren, was nach einiger Zeit auch kein Problem ist, da man durch die laufenden Einnahmen immer eine Auktion gewinnen kann, wenn man denn möchte (oder aber den Gegner dazu zwingen kann, enorm viel für eine Mine auszugeben, die er eigentlich nicht gebrauchen kann). Theoretische Stolpersteine, wie eine Bar in der von einem selbst gesammelten Farbe, kann man relativ zügig mit Dynamit beseitigen, was auch zeigt, dass diese nicht wirklich als Weg zum Sieg geeignet ist (bei Minensammlern beseitigt Dynamit nur eine Mine, bei Barbetreibern die komplette Einkunftsquelle). Hier bietet z.B. "Kleopatra und die Baumeister" vom gleichen Designerduo, welches auch eine Auktionsmechanik enthält, allerdings eben wirklich nur als kleiner Teil des Spiels, erheblich mehr.

Mit fünf Spielern sollte man das Spiel im Übrigen gar nicht spielen, da sich hier das Problem, dass ein Spieler sich irgendwann erlauben kann, einfach alle Auktionen zu gewinnen, dahingehend auswirkt, dass ein anderer Spieler von dem Auktionspreis durch die ständige Halbierung nur recht wenig abkriegt, während er andererseits auch nicht mehr wirklich gute Auswahl bei den auktionierten Karten hat.

Ein kleines technisches Problem sind, wie oben schon angesprochen, die Karten. Deren glattes, mattes Finish sieht zwar enorm edel aus, allerdings lassen sie sich dadurch kaum mischen und austeilen, da sie ständig aneinander hängen bleiben.

Insgesamt also kein wirklich schlechtes Spiel (zumindest bei drei Spielern), da gibt es weit schlimmere. Immerhin ist das Goldrausch- Thema ganz witzig umgesetzt. Es leidet allerdings darunter, dass man bei allen Gelegenheiten, in denen man es gut spielen könnte, eher ein anderes Spiel hervorholen wird, welches entweder spaßiger oder aber komplexer ist. Auf der anderen Seite kann man sich bei derzeit ca. 10 Euro auch nicht wirklich beklagen.

...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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