www.spielkult.de  

Kontakt    Impressum

Suche

 
   START | SPIELETESTS | VIDEOS | EXTRAS | LINKS | TREFF
    Themen          A bis Z          Neuheiten          Verlage          History  
 
 
Zurück zur Übersicht

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKartenWürfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2018
Verlag: Games Workshop
Autor:
James M. Hewitt
Spieleranzahl:
2
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 bis 60
Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
 
Anzeige  
 
 
 
 

 

 
Blitz Bowl
...

Mensch vs. Ork, das alte - neue - Spiel!
Wer "Blood Bowl" kennt, weiß, wovon wir hier reden, denn normal American Football kann ja jeder spielen... "Blitz Bowl" ist eine runderneuerte, vereinfachte Fassung des Kultspiels und soll nun auch gezielt Familien ansprechen.
 
 
Zunächst einmal aber der direkte Hinweis: "Blitz Bowl" ist nicht gleich "Blood Bowl". Auch wenn die Mannschaften den gleichen Start-Rassen angehören und beide auf Angriff angelegt wurden, sind es doch zwei unterschiedliche Spiele. Um das Spiel vorzubereiten, müssen erst einmal die Spielfiguren, die Marker und die Bälle aus dem Gussbogen ausgelöst werden, am besten mit einem Cutter-Messer. Von den Mannschaftskarten werden nur die genutzt, deren Figuren aktuell beiliegen. Die anderen Karten sind eher wohl als Werbung zum weiteren Kauf zusätzlicher Mannschaften gedacht.



Jedes Team erhält in seiner Farbe alle Figuren, die Marker und die Würfel und selbstverständlich die Team-Karten. Der Spielplan gehört zwischen die Spieler. Jeder Spieler nimmt sich eine Ersatzbank. Hier werden die verletzten Spieler zwischengeparkt… Die Wurfleiste, an der die Würfe gemessen werden können, bleibt gut erreichbar am Rand liegen.



Jedem Spieler ist eine Grundlinie zugewandt. Wir spielen Football in einer Fantasy-Geschichte, die das Regelwerk durchaus auch gut umrahmt. Das doppelseitig bedruckte Spielfeld kann frei gewählt werden. Beide weisen kleinere Unterschiede auf. Es wird empfohlen, zunächst mit den Übungskarten die jeweiligen Aktionen einzeln zu trainieren. Die Herausforderungskarten werden dann noch gemischt und als offener Stapel bereitgelegt. Drei gezogene Karten davon bilden die offene Auslage.



Beide Spieler platzieren ihre sechs Spieler auf ihrer Grundlinie. Ziel ist es, so viele Punkte wie möglich zu erreichen. Punkte erreicht man, indem man entweder einen Touchdown erzielt oder die Punkte über die Erfüllung von Herausforderungskarten zusammensammelt. Ist ein Spieler an der Reihe, darf er genau drei Aktionen ausführen, bevor der andere Spieler mit seinen drei Aktionen folgt. Dabei dürfen sich Aktionen doppeln.

Folgende Aktionen sind möglich:
- Decken (kann nur von einem freien Spieler ausgeführt werden): Endet die Bewegung einer Figur im geschützten Bereich einer fremden Figur, kann diese gedeckt werden. Dabei darf die eigene Figur bis zu zwei Schritte tun.

- Rennen (kann nur von einem freien Spieler ausgeführt werden): Dafür nutzen die Spieler ihre Bewegungswerte der Karten für die entsprechenden Figuren. Gelaufen werden kann in alle Richtungen. Es darf nicht in geschützte Bereiche (zu Spielfiguren direkt benachbarte Felder) oder über Statuen gelaufen werden.



- Werfen (kann nur von einem freien Spieler ausgeführt werden): Hierbei ist es das Ziel, den Ball über eine mehr oder weniger große Distanz zu werfen. Dazu wird zunächst die Wurfzahl der Karte begutachtet. Sie gilt als Reichweite des Wurfes. Die Wurfschablone wird dann so angelegt, dass sie ein mögliches Zielfeld erreicht. Das kann auch ein von einer eigenen Spielfigur besetztes Feld sein. In diesem Fall wird der Ball in dem Wurf direkt "übergeben". Kann der Ball nicht übergeben werden, muss ein Wurf-Test ausgeführt werden. Dazu wird gewürfelt, ob der Wurf erfolgreich ist. Im Falle eines Misslingens hüpft der Ball mittels der "Hüpf-Tabelle" um ein Feld weiter.

- Blockieren (können gedeckte Spieler nutzen): Steht eine fremde Figur im eigenen geschützten Bereich, kann diese geblockt werden. Dazu wird der Würfel geworfen und die dort angezeigte Aktion ausgeführt (Daneben, Tackle, Schubsen, Schmettern, Rumms). Bei einigen dieser Aktionen wird die gegnerische Figur umgeworfen, oder  sie muss auf die Ersatzbank. Geblockt werden kann auch von mehreren Teamkameraden gleichzeitig, als Unterstützung sozusagen.



- Ausweichen (können gedeckte Spieler nutzen): Hierbei darf die gedeckte Figur einen Schritt zur Seite treten, um sich aus dem Gefahrenbereich zu bewegen.

Statt einer aktiven Aktion kann auch eine liegende Figur wieder aufgestellt werden oder eine Figur aus der Reserve geholt werden.



Schafft es ein Spieler, während seiner drei Züge eine oder mehrere Herausforderungskarten zu erfüllen, erhält der Spieler die angegeben Menge an Siegpunkten und darf die Bonusaktion zum angegebenen Zeitpunkt nutzen. Eine andere Möglichkeit, Punkte zu erzielen, ist es, Touchdowns zu erreichen. Dabei erreicht ein eigener Spieler mit dem Ball die gegnerische Grundlinie.

Sobald einer der beiden Kontrahenten 10 Siegpunkte Vorsprung besitzt, gewinnt er. Alternativ gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten, wenn keine Herausforderungskarten mehr übrig sind. [go]
 
Links
 Folgen Sie SPIELKULT.de:
   Facebook   Twitter
     
    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
vereinfachte Version des Kultspiels
   "Blood Bowl"
macht optisch etwas her
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Angriffselement bei einem Familienspiel
   nicht überall gleich beliebt
scharfkantiges Gussmaterial
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Spielspaß
 
 
     
Gabi: "Wahnwitziger Ballsport"?! - Mehr Wahn als Witz, möchte ich sagen. Aber genau das, was letztlich das Spiel von vielen anderen unterscheidet, ist der massive Angriffscharakter, der (ganz im Stil von Ameritrash-Spielen) mit dem starken Glückselement der Würfel verknüpft ist. Bei uns sind Angriffssportarten wie Football noch nicht so weit verbreitet. Unser Fussball wirkt fast schon artig gegenüber der wesentlich härter wirkenden amerikanischen Sportart. Die Zielgruppe für ein solches Spiel ist daher erst einmal kleiner, aber in der Brettspielwelt dennoch schnell zu finden.

Nein, ganz neu ist die Idee nicht. Das bekannte "Blood Bowl" hat schon lange seine Fan-Gemeinde. Auch hier erscheint eine defensive Spielweise als eher kontraindiziert. Ein Vergleich zwischen beiden Spielen gelingt mir nur theoretisch. "Blitz Bowl" stellt sich für mich als eher vereinfachte Variante dar, mit einigen klaren Regelübernahmen.

"Blitz Bowl" ist als Fantasy-Duellspiel klar zu erkennen. Die Gussrahmen, aus denen die sehr scharfkantigen Figuren-Teile und Marker mittels Cutter herausgelöst werden müssen, sind aus einem eher harten Kunststoff gefertigt, was eine hohe Detailgenauigkeit ermöglicht. Aber durch die die weniger gut steckbaren Einzelteile, die zur Haltbarkeit geklebt werden müssen, wirkt das Plastik-Material recht schlicht. Eine Bemalung ist gut möglich (und wegen der Unterscheidung auch wirklich zu empfehlen - leider fehlte mir für diese Rezension die Zeit dazu). So entstehen also Figuren für genau zwei Mannschaften (Spieler). Weitere Figuren können einzeln hinzugekauft werden - die Karten der Rassen liegen bereits bei, was zunächst wie eine PR-Aktion erscheint, allerdings auch das übergangsweise Spiel mit weiteren Mannschaften ermöglicht.

Auch die beiliegenden Einstiegskarten sind gut durchdacht und ermöglichen gerade ungeübten Footballspielern einen guten Einstieg, der zunächst über die wichtigsten Spielzüge informiert - "Learning by doing" sozusagen. Das kommt in allen Erstrunden wirklich gut an. Stärker gespalten sind die Meinungen über den Spielverlauf. Direkter Angriff mit extremen Würfelglück? Das nimmt erprobten Eurogame-Strategiespielern immer wieder gern den Spielspaß. Okay, da ist sie wieder, die Frage nach der Zielgruppe. Ganz im amerikanischen Stil muss man einfach akzeptieren, dass ein Sieg eben doch oft auch vom Würfelglück abhängig ist. Wiederum ist die Spieldauer auf eine deutlich jugendfreundlichere Länge reduziert, die Altersangabe von "ab 14" bei "Blood Bowl" hier auf "ab 8" gesenkt worden. Ein Spiel für Familien gar? Vielleicht eher für Jugendliche und "Blood Bowl"-Fans mit weniger Zeit.
 
Das Regelwerk ist gut durchdacht und optisch ansprechend. Die Anleitung ist verständlich geschrieben und fast schon zu lang für die eigentlich recht einfachen Regeln. Die Nutzung der Bonuskarten kann dabei den Spielverlauf noch etwas intensivieren. Ohne diese Karten kann das Spiel allerdings - für erfahrenere Spieler - auch recht schnell zu Ende sein, vor allem bei schlechter Würfelei. Was auf der einen Seite den Spielverlauf zügig vorwärts treibt, kann auf der anderen Seite für das Gefühl sorgen, dass einen das Spiel auch mal ausknocked. Hass und Liebe liegen hier nah aneinander. Das Tüfteln um die besten Züge macht Spaß, reizt zur nächsten Runde - es lässt, dank des gelungenen Settings, auch echte Football-Gefühle zu (Ich sage nur "Brich die Knochen!"). Der direkte Angriff auf gegnerische Spieler gefällt. Einzig, wenn Angriffe dank der lieben Würfel nur begrenzt gelingen und man nahezu aussichtslos dem Gegner gegenübersteht, kann das echt Nerven und Erfolgsgefühle kosten. Dann wirken die anfangs doch ausreichenden Möglichkeiten den Profis manchmal zu begrenzt.

Fazit: "Blitz Bowl" ist ein direktes Angriffsspiel für zwei Spieler, das durch starke Zugplanung und dominierende Würfel geprägt ist. Während Eurogamer verhaltener auf das Spiel reagieren, aber dennoch Spaß haben (7 Punkte), sind Fans erneut begeistert (sehr gute 8 Kultpunkte), einige sprechen sogar von einem besseren "Blood Bowl". Jeder sollte hier wissen, dass bei diesem Spiel das Glück auch mal die beste Strategie zu vernichten vermag. Wer das ertragen kann, sollte "Blitz Bowl" unbedingt einmal anschauen und sich im direkten Duell mit Gegner und Glück durch das Spiel kämpfen - positiv wörtlich genommen ;)
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 

Eine Bitte in eigener Sache

Seit 2007 berichtet SPIELKULT.de nun schon aus der Welt der Brettspiele.
Was viele von euch nicht wissen:
Bei SPIELKULT.de handelt es sich nachwievor um ein Projekt, an dem alle Rezensenten ehrenamtlich, ohne Bezahlung, arbeiten!
Natürlich verursacht ein solches Projekt trotzdem Kosten, welche wir
mithilfe von Werbeanzeigen versuchen, ein wenig aufzufangen.
 
Um euch jedoch weiterhin dauerhaft ein tägliches Angebot bieten zu können,
sind wir künftig auf weitere Unterstützungen angewiesen.
 
Da wir SPIELKULT.de für unsere Leser auch in der Zukunft komplett kostenfrei anbieten werden, könnt ihr uns - wenn euch unsere Seite gefällt - gern einen freiwilligen Support zukommen lassen.  Wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Arbeit dann einfach mit einem beliebigen Geldbetrag über eine PayPal-Spende honorieren würdet - jeder Euro zählt. So kann jeder selbst entscheiden,
ob und was ihm unser Onlinemagazin wert ist.
 
Natürlich handelt es sich bei jeder Spende um eine einmalige Zahlung
ohne jegliche weitere Verpflichtungen!
 
Schon jetzt danken wir euch herzlich im Voraus!
Eure SPIELKULT.de-Crew

 

   > So testen wir
       
    Alle Spiele
von A bis Z:

 
Auswahl
# A B C
D E F G
H I J K
L M N O
P Q R S
T U V W
X Y Z #
 

 

 

 

 

 
Anzeige

 
 

 

         
     
(C) SPIELKULT.de ^^^       Impressum       Datenschutz