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Spiel-Fakten:

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Genre: Denken
Erscheinungsjahr:
2018 (Original: 1995)
Verlag: franjos
Autor: Eric Salomon
Grafik: Klemens Franz

Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 9 Jahren
Spieldauer:
ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   

 

 
Billabong
...
Bloß nicht den Anschluss verlieren!
Als Trainer eines Känguru-Teams sehen wir zu, dass unsere fünfköpfige Mannschaft als erste den Billabong - einen kleinen See in Australien - umrundet. Da ist uns natürlich beim Wandern und Springen auch die manchmal ungewollte Hilfe der Mitspieler oder des Schiedsrichters ein willkommenes Mittel, um möglichst schnell ans Ziel zu gelangen.
 
 
Die Spieler stellen nacheinander reihum jeweils eines ihrer fünf Kängurus auf ein beliebiges Feld im ersten Quadranten des Spielplans (das ist das Viertel vor der Startlinie) - so lange, bis alle Spieler alle fünf eigenen Kängurus eingesetzt haben.



Ziel des Spiels ist es, die Startlinie zu überqueren, dann einmal den kleinen See (den Billabong) zu umrunden und schließlich wieder die Linie, die nun eine Ziellinie ist, zu überqueren. Das schwarze Schiedsrichter-Känguru wartet derweil im Billabong auf seinen Einsatz.



Wer am Zug ist, muss eines seiner Kängurus bewegen. Dabei gibt es zwei Optionen:
- Das Känguru wandert (Beispiel oben: graue Linien), d.h. der Spieler zieht es in einer beliebigen Richtung auf ein direkt angrenzendes freies (!) Feld (waagrecht, senkrecht, diagonal).
- Das Känguru springt (Beispiel oben: schwarze Linien), indem es genau ein (!) anderes Känguru (egal, welcher Farbe) überspringt; dies ist nur in einer geraden Linie (waagrecht, senkrecht, diagonal) möglich, ein Abknicken ist nicht erlaubt. Wichtig: Der Abstand zum Känguru, das übersprungen wird, gibt die Sprungweite vor. Steht es beispielsweise zwei Felder entfernt, so landet das Känguru auch zwei Felder hinter dem übersprungenen Känguru. Das Zielfeld muss zwingend frei sein und es darf sich kein weiteres Känguru dazwischen befinden! Der Billabong darf nie direkt übersprungen werden, einzig entlang der Ecken ist ein diagonaler Sprung erlaubt.



Wenn ein Känguru loshüft, wird das Schiedsrichter-Känguru auf das Feld gestellt, von dem das springende Känguru startet.



Ein Känguru kann in einem Spielzug dann auch direkt eine ganze Sprungserie ausführen. Das bedeutet: Es macht mehrere Sprünge (wie zuvor beschrieben) direkt hintereinander. Dabei darf es nach jedem Sprung auch die Richtung wechseln und so eine ganze Kette an Bewegungen ausführen, wenn die anderen Kängurus dafür geschickt zum Überspringen genutzt werden. Das Schiedsrichter-Känguru darf beim Springen ebenfalls mit einbezogen werden.



Wer als Erster sein fünftes Känguru um den See wandern und springen gelassen hat, und somit alle fünf eigenen Kängurus die Ziellinie überquert haben und nun im Fanblock ihrer Farbe warten, ist der Sieger.



Wer eine optische Abwechslung haben möchte, kann den Spielplan auch auf die Nacht-Seite drehen. Dann verläuft das Wettrennen rund um eine Feuerstelle. [ih]
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
abstraktes Spiel mit simplen Regeln
taktischer Ablauf
je mehr Spieler am Start sind, umso
   turbulenter verläuft das Spiel
ENDE
  MINUS:
MINUS:
einmal abgehängt, kann man nur
   schwer noch einmal aufholen
lädt mitunter zum Grübeln ein
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Seit 1995 springen die Kängurus nun schon um den Billabong, in immer neuen Editionen dieses eigentlich abstrakten Spiels. Die vorliegende franjos-Version aus dem Jahr 2018 wurde von Klemens Franz optisch runderneuert, das Material ist hochwertig, sieht gut aus und weist zudem noch das Gimmick eines alternativen Nacht-Spielplans auf. Einzig das kleine Problem, dass man während des Spielverlaufs nicht mehr erkennen kann, welches Känguru nun schon eine Runde gedreht hat und welches noch gar nicht losgelaufen ist, ist noch immer nicht behoben; da muss man selber kreativ werden, z.B. mit einem Plättchen unter jedem Känguru, dass noch nicht den Start gemeistert hat (oder man stellt die Figur einfach mit dem Rücken zum Start auf etc.).

Das Spiel an sich ist - wie gesagt - eigentlich abstrakt. Wer Spiele wie "Halma" & Co. mag, ist hier goldrichtig. Durch das drollige Thema kommt aber nie das Gefühl auf, hier nur etwas Abstraktes vor sich zu haben. Das Wettrennen der Kängurus passt thematisch so gut, dass das Spiel prima als Familienspiel funktioniert und auch bei Spielern ankommt, die rein abstrakte Spiele gar nicht so mögen.

"Billabong" ist aber kein einfaches Start-Ziel-Rennen. Ja, irgendwie schon, klar, aber es ist wirklich hochgradig taktisch. Das ist das, was mir an diesem Spiel so gut gefällt. Jeder Spielzug muss durchgeplant sein - zumindest SOLLTE er es sein. So kann es manchmal auch sinnvoller sein, ein Känguru in einem Spielzug gar keinen weiten Sprung ausführen zu lassen, sondern es durchs Wandern nur in eine günstige Position zu bringen und einen nächsten Spielzug vorzubereiten. Auch sollte man beim Durchdenken des Spielzuges immer das Schiedsrichter-Känguru mit einplanen.

Zu Beginn des Spiels herrscht noch ordentlich Trubel an der Startlinie, weite Sprünge oder Sprungserien sind da meist noch nicht möglich. Spannender wird's dann im weiteren Spielverlauf. Ist der Pulk erst einmal aufgerissen, lassen sich herrliche Winkelzüge kombinieren. Da kommt dann ein Gefühl der Genugtuung auf, wenn es gelingt, ein Känguru in nur einem Spielzug dank einer optimalen Sprungserie komplett um den See rennen und hüpfen zu lassen. Allerdings: 3 Spieler sollten es schon sein, die mitspielen, besser 4. Zwar steigt die Gefahr, dass bei Grüblern am Tisch die Downtime höher wird, dafür stehen einem aber einfach viel mehr Optionen zur Verfügung, wenn entsprechend viele Kängurus unterwegs sind - nicht nur positive Optionen für einen selbst, sondern auch Blockade-Funktionen für die Gegner.

Am besten spielt sich "Billabong" mit Mitspielern, die das Spiel schon gut kennen. Wer "Billabong" zum ersten Mal spielt, und das dann auch noch mit erfahrenen Spielern, wird schnell mal abgehängt. Das passiert anfangs gern mal und kann dann auch mal etwas frustrieren. Deshalb der Tipp, den ich fairerweise auch immer Neulingen gebe: Lasst nie ein Känguru einsam hinter der Startlinie zurück. Sind alle anderen - einschließlich der Rest vom eigenen Team - erst einmal außer Reichweite, hat man im Grunde schon verloren, denn mit bloßem Wandern kann man nicht mehr viel reißen. Wichtig ist also, dass man immer Möglichkeiten schafft, das hinterste der eigenen Kängurus noch über mögliche Sprünge im Spiel zu halten.

Wer also gern taktiert und Spielzüge vorab im Kopf durchgeht, der ist bei "Billabong" genau an der richtigen Adresse. Dabei ist das Spiel glücklicherweise unkompliziert genug, als dass es sich nicht auch aus dem Bauch heraus spielen ließe. Je nach Spieleranzahl vergebe ich für dieses immer noch schöne Spiele gute 7 bis sehr gute 8 Kultpunkte!
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
...

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