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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2015
Verlag: Matagot / im Vetrieb von Asmodee  ..i..
Autoren: Marc André
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Barony
 
Auf dem Weg zur Macht
Adel verpflichtet! Und so ist es unser oberstes Ziel vom unbedeutenden Baron zum führenden Herzog und schließlich König in einem nicht näher beschriebenen Kaiserreich zu werden...
 

     
... Es versteht sich von selbst, dass beim Spiel um den Thron konkurrierende Adelige aus dem Weg geräumt werden müssen.


 
Bei "Barony" dreht sich auf einem modularen Spielbrett voll obligatorischer Ressourcen auf Hexfeldern alles um Gebietskontrolle und die Verteidigung des eigenen Hab und Guts. Ähnlich wie bei "Siedler von Catan" schenken uns die Regeln zu Beginn drei Städte und jeweils einen Ritter zur Verteidigung der jeweiligen Hochburg. Wer an der Reihe ist, darf aus einem Pool von 6 Wahlmöglichkeiten eine Aktion wählen (z.B. Ritter rekrutieren oder Dörfer bauen). Im Laufe des Spiels sammeln die Spieler auf diese Weise Siegpunkte. Sobald ein Spieler den Rang des Herzogs einnimmt, wird die aktuelle Runde noch zu Ende gespielt, danach wird abgerechnet. Sieger ist, wer am Ende die meisten Siegpunkte hat (interessanter Spoiler an dieser Stelle: Das muss nicht zwangsläufig ein Herzog sein).

 
Über sechs Aktionen musst du gehen
In meinem Spielzug darf ich eine von 6 möglichen Aktionen auswählen:
1. Ich darf bis zu 2 meiner Ritter in eine meiner Städte rekrutieren. Grenzt die gewählte Stadt an mindestens ein Seefeld, so darf ich sogar 3 Ritter einsetzen. Bis zuletzt erschloss sich mir die Sinnhaftigkeit hinter dieser Sonderregel nicht!? (Wer helfen kann und will: Da wir bei SPIELKULT.de im Dezember wieder wichteln werden, biete ich Leser/innen mit sachdienlichen Hinweisen an dieser Stelle bereits mein Wichtelgeschenk 2015 sowie das letztjährige, fabelhafte und mit Sicherheit streng limitierte Anastasia-Puzzle als Dank an.)
2. Ich kann 1 oder 2 meiner Ritter (aber nicht 1 Ritter zweimal) auf ein angrenzendes Feld bewegen.
3. Ich kann einen oder mehrere meiner Ritter durch je ein Dorf oder eine Festung (davon besitzt man allerdings nur 2, also Obacht beim Einsetzen der Festungen!) ersetzen. Ich erhalte umgehend Ressourcenmarker (wichtig für Siegpunkte) entsprechend der Geländeart, auf der ich gebaut habe und der bzw. die Ritter kommt/kommen wieder in meinen Vorrat.



4. Eines meiner Dörfer darf ich zu einer Stadt erweitern, was jedoch einigen Beschränkungen unterworfen ist. So dürfen Städte niemals in Wäldern gebaut werden, niemals auf einem Feld, das an ein Feld mit einer bereits bestehenden Stadt grenzt oder wenn ein gegnerischer Ritter auf dem Feld steht. Habe ich eine Stadt gebaut, erhalte ich sofort 10 Siegpunkte.
5. Ich kann auch einen Feldzug starten, indem ich zwei Ritter aus meinem Vorrat nehme, einen davon dauerhaft aus dem Spiel nehme und den anderen auf ein freies Feld (aber kein Seefeld!) am Spielfeldrand setze.
6. Die letzte Option verdeutlicht des Adels Anspruch, können hier Ressourcenmarker gegen Siegpunkte auf der Adelstiteltafel getauscht werden. Haken: Ich muss Ressourcenmarker besitzen, die mindestens 15 Siegpunkte wert sind. Da die Tafel in Fünferschritten zählt, verfallen überschüssige Punkte leider. Hier will also klug taktiert werden, um nicht unnötig Punkte liegen zu lassen.

 
Friedliche Nachbarn, Zaunstreit und Spielende
Anfänglich erweitern die Spieler ihre Territorien, das Spiel gewährt zumindest in den ersten Zügen eine friedliche Koexistenz. Irgendwann aber muss sich die Spreu vom Weizen trennen, muss sich der ambitionierte Adel vom verarmten und lästigen Adel trennen, befreien oder einfach absetzen. Das spiegelt sich im Spiel dadurch wieder, dass Ritter unterschiedlicher Farben solange friedlich nebeneinander verweilen, bis einer der Spieler die Mehrheit an Rittern auf einem Feld hat. Geschieht dies, darf jener Spieler alle gegnerischen Figuren (Ritter UND auch Dörfer) zerstören. Die zerstörten Einheiten gehen zurück in den Vorrat des Besitzers. Sollte es auf diese Weise einem Spieler gelingen, ein gegnerisches Dorf zu zerstören, darf er sich einen Ressourcenmarker seiner Wahl vom entsprechenden Gegner schnappen (Merke: Dörfer wollen beschützt werden!). Für zerstörte Ritter gibt es keine Ressourcenmarker.



Sobald einer der Spieler den Rang des Herzogs erringt, wird die aktuelle Runde noch zu Ende gespielt. Anschließend wird abgerechnet. Haben die Spieler noch Ressourcenmarker, so erhalten sie Punkte entsprechend der rechten Zahl auf dem Ressourcenmarker. Während des Spiels sind die Marker mehr wert. Es lohnt sich also, diese während des Spiels in Punkte zu transferieren. Sieger ist der Spieler mit den meisten Siegpunkten. [dj]

....
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
schnell gelernt und gespielt
vor allem zu zweit zu empfehlen
geringer Glücksfaktor
modularer Spielaufbau
Siegpunktsystem erfrischend
   anders
...
  MINUS:
MINUS:
Übersichtstafel anfangs
   recht verwirrend
mit mehr als zwei Spielern entfaltet
   das Spiel seine Möglichkeiten nur bedingt
wenig innovativ
 

eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Dän: Ach ja, der Adel. Aus historischer Sicht muss man m. E. froh sein, dass sich die Machtgefüge mit der Aufklärung und weiteren Entwicklungen verschoben haben. Auf mich selbst wirkt es bisweilen eher befremdlich, wenn irgendeine royale Hochzeit von Abermillionen von Menschen live im öffentlichen Fernsehen verfolgt wird. Ich beruhige mich dann meist selbst mit den Worten: "Keine Sorge, Dän, die repräsentieren nur noch." Und dann versuche ich meinen Worten zu vertrauen. Manchmal klappt das nicht und ich setze mich schnell an mein Anastasia-Puzzle oder spiele "Barony". Denn hier darf man selbst skrupelloser Adeliger sein, dessen einziges Ziel es ist, die Herrschaft an sich zu reißen!
 
Aufstieg war noch nie so leicht und schnell erreicht – falls man die Übersicht versteht
"Barony ist ein, was die Regeln betrifft, überschaubares und schnell gelerntes Spiel. Die Spielregeln finden auf vier Seiten Platz und sind dabei noch ausgiebig mit Beispielen illustriert. Dafür gibt es schon mal ein Plus. Was mich stets erfreut, sind bekanntlich Übersichtstafeln. Gerade wenn man ein Spiel kennenlernt und testet, erfüllen gut gemachte Übersichten einen außerordentlich nützlichen Zweck. Sie ersparen einem lästiges Regeln nachschlagen – sofern sie übersichtlich und intuitiv sind. Leider gilt dies bei "Barony" gerade für Neulinge nicht. Die vielen Symbole, die teilweise fast schon kryptisch daherkommen, ersparen der frischen Spielrunde einen Blick ins Regelwerk nicht. Nun schmerzt das bei vier Seiten nicht sonderlich; trotzdem hätte eine zugänglichere Übersicht dem Einstieg in die Welt von "Barony" gut getan.
 
Zu viele Adelige verderben den Brei
Zu zweit macht "Barony" bisweilen sehr viel Spaß. Ich habe einerseits genügend Platz, um mein Reich auszudehnen, andererseits kann ich an für mich wichtigen Punkten Konflikte mit meinem Gegner heraufbeschwören und ihn – die richtige Strategie vorausgesetzt – in die Schranken weisen. Zwar richtet sich die Spielfeldgröße nach der Spieleranzahl; vor allem zu viert wird es jedoch mitunter recht eng auf dem Spielbrett. Hier kann bereits die Spielerreihenfolge beim Aufbau über Aufstieg und Niedergang der eigenen Dynastie entscheiden. Während der letzte Spieler seine drei Städte auf einmal aufstellen darf, darf der Startspieler zunächst nur eine aufbauen und muss mit seinen beiden anderen warten, bis alle anderen aufgebaut haben. Selten war Startspieler sein so wenig lukrativ. Das Risiko, sich an unterschiedlichen Stellen des Spielbretts zu positionieren geht man allenfalls oder eher unfreiwillig ein, da die eigenen Dörfer stets beschützt werden wollen. Verteile ich meine Einheiten wild auf dem Feld, kann es mir passieren, dass ich sehr schnell von anderen Spielern überrannt werde. Dieses Prinzip eröffnet in einem Zweierspiel sehr viele strategische Möglichkeiten, in einem Spiel zu dritt und besonders zu viert kommt es eher dem Harakiri gleich.
 
Begrenztes Glück, interessantes Siegpunktsystem, spielerisch wenig innovativ
Klammert man die im letzten Absatz genannten Punkte aus, so erhält man mit "Barony" ein Spiel, das tatsächlich wenig bis keine Glücksmomente besitzt. Alle Informationen liegen offen, alle starten mit den gleichen Einheiten, die es clever einzusetzen gilt, und es gibt keine Würfel, keine Karten, die ein Momentum des Glücks fördern würden.
Bemerkenswert finde ich das Siegpunktsystem. In drei Zeilen und fünf Spalten aufgeteilt entwickelt sich ein interessantes Gefüge von möglichen Konstellationen der Siegpunkte und des Spielendes. So kann man mit 60 Punkten bereits den Rang des Herzogs einnehmen und dadurch das Spielende einläuten. Es können jedoch Spieler mit rangniedrigeren Titel des Marquis bereits 65 Punkte haben. Gerade Neulinge (mich eingeschlossen) übersehen diesen Aufbau gerne einmal und wundern sich dann, dass sie das Spiel als Herzog nicht gewonnen haben. Hat man das System einmal verstanden, ergeben sich hier erfrischende Möglichkeiten des Taktierens (vor allem beim nahenden Ende des Spiels). Ansonsten allerdings erfindet "Barony" das Rad jetzt nicht wirklich neu. Es ist ein zeitlich überschaubares und spielerisch anständiges Area Control-Spiel, das altbewährte Mechanismen nutzt und recht gut umsetzt..
 
Kommen wir zur Königskrönung: Fazit
"Barony" ist ein solides Spiel, das zunächst durch seinen einfachen Zugang und die übersichtlichen Regeln punktet. Aus diesem Grund und der überschaubaren Spielzeit von maximal einer Stunde würde ich Gelegenheitsspielern, die sich einmal in strategischer Gebietskontrolle und dem Streben nach Macht versuchen wollen, "Barony" (auch mit vier Spielern) definitiv empfehlen. Vielspieler dürften hingegen mehr Gefallen an der Zwei Spieler-Variante finden, da ab 3 Spielern die strategischen und taktischen Möglichkeiten teilweise stark eingeschränkt werden. Verbissene Strategiefüchse könnte dieser Umstand möglicherweise eher abschrecken denn begeistern. Spielerisch setzt "Barony" zwar keine Maßstäbe, dennoch spielt es sich angenehm leicht, der geringe Glücksanteil verhindert allzu große Frustmomente, das Siegpunktsystem ist erfrischend anders und insgesamt bietet es nette Unterhaltung für zwischendurch. 

Hinweis zum Kultfaktor: Mit 3 oder 4 Spielern 6 Punkte, mit 2 Spielern 7 Punkte.
 
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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