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Spiel-Fakten:

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Genre: Taktik, Familie
Erscheinungsjahr:
2011
Verlag: Winning Moves  ..i..
Autoren: Michael Palm,
Lukas Zach
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 
Artefakt
 
Dem Schatz auf der Spur
Als Archäologen reisen die Spieler zu verschiedenen mythischen Orten,
um Fragmente von zerstörten, wertvollen Artefakten zu sammeln.

 


     

So funktioniert's:
Jeder Spieler erhält 3 Schatzsuche in seiner Farbe, eine Sammelkarte sowie vier Reisekarten mit dem Wert von 1 bis 4. Ziel ist es, vier Fragmente eines Artefakts zu sammeln, so dass dieses zusammengepuzzelt werden kann. Allerdings ist jedes Fragment zweimal im Spiel vorhanden, und insgesamt gibt es drei verschiedene Artefakte.


Die Orte liegen im Kreis um die Fragmente.
   
Die Würfel bestimmen, wohin ein Fragment gelegt wird.
   

Die Fragmentplättchen werden mit der Rückseite nach oben in die Tischmitte gelegt. Die Farbe der Plättchen zeigt an, zu welchem Artefakt sie jeweils gehören. Welches Fragment sich jedoch darunter verbirgt, ist nicht sichtbar. Um die Plättchen herum werden die 10 Orte ausgelegt, die die Spieler bereisen. Vier der Orte werden auf ihre Textseite gedreht. Diese zeigt eine Anweisung, die in Phase 4 einer Spielrunde von Bedeutung sein kann (siehe unten).


Einige Fundorte zeigen zusätzliche Textanweisungen.

Vor der ersten Runde würfelt jeder Spieler drei Fundorte aus, auf denen er jeweils eine Spielfigur seiner Farbe positioniert. Auf einem Ort dürfen dabei auch mehrere Figuren stehen!

Das eigentliche Spiel verläuft in mehreren Runden. Jede Runde besteht aus 5 Phasen:
(1) Entdeckung neuer Fragmente:
Der Startspieler wirft insgesamt 4 mal den Farb- und Zahlenwürfel. Er legt jeweils ein beliebiges Plättchen der erwürfelten Farbe aus der Tischmitte auf den erwürfelten Ort (weiterhin verdeckt!).

(2) Reisevorbereitung:
Nun ordnet jeder Spieler jeder seiner drei Figuren verdeckt eine Reisekarte (im Wert von 1 bis 4) zu.
Diese bestimmt, wie weit die Figur gleich von ihrer aktuellen Position aus in beliebiger Richtung zieht. Eine "2" bedeutet beispielsweise, dass die gewählte Figur 2 angrenzende Orte im oder gegen den Uhrzeigersinn weiterspringen muss.

(3) Reise zu den Fundorten:
Alle Spieler bewegen der Reihe nach zunächst ihre erste Figur (der Dicke), dann die zweite (die Lady) und schließlich die dritte (der lange Experte). In welche Richtung sie ziehen, können sie dabei jedes Mal taktisch selber entscheiden. Diese Entscheidung muss mitunter kurzfristig fallen, da die Gegner mit ihren Spielzügen eventuell geplante Strategien durchkreuzen können.


Die Figuren werden entsprechend der Reisekarte gezogen.

(4) Fragmente in Besitz nehmen:
Alle Fundorte werden nun von Ort "1" bis Ort "10" ausgewertet.
- Keine Figur auf einem Fundort? Hier passiert nichts.

- Allein am Fundort? Der Spieler nimmt alle dort ausliegenden Fragmente an sich, schaut sie sich geheim an und legt sie dann, wieder verdeckt, auf seine Sammeltafel.

- Mehrere Spieler auf einem Fundort? Der Spieler mit der Mehrheit an Figuren auf diesem Feld darf sich alle Fragmente nehmen, die dort ausliegen. Möchte er dies nicht bzw. befinden sich keine Fragmente an diesem Ort, kann er alternativ auch ein verdecktes Fragment eines anwesenden Gegners von dessen Ablagetafel stehlen.

Handelt es sich bei dem Fundort um einen Ort mit Textanweisung, darf der Mehrheiten-Spieler diese zusätzlich ausführen. Die Anweisungen können dem Spieler Vorteile bescheren oder aber auch anderen Spielern Schäden zufügen.

- Gleichstand auf einem Fundort? Dann gehen alle leer aus, es sei denn ein Spieler konnte die Sonderaktion "Gewinn bei Gleichständen" erlangen.


Wer mit der Mehrheit an einem Ort vertreten ist, erhält das Fragment.
   
Ein vollständig zusammengesetztes Artefakt bedeutet den Spielsieg.
   

(5) Startspieler wechseln:
Der linke Nachbar des bisherigen Startspielers beginnt die nächste Runde. Im Fortgeschrittenen-Spiel wird zunächst noch ein weiterer Fundort auf die Textseite gedreht, so dass fortlaufend mehr Sonderaktionen ins Spiel kommen.

Spielende: Gespielt wird solange, bis es einem Spieler gelingt, das vierte unterschiedliche Fragment eines Artefakts einzusammeln. Kann ein Spieler also ein vollständiges Artefakt vor sich auslegen, ist dieser Spieler sofort der Sieger. [ih]

 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
taktische Schatzsuche, vor allem
   im Fortgeschrittenenspiel
leichter Spieleinstieg
schneller Spielablauf
ENDE
  MINUS:
MINUS:
teilweise glücksabhängig
Lady und schlanke Figur ähneln
   sich auf den ersten Blick zu stark
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo:  Die Arbeit von Archäologen erfordert vor allen Dingen eines: Geduld. Da muss akribisch gesucht, aufmerksam gepuzzelt und so mancher Rückschlag in Kauf genommen werden, wenn es um das Zusammmensetzen antiker Fundstücke geht. Das erleben wir auch in "Artefakt", einem taktischen Familienspiel.

Taktik beherrscht in der Tat den Spielablauf, der über mehrere Runden (mal sind es mehr Runden, mal weniger) immer einem bestimmten Muster folgt: Fundstücke werden verdeckt ausgelegt und müssen von den Spielern geschickt eingesammelt werden. Die genaue Planung, welche Figur ich am besten wohin bewege, muss zwei Denkansätzen folgen: Zum einen sollte ich die möglichen Bewegungen der Gegner mit einplanen, wenn es darum geht, Mehrheiten zu erlangen, zum anderen sollte ich mir Alternativen schaffen, denn meine Figuren können schließlich immer in zwei Richtungen laufen.

Da jede der drei Figuren von jedem Spieler der Reihe nach eingebracht wird, passiert es nicht selten, dass die gewünschte Strategie auf einmal nicht mehr aufgeht. Je mehr Spieler teilnehmen, umso häufiger geschieht das. Merke ich, dass ich an einem bestimmten Ort keine Mehrheit mehr erzielen kann, so muss ich spontan überlegen, ob ich meine nächste Figur, anders als ursprünglich geplant, nicht doch in die andere Richtung ziehe und auf einem anderen Fundort zwar kein neues Fragment, aber eine hilfreiche Sonderaktion für mich gewinne.

Die Sonderaktionen der Fundorte sind überhaupt das Salz in der Suppe. Während die Fragmente rein glücksabhängig auf die Felder aufgebracht werden (und einen Spieler daher unter Umständen schon einmal ausbremsen können, wenn nach dem dritten gesammelten braunen Schatz nur noch blaue Schätze ins Spiel kommen), sind die Textanweisungen der Orte für allen offen sichtbar und unveränderlich. Meine Empfehlung: Spielt direkt in der fortgeschrittenen Variante! Die Standardvariante (mit nur 4 Sonderaktionen) ist auf Dauer etwas eintönig.

Das Spielmaterial ist gelungen; die Artefaktplättchen bedürfen eine leichte Einübungsphase, da man ansonsten zu Beginn schon einmal ein falsches Puzzleteil behält. Bei den Spielfiguren ähneln sich die Lady und die schlanke Figur mit Hut leider in ihrer Ausführung sehr stark, so dass es hier immer wieder passieren kann, dass man aus Versehen die falsche Figur bewegt bzw. einplant. Wer mag, kennzeichnet die schlanke Figur am besten mit einem schwarzen Punkt auf dem Hut.

"Artefakt" ist kein abendfüllendes Spiel für Vielspieler! "Artefakt" ist unkompliziert, schnell gespielt und damit ideal als Einstiegs-, Absacker- oder Zwischendurchspiel, besonders geeignet für Familien und Gelegenheitsspieler. Und obwohl das eigentliche Spiel nur aus dem, sich immer wiederholenden, Umherziehen der eigenen Figuren besteht, ist es aufgrund der Kürze der Spielzeit und dem "ständigen Ziel vor Augen" durchaus spannend und lädt zu schnellen Wiederholungsspielen ein.

Meine Empfehlung geht damit an alle, die ein leicht zugängliches, simples, familienorientiertes, aber dennoch taktisches Lauf- und Mehrheitenspiel suchen. Meine Wertung für diese Zielgruppe: 7 Punkte, gut! (> Video)

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
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