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Spiel-Fakten:

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Genre: Würfel
Erscheinungsjahr:
2019
Verlag: NSV
Autoren: Florian Ortlepp, Helmut Ortlepp,
Steffen Benndorf
Grafik: Christian Opperer
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Anubixx
...

Buntes Ägypten

Im alten Ägypten sind wir damit beauftragt, drei Bauwerke fertigzustellen. Dazu nutzen wir in bester Roll-and-Write-Manier Würfel, aber auch unseren eigenen Steinbruch. Wer die bunten Steine am effizientesten verbaut, wird den anderen Spielern am Ende die Nasenlänge der Sphinx voraus sein ...
 

 
Jeder Spieler erhält einen der sechs verschiedenen Spielzettel und einen Stift.



Der Startspieler beginnt. Er wirft die Farbwürfel, die jeweils einmal alle sechs Farben auf ihren Würfelseiten aufzeigen. Spielt man zu zweit, werden nur drei, ansonsten vier Würfel geworfen.



Nun darf jeder Spieler pro Spielzug bis zu zwei Steine auf seinem Spielblatt "bauen" (= ankreuzen). Für jeden farbigen Stein, der angekreuzt wird, muss ein farblich passender Würfel aus der Mitte genommen werden (der aktive Spieler beginnt). Die Mitspieler haben dann nur noch die Auswahl aus den verbliebenen Würfeln, wobei da dann jedoch keiner mehr einem anderen Spieler etwas wegnehmen kann. Nur die Würfel, die der aktive Spieler verwendet hat, sind für die Mitspieler tabu.



Wenn die Würfel einmal nicht passen, können die Spieler auf ihre Jokersteine auf dem Spielzettel zurückgreifen (so häufig, wie Spieler teilnehmen). So ein Jokerstein gilt quasi als Würfel beliebiger Farbe. Jeder nicht benötigte Joker ist am Spielende allerdings zwei Punkte wert. Zweite Möglichkeit: Der eigene Steinbruch. Von links nach rechts dürfen hier farbige Steine ausgewählt und zum Bau (eben in dieser Reihenfolge) verwendet werden. Dabei dürfen auch Steine ausgelassen werden, d.h. Lücken entstehen. Aber auch gilt: Wer darauf zurückgreift, verschenkt Punkte, denn am Ende des Spiels ist jeder nicht benötigte Stein im Steinbruch (rechts vom letzten verwendeten Stein) einen Punkt wert.

Ein Spieler kann in seinem Zug null, einen oder zwei Steine verbauen - in beliebiger Kombination aus Würfeln, Jokern und Steinen aus dem Steinbruch.



Wie wird nun gebaut?
- Auf dem Triumphbogen müssen die Säulen von unten nach oben gefüllt werden, wobei beide Säulen parallel (auch in unterschiedlicher Höhe) gebaut werden dürfen. Der Abschluss des Bogens darf nur gebaut werden, wenn beide Säulen komplett fertiggestellt wurden. Am Spielende erhält der Spieler Punkte für die Reihe, in der sich der niedrigste fertiggestellte Stein befindet (sind beide Säulen gleich hoch bzw. wurde der Abschluss gebaut, gilt das dann als die zu wertende Reihe).

- Die Pyramide wird ebenfalls von unten nach oben gebaut. Jeder Stein in einem höheren Stockwerk muss bereits zwei fertiggestellte Steine als Unterbau besitzen. Am Spielende erhält der Spieler Punkte für die Reihe, in der sich der höchste fertiggestellte Stein befindet.

Der Spieler kann bei diesen beiden Bauwerken jeweils einen oder zwei Steine pro Spielzug verbauen (insgesamt aber maximal zwei pro Spielzug!) - er kann, wenn er zwei Steine baut, sie auch aufteilen.



- Das Bodenrelief funktioniert ein wenig anders. Möchte der Spieler hier Steine fertigstellen, so muss (!) er immer zwei Steine auf einmal bauen, und diese müssen auch noch waagrecht oder senkrecht aneinander angrenzen! Am Spielende gibt es dort Punkte in Abhängigkeit der gefüllten Felder (= fertiggestellten Steine).



Immer, wenn der Spieler einen Stein mit einem Bonussymbol fertigstellt, erhält er, wenn er der Erste ist, der das macht, den entsprechenden Bonus auf dem oberen Teil des Spielzettels. Spieler, die das selbe Symbol im selben Spielzug ankreuzen, erhalten den Bonus ebenfalls. Alle anderen müssen das Bonussymbol streichen. Um die Boni im Bodenrelief zu erhalten, müssen erst alle Symbole einer Gruppe (drei Vasen bzw. zwei Palmen) angekreuzt worden sein. Jeder so erhaltene Bonus ist am Spielende 3 Punkte wert.



Das Spiel endet nach dem Spielzug, in dem ein Spieler sein zweites Bauwerk fertigstellt. Jeder, der das in diesem Spielzug schafft, erhält auch hierfür noch einmal einen 3-Punkte-Bonus. Dann wird ausgewertet wie oben beschrieben. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.
[ih]
...
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
schnell erklärt, schnell gespielt
alles spielen gleichzeitig,
   keine Downtime
flottes Wettrennen
ENDE
  MINUS:
MINUS:
das Glück ist öfters spielbestimmend
Wege sind gerade zum Ende hin
   vorbestimmt
Anleitung könnte noch besser sein
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Da sind sie wieder, die beiden XX, die den Roll-and-Write-Sektor mit "Qwixx" damals so ins Rollen gebracht haben. "Anubixx" setzt diese Reihe der lockeren Würfelspiele fort. Diesmal gibt es keine Zahlen, die eingetragen werden, sondern Farben.

Das Spielmaterial ist insgesamt von guter Qualität, der Block enthält sechs verschiedene Spielblätter (andere Farbverteilung) in mehrfacher Ausführung. Die Farben der Würfel / Steine werden nicht von zusätzlichen Symbolen unterstützt. Bei schlechten Lichtverhältnissen sind orange und rot manchmal schon für "Normalsehende" schwer zu unterscheiden, blau und grün ebenfalls; wer aber unter einer Farbfehlsichtigkeit (umgangssprachlich Farbenblindheit) leidet, kann das Spiel im Grunde nicht spielen. Das ist etwas schade, aber das trifft natürlich auf viele Spiele zu. Das also nur als Hinweis vorab.

Die Spielregeln sind, einmal verinnerlicht, simpel. Einzig die Anleitung könnte noch, im Hinblick auf die Zielgruppe (vermutlich eher Wenig- bzw. Gelegenheitsspieler) etwas klarer formuliert sein. Gerade der Abschnitt der Boni führte beim ersten Lesen zu Fragezeichen in manchen Testrunden, allerdings klärten sich diese Fragen dann beim Spielen weitestgehend von selbst.

Das Spiel selbst ist dann ein locker-flockiges Wettrennen. Im Kern geht es darum, die gewürfelten Farben möglichst effizient zu nutzen. Für mehr Kombinationsmöglichkeiten sorgen die Jokersteine und der Steinbruch. Gerade zu Beginn des Spiels ist man da recht flexibel in der Auswahl. Warum man zu zweit mit einem Würfel weniger spielt, erschloss sich uns allerdings nicht wirklich. 

Je weiter das Spiel fortschreitet, umso eingeengter ist man in seinen Entscheidungen, da halt nur noch wenige freie Felder zur Verfügung stehen. Fehlt z.B. nur noch die Spitze des Triumphbogens oder der Pyramide, ist man halt immer abhängig vom Würfelwurf. Idealerweise besitzt man da noch einen Joker. Die sollte man also nicht unterschätzen und sie auch nicht leichtferig zu früh wegspielen. Besser, man verzichtet vielleicht einmal auf ein zweites Kreuz, wenn man dadurch eh keinen Bonus freispielen würde.

Ich habe nun schon viele Partien in kurzer Zeit gespielt, und es gab immer mal gute und mal schlechte Runden für mich, ohne dass ich darauf zum Schluss hin wirklichen Einfluss gehabt hätte. Nicht falsch verstehen: Das Spiel ist unterhaltsam, es ist schnell gespielt und als Wettrennspiel um Punkte und vor allem auch um die wirklich wichtigen Bonussymbole auf jeden Fall spielenswert und sympathisch. Doch manchmal muss man auch ein wenig frustresistent sein, wenn die gewürfelten Farben partout nicht passen wollen, und farblich passende Steine im Steinbruch fünf Felder entfernt sind oder eine Farbe gar nicht mehr vorhanden ist. Joker sind dann schnell verbraucht, weil man nicht ins Hintertreffen geraten will. Das kann einem am Ende dann, wenn man echt Pech hat, schon mal den Sieg kosten.

Die zuvor beschriebenen Punkte sind keine generelle Kritik, sondern sollen nur darstellen, welche Eigenschaften das Spiel besitzt. Auch an meiner Bewertung sieht man, dass "Anubixx" ja durchaus Spaß macht. Ich vergebe so auch gute 7 Punkte in Runden mit Wenig- bzw. Gelegenheitsspielern und Familien mit Kindern bzw. abweichende 6 Punkte in Runden mit erfahreneren Spielern, die im direkten thematischen Vergleich ein "Roll to the Top" (> Testbericht) bervorzugten (die aber auch nicht die Hauptzielgruppe für "Anubixx" sein dürften). Wichtig ist, dass man hier mit der richtigen Einstellung ins Spiel geht. Es ist ein schnelles Spiel, bei dem das Glück, trotz aller Optionen, öfters auch mal spielbestimmend sein kann. Da so eine Partie meist nur 10 bis 15 Minuten dauert, stört mich das nicht übermäßig. Eine Revanche ist ja schnell gespielt. Dennoch muss ich sagen, dass ich persönlich "Qwixx" (> Testbericht) oder "Qwantum" (> Testbericht) noch reizvoller fand, da bei diesen Spielen die Würfelzahlen eine zusätzliche Rolle spielten. "Anubixx" konzentriert sich auf eine Art Farb-Bingo, durchaus mit taktischen Stellschrauben, aber letzlich mit klar vorgegebenen Wegen. Eine Empfehlung geht an alle, die einfache Würfelspiele wie z.B. "Twenty One" (> Testbericht) bevorzugen und die beim Wort "Glück" nicht gleich schreiend davonlaufen.

Beachtet bitte auch unser > Video zum Spiel!
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      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 

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