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Spiel-Fakten:

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Genre: Kinder
Erscheinungsjahr:
2014
(Original: 1960)
Verlag: Ravensburger  ..i..
Autor: Hermann Wernhard
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 4 Jahren
(bis ca. 7 Jahren)
Spieldauer: ca. 15 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   

 

 
Äpfelchen
 
Ernten ist Glückssache
Jeder von euch besitzt einen eigenen Apfelbaum, an dem die schönsten Früchte reifen. Wer erntet alle zehn Äpfel als Erster und sammelt sie in seinem Eimer?
 

     

So funktioniert's:
Jedes Kind stellt seinen Apfelbaum in die Vorrichtung des Spielplans und hängt seine 10 roten Äpfel daran. Wer am Zug ist, dreht den Pfeil der Drehscheibe und befolgt die entsprechende Aktion.

- 1 bis 4 Äpfel: Das Kind pflückt entsprechend viele Äpfel von seinem Baum und legt sie in den kleinen Eimer (von dem ebenfalls jedes Kind einen besitzt). Sollten sich Äpfel auf der Wiese befinden (siehe Rabe), können auch diese eingesammelt werden.
- Eis: Das Kind muss eine Runde aussetzen - klar, Eis essen ist interessanter als die Apfelernte...
- Rabe: Der freche Rabe klaut dem Kind 2 Äpfel aus dem Eimer und lässt sie auf der Wiese fallen.

- Umgekippter Eimer: Oh nein, jemand hat den Eimer umgestoßen. Alle gesammelten Äpfel landen auf der Wiese.
 

Spielende: Gewonnen hat, wer als Erster alle 10 eigenen Äpfel in seinem Eimer gesammelt hat. [ih] 

 
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
Kinder lieben den Drehpfeil
   und das herzige Material
ENDE
  MINUS:
MINUS:
reine Glückssache, keine Interaktion,
   unfaires Spielende... aber es ist Kult! ;)

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo: Wenn man an unsere Kindheit denkt, neigt man mitunter zur Verklärung - zumindest, wenn man - wie ich - eine eigentlich schöne Kindheit hatte. Als Kind der 80er Jahre bin ich mit "Äpfelchen" aufgewachsen (und auch damals war die Spielidee schon über 20 Jahre alt... das weiß ich aber auch erst seit der Recherche für diesen Testbericht). Ich meine sogar, "Äpfelchen" war mein erstes Brettspiel, das ich besaß. Nun gut, besitzen ist so eine Sache als Kind. Man bekommt es halt geschenkt, und wenn man keine Freunde hat, mit denen man Baumhäuser baut oder Fensterscheiben einkickt, dann spielt man mit seiner Mutter eben "Äpfelchen". Also zumindest ich tat das, und das sogar mit Vorliebe, denn ich war weder sportlich noch handwerklich sonderlich begabt ;)

Nun liegt die Neuauflage von "Äpfelchen" vor mir, und ich schwelge in Erinnerungen. Das Spielmaterial ist genauso herzig wie damals, wenngleich Eltern heute für ihren Nachwuchs vielleicht lieber Holzmaterial anstatt Plastik in der Spielschachtel vorfinden würden, aber Kinder stört sowas nicht. Früher nicht, heute nicht, morgen nicht. Und Kinder lieben auch immer noch den Drehpfeil, der mich vor 30 Jahren als kleiner Stepke auch schon faszinierte (und mich später zum SAT.1-"Glücksrad"-Junkie werden ließ, aber das ist eine andere Geschichte...). Wir reden von Kindern im Vor- und frühen Grundschulalter. Spätestens ab 6, 7 Jahren entdeckt man dann doch interessanteres als einen Drehpfeil, der einem sagt, was man zu tun hat.

Vielleicht ist es der Zeit geschuldet, in der das Spiel ursprünglich erdacht wurde: Ja, 1960, da herrschte noch Gehorsam! ;) Und wenn der Pfeil sagt, "setz aus", dann setzt man als Kind halt aus. Punkt. Und wenn der Pfeil sagt, "kipp deinen Eimer um", dann kippt man als Kind halt seinen Eimer um. Punkt. Und wenn dann einer 10 Äpfel im Eimer gesammelt hat, ist Schluss. Punkt. Glückwunsch!

Rational betrachtet, ist "Äpfelchen" ein reines Glücksspiel - dabei ist das doch erst ab 18 Jahren erlaubt?! ;) ... mal ehrlich, die Spielidee ist schon ziemlich... sagen wir... einfältig. Es gibt keinerlei Entscheidungsmöglichkeiten, es gibt keine Interaktion. Im Grunde könnten die Spieler auch gleich eine Münze werfen, um den Sieger zu ermitteln. Aber mit dieser rationalen Herangehensweise würde ich "meinem" Kinderspiel nicht gerecht. Ich mochte das Spiel, die kleinen Äpfel und Eimer (ja, ich neige zum kitschigen Heile-Welt-Gefühl), und die kleinen Kinder von heute mögen es auch noch. Und Zählen lernen sie zumindest nebenbei. So what?

Eltern, lasst das Glück einfach Glück sein, vergesst die Tatsache, dass es heute sooo viel bessere (gerechtere, abwechslungsreichere) Kinderspiele gibt; pflückt die Äpfel, dreht den Pfeil - habt mit euren Kleinen Spaß! Und beschummelt sie doch einfach auf die gleiche perfide Art und Weise, wie es meine Mutter mit mir getan hat... wenn meine Mutter den umgekippten Eimer erdrehte, leerte sie immer MEINEN Eimer aus... "das steht so in den Regeln", sagt sie mir immer, während ich Tränen vergoss... (ein "Ooooh" wäre an dieser Stelle angebracht!) Schon dumm, wenn man als Kind im Alter von 3 Jahren nicht mal schnell selber nachlesen kann... Aber, und das zur Versöhnung: Meine Kindheit war trotzdem sehr schön! :)

Hinweis zum Kultfaktor: Aus meiner verklärten Sicht neigte ich zunächst dazu, dem Spiel einfach mal die Höchstpunktezahl zu geben... Das wiederum wäre dann doch unfair gegenüber den zahlreichen, besseren Neuentwicklungen der letzten Jahre. Eine gute 6 (mit Retrobonus: 7) vergebe ich dennoch, auch wenn das Spiel ansich wenig "Spiel" im engeren Sinne als Beschäftigung bzw. Spielzeug enthält. Der Spaß entscheidet, und den kann man mit "Äpfelchen" haben.
 

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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