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Spiel-Fakten:

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Genre: Karten, Party
Erscheinungsjahr:

2008 (rot) / 2011 (blau)
Verlag: Pegasus Spiele  ..i..
Autoren: Geoff Bottone, Colleen Skadl, Cliff Bohm
Spieleranzahl: 2 bis 4 (einzeln), 2 bis 8 (kombiniert)
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 30-60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Zum blauen Drachen
Zum roten Drachen
 
Ein heldenhaftes Trinkgelage
Zuerst war die Dungeon-Kneipe rot, jetzt ist sie blau. Eines hat sich nicht geändert: Die Gäste veranstalten ein derbes Zechgelage - stilecht mit derben Sprüchen.
 

     

Die Helden haben die Abenteuer bestanden und wollen nun feiern. Dafür haben sie ihre Beute aufgeteilt und gehen in die Kneipe "Zum Roten / Blauen Drachen". Da wird gezockt, getrunken, ordentlich rumgetrickst und körperliche Gewalt kommt auch nicht zu kurz (zumindest auf den Karten ;). Ja, das Kneipenleben ist schon fast härter als der Dungeon und Freunde gibt es nicht mehr.


Die erste Edition "Zum roten Drachen" enthält vier weitere Helden.
   
Jeder Spieler markiert Alkoholgehalt und Trinkfestigkeit.
   

So funktioniert's:
"Zum Roten Drachen" und "Zum Blauen Drachen" sind (bis auf die Charakter) identische Spiele und vollständig kompatibel zueinander. Da jedes Spiel einzeln maximal mit vier Spielern spielbar ist, kann man mit beiden die Spielerzahl auf 8 erhöhen. Jeder Spieler sucht sich einen der Charakter aus,  nimmt den passenden Kartenstapel und legt ihn vor sich gemischt und verdeckt ab. Dies ist der Nachziehstapel.

Des Weiteren bekommt jeder Spieler 10 Gold, 2 verdeckte "Trink mich"-Karten und ein kleines Karte, auf der durch 2 Steine die Trinkfestigkeit und der Alkoholspiegel gekennzeichnet werden. Für die Trinkfestigkeit wird der roten Stein auf die 20 und für den Alkoholpegel der klare Stein auf die 0 gelegt. Treffen die beiden  Steine im Verlauf des Spiels aufeinander, also sinkt die Trinkfestigkeit und der Alkoholpegel steigt, so ist man k.o. und scheidet aus dem Spiel aus. Ein weiterer Aspekt in diesem Spiel ist das Gold. Hat man kein Gold mehr, kann man auch keine Zeche zahlen, und solche Leute sind unerwünscht... Man wird 8-kantig aus der Kneipe geworfen, Kredit gibt es nicht!

Das Spiel ist im Grunde recht einfach und sollte von jedem Spieler mit Humor gespielt werden. Kommt ein Spieler an die Reihe, darf er beliebig viele Handkarten abwerfen und seine Hand auf 7 Karten auffüllen. Dann kann er eine Aktion ausspielen. Anschließend muss er einem anderen Mitspieler einen kostenloses Drink spendieren (Trinkkarte, die verdeckt auf den "Trink mich"-Stapel des Spielers gelegt wird).  Danach deckt der Spieler selbst seine oberste Karte des "Trink mich"-Stapels auf, genießt sein Getränk (mit den damit verbundenen Konsequenzen, z.B. Anstieg des Alkoholgehalts oder "Nachspülen"= ein weiteres Getränk), und der nächste Spieler beginnt seinen  Zug. Hat ein Spieler keine "Trink mich" Karte vor sich liegen, so sinkt sein Alkoholpegel um 1. Das versuchen die anderen Spieler aber zu verhindern, schließlich wollen sie dich ja gepflegt abfüllen!

Es gibt Aktionskarten, die man nur in seinem Zug spielen darf und es gibt "Jederzeit"- und "Manchmal"-Karten. "Manchmal"-Karten darf man nur spielen wenn man auf etwas reagieren will oder etwas bestimmtes passiert. "Jederzeit"- Karten kann man, wie der Name sagt, jederzeit spielen. Meist greifen sie andere Spieler an und fordern bestimmte Reaktionen.

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Poker ist ein feines Spiel und als Aktion (Karte ausspielen) kann man auch hier eine Pokerpartie eröffnen. Dazu legt jeder Spieler 1 Gold in den Pott. Der Reihe nach kann nun gepasst oder Karten, die sich aufs Pokern beziehen gespielt werden bis die Runde beendet wird. Unter Umständen kann es sein, dass das Gold auch der Bedienung gespendet wird. Die Pokerpartie kann auf viele Wege enden. Da heißt es Aufpassen, da jeder Charakter seine speziellen Tricks hat zu schummeln!

Insgesamt gibt es 8 verschiedene Charakter. Die Charakter (1) bis (4) sind aus dem "Roten Drachen", die Charakter (5) bis (8) aus dem "Blauen Drachen". Für die Auflistung der Charaktereigenschaften zitiere ich an dieser Stelle die Spielanleitung. So bekommt ihr am besten einen Eindruck von dem Unterton des Spiels:

(1) Zot, der Zauberer:
"Zot hätte einen angenehmen Posten an der Zauberakademie haben und dort Magietheorie lehren können, hätte er sich nicht Pooky, ein psychotisches, saufendes Kaninchen, als Vertrauten ausgewählt...
- Das Gute: Zot kennt sich bestens mit Kartentricks aus und ist dadurch ein guter Zocker. Seine meisterhafte Handhabung vieler Zaubersprüche sorgt für seinen Schutz, ob er nun Scherze treibt, zecht oder zockt.
- Das Schlechte: Dieses Kaninchen ist wahnsinnig. Wirklich wahnsinnig!"

(2) Fiona, die Launische:
"Dieses freche Kriegermädel ist ziemlich schnell mit dem Schwert... oder mit der Axt, dem Dolch oder jedem anderen scharfen oder spitzen Gegenstand, den sie in die Finger bekommt.
- Das Gute: Sie kann ziemlich gut schwerste Misshandlungen austeilen und einstecken, und dank ihrer eindrucksvollen körperlichen Verfassung kann sie jede Menge bechern!
- Das Schlechte: Bei all ihren Stärken versagt sie ziemlich darin, den Überblick über ihr Gold zu behalten."

(3) Deirdre, die Priesterin
"Deirdre benutzt die Macht ihrer Göttin, um ihre Freunde zu beschützen und zu heilen und all die bösartigen Kreaturen des finsteren Dungeons zu peinigen. Sie peinigt auch jeden, der sie wie eine Tussi behandelt, auch wenn sie sich nicht zu fein ist, ihr gutes Aussehen zu ihrem Vorteil einzusetzen.
- Das Gute: Die Göttin beschützt Deirdre vor allem Unheil.
- Das Schlechte: Der Schutz der Göttin hilft nicht gegen Alkohol."

(4) Gerki, der Heimtückische:
"Gerki ist ein gerissener Halbling, dessen Taschen immer wohl mit Gold gefüllt sind. Als Meister der Gifte, der mechanischen Fallen und darin, andere von hinten abzustechen, hat Gerki seinen Freunden schon viele, viele Male das Leben gerettet. Wenn er nicht so verdammt nützlich wäre, hätten sie ihn wahrscheinlich schon lange um die Ecke gebracht!
- Das Gute: Gerki ist ein so guter Zocker, dass einige schon vermuten, er könnte schummeln...
- Das Schlechte: In der Tat! Er schummelt!"

(5) Gog, der Troll:
"Gog, der Halboger, ist groß, grün und dumm! Aber er bemüht sich. Wenn man ihn mal kennen gelernt hat, ist er ein richtig netter  Kerl... wenn man sich an den Geruch gewöhnt hat sowie an die Tatsache, dass er zwei linke Füße besitzt. Tanze niemals mit ihm! Wie du dir vorstellen kannst, tut es möglicherweise weh, mit ihm rumzuhängen.
- Das Gute: Gog ist richtig stark!
- Das Schlechte: "Tschuldigung! Gog nicht kennen eigene Kraft."

(6) Dimli, der Zwerg:
"Dimli liebt Gold, Äxte und Bier, und er scheint immer irgendwo noch ein geheimes Goldversteck zu haben. Er ist wirklich richtig gut mit seinen zwergischen Äxten. Jedoch ist er nicht gut, wenn es ans Dartspielen geht. Wenn er damit anfängt, sollte man sich ducken.
- Das Gute: Er hat jede Menge Gold und kann so ziemlich jeden unter den Tisch trinken.
- Das Schlechte: Manchmal ist er ein richtiger kleiner Stinkstiefel."

(7) Eve die Illusionistin:
"Eve spottet jeder Beschreibung, was im Wesentlichen daran liegt, das niemand so genau weiß, wie sie ohne ihre Illusionen aussieht. Ihre Künste haben die Helden ein ums andere Mal vor extrem leichtgläubigen Monstern bewahrt.
- Das Gute: Eve ist eine sehr fähige Illusionistin.
- Das Schlechte: Wenn ihr langweilig ist, testet sie ihre Magie schon mal an ihren Mithelden..."

(8) Fleck, der Barde:
"Fleck ist ein schneidiger Halbelf, der immer ein Lächeln im Gesicht und ein Lied auf den Lippen hat. Seine heroischen Geschichten und sein mitreißendes Lautenspiel heben stets die Stimmung seiner Gefährten, wenn diese den Schrecken der tiefen Dungeons gegenübertreten.
- Das Gute: Frauen wollen ihn. Männer wollen so sein wie er.
- Das Schlechte: Manchmal....nun gut, sehr oft....steigt ihm das zu Kopf..." [cl]

Vielen Dank an Pegasus Spiele für ein Rezensionsexemplar!

 
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
lockeres Fantasykartenspiel
ideales Absackerspiel mit
   viel Schadenfreude
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Spieler, die ausgeschieden sind,
   müssen mitunter lange warten
sehr enge Spielschachtel
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Carsten: "Zum roten Drachen" bzw., neu, "Zum blauen Drachen" ist gut geeignet für Freunde des lockeren Spiels, in unserer Gruppe besonders gern als Absacker.

Einen Spieler gemeinsam schnell "rauszukicken" macht in diesem Augenblick vielleicht Spaß, aber ist, so denke ich, nicht Sinn des Spiels. Dieser Spieler ist nämlich dann wirklich "aus dem Spiel" und muss mitunter recht lange auf das Spielende warten. Den meisten Spaß bekommt man, wenn man es schafft, alle Spieler solange wie es möglich ist, im Spiel zu halten. Gewinnen ist für mich bei diesem Spiel Nebensache! Es wird sehr häufig nach Nasenfaktor entschieden, wer gewinnt, aber im Grunde ist es das Wichtige, das man zusammen viel Spaß hat und jeder einmal die Chance hat, eine Entscheidung irgendwie kippen zu können bzw. jemanden eins Auszuwischen.

Es hilft ungemein, die Schwächen seines Helden zu kennen und danach zu spielen. Spielern, denen unbarmherzige Kartensituationswechsel nicht liegen, und die teilweise willkürliche Spielentscheidungen nicht leiden können, werden das Spiel nicht mögen (hier max. 4 Punkte). Ich für meinen Teil finde das Spiel klasse, da es schön locker spielbar ist.

Spielanfänger haben so manches Problem zu wissen, was passieren kann und werden anfänglich von den vielen lustigen Karten mit vielem spaßigem Text förmlich erschlagen. So kann es sein, dass manche Anfänger ein bisschen Zeit benötigen, um in bestimmten Situationen reagieren zu können.

Das Flair wird übrigens gesteigert, wenn man die Karten, die man ausspielt, seinem Heldencharakter entsprechend vorliest. So gebe ich dem Spiel eine "8" als Gesamtnote, aber möchte noch erwähnen, das Pegasus sich die amerikanische Spielschachtel ("Red Dragon Inn") als Vorbild hätte nehmen sollen, da das Material in der deutschen Edition nur mit "ach und krach" in die enge Schachtel passt....
 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

 NO.1   Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als erstes von SPIELKULT.de getestet!

 

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