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Spiel-Fakten:

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Genre: Würfel
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: Schmidt Spiele ..i..
Autor: Jörg von Rüden
Spieleranzahl: 3 bis 6
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   

 

 
Zock 'n' Roll
...

Kniffel meets Poker

Mit ihren zwei oder drei eigenen, verdeckten sowie den bis zu drei neutralen, offenen Würfeln versuchen die Spieler wertvolle Kniffelkombinationen zu erzielen.
 

Bei Spielbeginn bekommt jeder einen Würfelbecher (mit Loch im Boden), eine Spieltafel (abwaschbar), einen wasserlöslichen Stift sowie 2 Würfel in seiner Farbe. Ein Startspieler wird bestimmt. Er bekommt nun zusätzlich die 5 weißen Würfel.

 
Das Spiel wird in mehreren Durchgängen gespielt. Ein Durchgang besteht aus 3 Runden:
1. Runde: Jeder Spieler wirft seine 2 Würfel in den Becher, und schaut sich das Ergebnis an. Natürlich ist es verboten, in den Becher des Nachbarn zu linsen. Danach wirft der Startspieler die ersten 3 weißen Würfel offen in die Mitte. Diese vergleicht jeder mit denjenigen, die er verdeckt im eigenen Becher hat. Wenn man eine gute Kombination erzielt hat, könnte man in der ersten Runde aussteigen und damit einen Extrapunkt zu seinem Ergebnis dazu markieren. Es wird reihum gefragt, ob man im Spiel bleiben möchte oder lieber aussteigt. Wer nicht mehr dabei sein möchte, hebt einfach seinen Becher und markiert sich die erzielten Punkte.

 
2. Runde: Jetzt wird ein weiterer weißer Würfel zu den anderen schon liegenden dazu gewürfelt. Wer jetzt aussteigt, bekommt "nur" seine Punkte, die er mit den bisherigen 6 Würfeln erzielen kann. Einen Zusatzpunkt fürs Aussteigen gibt es in Runde 2 nicht mehr.
 
3. Runde: Alle, die noch dabei sind, sind Zocker. Denn nachdem der letzte weiße Würfel in der Mitte liegt, bekommt nur derjenige die Punkte, der das höchste Ergebnis erzielt! Eine große Straße wird so von einem Viererpasch, dieser von einem Kniffel geschlagen. Dem Sieger stehen die Punkte aus seinem Würfelergebnis zu und zusätzlich die "Zockerpunkte". Die ergeben sich aus der Anzahl der Mitspieler. Wenn also 5 Leute mitspielen, dann ist ein Kreuz in der Reihe "3. Runde gewonnen" 5 Punkte wert. Bei einem Gleichstand bekommen beide die Punkte der Kombination, aber keiner die Zusatzpunkte "3. Runde gewonnen". Die Würfelaugen sind bei den Kombinationen nicht von Bedeutung, d.h. ein Kniffel aus fünf 2en ist genauso viel wert wie ein Kniffel aus fünf 6en. Alle, die noch in der letzten Runde dabei waren und unterlegen sind, bekommen keine Punkte.

Schlusswertung:
Nachdem der erste Spieler eine Reihe mit sechs ausgefüllten Kreuzen gefüllt hat, wird die Runde noch zuende gespielt. Jetzt werden alle Kreuze zusammengezählt und der Sieger bestimmt.
 
Sonderfall 3 Spieler: Damit das Spiel spannend bleibt, ist ein imaginärer Spieler mit einem 4. Würfelbecher dabei. Seine erzielten Punkte werden nicht aufgeschrieben. Dieser Spieler bleibt aber immer bis zur 3. Runde im Spiel.

 
Profivariante: Für alle, die mehr Auswahl haben möchten, gibt es die Profivariante mit mehr Möglichkeiten. Sie befindet sich auf der Rückseite des Tableaus. Jeder Spieler wirft zu Beginn einer Runde dann 3 statt 2 eigene farbige Würfel in seinen Becher. [vr]
 
 ERKLÄRVIDEO

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Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten > XL-Ansicht
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
farbenfrohe und gute   
   Ausstattung des Spiels
schnell erklärt
abwaschbares Tableaus
kann man mit vielen Spielern
   zusammen spielen
viel Spaß am Spieltisch
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Linkshänder verschmieren
   schnell die Spielertafel
macht mit 6 Leuten mehr Spaß als zu dritt

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Verena: "Zock 'n' Roll" ist eine Mischung aus Poker und Kniffel. Von einem Paar bis zuletzt natürlich 5 gleichen Würfelaugen bekommt man Punkte, die nach Schwierigkeit gesteigert werden. Der Hauptreiz des Spiels liegt im Zockerelement, zur richtigen Zeit aus einer Runde auszusteigen. Gleich zu Beginn aufhören und sich den Extrapunkt sichern oder gar durchhalten bis Runde 3?

Das Spiel entwickelt schnell eine eigene Dynamik, lockere Sprüche fallen, insbesondere in voller Besetzung. Zu dritt gefällt mir das Spiel weniger gut; hier gilt: je mehr Spieler, desto besser!

Das Spielmaterial eignet sich dank abwaschbarer Spieltafeln für unendliche Wiederholungspartien, einzig die Stifte müssen mit der Zeit dann mal ausgetauscht werden. Linkshänder müssen aufpassen: Schnell verwischen sie versehentlich ihre markierten Punkte. Ansonsten spricht die Optik des Spiels aber an; die farbenfrohe Gestaltung lockt Wenig- und Gelegenheitsspieler auf jeden Fall an den Spieltisch. Und auf meinem Spieltisch wird "Zock 'n' Roll" definitiv noch oft landen! Sehr gut!
...
 
   KULTFAKTORbr>       (Langzeit-)Spielreiz  
Ende
 
 
     

Ingo: Ein oft genanntes Kriterium bei der Einschätzung von Spielen ist gerade unter Vielspielern der "Einfluss", d.h. wie viel kann ich aus eigener Kraft dazutun, um das Spiel zu gewinnen. Wenn ein Spiel mit vergleichsweise geringem bis keinem Einfluss dann trotzdem auch in Vielspieler-Runden funktioniert, muss einiges richtig gemacht worden sein. Ja, viel falsch machen konnte man eigentlich auch gar nicht, wenn man zwei beliebte Spiele miteinander kombiniert. Karten-Poker meets Würfel-Kniffel. Beide Spielideen sind doch recht vielen Leuten präsent, sodass der Einstieg dementsprechend flott vonstatten geht.

Das eigentliche "Spiel" besteht dann lediglich darin, einmal pro Spielzug seine Würfel zu werfen und diese dann im Kopf mit den ebenfalls zufällig geworfenen Gemeinschaftswürfeln in der Tischmitte zu Kombinationen zusammenzustellen. Zugegeben: Einfluss habe ich beim Würfeln also auf gar nichts... Vielmehr geht es um das reine Zocken. Bin ich ein Schisser und steige aus? Riskiere ich es, Runde 3 zu gewinnen oder am Ende leer auszugehen? In großer Runde kommt da schnell Spielfreude auf. Das Spiel lebt - wie Poker - von der Mimik der Spieler, von fiesen kleinen Sprüchen an die Konkurrenz... Ja, es ist ein Spaßspiel!

Deshalb verzeiht man dann auch die kleinen technischen Mankos. Anders als beim Poker kann ich bei "Zock 'n' Roll" in der letzten Runde nicht mehr aussteigen. Ich gehe also automatisch "All-In". Blöd wird's, wenn nach Runde 2 alle Spieler bis auf den letzten aussteigen. Dann hat der den Bonus in Runde 3 sicher. So wird es dazu kommen, dass sich mindestens ein Spieler immer "opfert", um dem Kontrahenten keinen formellen Rundensieg zu bescheren - auch wenn der Herausforderer vielleicht schon vorher weiß, dass er keine Chance hat. Ein kleines Goodie für einen doch möglichen Ausstieg in Runde 3 hätte mir noch ganz gut gefallen.

Der zweite Kritikpunkt betrifft die Spiellänge. Je nachdem, wie gespielt wird, empfinde ich das Spiel, für das, was ich aktiv mache, insbesondere in der Profivariante, als schon zu lang. Gegebenenfalls sollte man sich vorher einigen, das Spiel z.B. nach vier Kreuzen in einer Reihe zu beenden, wenn man mal nur kurz zwischendurch spielen möchte.

Am Material kann ich nicht viel aussetzen. Die Würfelbecher mit Loch sind praktisch, die Spieltableaus funktionell, wenngleich ich zu den Leuten gehöre, die sich aus reiner Schusseligkeit selber Punkte stehlen, weil sie mit der Handfläche mal eben wieder ein paar Kreuze wegwischen, ohne das zu wollen...

Wer eine lockere Kniffel-Alternative sucht und gern größere Spielrunden zusammenbringt, dem kann ich "Zock 'n' Roll" ruhigen Gewissens empfehlen. In kleinerer Runde bringt das Spiel nur mit imaginären Spielern Freude - aber: Ein imaginärer Spieler ist halt immer eine Notlösung. Zu fünft oder sechst macht's auf jeden Fall mehr Spaß! Nur eine Bitte: Sucht hier nicht nach Strategien, sucht nicht nach ernsthafter Spielkontrolle, sondern habt einfach Spaß. Dann taugt "Zock 'n' Roll" nämlich für 7 bis 8 Punkte Kultfaktor! :)
 

 
   KULTFAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 

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