Genre: Würfel
Erscheinungsjahr: 2012 Verlag: Amigo Spiele
..i.. Autor: Reinhard Staupe Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: ca. 20 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Wanzen tanzen
Verwanzte
Würfel In bester
Kniffel-Manier gilt es Aufgaben
zu erfüllen. Die kleinen
Babywanzen können dem Spieler
dabei helfen, doch sie können
ihm leider auch schaden...!
So funktioniert's:
Die
Aufgabenkarten werden gemischt und 15 davon
werden als verdeckter Stapel bereit gelegt. Die
oberste Karte wird aufgedeckt. Sie zeigt
zwischen 2 und 4 Würfelaufgaben (z.B. "Full
House", "Kleine Straße", "Keine 3er, 4er oder
5er", "Summe 25 oder 26" etc.). Der aktive
Spieler muss am Ende seines Zuges eine Aufgabe
seiner Wahl erfüllt haben.
Die Wanzen halten
unterschiedliche Aufgaben (für unterschiedlich viele
Siegpunkte) bereit.
Wer
an der Reihe ist, wirft alle Würfel. Nach jedem
Wurf darf der Spieler beliebig viele Würfel
herauslegen (diese dürfen dann nicht mehr neu
geworfen werden). Die anderen Würfel wirft er
neu. Dies wiederholt er solange, bis er alle
Würfel herausgelegt hat, um eine der
ausliegenden Aufgaben zu erfüllen. Erfüllt ein
Wurf gleich mehrere Aufgaben, so muss sich der
Spieler für eine Aufgabe entscheiden. Diese
deckt er dann mit einem schwarzen Marker ab.
Danach hat er die Wahl, ob er den nächsten
Spieler im Uhrzeigersinn weiterspielen lässt
oder ob er sich selber an einer weiteren Aufgabe
dieser Karte versucht.
Das
Risiko des Spielers besteht darin, nach einem
kompletten Spielzug keine neue der Kartenaufgaben
erfüllen zu können. In diesem Fall erhält der
Spieler 2 "Babywanzen" (kleine Plättchen) als
Strafe und muss auf jeden Fall die Würfel an den
nächsten Spieler übergeben.
Fünf Babywanzen bescheren dem Spieler eine
Strafkarte.
Wer
die letzte Aufgabe einer Karte erfüllt, erhält
die Siegpunkte, hier vier.
Die
Babywanzen können jedoch auch jederzeit im
eigenen Spielzug als eine Art "Joker" genutzt
werden. Gefällt einem Spieler sein letzter Wurf
nicht, so darf er die bis dahin noch nicht
heraus gelegten Würfel neu würfeln, wenn er sich
freiwillig eine Babywanze nimmt. Dies darf der
Spieler auch mehrfach während eines Spielzuges
wiederholen.
Erhält ein Spieler jedoch seine fünfte Babywanze, so
muss er sie eintauschen gegen die erste Strafkarte
(im Wert von Minus 1). Für jedes weitere 5er-Set an Babywanzen erhöht sich die Strafe; bei
der fünften und letzten Strafkarte dann bis auf
"Minus 5". Strafkarten werden bis zum
Spielende gesammelt. Bei jeder Vergabe einer
Strafkarte werden alle (!) bis dahin gesammelten
Babywanzen (von allen Spielern!) wieder zurück
in den Vorrat gelegt. Ein Spieler, der eine
Strafkarte erhält, hilft damit auch allen
anderen Spielern, ihr Risiko beim Würfeln zu
mindern, da sie nun wieder gefahrlos neue
Babywanzen aufnehmen können.
Der Strafkarten bringen den
Spielern zunehmend höhere Minuspunkte ein.
Natürlich möchte man so wenig Strafpunkte wie
möglich kassieren. Ziel ist es, Siegpunkte zu
ergattern. Und diese stehen auf der jeweiligen
Aufgabenkarte. Um aber die Aufgabenkarte vor
sich ablegen zu dürfen und so am Spielende die
Punkte dieser Karte für sich beanspruchen zu
können, muss man die letzte (!) noch freie
Aufgabe dieser Karte erfüllt haben! Nur wer die
letzte Aufgabe (was nicht zwingend die unterste
Aufgabe sein muss) abdeckt, darf die Karte
nehmen und die nächste Karte aufdecken.
Spielende:
Gespielt wird solange, bis entweder alle
Strafkarten vergeben oder aber sämtliche
Aufgabenkarten gelöst wurden. Jeder Spieler
zählt nun seine gesammelten Pluspunkte und zieht
davon die Minuspunkte seiner Strafkarten ab. Der
Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.
[ih]
Vielen Dank an
Amigo Spiele für ein Rezensionsexemplar!
ERKLÄRVIDEO
leer
Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten
>
XL-Ansicht
PLUS:
PLUS:
einfaches Würfelspiel,
geprägt von Risikoabwägung
netter Ärgerfaktor
ENDE
MINUS:
MINUS:
recht
starre Aufgabenvorgabe
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Ingo: "Wanzen
tanzen" ist ein flottes Aufgabenwürfelspiel im
Stil von "Kniffel". Wer an der Reihe ist,
würfelt, legt Würfel heraus, würfelt neu, legt
Würfel heraus, würfelt neu... - und hofft, am
Ende seines Zuges eine vorgegebene Aufgabe (der
klassischen Art "Full House" oder "Doppel-Pasch"
etc. oder auch "neue" Aufgaben wie "Summe 25"
oder z.B. "Ausschluss" bestimmter Würfelzahlen)
erfüllen zu können. Das ist grundsätzlich ein
erprobtes Grundprinzip und noch nicht übermäßig
innovativ - wären da nicht die Wanzen...
Ja, die Wanzen sind ein gar lästiges Getier.
Sammelt man zu viele von ihnen, bescheren sie
einem ärgerliche Minuspunkte. Doch alles Lästige
hat auch sein Gutes. Nutzt man sie in Maßen, so
helfen sie einem unter Umständen, einen
schlechten Wurf doch noch in einen guten zu
verwandeln. Aber auch die freiwillige Aufnahme
solche Wanzen garantiert keinen Erfolg - das
Glück bleibt Spiel bestimmend. Letztlich lässt
man sich auf ein Russisches Roulette ein.
Taktisch lässt sich nur bedingt vorgehen. Zwar
kann man während des Würfelns entscheiden,
welche der Aufgaben wohl am besten zu erfüllen
sind und auch noch während des Spielzuges
kurzfristig umdisponieren; dennoch zählt nur der
eigene Würfelerfolg - und die Würfel sind
bekanntlich unbestechlich. Und wenn die Punkte
bringende letzte Aufgabe einer Karte lautet:
"Würfele eine Große Straße", dann MUSS da am
Ende auch die "Große Straße" ausliegen... Ein
Auffangnetz wie beim "Kniffel" (in Form
verschiedener anderer Rubriken) gibt es hier
nicht.
Das Spiel mit den Wanzen ist also das, was
dieses Würfelspiel ausmacht. Gebe ich freiwillig
an meinen Gegner weiter, kann ich darauf hoffen,
dass er versagt, eine Strafkarte zieht, und
meine Wanzensammlung wieder geleert wird.
Aber das liegt nicht in meiner eigenen Hand.
Schon gar nicht, wenn die Runde in voller
Besetzung spielt. Außerdem bleibt die
entscheidende Aufgabe dann immer noch zu
erfüllen...
Da immer nur die letzte Aufgabe einer Karte
Pluspunkte bringt, werde ich meist eher darauf
setzen, mein Glück selbst auszureizen.
Nervenkitzel gibt es vor allem immer dann, wenn
man auf die Hilfe der Babywanzen setzt, um die
noch eine fehlende Zahl eventuell doch noch zu
erwürfeln. Hier muss man mitunter rechtzeitig
die Notbremse ziehen, um sein Glück nicht
überzustrapazieren.
"Wanzen tanzen" eignet sich damit als
unkompliziertes Zwischendurchspiel, das das
bekannte "Kniffel" aus seinen solitären Bahnen
lenkt. Es erfindet die Aufgabenwürfelei nicht
neu und ist sogar teilweise weniger flexibel als
das berühmte Vorbild, was die zu erfüllenden
Aufträge angeht. Es lässt die Spieler aber dafür
mehr miteinander agieren, was für eine erhöhte
Aufmerksamkeit in Wartemomenten und für mehr
Schadenfreude sorgt. Die niedlichen
Illustrationen der Wanzen besitzen dabei
übrigens einen zusätzlichen
Aufforderungscharakter. Für wenig Geld bekommt
man hier ein nettes Würfelspiel, das
generationsübergreifend funktioniert.
Hinweis zum Kultfaktor: Mit mehr Konkurrenz
(= mehr Spielern) interessanter als zu zweit, da
dann der Poker um die Babywanzen mehr zum Tragen
kommt.
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
NO.1
Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als
erstes von SPIELKULT.de getestet!
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