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Spiel-Fakten:

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Genre: Party
Erscheinungsjahr:
2011
Verlag: Tactic  ..i..
Spieleranzahl: 3 bis 6
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
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  Wann war das letzte Mal, dass...?
 
Wayne interessiert's...?
Die Spieler schätzen sich gegenseitig ein, wann sie eine bestimmte Tätigkeit oder ein bestimmtes Ereignis das letzte Mal erlebt haben.
 

     

So funktioniert's:
Der Startspieler wählt zu Beginn eine Fragenkategorie (Alltag, Freizeit, Ereignisse, Verschiedenes). Im späteren Verlauf bestimmt dann immer das Spielplanfeld, auf dem die eigene Figur steht, die Kategorie.


Die Fragen sind teilweise an Banalität nicht zu übertreffen.

Die Frage wird vorgelesen. Die anderen Spieler müssen nun einschätzen, wann der aktive Spieler ein bestimmtes Ereignis, ein bestimmte Tätigkeit etc. das letzte Mal erlebt hat. Sie stellen ihre Drehscheiben (als Uhr gestaltet, welche immer 5 Zeitsektoren freigibt) entsprechend ein und legen sie verdeckt vor sich ab. Der aktive Spieler stellt seine Uhr auf den tatsächlichen Zeitpunkt ein. Dann wird vergleichen.

Wer exakt getippt hat, erhält 3 Punkte, wer ein Sektor daneben liegt, erhält 2 Punkte und wer zwei Sektoren daneben liegt, immerhin noch einen Punkt. Der aktive Spieler erhält so viele Punkte, wie der Spieler, der am besten geschätzt hat. Dann folgt der nächste Spieler im Uhrzeigersinn als aktiver Spieler.

Punkte werden in Form von Bewegungsschritten auf dem Spielplan markiert. Wer auf einem Feld mit "+1" landet, erhält einen zusätzlichen Punkt; wer auf einem "Fragezeichen" landet, darf bei der nächsten Runde einen einzelnen Spieler bestimmten, der auf die Frage antworten soll; alle anderen Spieler setzen aus.


Die Drehscheiben sind als Uhren gestaltet. 5 Sektoren sind stets sichtbar.
   
Der quietschbunte Spielplan dient zur Kategorieauswahl und Punkteanzeige.
   

Sollten alle Spieler einmal falsch schätzen und keine Punkte erhalten, darf der Letztplatzierte ein Feld vorrücken.  Der erste Spieler, der das Zielfeld erreicht, gewinnt.  [ih]

Vielen Dank an Winning Moves für ein Rezensionsexemplar!

 
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      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo:  "Wann war das letzte Mal, dass...?" ... ich mich bei einem Partyspiel derart gelangweilt habe? Mit ruhigem Gewissen stelle ich die Drehscheibe auf 5, nein, besser auf 10, oder vielleicht sogar auf 20, 30 Jahre?

Das eigentliche Spielprinzip ist eine Mischung aus dem bekannten "Privacy" und dem älteren Zeitschätzspiel "Das waren Zeiten". Eigentlich wäre dies somit ganz nett. Aber auch nur eigentlich. Generell gelungen wäre eigentlich auch das Spielmaterial - Kartenumfang, hübsche Drehscheiben im Uhrendesign. Doch schnell zeigt sich auch hier die Kehrseite. Der Spielplan wirkt sehr billig und erinnert vom Design an einen Selbstversuch mit Windows Paint, der anschließend auf die Pappe gequetscht wurde. Auch die Spielfiguren sind alles andere als hochwertig.

Beim eher zweckmäßigen Material möge man noch ein oder zwei Augen zudrücken können, wenn der Spielspaß entsprechend hoch wäre. Dumm nur, dass uns das Spiel auch in diesem Faktor enttäuscht. Hauptproblem ist dabei die Zielgruppe. Einschätzspiele können durchaus für anregende Diskussionen oder herzhafte Lacher sorgen, wenn pikante Fragen gestellt werden.

Werfen wir doch mal einen Blick auf die Spielkarten. Wow. Da wird doch tatsächlich danach gefragt, wann ich das letzte Mal Radio gehört habe. Hui, da kommt ja mal echte Spannung auf... Weiter. Wann bloß bin ich "das letzte Mal an etwas herunter gehangen?" Irgendwie wäre die Frage "wann das letzte Mal etwas an mir herunter gehangen ist" witziger gewesen, aber okay. Kann ja nur besser werden. Denkt man. "Wann war das letzte Mal, dass ich jemanden mit dem Nachnamen Braun getroffen habe?" - hallo?! Spätestens dies ist der Zeitpunkt, mich endgültig aus der rein glücksbasierten Raterei auszuklinken.

Sagen wir einmal so. Grundschulkinder sind wohl die einzigen, die die Banalität und teilweise langweilige Absurdität der Fragen noch verzeihen mögen. Ja, 8-jährige kann man wohl fragen, "wann sie das letzte Mal das Bild eines Koala-Bären gesehen haben" oder "Seil gesprungen sind". Aber was sollen Kinder antworten, wenn man sie fragt, "wann sie das letzte Mal den Immobilienteil der Zeitung gelesen", "eine Zigarre geraucht", "sie Folien angeschaut" (?) oder "mit der Rentenkasse gesprochen haben".

Umgekehrt wird in einer Erwachsenenrunde nicht wirklich Partystimmung aufkommen, wenn danach gefragt wird, wann der Sitznachbar denn "das letzte Mal ein Eis gegessen", "eine Katze gesehen",  oder "ein Stück Papier in der Mitte gefaltet hat"...

Immer wieder suche ich noch das Gute an einem Spiel. Bei "Wann war das letzte Mal, dass...?" gestaltet sich diese Suche als extrem schwierig, denn hier passt leider irgendwie so rein gar nichts zusammen. Schade um das Konzept, aber die größtenteils kindlichen (ja, z.T. fast dümmlichen)  Fragen im Kontrast zu den Themen, die nun überhaupt nicht aus der Kinderwelt stammen, zeichnen sich fast ausnahmslos von einer derart geringen Aussagekraft bzw. Unwichtigkeit aus, dass ich dieses Spiel sicher kein zweites Mal auf den Tisch bringe.

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
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