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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie / Karten
Erscheinungsjahr:
2015
Verlag: Hobby World / Heidelberger Spieleverlag ..i..
Autor: Yuri Zhuravlev
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 45 bis 60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   

 

 
Viceroy
...

Die rechte Hand des Königs...
…wird König nach des Königs Tod. Wer allerdings soll es denn nun werden? Viele bewerben sich, doch es kann nur einen geben!
 
 

Der, der am besten die Regeln von Politik und Macht vereint und die meisten Verbündeten auf seine Seite zieht, wird der nächste sein auf des verblichenen Königs Thron.

Zunächst wird der Markt eingerichtet. Das sind vier Aktionskarten, die in einer Reihe liegend die Auslage bestimmen. Die verschiedenen Marker und Edelsteine bilden den teilweise spielanzahlabhängigen Vorrat.

Jeder Spieler nimmt sich einen Sichtschirm, hinter dem die eigenen Edelsteine (Startkapital: zwei Steine jeder Farbe) aufbewahrt werden. Zwei Steine beliebiger Farbe wählt der Spieler aus und gibt sie in den Vorrat zurück. Dann zieht jeder vier der Charakterkarten und wählt eine davon aus, die er offen vor sich legt. Sie gilt als erste Karte der entstehenden Pyramide. Auf seiner Karte ist eine Belohnung zu sehen, die der Spieler sich sofort nehmen darf. Von den restlichen drei Karten nimmt er eine weitere auf die Hand. Der Rest kommt zurück in den Stapel, von dem erneut 12 Karten gezogen werden und die dann als verdeckter Nachziehstapel neben dem "Markt" platziert werden. Die restlichen dieser Karten werden als Auktionsstapel bereitgelegt. Die vier obersten Karten werden als "Markt-Reihe" unterhalb der Auktionskarten ausgelegt. Von den gemischten Gesetzeskarten zieht jeder Spieler drei auf die Hand. Auch hier gibt es dann einen Reservestapel.

Ziel ist es, im Spielverlauf die meisten Machtpunkte zu erreichen. Das Spiel verläuft reihum in je zwei Phasen pro Runde: Auktion und Entwicklung. Sobald unter den Auktionskarten im Markt keine Charakterkarten mehr liegen, endet das Spiel. Die Spieler arbeiten die Phasen jeweils gleichzeitig ab.

Die Kunststoff-Diamanten und die Spielmatte lassen sich optional käuflich erwerben. Sie werten das Spiel, das ohne Spielplan und nur mit Pappedelsteinen geliefert wird, optisch auf.

Die Auktionsphase betrifft die vier Karten im Markt. Jede dieser Karten ist einer Auktionskarte zugeordnet, die einen Edelstein zeigt. Jeder wählt sich nun hinter seinem Sichtschirm verdeckt einen Edelstein aus, den er dann gleichzeitig offen bietet. Nur die Spieler, die für eine Karte allein geboten haben, dürfen sich diese Karte nehmen. Alle Spieler mit doppeltem Gebot müssen ihre Edelsteine abgeben und in einer weiteren Bietrunde neu bieten. Maximal drei Bietrunden werden gespielt. Wer in diesen Runden nichts erreicht, hat Pech. Man kann allerdings auch bewusst passen und sich dafür drei Edelsteine aus dem Vorrat nehmen. Zuletzt wird der Markt erneuert, wobei die Karten aus der Vorrunde (sich oberhalb bildende Reihe) entfernt werden. Die unterhalb übrigen Karten werden in die obere Reihe verschoben und die untere Reihe vom Stapel aufgefüllt.

Dann folgt die Entwicklungsphase, in der jeder Spieler bis zu drei seiner Handkarten in seine Pyramide einbauen kann. Das kostet allerdings Edelsteine. Deren Art und Anzahl wird vom Kartenpreis (linke Kartenseite) und deren Reihe innerhalb der max. 5-stufigen Pyramide bestimmt. Allerdings steigen auch die Belohnungen, je höher die Karten in die Pyramide eingelegt werden können.

Um eine Karte in der nächsten Ebene zu platzieren, müssen vorher die beiden unteren Plätze innerhalb der Pyramide gefüllt werden.  Man baut sozusagen nach oben. Wichtig ist die Beachtung der farbigen Kreise, die sich an den Ecken der Karten bilden. Schafft es ein Spieler einen solchen Kreis einfarbig zu bilden, darf er sich sofort einen entsprechenden Edelstein aus dem Vorrat nehmen. Einmal gelegte Karten verbleiben in der Pyramide, es sei denn, eine Gesetzeskarte erlaubt dies wörtlich.

Folgende Legeregeln sind beim Auslegen zu beachten:

- Die Pyramide geht max. fünf Ebenen in die Höhe.

- Die unterste Ebene darf beliebig breit werden.

- Als benachbart gilt, was sich seitlich berührt (auch über verschiedene Ebenen).

- Manche Gesetzeskarten fordern zum "unterlegen" auf. Die so unter anderen Karten platzierten Karten kosten nichts, erzielen aber auch keine Sofortbelohnung.

- Karten gelten als freie Karten, solange sie in einer Ebene liegen, ohne dass eine Karte in der Ebene darüber platziert wurde.

Gesetzeskarten kann man kostenlos in die unteren vier Ebenen der Pyramide einfügen. Ihre Kartentexte werden ggfs. sofort ausgeführt. Einen Sonderbonus erhält ein Spieler, der die oberste Karte seiner Pyramide (5. Ebene) hinzufügen konnte. Er darf 15 Machtmarker auf dieser Karte platzieren oder alle Belohnungen der drei unteren Stufen nochmals nehmen.

Insgesamt drei Entwicklungsrunden werden gespielt, dann folgt die neue Spielrunde mit Bieten und Entwickeln.

Das Spiel endet, wenn nach einer Auktion die letzten vier Karten in den Markt gelegt werden. Die Runde wird zu Ende gespielt. Es folgt die Wertung. Dazu dürfen alle Spieler ihre noch hinter dem Sichtschirm befindlichen Edelsteine nutzen, um ihre Kreise einfarbig umzufärben, indem sie auf die nicht passenden Teile einfach einen Edelstein gewünschter Farbe legen. Dann erhalten die Spieler Punkte für einfarbige Kreise, unerschöpfliche Edelsteinen (können gesammelt werden), Gesetzeskarten, Machtpunktemarker, Magie, vollständige Markersätze. Von dieser addierten Gesamtsumme ziehen die Spieler alle Minuspunkte ab, die sie durch Angriffsmarker ihrer Mitspieler erhalten haben. Am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten. [go]

 
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  PLUS:
PLUS:

interessanter Mechanismus
schöne Optik
ENDE
  MINUS:
MI

Regelschwächen
zum Ende hin immer glücksabhängiger
leer
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   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Gabi: Der König ist tot, lang lebe der König. Aber wer wird der Neue? Im Spiel soll das geklärt werden. Entscheidend sind hier Kartenglück und Taktik, wobei im Spielverlauf das Glück immer spielentscheidender wird. Man muss es akzeptieren können, sagt der eine und freut sich (oft kein Strategiemonsterspieler), während der andere das Spiel spontan abwählt.

Das Design lädt schon mal ein, wenn auch zugegebenermaßen erst die hinzukaufbare, optisch schicke Spielmatte und die ebenfalls nachzurüstenden "echten" Kunststoffedelsteine das Spiel tatsächlich zu einem Hingucker werden lassen. Das ursprüngliche Material ist schick, jedoch eher dem üblichen Standard zuzuordnen.

Der Spielmechanismus ist einfach und beschränkt sich aufs Bieten und Bauen. Die Möglichkeiten werden dann durch die Nutzung der Karten (Gesetz und Charaktere) stark erweitert. Das erhöht den Wiederspielreiz, da die Runden doch immer wieder variieren. Das Bieten macht einen insgesamt angenehmen Teil des Spieles aus und hinterlässt einen gewissen Risiko-Reiz beim gelegentlich nötigen Sicherheitsausstieg. Im Auge behalten sollte man von Anfang an die Karten und die Edelsteine, die zwangsmäßig nötig sind, um vorwärts zu kommen. Hat man den Spielablauf verstanden, spielt sich das Spiel recht flüssig.

Allerdings ist das Erreichen des Verständnisses recht schwierig. Die wortreiche Anleitung hinterlässt nicht schlüssige Fragen. Beispielsweise die Frage nach dem Spielende. Oft sind die Karten im Markt noch nicht aufgebraucht, doch der erste Spieler hat bereits seine fünfte Ebene erreicht. Endet dann das Spiel?! Die Antwort ist letztlich einfach: Man kann einfach die unterste Reihe erweitern. 

Insgesamt macht das Spiel Spaß, ganz klar, wenn man sich auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt hat und wenn man einen geeignet großen Spieltisch zur Verfügung hat. Das Spiel benötigt viel Platz, macht aber vor allem durch das zusätzlich kaufbare Material echt was her, was letztlich aber auch ein Bedauern auslöst. Schade, dass bestimmte Unbalancen auftreten. Es gibt keine wirkliche Spielerzahlanpassung. Durch die Endbegrenzung auf die Auktionskarten wird die letzte Runde eher zum "Muss". Die auf den Karten liegenden Marker und Schilder verdecken die Karteninformationen. Und die umfangreiche Wertung dauert... Zitat:"…so lange wie das Spiel selbst!". Hier wäre ein Wertungsblock hilfreich, der allerdings der englischen Ausgabe beilag. Zumal die Punktwertung auch nicht als kleine Wertungshilfe auf dem Sichtschirm angegeben wurde. So braucht man mindestens eine Runde, um eine Vorstellung von den  Punktmöglichkeiten zu erhalten.

Und nun? In unseren Spielgruppen fiel besonders eine gewisse "Unfertigkeit" auf. Bis zur letzten Runde ist alles gut erklärt und klar verständlich und definitiv spieltypabhängig. Aber das stört nicht. Erst die Zeit kurz vorm Ende hinterlässt Fragen und irgendwie das Gefühl, zu wenig Einfluss nehmen zu können. Die umfangreiche Wertung ist müßig, jedoch zum Spiel passend. Schade, "noch nicht ganz ausgereift", so die Meinung der Tester.

Fazit: "Viceroy" ist ein optisch ansprechendes Spiel, das mit seiner Verkopplung Bieten-Bauen für langfristigen Spielspaß sorgen kann, allerdings Regelschwächen aufweist. Und man muss wissen, dass das Glück zunehmend mitspielt.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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