Genre: Familie, Strategie
Erscheinungsjahr: 2008 Verlag: Goldsieber
..i.. Autoren: Christian Fiore,
Knut Happel Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: ca. 45-60 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Via
Romana
Straßenbau in
Gallien
Kreuz und quer durch Gallien sollen
sie verlaufen, die Straßennetze der Römer. Kastelle werden
errichtet, Meilensteine gesetzt, Städte verbunden.
Der Spielplan von "Via Romana" zeigt, anders als
vielleicht zu erwarten, nicht Italien, sondern
Frankreich (das ehemalige Gallien) zur Zeit der Römer.
Ziel ist es, die mit Wappen gekennzeichneten Städte
untereinander mit Straßen zu verbinden.
Der Spielplan
zeigt das Straßennetz Galliens.
In der Stadt
wurde bereits ein Kastell (rot) gebaut; die Meilensteine
unterschiedlicher Farbe schließen sich daran an.
So
funktioniert's:
Jeder Spieler erhält 4 Kastelle (von denen er eines vor
Spielbeginn auf dem Plan platziert / bei 2 Spielern
werden gleich 2 Kastelle platziert) und 20 Meilensteine
in seiner Spielfarbe. Außerdem zieht er eine
Auftragstafel, die ihm anzeigt, welche Stadtmarker er
möglichst sammeln soll. Die Stadtmarker wurden zuvor
neben den Stadtfeldern platziert; sie zeigen Punkte von
1 bis 4 und werden immer dann gewonnen, wenn eine
Strecke zwischen zwei Städten komplett bebaut wurde und
ein Spieler eine Mehrheit an Spielsteinen (Kastelle oder
Meilensteine) auf dieser Verbindung besitzt.
Jeder Spieler besitzt zunächst 4 Handkarten, die im
Spielverlauf auf maximal 7 aufgestockt werden dürfen.
Überschüssige Karten müssen vor jeder Runde abgeworfen
werden. Die Handkarten berechtigen zum Bebauen der
Straßen. Jede Karte zeigt eine Farbe sowie ein Symbol.
Die Farbe gibt an, auf welchem Stadt- bzw. Straßenfeld
gebaut werden darf. Stimmt ein Feld auch noch mit dem
Symbol überein, dürfen zusätzliche Bauvorhaben
verwirklicht werden.
In den
Städten gibt es Stadtmarker für denjenigen, der am
meisten zu einer Verbindung beigetragen hat. Die
restlichen beteiligten Spieler haben die Wahl zwischen 4
Spielkarten aus der Auslage.
Jeder Spieler
besitzt eine Auftragstafel, die angibt, welche 4
farbigen Stadtmarker er einsammeln soll, um Bonuspunkte
zu kassieren. Maximal 7 Handkarten darf ein Spieler
gleichzeitig besitzen.
Die Bauregeln:
- Kastell bauen (in einer Stadt): 2 gleichfarbige Karten
müssen ausgespielt werden. Die Farbe muss dabei mit dem
Stadtfeld übereinstimmen.
- Meilenstein bauen (in einer Stadt): 1 entsprechend
farbige Karte muss ausgespielt werden. Alternativ zwei
Karten mit beliebigen unterschiedlichen Farben (> gilt
als Joker bei der Farbwahl).
- Meilenstein bauen (auf einem Straßenfeld): Gleiche
Regeln wie beim Stadtfeld; jedoch müssen die
Meilensteine stets an vorhandene Kastelle oder
Meilensteine in Städten angeschlossen werden!
- 2 Meilensteine gleichzeitig bauen: Karte muss in Farbe
UND Symbol mit dem Stadtfeld übereinstimmen, von dem aus
die Straße weitergebaut wird. Das Stadtfeld muss dabei
bereits bebaut sein!
Pro Runde darf ein Spieler maximal 3 Handkarten
ausspielen; er kann auch weniger Karten verwenden oder
sogar ganz aussetzen.
Wurde eine
Strecke komplett bebaut und gewertet, wird sie gesperrt.
Der Wegweiser "Roma" zeigt dies an.
Tipp:
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Erklärvideos!
Immer, wenn 2 Städte und ihre Verbindung komplett bebaut
wurden, wird eine Wertung ausgelöst. Der Spieler, der
die meisten Spielsteine zur Verbindung beigetragen hat,
darf sich einen Stadtmarker von einer der beiden
beteiligten Städte auswählen. Bei Gleichstand erhält der
Spieler, der die Wertung ausgelöst hat oder der nächster
Spieler der Reihe nach ihm, den Marker. Alle anderen, an
der Verbindung beteiligten Spieler ziehen der Reihe nach
Handkarten aus der offenen Auslagefläche - und zwar in
der Anzahl, wie sie Spielsteine auf der Wertungsstrecke
verbaut haben. Reicht die Auslage nicht aus, wird vom
verdeckten Nachziehstapel gezogen.
Wurde eine Strecke gewertet, bleiben die Bebauungen auf
den Stadtfeldern erhalten. Die Bebauungen der
Straßenfelder hingegen werden entfernt. Stattdessen wird
ein Wegweiser aufgestellt, der anzeigt, dass diese
Straße bereits fertig ausgebaut wurde - hier dürfen
keine Steine mehr platziert werden. Bei weniger als 4
Spielern werden bereits vor Spielbeginn einige Straßen
gesperrt.
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Das Spiel endet, sobald auch der letzte Wegweise einen
Streckenabschluss markiert. Die Gesamtpunktzahl eines
Spielers ergibt sich aus den gesammelten Stadtmarkern
sowie aus den noch ausliegenden Stadtmarkern neben jedem
eigenen Kastell. 5 Zusatzpunkte gibt es für vier
gesammelte Stadtmarker, die in ihrer Farbe mit den
vorgegebenen Farben auf der Auftragstafel eines Spielers
übereinstimmt. Außerdem erhält der Spieler, der die
letzte Strecke zur Wertung gebracht hat, einen
"Legionsadler", der ihm noch einmal 2 Punkte einbringt.
Der Spieler mit der meisten Gesamtpunktezahl ist der
Sieger. Bei Gleichstand gewinnt der Spieler, der den
Legionsadler besitzt bzw. der nächste darauffolgende
Gleichstand-Spieler in der Reihe.
[ih]
Vielen Dank an Goldsieber (Noris Spiele) für ein Rezensionsexemplar!
PLUS:
PLUS:
gut
funktionierende
Spielmechanismen
leicht erlernbar
ENDE
MINUS:
MINUS:
Ideenmangel
Standfüße der Wegweiser
halten nicht
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Ingo:"Via Romana"
ist ein einfach zu erlernendes strategisches
Familienspiel, bei dem es darauf ankommt, durch
geschicktes Ausspielen von Handkarten Mehrheiten
zu erlangen. Durch die 5 möglichen
Bebauungsschritte ist genügend Raum für eine
eigene Spieltaktik vorhanden; trotzdem wird
einem mit diesem Spiel nichts revolutionär neues
geboten.
Die Spielmechanismen sind aus anderen
Spielen bekannt; sie funktionieren jedoch
tadellos und eignen sich in ihrer Einfachheit
auch bereits für jüngere Spieler.
Kritik müssen
wir an einem Bestandteil des ansonsten sehr
gelungenen Materials üben: Die Wegweiser wollen
nun rein gar nicht in ihren - ebenfalls aus
Pappe bestehenden - Standfüßen bleiben. Hier
sollte vor der ersten Partie zum Kleber
gegriffen werden.
Geübte Strategiespieler in
unserer Testrunde fühlten sich bei diesem Spiel
ein wenig unterfordert; wer jedoch ein simples
strategisches Spiel für die ganze Familie sucht,
ist mit "Via Romana" gut bedient.
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
Gabi:Die Spielidee ist nicht neu, jedoch gibt das
Spielthema durchaus neue Impulse, die allerdings
spieltechnisch lediglich im Material Anklang
finden. Die illustrierte Spielregel ist gut
verständlich, jedoch auf den ersten Blick etwas
unübersichtlich. Offene Fragen lassen sich bei
einem Testspiel klären.
Die Regeln selbst sind
schnell erlernbar, wodurch der Spielablauf
flüssig bleibt. Das Spielmaterial ist, bis auf
die Wegweiser, gut verarbeitet und ausreichend
vorhanden. Die Wegweiser halten jedoch nur
schlecht in ihren Bodenplättchen, so dass früher
oder später Klebstoff notwendig wird.
Der
Spielablauf ist zügig und nur wenig von Glück
bestimmt. Sogenannte "schlechte Karten" können
als Jokerkarten gute Verwendung finden. Die
Gliederung eines Zuges in mehrere Einzelschritte
lässt viel Spielraum zu taktischen Überlegungen.
Unsere Grundschulkinder fanden sich im Spiel mit
den Erwachsenen schnell ins Regelwerk ein und
erzielten bald eigene Erfolgserlebnisse.
Insgesamt halte ich "Via Romana" für ein
gelungenes Einsteiger-Strategiespiel für
Familien.