Genre: Familie
Erscheinungsjahr: 2010 Verlag: Abacusspiele
..i.. Autor: Kevin G. Nunn Spieleranzahl: 3 bis 7 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: ca. 45 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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VeloCity
Als
Fahrradkurier in der Fahrradstadt Die Spieler besitzen
jeweils ein eigenes Team mit Fahrradkurieren - da will natürlich
jeder der Schnellste sein, um die Rennstrecke zu meistern.
So funktioniert's: Der Spielplan wird in die Tischmitte gelegt. Jeder
Spieler erhält ein Fahrradkurier-Team in einer Farbe.
Dabei ist die Anzahl der Spielfiguren abhängig von der
Anzahl der Spieler. 3 – 4 Spieler erhalten 5 Figuren pro
Team. 5 – 7 Spieler erhalten 4 Figuren pro Team. Aus
diesen Figuren wählt jeder Spieler den Teamführer aus
und stellt ihn gut sichtbar vor sich ab. Für jeden
Spieler werden zudem Vitamindrink-Dosen neben dem
Spielplan bereit gelegt.
Jeder Spieler
besitzt mehrere Fahrradkuriere seiner Farbe.
Die Würfel bestimmen, wie weit ein Kurier nach vorn
gezogen werden darf
Der
Spielplan besteht aus folgenden Feldern:
- Startfeld: Parkplatz, dort beginnen alle Kuriere ihre
Fahrt.
- Zielfelder: Die grünen Felder am Ende des Parcours
bestimmen den Sieg.
- Versorgungsfelder: Hier erhalten die Fahrer eine
Vitamindrink-Dose - es sei denn, sie fahren im
Windschatten. Dazu gleich mehr.
- Hindernisfelder: Kommt ein Kurier hier zum Stehen,
verliert der Fahrer eine Vitamindrink-Dose oder er muss
zurück auf das nächste freie (!) Hindernisfeld in
Richtung Start. Wer zurück setzen muss, erhält zum Trost
eine Dose aus dem Vorrat, eer zurück bis zum Start muss
sogar zwei Dosen.
- Streckenfelder: Leere Felder sind reine Lauffelder -
hier passiert nichts.
Spielablauf:
Der aktive Spieler nimmt den Würfel und entscheidet sich
für eine Solo- oder für eine Pulkfahrt. Zudem
entscheidet er, ob Vitamindrink-Dosen eingesetzt werden
sollen.
Die blauen
Vitamindrinks bringen mehr
Energie in Form eines
zusätzlichen Würfels.
Tipp:
Zu vielen Spielen präsentiert SPIELKULT.de kostenlose
Erklärvideos!
Solofahrt: Der Spieler darf vor dem Würfeln
Vitamindrink-Dosen einsetzen, um das Würfel- Ergebnis
besser nutzen zu können.
Energie
tanken: Der Spieler darf zusätzlich mit dem hellblauen
Energiewürfel würfeln. Er entscheidet, welchen der
Würfel er zum Bewegen seiner Figur verwendet. Dafür gibt
er vor dem Wurf eine Dose in den Vorrat zurück.
Vorstoß
wagen: Der Spieler muss den Teamwürfel und den
Energiewürfel gemeinsam würfeln. Er entscheidet, ob er
nur einen oder beide Würfel zum Ziehen der Figur
verwendet. Dabei darf kein anderer Spieler im
Windschatten mitfahren. Der Spieler gibt dafür zwei
Dosen an den Vorrat zurück.
Windschatten
fahren: Steht der aktive Kurier mit weiteren Figuren auf
dem Feld (außer auf Startfeldern), dürfen diese im
Windschatten mitfahren. Die Spieler entscheiden sich im
Uhrzeigersinn, ob sie das Angebot nutzen oder nicht. Für
das Mitfahren zahlen sie eine Dose aus ihrem Vorrat.
Dann können die bezahlten Kuriere auf das gleiche Feld
gesetzt werden, wie der aktive Spieler.
Im Laufe des Spiels bringt
jeder Spieler bis zu 5 Kuriere auf die Rennstrecke.
Pulkfahrt: Der Spieler entscheidet sich vor dem
Würfeln, welcher Kurier (auf einem Feld mit mindestens
einem eigenen und einem fremden Fahrer) die Pulkfahrt
absolvieren soll. Dabei betrifft das Würfelergebnis, das
mit den Würfeln ALLER an der Pulkfahrt beteiligten
Spieler erzielt wird, auch alle Kuriere, die auf diesem
Feld stehen.
Möchte der
Spieler vor dem Wurf Energie tanken, zahlt er eine Dose
an den Vorrat und darf dann zusätzlich zu anderen
Würfeln den Energiewürfel nutzen.
Dann
entscheidet er sich für einen Würfel. Dabei gilt: Wird
der eigene Würfel (oder der Energie-Würfel) gewählt,
darf der Kurier allein nach vorn fahren. Wird ein Würfel
eines gegnerischen Teams gewählt, werden der eigene und
der zum Würfel gehörende gegnerische Fahrer um das
Würfelergebnis nach vorn bewegt.
Alle anderen
Fahrer dürfen jedoch trotzdem nach den bereits
beschriebenen Regeln im Windschatten mitfahren und geben
dafür eine Dose ab.
Bewegungsregeln:
- Die gewürfelte Augenzahl wird immer komplett gezogen,
außer bei der Zieleinfahrt.
- Es dürfen mehrere Kuriere auf einem Feld stehen
bleiben.
- Beim Bewegen mehrerer Fahrer wird immer die eigene
Figur zuerst gezogen.
- Wurde gewürfelt, ohne vorher gewählt zu haben, muss
der Zug als Solofahrt genutzt werden.
Der rote
Spieler bringt seinen ersten Fahrradkurier über die
Ziellinie.
Nach und nach
füllt sich der Zieleinlauf.
Überquert
ein Fahrer die Ziellinie (nur mit einem eigenen
Team-Würfel möglich!), stellt er den Kurier immer am
jeweils letzten noch freien Feld ab, d.h. das erste Feld
entspricht dem ersten Platz. Im Windschatten mitzufahren
ist hierbei nicht möglich!
Das
Spiel endet, wenn ein Spieler seinen dritten Kurier ins
Ziel gebracht hat. Dieser Spieler ist dann der Sieger.
Alternativ wird so lange gespielt, bis alle acht
Zielfelder besetzt sind. Wer dann die meisten Kuriere
ins Ziel gebracht hat, gewinnt. Bei Gleichstand gewinnt
der Spieler, dessen Fahrer als Letzter das Ziel
erreichte.[go]
Vielen Dank an
Abacusspiele für ein Rezensionsexemplar!
eer
ERKLÄRVIDEO
leer
Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten
>
XL-Ansicht
Gabi:"VeloCity"
- ein Wort mit zwei Bedeutungen. Einesteils ist
das Wort die franz. Übersetzung von
"Fahrrad-Stadt". Andererseits ist es das
englische Wort für Geschwindigkeit. Ein schönes
Wortspiel, das dem aufgesetzten Thema ein
angenehmes, familienorientiertes Flair verleiht.
Das Material wirkt angepasst und besteht aus
hochwertigem Holz. Die teilillustrierte
Anleitung passt ebenfalls gut zum Konzept und
ist ausreichend gegliedert, könnte allerdings
gern eine etwas größere Schrift erhalten.
Die Spielidee muss bei "VeloCity" eher als
erweitertes Laufspiel mit taktischen Zügen
eingestuft werden, dessen hoher Glücksfaktor
durch die Vitamindrinks etwas verringert, jedoch
nicht ausgemerzt werden kann. Als angenehm muss
man allerdings das Verwenden mehrerer Würfel
werten, mit denen man ebenfalls dem Glück ein
wenig nachhelfen kann.
In unseren Spielgruppen kam es bei den Kindern
durchaus zu einem Wettkampf, der Spannung
aufkommen ließ. Die Erwachsenen empfanden das
Spiel insgesamt als zu simpel. Auch wirkten
einige Pechsträhnen hinderlich beim Spielen und
bewirkten aufkommenden Frust.
Der Spielablauf ist dagegen auch bei größeren
Spielgruppen noch zügig und lässt relativ wenig
Wartezeiten aufkommen. Dazu wirkt auch die recht
kurze Rundenzeit der Langeweile entgegen.
Mein Fazit: "VeloCity" ist als einfaches, aber
solides Familienspiel zu empfehlen, zumal die
7-Personen-Variante endlich auch einmal größeren
Familien den Spieleinstieg ermöglicht.
(>
Video)
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
Ingo:
Mit seinem "würfeln-und-nach-vorn-ziehen-oder-verdammt-ich-muss-zurück-zum-Start"-Prinzip
lässt "Velo City" ein wenig Flair der 80er-Jahre
entstehen, in denen ein Konzept dieser
Art noch häufiger anzutreffen war.
Das Thema wurde sehr familiengerecht
gewählt - ja, man könnte sagen, ein wenig zu
harmlos - und lässt eine Spur Spritzigkeit
vermissen.
Das Material geht qualitativ und optisch in
Ordnung; die vielen, vielen, bunten Aufkleber
für die vielen, vielen bunten Fahrradkuriere
müssten allerdings, wenn man der Anleitung Folge
leistet, vor dem ersten Spiel fein säuberlich
auf den Holzfiguren angebracht werden - eine
etwas zeitraubende, knibbelige Angelegenheit.
Immerhin leistet die Beklebung einen Beitrag zur
Farben- und Formenlehre, denn jeder Kleber passt
eigentlich (!) nur auf eine bestimmte Seite
einer bestimmten Figur,
was nicht heißt, dass man die Biester nicht doch
zunächst verkehrt aufpappen könnte, wenn man
zwei linke Hände sein Eigen nennt. *In-die-Runde-guck*
- Verdammt, ich bin alleine ;)
Als
etwas merkwürdig erweist sich die
Gleichstandsregel am Spielende, die das
Spieltempo mächtig ausbremsen kann. Warum
derjenige gewinnen soll, der im Remis-Fall als
Letzter ins Ziel rückt, ist auch inhaltlich nur
schwer zu erklären.
In einer Familienrunde mit Kindern kann dieses,
ansonsten aber recht fixe, Wettrennen dennoch
ganz unterhaltsam
erscheinen. Immerhin ist zumindest eine Spur Taktik
möglich, die die hohe Glückslastigkeit beim
Würfeln ein wenig einschränkt und zudem dem
einen oder anderen Gegner zu der einen oder
anderen Ärgerattacke verhilft. Ist ja auch immer
mal ganz witzig! (>
Video)