Genre: Kinder, Familie
Erscheinungsjahr: 2009 Verlag: Tactic
..i..
(Vertrieb: Winning Moves) Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 7 Jahren Spieldauer: ca. 30 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
Anzeige
Tuk
Tuk Taxi
Hallo, Taxi!
Welcher Taxifahrer befördert seine
Fahrgäste am schnellsten zum Ziel? Vorsicht!
Die Konkurrenz behindert die Fahrt durch Verkehrsschilder!
So funktioniert's:
Aus zwei Stadtplänen (europäisch oder asiatisch)
können die Spieler eine Stadt auswählen, in der sie zum
Taxifahrer werden möchten. Die im Stadtkern verteilten
Fahrgäste müssen aufgenommen und zum heimatlichen
Taxi-Stand gebracht werden. Durch geschicktes Legen der
Verkehrszeichen können die Mitspieler ausgebremst oder
das eigene Taxi beschleunigt werden. Alle Verkehrszeichen
und Aktionskarten werden zunächst gemischt und als
verdeckter Stapel neben den Spielplan gelegt.
Der Spiel-
bzw. Stadtplan ist zugepflastert mit Verkehrsschildern.
Der Würfel
und die Verkehrszeichen bestimmen die
Aktionsmöglichkeiten des Spielers.
Jeder
Spieler setzt zwei Fahrgäste auf ein beliebiges
Gebäudefeld auf der braun gekennzeichneten Fläche des
Spielplans. Nun
wählt sich jeder ein Taxi und stellt es auf den ihm am
nächsten befindlichen Taxi-Stand (in den 4 Ecken des
Stadtplans).
Der Jüngste beginnt.
Er zieht eines der Kärtchen vom Stapel. Ist es eine
Aktionskarte (grün), wird die entsprechende Aktion
sofort ausgeführt. Ist es ein Verkehrszeichen, kann der
Spieler entscheiden, ob er mit dem Verkehrszeichen ein
störendes Verkehrszeichen überdecken (ungültig machen)
möchte oder ob er das Verkehrszeichen auf ein freies
Straßenfeld (nicht auf ein Ampelfeld) legen möchte. Dann
legt er das Verkehrszeichen auf die gewünschte Position.
Mögliche
Verkehrszeichen sind beispielsweise:
"Schleudergefahr" – Bitte eine Runde aussetzen. "Parkverbot" –
Hier darf man noch einmal würfeln. "Stoppschild" –
Haltepflicht für alle Fahrzeuge aus allen Richtungen,
erst in der nächsten Runde darf weitergefahren werden.
Das blaue
Taxi hat einen Fahrgast an Bord.
Oh-oh, das
sieht nicht gut aus!
Der aktive Spieler
würfelt nun und setzt sein Taxi um die entsprechende
Augenzahl weiter. Folgendes gilt es beim „Fahren“ zu
beachten: -
Die
Verkehrszeichen in Fahrtrichtung müssen eingehalten
werden. -
Die
Fahrtrichtung ist frei wählbar, aber darf nicht
innerhalb eines Zuges gewechselt werden. - Es darf immer
nur ein Taxi auf einem Straßenfeld stehen. - Überholen ist
erlaubt.
-Landet
man auf einem bereits besetzten Feld, muss man ein Feld
davor stehen bleiben.
Jeder Fahrgast kann
von jedem Spieler mitgenommen werden, dessen Taxi auf
dem Feld hält, auf das die Füße des Passagiers zeigen.
Dabei können überzählige Würfelpunkte verfallen. Der
Passagier wird oben in den Schlitz des Taxis gesteckt
und wird so zum eigenen Taxistand transportiert. Es kann
immer nur ein Fahrgast-Kärtchen eingesteckt und
transportiert werden.
Anzeige
Muss das Taxi ein
Ampelfeld passieren, werden die Farben des Würfels
beachtet. Eine rote Zahl (1, 2) heißt "stehenbleiben"
und erst in der nächsten Runde geht’s weiter. Eine gelbe
Zahl (4, 6) heißt "nur die Hälfte der Zahl wird
gesetzt", also 2 oder 3. Eine grüne Zahl (3, 5) heißt
"weiterfahren". Sollte die Zahl jedoch nicht ausreichen,
um die Ampelkreuzung komplett zu passieren, muss das
Fahrzeug vor der Ampel stehen bleiben.
Das
Spiel endet, wenn ein Spieler so viele Fahrgäste in den
eigenen Taxistand gebracht hat, so dass er von keinem
anderen Spieler mehr übertroffen werden kann. Haben
mehrere Spieler die gleiche Anzahl von Passagieren
befördert, gilt derjenige als Sieger, der seinen letzten
Fahrgast als erster von allen im Ziel abgesetzt hat.
[go]
Checkpoint
Checkpoint
PLUS:
PLUS:
einfaches Spielprinzip
viel Interaktion
ENDE
MINUS:
MINUS:
mitunter hoher Frustfaktor
Sonderfelder nicht gut
zu erkennen
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Gabi:
Es
gibt wohl kaum einen erwachsenen Autofahrer, der
nicht schon mindestens einmal kopfschüttelnd
durch unseren deutschen Verkehrsschilderwald
gefahren ist. Verkehrsschilder die sich
innerhalb weniger Meter wieder aufheben, stetig
die Richtung wechselnde Einbahnstraßen,
Polizeikontrollen, zeitraubende Werkstattbesuche
... kurz gesagt der alltägliche Wahnsinn des
Autofahrens. Und dieser Wahnsinn wurde nun
hineinprojiziert in ein lustiges
Brettspiel für Kinder und Familien, bei dem man
gehörige Portion an Ärger vertragen können muss.
Das Material ist ausreichend und besitzt ein
passendes Design. Die Spezialfelder (Ampeln,
Tankstelle, Werkstatt) des Spielplans könnten
durchaus etwas sichtbarer gestaltet sein - man
muss sie anfangs regelrecht suchen.
Die Spielidee ist denkbar einfach – hole deinen
Fahrgast ab und bringe ihn zum eigenen
Taxistand. Die Schwierigkeit besteht hier in der
direkten Durchführung, denn es werden verdeckt
Verkehrszeichen gezogen und passend auf dem
Spielplan platziert.
Was hier passt, liegt
allerdings im Auge des Betrachters, denn die
Verkehrszeichen werden vor allem genutzt, um den
Gegner zu stoppen oder ihn in eine andere
Richtung zu zwingen. Darüber hinaus sind die
Schilder auch zum eigenen Nutzen verwendbar, um
blockierte Wege wieder passierbar zu machen.
In unserer Spielgruppe wurden hier große
Unterschiede im Ertragen fremder Stänkereien
sichtbar. Da kam gerade bei den jüngeren
Spielern zunächst Frust auf. Jedoch wurden die
entsprechenden Gegenmaßnahmen schnell erlernt,
also Zurückstänkern und Retten, was zu retten
ist. In unserer Kinder-/Teeniegruppe kommt das
Spiel immer wieder einmal auf den Tisch.
Wer ein
familienorientiertes Ärger-Spiel sucht, sollte
sich "Tuk Tuk Taxi" auf jeden Fall einmal
ansehen.
leer
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
Ingo:
Wirklich taufrisch ist die Spielidee von "Tuk
Tuk Taxi" nicht gerade. Aus pädagogischer Sicht
gibt es mittlerweile deutlich bessere
Spielkonzepte. "Tuk Tuk Taxi" erinnert mich an
meine Kindheitstage in den 80er-Jahren, als es
Würfel- und Blockierspiele dieser Art noch
häufiger gab. Wenngleich ich kein Fan von
Spielen dieser Kategorie bin, kommt "Tuk Tuk
Taxi" unter Kindern im Grundschulalter dennoch
erstaunlicherweise recht gut an.
Einstecken
können müssen die Kinder aber dennoch - ähnlich
wie bei "Mensch, ärgere dich nicht", kann es für
die Kleinen schon einmal sehr frustrierend sein,
wenn ihnen kurz vor dem Ziel - ohne eigene
Einflussmöglichkeiten - der Weg abgeschnitten
wird. Ja, nicht nur Kinder sind vom dann
aufsteigenden Frustgefühl betroffen - auch so
mancher hitzköpfiger Erwachsene wird da schnell
zum Verkehrsrüpel.
Genau genommen bestehen die
taktischen Entscheidungen der Spieler NUR aus
dem bestmöglichen Blockieren und Ärgern der
Mitspieler. Mitte der 80er vielleicht - heute
aber nicht mehr wirklich mein Fall!
KULT-FAKTOR
Zweitmeinung
Ende
NO.1
Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als
erstes von SPIELKULT.de getestet!