Genre: Quiz
Erscheinungsjahr: 2010 Verlag: Hasbro
..i.. Spieleranzahl: 2 bis 6
(oder Teams) Alter: ab 16 Jahren Spieldauer: ca. 30-60 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Wissen
leer
Anzeige
Trivial Pursuit
Wetten &
Gewinnen
Der große
Wissens-Poker In dieser nagelneuen
Version des berühmten Quiz-Klassikers wird um das Wissen der
Spieler gepokert - ganz nach dem Motto: Wer weiß Was?
So funktioniert's:
Jeder Spieler
wählt einen farbigen Wissensspeicher, den er auf ein
beliebiges gleichfarbiges Spielfeld stellt. Aufgabe ist
es, den Wissensspeicher mit 6 unterschiedlichen
Wissensecken zu füllen (je eine Ecke pro Kategorie). Neu
im Spiel sind die Pokerchips, von denen jeder Teilnehmer
zu Beginn ein Startkapital von 15 Punkten erhält.
Der
vereinfachte Spielplan besteht aus einem Wissenskreis
und den Pokerfeldern in der Mitte.
Jeder Spieler versucht, seinen Wissens-speicher mit
sechs farbigen Wissensecken zu füllen.
Die
300 Fragekarten mit insgesamt 1800 Fragen werden in der
Box bereit gestellt.
Die ersten 4 Karten werden - ohne einen Blick darauf zu
werfen - in den neuen "Auswahlumschlag" gesteckt. Jede
Karte beinhaltet 6 Fragen, jeweils eine in den sechs
verschiedenen Kategorien. Außerdem zeigt die Überschrift
jeder Karte das Themengebiet an, aus dem die Fragen
stammen, z.B. "Flüsse" oder "Frühling".
Der
Spieler, der an der Reihe ist, wirft den Würfel und
zieht seinen Speicher nun um entsprechend viele Felder
weiter - entweder im oder gegen den Uhrzeigersinn.
Anzeige
Landet er auf einem farbigen Feld, bestimmt er damit die
Kategorie, aus der nun eine Frage gestellt wird.
Dabei sind folgende Farben im Spiel:
Blau - Erdkunde
Gelb - Geschichte
Pink - Unterhaltung
Grün - Wissenschaft und Technik
Violett - Kunst und Literatur
Orange - Sport und Vergnügen
Im Auswahlumschlag befinden
sich stets 4 Fragekarten mit unterschiedlichen Themen.
Nun
darf der Spieler eines der vier Themen (auf den Karten
im Auswahlumschlag) wählen. Landet er beispielsweise auf
einem gelben Feld und wählt das Thema "Konrad Lorenz",
erhält er eine zum Thema passende Geschichtsfrage.
Die
anderen Spieler pokern nun um das Wissen des aktiven
Spielers. Jeder legt beliebig viele Punkte seiner
Spielchips auf sein - der Spielerfarbe entsprechendes -
Wettfeld. Dabei haben die Spieler die Wahl zwischen
"Richtig" (der aktive Spieler weiß die richtige Antwort)
oder "Falsch" (der aktive Spieler weiß die Antwort
nicht).
Sobald alle ihren Tipp platziert haben, wird nun die
entsprechende Frage vorgelesen. Die Fragen können dabei
"offen" sein (d.h. es gibt keine Antwortvorgabe), es
können aber auch Auswahl- oder Fotofragen sein.
Insgesamt 300 Fragekarten
mit je 6 Fragen zu einem Thema stehen in der Box bereit
- insgesamt also 1800 Fragen.
Jede Karte zu einem
bestimmten Thema (links seitlich) enthält je eine
Frage aus allen sechs Kategorien.
Der aktive Spieler weiß die Antwort?
Dann erhält er die entsprechende Wissensecke in seinen
Speicher. Besitzt er die Ecke schon, oder braucht er
dringend neues Kapital, lässt er sich stattdessen 5
Punkte in Form von Chips aus der Bank auszahlen.
- Die Spieler, die auf "Richtig" getippt haben, erhalten
ihren Einsatz verdoppelt zurück!
- Die Spieler, die auf "Falsch" getippt haben, verlieren
ihre gesetzten Chips an den aktiven Spieler.
Der aktive Spieler weiß die Antwort nicht?
Dann geht er in dieser Runde leer aus und erhält keine
Wissensecke.
- Die Spieler, die auf "Falsch" getippt haben, erhalten
für den korrekten Tipp ihren Einsatz verdoppelt zurück.
- Die Spieler, die fälschlicherweise auf "Richtig"
getippt haben, verlieren ihren Einsatz an die Bank.
Der
leere Platz im Auswahlumschlag wird nun noch mit einer
neuen Karte aus der Box aufgefüllt. Dann ist der nächste
Spieler dran.
Wer auf ein "Kaufen oder
Würfeln"-Feld zieht, darf entweder neu würfeln oder eine
Wissensecke kaufen.
Tipp:
Zu vielen Spielen präsentiert SPIELKULT.de kostenlose
Erklärvideos!
Besonderheiten:
- Würfelt ein Spieler das Dreieck, kann er auf ein
beliebiges Feld springen.
- Landet ein Spieler auf einem schwarzen "Kaufen oder
Würfeln"-Feld, darf er entweder noch einmal würfeln,
oder, als Alternative, gegen 10 Chip-Punkte eine
beliebige, noch fehlende Wissensecke kaufen.
Masterfrage:
Sobald ein Spieler alle 6 unterschiedlichen Wissensecken
im Speicher besitzt, wird ihm die finale Masterfrage
gestellt. Sowohl Thema als auch Kategorie wird dabei von
den Mitspielern bestimmt.
Der
Spieler darf jedoch das Thema ODER die Kategorie selber
wählen, wenn er 15 Chip-Punkte bezahlen kann. Er darf
Thema UND Kategorie selber bestimmen, wenn er gleich 30
Chip-Punkte bezahlt. Die Mitspieler platzieren nun noch
erneut ihre Wetten.
Der
Spieler kann die Masterfrage beantworten? Dann ist er
der Sieger.
Der
Spieler kann die Masterfrage nicht beantworten?
Dann muss er in der nächsten Runde erneut sein Glück
versuchen. Die platzierten Wetten der Mitspieler werden
wie gewohnt ausgewertet. [ih]
Vielen Dank an Hasbro für ein Rezensionsexemplar!
eer
ERKLÄRVIDEO
leer
Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten
>
XL-Ansicht
PLUS:
PLUS:
gestrafftes Konzept
mehr Interaktion
sehr gute Materialqualität
ENDE
MINUS:
MINUS:
Pokerrunde ist glückslastig
Fragen passen mitunter nicht
immer zur Kategorie
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Ingo:
Wer Quizspiele mag, kommt seit den frühen
80er-Jahren nicht um den Klassiker der
Wissensspiele herum - die Rede ist natürlich von
"Trivial Pursuit". Die farbigen Wissensspeichen
dürfte fast jeder schon einmal gesehen haben -
und jeder dürfte auch schon einmal an den zum
Teil unlösbar scheinenden Fragen verzweifelt
sein - aber genau das macht ja den Reiz dieses
Spieles aus.
Die Zeiten werden schnelllebiger, kaum einer
gönnt sich noch einen 3-stündigen Spieleabend
mit nur einem einzigen Spiel. Und so versucht
man auch bei den Verlagen den neuen
Spielgewohnheiten zu entsprechen.
"Trivial Pursuit - Wetten & Gewinnen" setzt
dabei auf eine gelungene Mischung aus
gestrafftem Konzept (nur noch ein Wissenskreis
anstatt der vielen Speichen) und mehr
Interaktion. Waren die Spieler sonst immer zum
Zuschauen verdammt, wenn die Kontrahenten an der
Reihe sind, greift nun jeder Spieler durch den
Einsatz von Poker-Chips jederzeit aktiv ins
Spielgeschehen ein.
Die mit Themen versehenen Karten helfen sowohl
dem aktiven Rater als auch den Mitspielern beim
Einschätzen der erwürfelten Kategorie. Der
aktive Spieler hat nun also gezielt die
Einflussmöglichkeit, bei einem ungeliebten Genre
zumindest ein für ihn passendes Thema
auszuwählen. Den Gegenspielern dient die
Themenvorgabe zur Überlegung, ob die Antwort
wohl korrekt gegeben werden kann. Leider kommt
es in der Realität ab und an einmal vor, dass
eine Frage nicht so ganz zur Kategorie passen
will, in die sie einsortiert wurde.
Das eigentliche Bieten mit den qualitativ
hochwertigen Kunststoff-Pokerchips ist dabei
erfreulich einfach gelöst worden, birgt
letztlich jedoch aber immer einen Glücksfaktor
in sich; denn niemand kennt die genaue Frage,
bevor sie dem Spieler gestellt wird.
Vor gut einem Jahr erschien mit "Bet your Brain"
(>
Test) ein
ähnliches Quizspiel, welches qualitativ jedoch
nicht mit dem vorliegenden "Trivial Pursuit"
mithalten konnte. Zwar waren bei "Bet your Brain"
die Fragen in ihrer Art noch
abwechslungsreicher, allerdings gab es einige
redaktionelle Patzer und einen etwas unnötig
verkomplizierten Bietmechanismus.
Beim vorliegenden Spiel hingegen wurde dem
Pokern sogar noch ein zusätzlicher Sinn verpasst
- die Möglichkeit, durch Ansammeln von Chips
(durch richtige Beantwortung von Fragen)
Wissensecken zu kaufen, was die Spiellänge noch
einmal verkürzt.
"Trivial Pursuit - Wetten & Gewinnen" hat es
geschafft, das beliebte Klassiker-Konzept zu
entschlacken und dabei neue Spielelemente
einzuführen, ohne den Anspruch und den
Langzeitspaß früherer Original-Ausgaben zu
verlieren. Mir gefällt's! (>
Video)
P.S.: Wer lieber auf die herkömmliche Variante
setzt, erhält im Jahr 2010 mit "Trivial Pursuit
Master Edition" eine neue Version mit
extra-großem Fragenkatalog.