Genre: Familie
Erscheinungsjahr: 2010 Verlag: Queen Games
..i.. Autor: Dirk Henn Spieleranzahl: 2 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: ca. 20-30 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Torjäger
(Spiel mit
Lukas)
Poldi vor,
noch ein Tor! Noch rechtzeitig zur
Fußball-WM bringt Queen Games die neue "Spiel mit Lukas"-Reihe
heraus, in der zur spielerischen Torjagd aufgerufen wird.
Schirmherr
der neuen Serie ist kein geringerer als der deutsche Fußballstar
und Nationalspieler
Lukas Podolski, der nicht nur mit seinem Namen im Spiel
vertreten ist. Auch die Spielkarten zeigen Poldi in
Aktion. Ebenfalls in der Reihe erschienen: "Dribbel-Fieber" (>
Test).
So funktioniert's: Der
Spielplan wird in die Tischmitte gelegt. Jeder der
beiden Spieler entscheidet sich für eine Spielerfarbe
und setzt sich hinter die entsprechende Torseite des
Spielplans.
Beide
Spieler erhalten jeweils einen eigenen Kartensatz aus
insgesamt 52 Karten (je 4 mal Zahlenkarten von 1 bis
13). Diese Karten werden gemischt und als verdeckter
Stapel bereitgelegt.
Das
Fußballfeld besteht aus grünen Spielfeldern sowie weißen
Passlinien.
Von seinem Nachziehstapel zieht jeder Spieler immer 4
Karten auf die Hand.
Vom
eigenen Stapel zieht nun jeder Spieler 4 Karten auf die
Hand. Die Münze entscheidet, wer das Spiel beginnt und
den Ball auf sein Startfeld in der Spielplanmitte gelegt
bekommt.
Der
Spieler im Ballbesitz kann den Ball nun mit seinen
Handkarten bewegen. Von jedem Spielfeld aus gehen
Passlinien zu Nachbarfeldern. Jede dieser Linien ist
gekennzeichnet mit einer Zahl, die angibt, welchen Wert
die ausgespielte Zahlenkarte mindestens (!) haben muss,
um den Weg nutzen zu dürfen.
Von jedem Feld aus führen
verschiedene Passlinien zu Nachbarfeldern. Die Zahlen
(in der Farbe des Spielers) geben jeweils ein, welchen
Wert die Handkarte haben muss, damit der Weg genutzt und
der Ball entlang der Linie bewegt werden darf.
Dabei
sind die Wege, die in Richtung gegnerisches Tor führen,
"teurer" als die, die in die eigene Hälfte zurückführen.
Nachdem der aktive Spieler eine Handkarte ausgespielt
hat und den Ball entsprechend einer passenden Linie auf
das nächste Feld bewegt, wird dieses nun betrachtet.
Handelt es sich um ein Feld mit einer weißen Markierung,
bleibt der Spieler im Ballbesitz und führt eine weitere
Bewegung über das Ausspielen einer seiner verbliebenen
Handkarten aus.
Auf einem
grünen Spielfeld ohne Markierung findet ein Zweikampf
statt.
Zweikampf:
Der rote Spieler hat eine 6 ausgespielt, der schwarze
Spieler eine 8. Der schwarze Spiele bekommt den Ball.
Landet der Ball auf einem Feld ohne Markierung, kommt es
zum Zweikampf. Der aktive Spieler füllt zunächst seine
Handkarten auf 4 auf und spielt anschließend eine Karte
verdeckt aus. Der Gegner verfährt genauso. Dann werden
die Karten aufgedeckt.
Wer
eine höhere Karte ausgespielt hat, ist nun im Ballbesitz
und darf den Ball mit einer seiner (wieder auf 4
aufgefüllten) Handkarten bewegen.
Spielen beide Spieler die gleiche Zahl aus, werden die
Buchstaben der Karten verglichen. Nach dem
Buchstabenrondell am Spielfeldrand entscheidet sich, wer
den Zweikampf gewinnt. Dabei gilt: A schlägt B, B
schlägt C, C schlägt D und D schlägt A.
Beide Spieler haben die gleiche Zahlenkarte ausgespielt.
Jetzt werden die Buchstaben der Karten verglichen.
Das
Buchstabenrondell bestimmt, wer ein Unentschieden für
sich entscheidet: A schlägt B schlägt C schlägt D
schlägt A.
Gelingt es einem Spieler, den Ball auf ein Feld mit
einer schwarzen bzw. roten Passlinie zu spielen und dort
auch den Zweikampf zu gewinnen (also im Ballbesitz zu
sein), kann er nun, entlang der Linie, das Tor
verwandeln, indem er eine Zahlenkarte ausspielt, die
mindestens der Vorgabe entspricht und die er -
hoffentlich - auch auf der Hand hält. Ist dies nicht der
Fall, muss er den Ball zwangsläufig wieder entlang einer
der weißen Linien zurückspielen.
Von diesem Feld aus kann über die schwarze Passlinie ein
Tor erzielt werden, wenn der Spieler mindestens eine
"11" auf der Hand hält.
Tore werden
mithilfe der Ballchips markiert. Am Spielende heißt es:
Wer mehr Tore erzielt hat, gewinnt.
Gespielt wird solange, bis ein Spieler seinen kompletten
Nachziehstapel verbraucht hat (alternativ: bis ein
Spieler sein sechstes Tor erzielt hat). Der Spieler mit
der größeren Toranzahl gewinnt die Partie.
Bei einem Gleichstand endet das Spiel Unentschieden
(Alternative: "Elfmeterschießen", siehe gelb unterlegte
SPIELKULT.de-Variante unten).
In der taktischeren
Variante wird mit Spielkarten gespielt, die am
Anlegestreifen des Spielers offen ausliegen und so auch
vom Gegner eingesehen werden können.
Das
Spiel enthält zudem die Variante "offene Karten".
Jeder
Spieler erhält einen Anlegestreifen, an die er seine 4
Karten offen anlegt - er nimmt sie also nicht mehr auf
die Hand. Aus
der offenen Auslage werden die Karten auch ausgespielt;
Zweikampfduelle werden dann mit kleinen
Zweikampfkärtchen, die verdeckt die Kartennummer
angeben, ausgetragen. Dieses Variante ist die
taktischere Version des Spiels, da die Spieler stets die
Karten des Gegners im Auge haben.[ih]
SPIELKULT.de-Variante:
Bei einem Unentschieden am Spielende
kann alternativ auch ein
Elfmeterschießen stattfinden. Dazu
nimmt jeder Spieler seine Torchips
zurück, mischt seine Spielkarten neu
durch und nimmt 10 davon auf die Hand.
Abwechselnd schießen die Spieler nun 5
mal auf das Tor des Gegners. Dies
geschieht durch das Ausspielen einer
Handkarte. Der Gegner versucht,
ebenfalls durch das Ausspielen einer
Karte, sein Tor zu verteidigen.
leer
Es gelten die Regeln des "Zweikampfes":
- Spielt der aktive Spieler eine höhere
Karte aus als der Torwart, erzielt er
ein Tor und erhält einen Chip.
- Spielt der aktive Spieler eine
niedrigere Karte aus als der Torwart,
hat er diesen Elfmeter verschossen.
- Spielen beide Spieler die gleiche
Zahlenkarte aus, entscheidet wieder der
Buchstabenkreis über den Ausgang des
Duells.
leer
Einmal ausgespielte Karten werden aus
dem Spiel genommen. Sobald beide Spieler
ihre 10. Karte ausgespielt haben, wird
erneut das Spielergebnis verglichen. Wer
mehr Tore erzielt hat, gewinnt.
leer
Sollte es wieder zu einem Gleichstand
gekommen sein, wird nun so lange
abwechselnd auf das Gegnertor
geschossen, bis ein Spieler trifft und
der anderer nicht. Der Torschütze ist
dann der Sieger.
Hinweis:
Ebenfalls in der Reihe "Spiel mit Lukas" erscheint das
Fußballspiel"Dribbel-Fieber" (>
Test).
eer
ERKLÄRVIDEO
leer
Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten
>
XL-Ansicht
Ingo:"Torjäger"
ist ein einfaches Kartenstichspiel im
Fußball-Look. Während das Spiel "Dribbel-Fieber"
(>
Test),
ebenfalls aus der "Spiel mit Lukas"-Reihe, mit
seinen komplexeren Bewegungsoptionen versucht,
bestimmte fußballerische Spielsituationen zu
simulieren, legt es "Torjäger" eher auf ein
flottes Duell an, das bereits Kinder ab 6 Jahren
gut verstehen.
Kinder mögen das Spiel dabei besonders aufgrund
der Spielkarten, die alle den Fußballstar Lukas
Podolski zeigen und somit den nötigen Bezug zum
Titel dieser Spielereihe herstellen.
Ein wenig Taktik, überwiegend jedoch Glück,
entscheiden darüber, wer hier mehr Tore erzielt.
Dabei gestaltet sich der eher abstrakte
Spielablauf als angenehm übersichtlich,
allerdings kann es, bei fehlendem Kartenglück,
mitunter schon einmal zu längeren Wartezeiten
kommen, wenn der Gegner über mehrere Zweikämpfe
hinweg im Ballbesitz bleibt.
Auf Dauer fehlt es dem simplen Spielprinzip
etwas an Abwechslung. Wer jedoch ein schnelles
Kartenbrettspiel für Zwischendurch sucht, bei
dem man nicht allzu viel Nachdenken muss, ist
mit "Torjäger" gut bedient.
Warum dieses Spiel allerdings erst ab 8 Jahren
empfohlen wird, während das deutlich komplexere
"Dribbel-Fieber" bereits ab 7 Jahren ausgewiesen
wird, können wir nicht so ganz verstehen.
"Torjäger" ist ganz klar das einfachere Spiel
der beiden Titel. (>
Video)
Tipp:
Wer ein anspruchsvolleres Familienspiel zum
Thema Fußball sucht, sollte sich das Spiel
"Dribbel-Fieber" einmal näher ansehen.
(>
Test)
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
NO.1
Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als
erstes von SPIELKULT.de getestet!