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Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
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Genre: Familie, Logik
Erscheinungsjahr:
2009
Verlag: Schmidt Spiele  ..i..
Autor: Keith Meyers
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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  Tiki Topple
 
Tiki-Tausch am Totempfahl
9 verschiedenfarbige Tikis bilden den Marterpfahl. Jeder Spieler möchte die Reihenfolge der Farben beeinflussen, denn jeder hat einen Auftrag!
 

     

So funktioniert's: 
Die 9 farbigen Tikis (in der polynesischen Kultur geschnitzte Holzfiguren) werden nach den unten aufgedruckten Symbolen in Dreiergruppen sortiert und dann in beliebiger Reihenfolge auf das Spielbrett zu einem Tikistamm zusammengesetzt.


Auf dem Totempfahl sind die neun farbigen Tikis aufgereiht.
   
Jeder Spieler erhält eine Auftragskarte, die ihm zeigt, welche Tikifarbe er auf Position "1",  "1 oder 2" und "1, 2 oder 3" bringen sollte.
   

Jeder Spieler erhält alle 9 Aktionskarten seiner Spielerfarbe. Er mischt sie verdeckt und legt davon 2 Karten ungesehen zur Seite. Die restlichen 7 Karten nimmt er nun zu sich und schaut sie sich an. Mit den Handkarten lässt sich im folgenden Spiel die Reihenfolge der Tikis auf dem Stamm verändern.

Aus 16 Auftragskarten zieht jeder Spieler eine Karte heraus; diese darf nur er selber kennen - die anderen Spieler dürfen nicht wissen, welche Aufträge die Gegner haben. Jede Auftragskarte gibt vor, welches Tiki am Ende der Runde an 1. Position (= 9 Punkte bei Erfüllung), an 1. oder 2 . Position (5 Punkte) und an 1., 2. oder 3. Position (2 Punkte) liegen sollte.

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Um die Tikis dort hinzubekommen, wo sie laut Auftragskarte am Rundenende liegen sollten, spielen die Teilnehmer immer abwechselnd der Reihe nach eine Handkarte aus. Die ausgespielte Handkarte wird nach dem Ausführen der Aktion, die sie auslöst, für diese Runde beiseite gelegt.

Folgende Handkarten sind im Spiel (einige von ihnen auch mehrfach):
- "Tiki up": Verschiebt ein Tiki um 1, 2 oder 3 Positionen nach oben (die anderen Steine rutschen entsprechend nach unten).
- "Tiki puh": Verschiebt ein Tiki um 2 Positionen nach unten. Die anderen betroffenen Steine rücken entsprechend nach oben.
- "Tiki topple": Verschiebt ein Tiki ans untere Ende des Stammes
- "Tiki wiki": Vertauscht 2 Tikis
- "Tiki toast": Röstet das unterste Tiki; es verschwindet in dieser Runde vom Spielbrett.


Mit dem Ausspielen der Aktionskarten verändert sich die Reihenfolge der Tikis.
 
   
Beispiel: Der grüne Spieler spielt eine "Tiki Topple"-Karte aus. Sie zeigt ein, dass ein beliebiges Tiki um eine Position nach unten verschoben wird.
   

Hat jeder Spieler seine 7 Handkarten ausgespielt, wird abgerechnet. Für jede Übereinstimmung mit der Auftragskarte erhält der Spieler die entsprechend angegebenen Punkte.

Danach werden alle Tikis neu eingesetzt und sämtliche Handkarten neu gemischt. Mit neuen Auftragskarten startet die nächste Runde. Wer nach 4 Runden (bei 2 oder 4 Spielern) bzw. nach 3 Runden (bei 3 Spielern) - bei wechselnden Startspielern- die höchste Punktezahl erreichen konnte, ist der Sieger. [ih]

SPIELKULT.de-Variante: Wer während des Spieles seinen Auftrag frühzeitig vollständig erfüllt hat, hat die Option, direkt laut "Tiki Tiki" zu rufen und dafür 10 Punkte zu kassieren, scheidet aber aus der Runde aus. Er kann aber auch auf Risiko spielen und bis zum "normalen" Spielende warten und dann evtl. die volle Punktzahl 9+5+2= 16 Punkte kassieren.

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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
schönes Material
leicht zu verstehen
schnelles Spiel
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Startspielernachteil
fehlende Planbarkeit
wenig Abwechslung
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo:  Warum nur macht es erwachsenen Menschen Spaß, kleine farbige Holzklötze hin- und herzuschieben? Das Material von "Tiki Topple" ist gelungen; die kleinen Tikis liegen gut in der Hand... irgendwie habe ich sogar das Gefühl, das hauptsächlich das Material dazu beiträgt, dass das Spiel auf den Tisch kommt.

Der Spieleinstieg ist leicht; der Spielablauf ebenso - so soll es sein, denn "Tiki Topple" erscheint in Schmidts "Easy Play"-Reihe. Karten ausspielen, Steine neu ordnen - das funktioniert generationsübergreifend. Die Spielanleitung ist kurz und Knapp verfasst und bis auf einen Fehler ("Spiel kann enden, wenn nur noch 3 Tikis auf dem Stamm liegen" > kann in der europäsichen Version des Spiels nicht passieren, da maximal 4 von 9 Tikis, statt wie im Originalspiel 8 von 9 Tikis, pro Runde verloren gehen können) schnell zu verstehen.

Als "Ärgerspiel" funktioniert "Tiki Topple" am besten - ja, eigentlich funktioniert es NUR als Ärgerspiel. Gerade noch lagen die punktebringenden Steine ganz oben - schon macht der nächste Spieler alles kaputt. Und genau hier liegt das Grundproblem dieses Spiels: Es ist extrem "unplanbar". Ein taktisches Ausspielen der Karten ist nur sehr bedingt möglich; meistens entscheidet sich alles erst in der letzten Runde.

Wichtigste Karte ist die "Tiki Wiki"-Karte. Wer als Letzter an der Reihe ist uns diese Karte als letztes ausspielt, kann seinen favorisierten Stein ganz zum Ende hin noch einmal gewinnbringend nach oben befördern. Der Startspieler hat bei "Tiki Topple" ständig einen Nachteil! Bei nur 2 Spielern kann der Gegner alle Spielzüge des ersten Spielers neutralisieren; ab 3 Spielern können sich 2 Spieler gezielt verbünden.

Schön wäre es hier gewesen, wenn die Auftragskarten etwas abwechslungsreicher und nicht so leicht durchschaubar gewesen wären (z.B. durch unterschiedliche zu erfüllende Positionen von 1 bis 9 und keine Beschränkung auf die Plätze 1 bis 3).

Als schnelles Zwischendurchspiel hat "Tiki Topple" evtl. noch seine Berechtigung; wer jedoch lieber taktisch spielt und sich nicht gern den Spielzügen der Gegner ausliefern lässt oder dem Spielertyp angehört, der mit Begeisterung frustriert die Steine vom Spielfeld kickt, wenn er von seinen Gegnern ausmanövriert wird, ist hier falsch. Dass gerade Kinder dieser Gruppe häufiger angehören, hat sich in unseren Testrunden mit "Tiki Topple" verdeutlicht... 

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

 NO.1   Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als erstes von SPIELKULT.de getestet!

 
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