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(C) Spiel des Jahres e.V.
- 2006 -

 

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKartenWürfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Familie, Strategie
Erscheinungsjahr:
2006
Verlag: Hans im Glück
..i..
Autoren: Karen Seyfarth, Andreas Seyfarth
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   
 
  Thurn und Taxis
 
Adlige Postbeförderung
Das Adelsgeschlecht "Thurn und Taxis" erlangte seinen Ruhm vom 16. bis zum 18. Jahrhundert als Postunternehmen. Dieses Spiel eifert dem nach. 
 

     

So funktioniert's:
Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines Postunternehmers und erhält zunächst 20 Häuser in seiner Spielerfarbe. Diese symbolisieren Poststationen, die in den Städten der verschiedenen historischen Regionen ("Baiern", "Tyrol", "Hohenzollern" etc.) errichtet werden sollen. Um Städte bebauen zu dürfen, müssen zuvor Poststrecken aufgebaut werden. Dies geschieht mit dem Auslegen von Städtekarten.


Der Spielplan zeigt ein Wegenetz heutiger überwiegend süddeutscher Städte.
   
Sechs Städtekarten liegen stets in der Auslage.
   

Die 66 Städtekarten (22 Städte, jede Stadt 3x) werden gemischt und zu einem Nachziehstapel bereit gelegt. 6 Karten werden als offene Auslage am linken Spielfeldrand platziert. Nacheinander sucht sich jeder Spieler in jeder Runde zunächst 1 Städtekarte aus (alternativ kann er auch eine verdeckte Karte vom Stapel ziehen. In der ersten Runde darf jeder Spieler gleich 2 Karten nehmen.), ergänzt ggf. die Auslage wieder auf 6 Karten und legt dann eine der Handkarten vor sich aus. Die erste Karte, die ausgelegt wird, bestimmt, durch welche Stadt die neu gebildete Strecke verlaufen muss.

Im weiteren Spielverlauf sammelt der Spieler nun weiterhin Karten, wobei er in jeder Runde eine Karte an eine bereits ausgelegte Karte anlegen muss. Dabei muss die angelegte Stadt stets eine direkte  Verbindungslinie auf dem Spielplan zur ausgelegten Stadt besitzen. Anlegen kann man sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite bereits ausgelegter Karten.


Von Innsbruck führen die Wege über München und Ingolstadt nach Stuttgart.
   
Die Spieler errichten Posthäuser in den Städten.
   

Liegen mindestens 3 Karten zusammenhängend aus, kann der Spieler die Strecke "abschließen" und dadurch punkten. Er darf in jede Strecken-Stadt innerhalb einer (!) Region 1 Haus oder alternativ in jeder Strecken-Region 1 Haus in eine (!) Stadt setzen.  Jede Stadt kann von einem Spieler nur 1 mal bebaut werden; allerdings ist es erlaubt, in Städten zu bauen, die zuvor bereits von Mitspielern bebaut wurden. Danach beginnt der Spieler mit einer neuen Strecke. Jeder Spieler baut stets nur seine eigenen Strecken - er darf sich nicht bei Strecken eines Mitspielers beteiligen!

Was passiert nun, wenn eine Strecke begonnen wird, der Spieler aber in einer nachfolgenden Runde keine passende Stadt zur Ergänzung auf der Hand hält? Pech gehabt - alle Arbeit umsonst: Die begonnene Strecke wird komplett aufgelöst!

Ziel des Spieles ist es, möglichst viele Punkte zu erzielen. Punkte erhalte ich durch Bonusplättchen, die ich nehmen darf, wenn ich z.B. alle Städte eine Region bebaut habe oder in jeder Region mindestens 1 Haus besitze. Die Bonusplättchen liegen in absteigender Wertigkeit aus: Wer zuerst kommt, erhält auch den größten Bonus.

Punkte gibt es auch für den Erwerb von Postkutschen. Diese können aufsteigend nach Größe von 3 bis 7 gesammelt werden; das bedeutet: Für eine Strecke von 3 Städten erhalte ich die 3er-Kutsche, für 4 Städte eine 4er-Kutsche etc.  Schafft es ein Spieler mit viel Mut zum Risiko, eine 7er- Strecke zu bilden, erhält er die 7er-Kutsche und löst damit gleichzeitig das Spielende aus. Das Spiel endet ebenfalls, sobald ein Spieler seine 20 Häuser verbauen konnte.


Am oberen Spielfeldrand liegen die Postkutschen unterschiedlicher Größe aus.
   
Tipp:  Zu vielen Spielen präsentiert SPIELKULT.de kostenlose Erklärvideos!
   

Den Spielern stehen in jeder Runde vier "Amtspersonen" zur Unterstützung zur Verfügung; der Spieler, der an der Reihe ist, darf pro Runde aber nur genau eine Amtsperson um Hilfe bitten: Der "Postmeister" erlaubt es, gleich 2 Städtekarten auf einmal auf die Hand zu nehmen. Der "Amtmann" tauscht die komplette Auslage gegen 6 neue Karten aus. Der "Postillion" erlaubt es, gleich 2 Karten von der Hand auszuspielen. Der "Wagner" ergänzt eine Strecke um 2 Streckenpunkte, wenn es um den Erwerb einer Kutsche geht (eine 7er-Kutsche kann mit seiner Hilfe also schon mit einer 5er-Strecke gekauft werden).

Zum Schluss folgt die Wertung pro Spieler: Gezählt wird die "größte Kutschenkarte" plus die Summe aller Bonusplättchen. Abgezogen wird die Summe nicht verbauter Häuser. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.  [ih]

Hinweis: Für "Thurn und Taxis" liegen mittlerweile eine Reihe an Ergänzungspacks mit neuen Spielelementen vor.

Links
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
historisches Thema
tolles Material
spannender Spielverlauf
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Glücksabhängigkeit kann
   das Spiel entscheiden
solitär geprägt
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo:  Das historische Spielthema gepaart mit einem reibungslosen interessanten Spielverlauf hat "Thurn und Taxis" den Titel des "Spiel des Jahres 2006" eingebracht - zurecht!

Das edle Spielmaterial wurde im geschichtlichen Kontext illustriert, was viel zur gelungenen Atmosphäre beiträgt. Das "Karten sammeln" / "Karten ausspielen"-Prinzip ist zwar nicht neu, wurde jedoch spannend umgesetzt. Stets haben die Spieler mit dem Risiko zu kämpfen, eine größere Strecke für mehr Punkte errichten zu wollen, aber plötzlich keine passenden Städtekarten mehr zu erlangen und so alles zu verlieren.

Hierbei stört weder das solitäre Auslegen noch die Glücksabhängigkeit signifikant. Letztere ist trotz einer Auswahl von bis zu 13 Städtekarten (mit Hilfe einer Amtsperson 2 x 6 Karten in der Auslage + die verdeckte Karte vom Stapel) vorhanden. Der Glücksfaktor ist bei "Thurn und Taxis" eigentlich sogar der Reiz im Spielverlauf; ein gewisser Frustfaktor kann jedoch trotzdem entstehen, wenn es um die Spielentscheidung geht und einem das Kartenglück in dieser Phase nicht hold ist. Wobei man sagen muss: Wer zuvor geschickt plant, wird auch nur selten in diese Bedrängnis geraten.

Insgesamt ist "Thurn und Taxis" ein familienorientiertes Spiel mit hohem Wiederholungsspielreiz; zudem funktioniert es generationsübergreifend! Klare Empfehlung!

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
 
     

Chris:  Ein wirklich gutes Strategiespiel, das sowohl Viel- als auch Wenigspieler anspricht.
 

 
   KULT-FAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 

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