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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie, Strategie
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: BigFun Games
Autor: Chu-Lan Kao
Grafik: Alexadra Petruk
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 60 bis 90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   

 

 
The Perfumer
...

Riech' dich zum Sieg!

In diesem Spiel werdet ihr zu Parfumeuren, das bedeutet, ihr kreiert aus den Düften der Welt eigene Parfums. Das Besondere ist ein Deduktionselement, bei dem ihr an parfümierten Duftstreifen riecht, um sie ihren Ingredienzien zuzuordnen!
 

 
Achtung, dieses Spiel ist bislang nur in englischer Sprache erhältlich!

Jeweils ein Duftstreifen jeder Sorte (Zimt, Lavendel, Rose, Limette etc.) wird verdeckt und zufällig in eine Farbkarte gesteckt. Die Spieler müssen im Laufe des Spiels herausfinden, welcher Duft sich in welcher Farbkarte befindet.



Außerdem müssen die Spieler Aufträge erfüllen, indem sie kleine Duftnoten in den sieben Ländern des runden Spielplans einsammeln. In jedem Land liegt dann auch noch ein passender Duftstreifen offen aus (z.B. Lavendel in Spanien etc.). Außerdem erhält jeder Spieler vor Spielbeginn einen individuellen Helfer mit einer besonderen Eigenschaft, der im Spiel einen bestimmten Vorteil liefert.



Gestartet wird auf dem Mittelfeld des Spielplans. Wer am Zug ist, hat genau 5 Aktionspunkte (AP) zur Verfügung, die er beliebig auf folgende Aktionen aufteilen darf:

- Bewegen: Jeder Schritt von der Mitte auf den Länderkreis, zurück in die Mitte oder um ein Feld weiter im Länderkreis (gegen den Uhrzeigersinn) kostet 1 AP.



- Duftnoten sammeln: Auf jedem Feld des Länderkreises kann der Spieler 1 AP pro Duftnote des Landes ausgeben. Die Duftnoten werden auf der Spielertafel gesammelt. Maximal 5 dieser Plättchen in Tropfenform kann der Spieler auf einmal besitzen.

- Auftrag erfüllen: Für 1 AP kann der Spieler einen der zuvor ausgelegten Aufträge auf einem Länderfeld erfüllen, indem er die entsprechenden Dufttropfen von seiner Tafel zurück in den Vorrat legt. Für einen erfüllten Auftrag gibt es direkt Siegpunkte und teilweise noch weitere Vorteile, z.B. eine kostenlose Bewegung.



- In der Planmitte kann sich der Spieler für 1 AP den Research-Token nehmen, um am Ende seines Zuges zwei statt nur einen Duftstreifen erschnüffeln zu dürfen.

- Ebenfalls in der Planmitte kann der Shop eröffnet werden, indem zunächst ein erfüllter Auftrag dort abgelegt werden. Der entsprechende Spieler erhält das Shop-Plättchen und bekommt solange 2 Siegpunkte am Ende seines Zuges, bis ein anderer Spieler ihm das Plättchen abjagt, indem er die Anzahl an erfüllten Aufträgen in der Planmitte mit Aufträgen unterschiedlicher Flakons überbietet.



- Durch das Erschnüffeln der Düfte (mehr dazu gleich), ordnet der Spieler auf seiner Spielertafel die entsprechend farbigen Pipetten den Düften der individuellen Auftragstafel zu. Das ist zunächst einmal kostenlos. 1 AP kostet das endgültige Abfüllen eines Parfums. Dann wird ein Token auf den Auftrag gelegt und die dort platzierte(n) Pipette(n) darf/dürfen nun nicht mehr geändert werden.



Am Ende seines Zuges erhält der Spieler immer den offen liegenden Duftstreifen des Landes, in dem er zu stehen gekommen ist. An ihm kann er nun riechen und sich den Duft einprägen. Zudem sucht sich der Spieler nach jedem Zug eine Farbkarte mit einem verdeckten Duftstreifen aus und schnüffelt auch an diesem. Ziel ist es, Düfte wiederzuerkennen und dann den Düften die passenden Farben zuzuweisen (wie zuvor beschrieben). Der Duftstreifen und die Farbkarte wird erst zu Beginn seines nächsten Zuges vom Spieler zurück auf den Plan gelegt.



Gespielt wird reihum, bis die letzte Auftragskarte ins Spiel kommt. Nach dieser Runde wird dann in der Schlusswertung aufgelöst, welcher Duft in welcher Farbkarte steckte. Wer hier ein gutes Näschen bewiesen hat, bekommt noch einmal bis zu 30 Siegpunkte on-top. Der Spieler mit den meisten Punkten insgesamt gewinnt.

In der Profi-Variante kommen dann noch mehr Helfer, die zunächst versteigert werden, und schwierigere Aufträge ins Spiel. [ih]

Hinweis: Der Verlag garantiert, dass die beiliegenden Duftstreifen 2 Jahre lang ihren Duft behalten (bei ordnungsgemäßer Aufbewahrung). Danach sollen Ersatz-Duftstreifen zum Kauf angeboten werden.
...
 
 ERKLÄRVIDEO

leer
Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten > XL-Ansicht
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
witziges, innovatives
   Deduktionselement
taktischer Ablauf
schöne Gestaltung
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Duftstreifen halten nur 2 Jahre
Der Wow-Effekt verfliegt
   recht schnell
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Wie oft habt ihr euch schon gewünscht, dass es beispielsweise "Geruchsfernsehen" geben sollte? Bei wohlriechenden Blumenwiesen würde das ja beispielsweise durchaus Sinn machen. Bei einem "Parfum"-Brettspiel noch mehr. Während "Parfum" von Queen Games nur Duftnoten mit Würfeln und Plättchen simuliert, geht das hier vorgestellte, aus Taiwan stammende "The Perfumer" einen Schritt weiter.

Zunächst einmal muss gesagt werden, dass der Grundmechanismus simples "Pick-up and deliver" darstellt, heißt, ich setze Aktionspunkte ein, um mich zu bewegen, Waren (hier eben Plättchen in Tropfenform) aufzunehmen und diese schließlich an anderer Stelle abzuliefern, um Aufträge zu erfüllen. Das ist jetzt erstmal nichts Neues. Es funktioniert, es kommt ohne Glücksfaktor aus, es ist gewohnte "Kennerspiel"-Kost.

Dass "The Perfumer" aber nicht innovativ sei, kann man dem Spiel dennoch keinesfalls vorwerfen. Zum ersten Mal kommt die Duftkomponente ins Spiel, und zwar in Form von parfümierten Duftstreifen, für die der Verlag eine Haltbarkeit von zwei Jahren garantiert. Danach muss man dann neue Streifen nachkaufen... Stellt sich die Frage, ob man das Spiel überhaupt zwei Jahre lang spielen wird.

Zunächst einmal ist die Neugierde groß. Ein Spiel mit echten Düften ist eben etwas Besonderes und das lockt die Spieler an. Überwiegend sind es jedoch nur die Frauen, die von dem Thema zu begeistern sind. Die Männer unserer Spielrunden versuchen sich dann meistens doch lieber am Rittertum im Mittelalter oder im Bekämpfen von Aliens. Allein die blumige Schachtelgestaltung schreckt sie schon ab... Ach, Jungs, niemand hält euch als für zu feminin, wenn ihr dieses Spiel mitspielt. Aber sei es drum... Gerechterweise muss ich sagen, dass nicht jeder Mann so engstirnig reagiert. Die, die mitgespielt haben, hatten auch durchaus ihren Spaß, aber insgesamt ist es dann wohl doch eher ein Frauenspiel, was ja auch keinesfalls (!) als etwas Negatives angesehen werden soll, es schränkt halt nur die Zielgruppe ein, die spontan mitspielt.

Zurück zum Schnüffeln. Das Deduktionselement aus sich einzuprägenden und dann zuzuordnenden Düften ist witzig und herausfordernd, zumindest in der Erstpartie. Mit jeder Wiederholungspartie verfliegt dann jedoch zunehmend der Wow-Effekt und es setzt stattdessen ein Lerneffekt ein, der einen die Düfte dann auch ohne großen Abgleich erkennen lässt. Spielerfahrenen Mädels im Teeniealter macht das Spiel dabei länger Freude als den Erwachsenen, so sind unsere Erfahrungen. Was danach übrig bleibt, ist dann eben ein immer noch gutes "Pick-up and deliver"-Spiel, dessen Kern sich dann auf die zu erfüllenden Aufträge konzentriert, die meist eh spielentscheidend sind, da das Erschnüffeln der Düfte bei fast allen gleich gut funktioniert und, was nur dieses Element betrifft, oft Punktegleichtstände liefert.

Fazit: "The Perfumer" ist ein schönes Familien-/ Strategiespiel, das durch das wohl erstmals eingesetzte duftende Spielmaterial mit einem hohen "Will ich spielen"-Faktor glänzt, der jedoch leider ebenso verfliegt wie die Wirkung von so manchem Deo. Das hebt das Spiel daher nicht in den Spiele-Olymp, macht daraus aber auch kein schlechtes Spiel. Ich vergebe insgesamt gute 7 Kultpunkte. (> Video).

Als kleines Nachwort möchte ich noch darauf hinweisen, dass bei uns die Frage aufkam, wie hygienisch es eigentlich ist, wenn die Spieler abwechselnd die Duftstreifen an ihre Nase halten... Gut, wer da Bedenken hat, sollte darauf achten, dass man einen gewissen Mindestabstand zur Nase einhält. Wie es zudem mit der Verträglichkeit für Allergiker aussieht, konnten wir in unseren Testrunden nicht feststellen.
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 

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