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Spiel-Fakten:

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Genre: Karten
Erscheinungsjahr:
2015
Verlag: NSV  ..i..
Autor: Steffen Benndorf
Spieleranzahl: 1-5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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The Game
 
Spiel … so lange du kannst!
Ein Totenkopf starrt mich aus dem Hintergrund der Titelgrafik düster an. „Spiel mein Spiel … so lange du kannst!“ scheint er mir zuzurufen...
 

     

... Soll ich es wirklich wagen? Soll ich die Herausforderung annehmen und versuchen, The Game - das Spiel - zu bezwingen? „Spielt das Spiel – oder das Spiel spielt mit euch“ flüstert mir die Schachtelrückseite noch zu. Ich zögere etwas, aber dann öffne ich vorsichtig die Spieleschachtel …

So funktioniert's:
„The Game“ besteht aus 102 Karten; 98 Zahlenkarten, die die Werte 2 bis 99 tragen sowie je zweimal zwei „Reihenkarten“ mit dem Wert 1 bzw. 100. Diese vier Reihenkarten liegen zu Beginn in der Tischmitte aus und bilden die Startkarten, an denen die Spieler im Laufe des Spiels vier Kartenreihen (bzw. -stapel) anlegen; zwei aufsteigende Reihen von der 1 bis zur 99 und zwei absteigende von der 100 bis zur 2. Alle Spieler spielen gemeinsam als Team und versuchen, möglichst viele Zahlenkarten in den vier Kartenreihen abzulegen. Schaffen es die Spieler, alle 98 Zahlenkarten anzulegen, haben sie zusammen „The Game“ geschlagen und gewinnen das Spiel. Andernfalls gewinnt „The Game“!

Nachdem jeder Spieler sich seine zu Beginn des Spiels zugeteilten sechs Karten (bei zwei Spielern: sieben Karten) angesehen hat, entscheidet die Spielerunde gemeinsam, wer anfangen soll. Anschließend geht es immer im Uhrzeigersinn weiter. Wer an der Reihe ist, muss immer mindestens zwei Karten von seiner Hand auf beliebige Stapel ablegen. Es dürfen aber auch mehr oder sogar alle Handkarten in einem Zug abgelegt werden, wobei der aktive Spieler bei jeder Karte neu entscheiden darf, auf welchen Stapel er die Karte ablegen möchte. Einzige Einschränkung: in einem aufsteigenden Stapel (1 bis 99) müssen die abgelegten Zahlenwerte immer größer werden; die Lücken dürfen aber beliebig groß sein. In einem absteigenden Stapel (100 bis 2) ist es genau umgekehrt: hier müssen die Kartenwerte immer kleiner werden. Am Ende seines Zuges zieht der Spieler seine Handkarten immer wieder bis auf das Limit von sechs (sieben) Handkarten nach.

Auf diese Art und Weise wachsen die Ablagestapel immer weiter an während der Nachziehstapel immer kleiner wird. Die Werte der abgelegten Karten nähern sich also immer mehr dem Maximalwert von 100 und dem Minimalwert von 1 an, und für die Spieler wird es immer schwieriger, noch passende Karten anzulegen. Etwas Luft können sie sich aber mit dem „Rückwärts-Trick“ verschaffen. Auf einen aufsteigenden Stapel darf vom aktiven Spieler auch eine Karte gespielt werden, die genau um den Wert 10 kleiner ist. So darf er z.B. auf eine 42 auch eine 32 legen und den Zahlenwert des aufsteigenden Stapels so um zehn Punkte verringern. Dieser Zehnersprung darf natürlich auch auf den absteigenden Stapel angewandt werden, wobei die abzulegende Karte dort dann genau um den Wert 10 größer sein muss.

Der Clou: während des gesamten Spieles (also auch schon bei der gemeinsamen Auswahl des Startspielers) dürfen die Spieler niemals nach konkreten Zahlenkarten fragen oder ihre eigenen Zahlenwerte verraten. Konkrete Zahlenwerte sind also in jeglicher Form tabu! Ansonsten ist jede Kommunikation erlaubt.

Wenn der Zugstapel aufgebraucht ist, wird weitergespielt ohne dass noch Karten nachgezogen werden können. Ab diesem Zeitpunkt müssen die Spieler nur noch eine Karte pro Zug ablegen (es dürfen aber weiterhin auch mehr sein). Hat ein Spieler alle seine Handkarten abgelegt, wird er für den Rest des Spieles übersprungen.

Das Spiel endet sofort, sobald ein Spieler nicht mehr die geforderte Mindestanzahl an Karten (zwei oder eine) regelkonform anlegen kann. In diesem Fall verliert die Spielerunde gemeinsam und „The Game“ hat gewonnen.

Schaffen es die Spieler aber, alle 98 Zahlenkarten auf die vier Stapel abzulegen, haben sie gemeinsam „The Game“ besiegt! [am]

 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
einfache Regeln
hoher Wiederspielreiz
für Gelegenheitsspieler,
  Familienspieler und
   Vielspieler interessant
sogar im Solitärmodus reizvoll

ENDE
  MINUS:
MINUS:

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
   
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

André: „Immer zwei Karten (später eine) ablegen. Immer auf- bzw. absteigend anlegen, es sei denn du kannst einen Zehnersprung machen. Konkrete Zahlenwerte dürfen niemals genannt werden.“ Das ist der Kern des Spiels, erklärt in 25 Worten. Einfacher geht’s kaum. Und trotzdem begeistert „The Game“ in allen Spielerunden. Egal ob Gelegenheitsspieler oder Vielspieler, Familienspieler oder Hardcore-Gamer – „The Game“ konnte in jeder Besetzung begeistern!

Das gemeinsame Herumtüfteln an der richtigen Taktik ist das Salz in der Suppe des flotten Games Spiels: Arne möchte, dass die 42 auf dem ersten Stapel bis zu seinem nächsten Zug noch oben liegt und Beate braucht unbedingt den dritten Stapel mit der 67, um einen Zehnersprung zu machen während Carola am liebsten vier Karten auf einmal auf den zweiten Stapel legen würde, wenn doch bloß keiner mehr vor ihr dort Karten ablegen würde. Und ich? Ich muss ja auch mindestens zwei Karten ablegen. Irgendjemandem muss ich da wohl oder übel den schön zurechtgelegten Plan durchkreuzen, obwohl wir doch alle ein gemeinsames Ziel haben …

„The Game“ funktioniert mit allen Spielerzahlen gut. In voller Besetzung steht das stete Abwägen zwischen den eigenen Plänen und den Wünschen der Mitspieler im Vordergrund. Die emotionale Achterbahn, ob der geplante Zug denn nun wirklich aufgeht oder nicht bestimmt hier die Dynamik des Spiels. Zu zweit wirkt das Spiel „tüfteliger“ und die Atmosphäre des Spieles gleicht eher einem Puzzle, das es gemeinsam zu lösen gilt. Die einfachen Regeln machen „The Game“ darüber hinaus für junge Spieler zu einem idealen Einstieg in die Welt der „Erwachsenenspiele“. In unseren Testrunden wurde die Herausforderung von „The Game“ – unabhängig von Spielerzahl und Alter – auf jeden Fall immer wieder gerne angenommen.

In den ganzen Testpartien ist es uns bisher erst zweimal gelungen, „The Game“ zu besiegen. Natürlich sitzt auch das Kartenglück mit am Tisch, und wenn die Verteilung der Karten allzu ungünstig ist, endet das Spiel schon während noch Karten auf dem Nachziehstapel liegen. Dieser Fall trat bei uns aber bislang nur einmal auf. In den weitaus meisten Fällen endet das Spiel mit einer sehr knappen Niederlage der Spieler, die daraufhin meistens sofort noch einen Versuch starten wollten. Aber selbst wenn „The Game“ mehrfach geschlagen wurde, ist es noch lange kein Fall für die Altpapiertonne. Die Spielregel wird gleich mit einer Profivariante geliefert die vorschlägt, die Anzahl der zwingend auszuspielenden Karten auf drei zu erhöhen. Und wem das noch nicht schwer genug ist, der darf auch noch das Handkartenlimit verringern. Es bleibt also noch lange spannend …In den ganzenz

Übrigens funktioniert sogar die Solovariante erstaunlich gut. Der Einzelspieler erhält acht Karten auf die Hand, ansonsten bleiben alle Regeln gleich. Die Spannung des Spieles überträgt sich trotzdem, wenngleich natürlich die kooperative Grundidee des Spieles im Solomodus naturgemäß wegfällt. Eine Patience 2.0, sozusagen.

Ein Wort zur Gestaltung des Spieles. Die Grafik der Karten und der Schachtel mit dem Totenkopf im Hintergrund wirkt etwas bedrohlich und düster, doch ich finde, dass sie sehr gut zur Idee des Spieles passt. „The Game“ will die Spieler herausfordern - sie sollen sich mit dem Spiel anlegen und zeigen, ob sie es schlagen können. Der Vergleich mit einem Team, das versucht einen Zünder rechtzeitig zu entschärfen, ist vielleicht etwas zu martialisch, aber die Botschaft dahinter ist ungefähr die gleiche: „Plant gemeinsam und macht keine Fehler - sonst war es das.“ Das dunkle Ambiente unterstreicht diese Herausforderung meiner Meinung nach besser, als es die sonst üblichen, farbenfrohen Grafiken einschlägiger Kartenspiele tun würden. Im Übrigen stören die Totenköpfe und die dunklen Farben im Spielablauf nicht weiter. Man achtet während des Spieles nur auf die großen, gut lesbaren Zahlenwerte und die Grafik tritt in den Hintergrund. Gut gemacht!

Fazit: Viel Spannung mit einfachsten Regeln, die in jeder Besetzung funktionieren und den Wiederspielreiz hoch halten. Das ist das Holz, aus dem Klassiker geschnitzt werden!

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
   
Ende
 
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