Genre: Familie
Erscheinungsjahr: 2007
(Original: 2004) Verlag: Queen Games
..i.. Autor: Peter Prinz Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: ca. 60 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Jenseits von Theben
Forschungsreise rund um den Globus Wer kann sich zu Beginn des
20. Jahrhunderts das meiste Wissen über Archäologie aneignen und
spannende Expeditionen unternehmen?
So funktioniert's:
Die Spieler erhalten jeweils einen Satz
"Grabungserlaubnisse", einen Zeitstein, ein "Chronokel"
und eine Indiana Jones nicht unähnlich aussehende
Forscherfigur in einer Farbe ihrer Wahl.
Der Spielplan
zeigt eine Landkarte, auf der sich die Archäologen
bewegen.
Die Übersichtskarten (unten) zeigen die Fundstücke
aus jedem Grabungsgebiet.
Die Figuren
werden auf dem Landkarten-Spielplan nach "Warschau"
gestellt. Nachdem der Jahresstein, abhängig von der
Spielerzahl auf das Feld 1901 bzw. auf das Feld 1902
positioniert, und die Zeitsteine in einer zufälligen
Reihenfolge auf ein ausgewiesenes Startfeld gesetzt
wurden, wird aus den fünf Stoffbeuteln jeweils ein
Artefakt mit dem Wert „1“ gefischt und auf die
zugehörigen Grabungsgebiete des Spielplans gelegt.
Die
Spielerreihenfolge ist genau geregelt. Derjenige
Spieler, dessen Zeitstein hinten oder unter einer
anderen Figur liegt, ist als nächster an der Reihe.
Daraus ergibt sich, dass ein Spieler so mehrmals an der
Reihe sein kann. Der Zug eines Spielers endet, sobald
der Zeitstein eines anderen überholt wird.
Eine Bewegung
kostet eine "Woche". Wenn also ein Abenteurer, zum
Beispiel, von Warschau nach London reisen möchte, so
benötigt er so viele "Wochen", wie er Schritte benötigt
(Warschau > Berlin > London).
Nun besteht
die Möglichkeit, eine weitere Aktion durchzuführen -
genügend Zeit vorausgesetzt.
Forscherkarten: Links Fachwissen für Palästina, rechts
eine Kongresskarte.
Weitere
Forscherkarten: Der Zeppelin (links) und die
Schaufel (rechts).
1. Eine
Forscherkarte nehmen Auf dem Spielplan liegen in der rechten, oberen Ecke
immer vier Forscherkarten aus. Um an eine solche zu
kommen, muss man zu dem aufgedruckten Ort reisen und
seinen Zeitstein entsprechend der Kartenangabe
versetzen.
Sollte man
sich schon an dem vorgeschriebenen Ort befinden, hat man
kostbare Zeit eingespart. Wenn eine Forscherkarte
genommen wurde, wird sofort eine neue Karte vom Stapel
nachgelegt. Zusätzlich können Ausstellungskarten gezogen
werden, die auf separaten Feldern abgelegt werden. In
diesem Fall wird eine weitere Karte nachgezogen.
Mit den
Forscherkarten sammeln die Spieler nützliches Wissen,
welches sie für spätere Ausgrabungen benötigen. Es ist
zudem möglich, Hinweise aus der Bevölkerung zu bekommen,
oder sich um einen Assistenten zu bemühen. In beiden
Fällen erhält man bei späteren Ausgrabungen Vorteile.
Die Forscherkarten mit einem Zeppelin oder einem
Automobil dienen dabei der Zeitersparnis.
Team
Spielen
macht
Freunde!
Foto
2.
Eine Ausgrabung durchführen Um
endlich in Ägypten, Palästina, Kreta oder Mesopotamien
eine Ausgrabung durchzuführen, benötigt man zunächst
eine gültige Grabungserlaubnis. Diese besitzt jeder
Spieler einmalig für jede Ausgrabungsstätte. Sobald ein
Spieljahr um ist, werden alle Grabungserlaubnisse
erneuert. Man kann sich jedoch um
Sonder-Grabungserlaubnisse bemühen, sollte man an einem
Ort mehrmalig graben wollen. Für den Spieler, der als
erster eine Ausgrabung an einem Ort ausführt, gibt es
ein auf dem Plan ausliegendes Bonus-Artefakt mit dem
Wert +1.
Das Chronokel zeigt an, wie viele Plättchen man ziehen
darf. Die blaue Zahl gibt das Wissen des Spielers an.
Einer der
insgesamt 5 schönen Stoffbeutel, welche mit je 30
Grabungs-Plättchen gefüllt sind.
Doch wie wird
nun ausgegraben? Hier kommt das Chronokel zum Einsatz -
eine Drehscheibe mit einer Anzeige für die Anzahl an
Plättchen, die man aus dem Stoffbeutel ziehen darf. Dazu
stellt man das Rad so ein, dass der Wert des zuvor
gesammelten "Wissens" erscheint. Nun kann der Spieler
sich aussuchen, wie lange er graben möchte. Je länger er
gräbt, desto mehr Zeit verliert er. Doch durch
gesammeltes Wissen kann er in weniger Zeit mehr
Plättchen aus dem Beutel ziehen.
Im Beutel
befinden sich neben unterschiedlich wertigen Fundstücken
auch einige Schuttplättchen. Die kostbaren Kunstschätze
werden vor dem Spieler abgelegt und der Schutt kommt
zurück in den Beutel.
Nach einer
Ausgrabung erlischt die Grabungslizenz und die Erlaubnis
wird umgedreht.
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3. Die
Kartenauslage austauschen Es ist möglich, die komplette Kartenauslage zu
tauschen, sollte einmal nichts interessantes ausliegen.
Dazu muss ein Spieler seine Figur nach Warschau bewegen
und eine "Woche" Zeit investieren.
4. Eine
Ausstellung durchführen Gegen Ende des Spiel ist es ratsam, neben den durch
die Artefakte gesammelten Siegpunkte, noch weitere
Siegpunkte durch das Ausführen von Ausstellungen zu
erlangen. Dazu müssen die Archäologen mit der Figur in
die Stadt ziehen, die auf den Ausstellungskarten
abgebildet sind, falls sie nicht schon dort stehen.
Die Ausstellungskarten
zeigen jeweils die Stadt und ihre geforderten Artefakte.
Die Karten
zeigen an, wie viele Artefakte aus welchen
Grabungsgebieten der Spieler mindestens besitzen muss,
um die Ausstellung durchführen zu können. Wenn der
Spieler die benötigten Artefakte besitzt, darf er sich
die Ausstellungskarte nehmen. Durch das
Sammeln von Kongresskarten erhält man dann noch einmal
weitere Siegpunkte.
Spielende: Das Spiel
endet mit Ablauf des letzten Jahres 1903. Es kommt zur
Wertung. Die Spieler
zählen die Punkte jedes Artefakts, jeder durchgeführten
Ausstellung und jedes Kongresses zusammen. Der Spieler
mit den insgesamt meisten Siegpunkten hat das Spiel für
sich entschieden.
[sb]
PLUS:
PLUS:
schöner Spielmechanismus
stimmungsvolles
Abenteuerflair
toll illustriertes Spielmaterial
ENDE
MINUS:
MINUS:
Glücksfaktor beim Ziehen
der Grabungsplättchen
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Sebo: "Queen
Games" hat sich im Jahr 2007 dazu entschieden,
das schon drei Jahre vorher im Eigenverlag von
Peter Prinz erschienende Spiel „Jenseits von
Theben“ aufzunehmen und dabei mit neuen
Illustrationen zu versehen.
Das Spiel ist, trotz seiner auf den ersten Blick
komplexen Regeln, durchaus auch für Familien
geeignet, denn der Mechanismus ist nach einiger
Zeit sehr eingängig und intuitiv.
Kritik wurde bei unseren Spielrunden von einigen
Spielern am Glücksfaktor beim Ziehen der
Grabungsplättchen ausgeübt. So kommt es des
Öfteren vor, dass nur "Nieten" (Schutt) gezogen
werden, was ein wenig zu Frustmomenten führen
kann.
Dies ist vor allem dann ärgerlich, wenn man viel
Zeit und Wissen in eine Ausgrabung investiert
und am Ende gerade einmal zwei Artefakte mit
insgesamt 2 Siegpunkten zieht, während eine
kurze gegnerische Glücksexpedition durch ein
Artefakt mit dem Wert 5 gekrönt wird.
Dennoch freue ich mich jedes Mal, wenn "Jenseits
von Theben" auf den Spieltisch kommt. Die
Atmosphäre ist sehr dicht - man merkt dem Spiel
einfach an, dass sich hier viele Mensch viel
Mühe gegeben haben.
Und welcher kleine Junge hat nicht schon immer
davon geträumt, später einmal Indiana Jones zu
werden? In diesem Spiel ist das möglich! Dazu
erhält auch noch die Gelegenheit, sich einen
Eindruck von den bisweilen wichtigsten
Kunstschätzen der Welt zu machen. Mein Ergebnis
fällt positiv aus - 8 Punkte!
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
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