Genre: Karten, Familie, Strategie
Erscheinungsjahr: 2011 Verlag: Mindwarrior Games Autoren: Tomi Rantala, Esa Wiik, Jaana Hintsanen Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 10 Jahren Spieldauer: ca. 45 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Terra Evolution
Die
Entwicklung unseres Planeten
Es war einmal die Ursuppe.
Daraus entstanden Lebewesen
verschiedenster Arten. Sie
entwickelten sich weiter, trotz
aller Naturgewalten.
Wer
kann seinem Planeten die beste Entwicklungshilfe
bieten? Dieses strategische Kartenspiel wird es
zeigen.
Das Startdeck eines Spielers
Ein mögliches Szenario
So funktioniert's:
Das wichtigste Element dieses Spiels sind die
Karten, deren Aufbau man sich gut einprägen
sollte. Auf den Karten finden sich der
Kartenname, die Populationspunkte, der
Verteidigungswert (bzw. die Stärke), der
Kaufpreis, das Wirkungsgebiet und evtl. noch
Gebietshinweise. Die Hinweise sind dabei
abhängig vom Kartentyp.
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- Es
gibt Populationskarten, die gleichzeitig als
Währung fungieren. Mit ihnen kann man neue
Karten einkaufen, eigene Planeten schützen und
anderen Spielern Naturkatastrophen zuspielen.
- Des Weiteren gibt es Kontinentkarten. An ihnen
werden die Artenkarten angebaut. Vor dem Spieler
ausliegend, bilden sie den eigenen Planeten, mit
eben verschiedenen Kontinenten, inklusive eines
Ozeans.
- Es folgen die Arten-Karten. Sie bilden den
Evolutionszyklus und werden nach Möglichkeit
weiterentwickelt.
- Die Naturkatastrophen fungieren als
Angriffskarten, die auf die Entwicklung der
Spezies oder auch ganze Planeten Einfluss nehmen
können.
Jeder Spieler baut vor sich im Laufe der
Spielrunde seinen eigenen Planeten - mit einer
Reihe von Kontinenten und darauf liegender
Artenkarten. Zudem bildet sich vor dem Spieler
ein Siegpunktstapel (Fossilien) und ein
persönlicher Nachziehstapel. Außerdem wird in
der Tischmitte die "Einkaufs-Zone" errichtet.
Spielvorbereitungen:
Jeder Spieler erhält als Start-Kapital 5
Populationskarten, fünf Bilateria-Karten und
sieben verschiedene Kontinente. Diese werden als
verdeckter Stapel gut durchgemischt und vor
jedem Spieler abgelegt. Zudem erhält jeder
Spieler eine Oceanus-Karte, die er offen vor
sich ablegt. Sie bildet den Beginn der späteren
Kontinent-Reihe des eigenen Planeten. Nun wird
der neutrale Einkaufsbereich eingerichtet. Er
ist abhängig von der Spielerzahl und enthält
folgende Stapel: Bilateria (2x Spieleranzahl),
Pisces (3x Spieleranzahl), Reptilia (3x
Spieleranzahl), Insectum (2x Spieleranzahl),
Aves (2x Spieleranzahl), Mammalia (2x
Spieleranzahl), Naturkatastrophen
(7xSpieleranzahl) und Populationskarten
(10xSpieleranzahl).
Spielablauf:
Die Spielrunde beginnt, indem alle Spieler fünf
Handkarten von ihrem eigenen Stapel ziehen.
Jeder Spieler hat in seinem Zug mehrere Aktionen
durchzuführen, deren Reihenfolge nicht geändert
werden darf. Allerdings dürfen einige Aktionen
weggelassen werden.
Zuerst wird / werden eine oder mehrere
Populationskarten ausgespielt. Der Spieler
darf dazu eine beliebige Anzahl dieser Karten
von seiner Hand offen vor sich ablegen.
Als
nächstes darf, wenn der Spieler eine solche
Karte auf der Hand besitzt, eine Artenkarte
ausgespielt werden. Bilateria-Karten bilden die
erste Entwicklungsstufe des Kontinents und
dürfen direkt an (unterhalb) einer eigenen
Kontinent-Karte angelegt werden. Bei allen
anderen Arten ist das Anlegen von bereits
ausliegenden Arten des Kontinents abhängig.
Diese werden dann durch die jeweils erlaubten
(Symbole in der unteren Leiste der Karte)
Entwicklungsstufen ersetzt. Eine Bilateria-Karte
könnte also im Spielverlauf durch eine braune
Insectum-Karte oder eine lila Pisces-Karte
weiterentwickelt werden. Bilateria wird dann
vom Planeten entfernt und als Siegpunkt auf den
eigenen Siegpunkt-Fossilienstapel gelegt.
Wurde die Art ausgespielt, darf der Spieler sich
neue Populationskarten aus der Mitte ziehen,
solange dort noch welche zu finden sind. Die
Anzahl der zu ziehenden Karten ist abhängig von
der eben ausgespielten Arten-Karte. In ihrer
Mitte (im Tier-Motiv) finden sich Zahlen von
1-10. Ist also im Fall von Bilateria eine 1 zu
sehen, darf der Spieler eine Populationskarte
aus dem Vorrat nehmen. Bei einer ausgelegten
Mammalia-Karte hingegen darf man 10
Populationskarten ziehen.
Nach
der Population darf dann ein Kontinent
aus der Hand ausgelegt werden. Er wird in eine
Reihe mit dem Ozean gelegt. Der Planet erweitert
sich sozusagen.
Jetzt dürfen Katastrophen an die
gegnerischen Spieler verteilt werden. Dazu muss
ein Aktivierungs-Kauf-Preis gezahlt werden
(Kreissymbol mit Zahl rechts in der unteren
Leiste).
Eine
dieser Zahl entsprechende Anzahl von
Populationskarten wird dann aus der persönlichen
Auslage vor dem Spieler weggenommen und wieder
in den eigenen Ablagestapel eingemischt. Die
Katastrophe wird auf einen beliebigen
gegnerischen Kontinent mit einer Artenkarte
eingesetzt. Dabei kann allerdings eine das Meer
beeinflussende Karte natürlich auch nur auf dem
Ozean eingesetzt werden.
Die
Stärke des Angriffs richtet sich dabei nach der
Zahl, die unten links in der Leiste der Karte zu
finden ist. Innerhalb der roten Feuerkugel
finden sich die Zahlen 5 bis 16. Nun findet der
Vergleich zwischen der Stärke des Angriff und
der Verteidigung des Spielers statt.
Die Angriffszahl tritt gegen die Anzahl der
ausliegenden Populationskarten vor dem Spieler
an, z.B. Stärke "5" und gegnerische
Populationskarten im Wert von "6" bedeutet: Der
Angriff wird abgewehrt, aber es müssen 5 der
ausliegenden Populationskarten in den
öffentlichen Populationsvorrat gelegt werden .
Sollte allerdings die Angriffszahl größer sein
als die Anzahl der ausliegenden
Populationskarten, werden die restlichen
Angriffspunkte mit den Verteidigungspunkten der
Artenkarte auf dem gegnerischen Kontinent gegen-
gerechnet. Ist der Verteidigungswert nun immer
noch größer als der Angriffswert, passiert
nichts. Stellt sich nun der Angriffswert gleich
dem Verteidigungswert dar, darf der Angreifer
die auf dem gegnerischen Kontinent liegende
Artenkarte auf die Hand nehmen. Ist der Angriff
höher, erhält der Angreifer zudem noch den
angegriffenen Kontinent auf die Hand. Die
Katastrophenkarte wird dann aus dem Spiel
genommen.
Jetzt darf eine neue Karte gekauft
werden. Der Kaufpreis findet sich wie immer
unten rechts in der Leiste und wird in
ausliegenden Populationskarten bezahlt, die dann
zusammen mit der neuen Karte unter den eigenen
Nachziehstapel kommen. Alternativ darf eine im
eigenen Siegpunktstapel befindliche Karte zurück
unter den eigenen Nachziehstapel gelegt und so
ins Spiel zurück gebracht werden.
Als
letztes werden die Handkarten gemischt
(Schlussaktion) und unter den eigenen
Kartenstapel platziert. Die Populationskarten
bleiben in der Auslage liegen. Sie werden ggf.
als Verteidigung benötigt oder beim nächsten Zug
weitergenutzt. Der nächste Spieler beginnt dann
seinen Zug wieder mit der angegebenen
Reihenfolge.
Der
Spielsieg ist abhängig von der
Spielerzahl und richtet sich nach den meisten
Siegpunkten im Fossilienstapel. Zudem kann ein
Spieler nur gewinnen, wenn sein Planet
mindestens einen Vogel (blau-Aves) und ein
Säugetier (rot –Mammalia) enthält.
[go]
Vielen Dank an Mindwarrior Games für ein
Rezensionsexemplar!
PLUS:
PLUS:
unverbrauchtes Spielthema
mit Bezug zum Spielablauf
bestens geeignet für Familien
ENDE
MINUS:
MINUS:
Dominion ähnliches Grundprinzip mit
höherem Glücksfaktor, jedoch akzeptabel
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Gabi: Schon seit langer Zeit begeistert
dieses Thema die Menschheit. Wie ist die Erde
entstanden? Gibt es vielleicht noch andere
Planeten, auf denen sich Lebewesen entwickelten?
In "Terra Evolution" ist dieses Thema nun auf
eine reizvolle Weise angekommen. Da sitzt man
also am Spieltisch und wird zum Wächter seines
Planeten. Terraforming steht am Anfang und heißt
in unserem Spiel schlicht: "Kontinente bauen".
Die Entwicklung vollzieht sich dann, ähnlich der
der Erde, in evolutionärem Fortschreiten vom
Einzeller bis hin zum Säugetier. Und all dies
kann der Spieler selbst beeinflussen - durch
Kaufen und Verändern.
Sicher ist ein geringer Glücksfaktor dabei, wenn
ich die Handkarten nachziehe und keine
Populationskarte dabei ist. Darin unterscheidet
sich übrigens das Spiel auch besonders vom
ansonsten "Dominion"-ähnlichen Spielgefühl. In
"Terra Evolution" bin ich froh über jede dieser
Füllkarten. Stehen sie doch, einmal ausgespielt,
für Kaufkraft und Planetensicherheit.
Deck-Optimierung und strategische Entscheidungen
bestimmen den Ablauf. Wie setze ich meine
Populationskarten? Lasse ich sie besser liegen
als Verteidigung? Investiere ich in teure
Karten? Greife ich meine Mitspieler mit
Katastrophen an? Reicht deren Verteidigung gegen
die Katastrophe?
Das Spiel spielt sich rund. Sowohl von der
Spielgeschichte wie auch vom Spielgeschehen.
Alles passt und ist auch für Einsteiger mit ein
wenig Starthilfe gut verständlich. Das Material
ist einem Kartenspiel, was "Terra Evolution"
eigentlich ist, angemessen. Die etwas düstere
Grafik passt zum Thema. Die Anleitung beschreibt
den Ablauf mit Illustrationen eindeutig und
lässt keine Fragen offen.
"Terra Evolution" hat sich in unseren
Testgruppen sehr gut bewährt. Es richtet sich
dabei wohl besonders an Gelegenheitsspieler und
Familien. Das Spiel ist nicht zu komplex und
bietet doch viele Möglichkeiten und eine
angenehme Spieltiefe. Für die Kartenspiel-Fans
dieser Zielgruppe eine klare Empfehlung!
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
NO.1
Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als
erstes von SPIELKULT.de getestet!
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