Genre: Karten, Party, Kinder
Erscheinungsjahr: 2009 Verlag: Drei Magier Spiele
..i.. Autor: Jacques Zeimet Spieleranzahl: 2 bis 5 Alter: ab 7 Jahren Spieldauer: ca. 15 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Initiative
leer
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Tarantel Tango
"Ich glaub',
ich spinne!" Tanzpartner gesucht!
Dumm nur, dass alle Tiere Angst vor der Tarantel haben und
lieber zu Schreien beginnen, als das Tanzbein zu schwingen.
So funktioniert's:
Die Spinne wird in die Tischmitte gelegt. Alle
Karten werden gemischt und unter allen Spielern als
verdeckte Handstapel verteilt. Der
Startspieler deckt die oberste Karte des Stapels auf und
legt sie offen an eine der fünf Spinnen-Seiten an. Der
folgende Spieler legt die nächste Karte usw.
Die
Tierkarten: Manche sind mit einer Spinne, andere sogar
mit zwei Spinnen markiert. Hinzu gesellen sich Karten
ohne Spinne und mit Tier-Duo.
Die Karten
werden um die fünfeckige Spinne herum ausgelegt.
Legeregeln:
Der vorhergehende Spieler legt...
- eine Tierkarte mit Spinne:
Der nun aktive Spieler macht den zu der vorher gelegten
Karte zugehörigen Tierlaut
(die
Kuh macht "Muh", die Ziege "Mäh", der Hund "Wau", die
Katze "Miau", der Esel "I-ah" und der Papagei "Aua").
Dann
legt er die eigene Karte auf
das danach folgende Feld.
- eine
Tierkarte mit zwei Spinnen:
Der nun aktive Spieler macht 2 mal den zu der vorher
gelegten Karte zugehörigen Tierlaut mal und legt die
eigene Karte auf das danach folgende Feld.
- eine
Tierkarte ohne Spinne:
Der aktive Spieler macht keinen Laut und legt die eigene
Karte auf das danach folgende Feld.
- eine
Doppel-Tierkarte ohne Spinne:
Der aktive Spieler macht keinen Tierlaut und legt die
eigene Karte zwei Felder weiter ab.
- eine
Tarantelkarte: Alle Spieler schlagen schnell mit der
flachen Hand auf den Tisch. Der langsamste Spieler
erhält alle ausliegenden Karten.
Wird die
Tarantelkarte gespielt, müssen die Spieler schnell ihre
Hand auf den Tisch schlagen.
Tipp:
Zu vielen Spielen präsentiert SPIELKULT.de kostenlose
Erklärvideos!
Als Fehler
gelten zu langes Zögern (2 Sek. max.), falsche Laute,
falsches Ablegen, zu frühes Rufen, Klatschen an falscher
Stelle.
Das Spiel
endet, wenn der erste Spieler keine Karten mehr hat. Er
ist Sieger.
Natürlich
gibt es noch Profi-Regeln, bei denen den Karten weitere
Bedeutungen zugeordnet werden, z.B. wechselt dann beim
Hund die Kartenlegerichtung oder bei der Kuh darf eine
weitere Karte auslegt werden usw.
[go]
MINUS:
MINUS:
Hemmschwelle durch Tier-
laut-Nachahmung
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Gabi:"Tarantel
Tango" ist ein rasantes
Kartenlegespiel für Spinnenfreunde und solche,
die es werden wollen. Eine schnelle Spielrunde
gefällig? Mit "Tarantel Tango" kein Problem.
Nur ein wenig gut aufpassen und konzentrieren
muss man sich schon können, denn sonst schreit
die Katze "i-ah" und die Kuh "miau".
Das Material besteht aus wenigen, comichaft
gezeichneten Motiven, die sich zudem auch noch
stark ähneln. Hier sind (gewünschte)
Verwechslungen vorprogrammiert, Versprecher an
der Tagesordnung. Optische Verwirrung ist zwar
bereits aus anderen Spielen wie "Meschugge" oder
"Confusion" bekannt, wurde aber in Tarantel-Tango
kindertauglich gemacht.
Aber nur kindertauglich?
Durchaus nicht, eher familientauglich. Auch wenn
das laute Nachahmen der Tierstimmen sicher nicht
jedermanns Sache ist und durchaus Hemmungen
hervorrufen kann, ist das Spielprinzip nicht nur
für Kinder geeignet und fordert alle
Altersstufen gleichermaßen.
Der
Spielablauf ist zügig, das Regelwerk einfach,
die Anleitung sehr ausführlich geschrieben. Die
empfundene Spielrundenlänge variiert durch die
Spieleranzahl, denn je mehr Spieler teilnehmen,
desto weniger Karten erhält der einzelne
Spieler.
In unserer Spielgruppe fand "Tarantel Tango"
Anklang vor allem als lebhaftes Einstiegsspiel
an einem gemeinsamen Spieleabend oder als
schnelle Spielrunde für zwischendurch.
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
Chris:
Kann Jacques Zeimet etwa keine Kakerlaken mehr
sehen? Es scheint fast so, hat er doch nach
"Kakerlakenpoker", "-salat", und "-suppe" jetzt
ein Reaktionsspiel mit einem anderen Titeltier
entworfen. Allerdings steht wieder einmal eine
Tierart im Mittelpunkt, die nicht zu den
beliebtesten zählt.
Das Spielprinzip ist relativ simpel, nach ein
paar Runden macht man beim Imitieren der
Tierlaute eher selten Fehler. Zum Glück gibt es
hier die Erweiterungsregel, die das Spiel auch
für Fortgeschrittene anspruchsvoll machen. Das
Element der Tarantelkarte gefällt mir sehr gut,
da es den Spielverlauf ungemein auflockert. Hier
würde ich allerdings empfehlen, dass alle
Spieler mit der Hand auf das Fünfeck schlagen
müssen, da man so besser erkennt, wer am
langsamsten war.
Die Qualität des wenigen Materials ist
einwandfrei und auch die Grafik von Rolf Vogt
finde ich nach wie vor großartig. Interessant
ist an dieser Stelle, dass wir in unseren
Testspielen im Eifer des Gefechtes häufiger den
Esel mit der Ziege verwechselt haben, dabei sind
die Tiere bei Ruhe betrachtet eigentlich
eindeutig zu unterscheiden.
Zum Wiederspielreiz muss ich sagen, dass das
Spiel zwar witzig ist, aber insgesamt ist
"Tarantel Tango" doch nicht die Spaßbombe, die
ich mir erhofft habe. Meine Erwartungen waren
allerdings auch relativ groß, so hat
"Kakerlakensalat" die Messlatte doch sehr hoch
gelegt. Zusätzlich ist das Imitieren von
Tierstimmen sicherlich nicht jedermanns Sache,
darüber sollte man sich vor dem Kauf natürlich
im klaren sein.
Von mir gibt es knappe 7 Punkte
für ein lustiges Reaktionsspiel, das meine
Erwartungen jedoch nicht ganz erfüllt hat.