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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie, Strategie
Erscheinungsjahr:
2011
Verlag: Matagot,
im Vertrieb von Asmodee  ..i..
Autor: Antoine Bauza
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 
Takenoko
 
Da ist der Bär los!
Der Kaiser von China macht dem japanischen Kaiser ein besonderes Geschenk: ein Riesenpanda als Zeichen des Friedens. Doch wer kümmert sich nun darum?
 


     

Wir als Höflinge des japanischen Kaisers haben die Aufgabe, dieses Tierchen zu hegen und zu pflegen. Das heißt, wir müssen den benötigten Garten ausbauen und reichlich Bambus züchten, damit der Panda nicht verhungert.


Der kaiserliche Garten wächst und wächst auf eine prachtvolle Größe.
   
Damit der Bambus sprießt, wird ein Bewässerungssystem benötigt.
   

So funktioniert's:
Die Gärtner- und die Pandafigur werden auf das Startfeld (Hexagonplättchen) mit dem Gartenteich gestellt. Die anderen Beete (in drei verschiedenen Farben) werden verdeckt gemischt und mit dem anderen Spielmaterial bereitgelegt. Die Aufgabenkarten bilden nach Sorte getrennt drei Stapel; jeder Spieler bekommt zu Spielbeginn eine Karte jeder Sorte auf die Hand.

Der Spieler, der am Zug ist, prüft zunächst die Wetterbedingungen. Das bedeutet: er würfelt den Wetterwürfel und handelt so, wie es der Wurf vorgibt. Danach wählt er auf seiner Spielertafel 2 unterschiedliche Aktionen aus, markiert sie mit seinen Aktionssteinen und führt sie in beliebiger Reihenfolge durch. Während seines Spielzuges kann der Spieler Aufgabenkarten erfüllen, die ihm am Spielende Siegpunkte bringen. Danach ist der nächste Spieler am Zug.

Die Wetterbedingungen:
Der Wetterwürfel liefert verschiedene Boni, wie z. B. die Möglichkeit einer zusätzlichen, dritten Aktion oder die Option, zwei gleiche Aktionen durchführen zu können. Bei Regen wächst auf einem Beet nach Wunsch der Bambus; bei Gewitter erschrickt der Panda, läuft auf ein beliebiges Beet und frisst dort zur Beruhigung sofort ein Stückchen Bambus weg.

Ein weiterer Bonus sind die Verbesserungsplättchen für die Beete. Ein erworbenes Verbesserungsplättchen kann sofort oder in einem späteren Spielzug eingesetzt werden. Verbesserungen dürfen nur auf Beete gelegt werden, auf denen kein Bambus wächst, zudem darf kein Beet mehr als eine Verbesserung enthalten. Auf einigen Beeten sind bereits Verbesserungen aufgedruckt. Die Verbesserungen bieten eine automatische Bewässerung durch einen Wassertank, verdoppeln das Bambuswachstum oder schützen den Bambus vor dem Pandafraß.

Die sechste Würfelseite lässt dem Spieler die freie Wahl zwischen den verschiedenen Boni.


Jeder Spieler besitzt eine eigene Spielertafel, auf der er Aktionen plant und Dinge sammelt.
   
Die Verbesserungsplättchen bringen bestimmte Vorteile bzw. Einschränkungen.
   

Die Aktionen im Einzelnen:
Bei den anschließenden 2 regulären Aktionen stehen Folgende zur Auswahl:

(1) Beet anlegen:
Der Spieler zieht 3 Beete und sucht sich hiervon eines aus, das er sofort anlegt. Dabei muss das Beet an den Gartenteich oder an 2 andere Beete angrenzen. Auf bewässerten Beeten wächst zudem sofort Bambus in der Farbe des Beetes.

(2) Bewässerungskanal nehmen:
Der Spieler nimmt sich einen Bewässerungskanal und kann ihn irgendwann in diesem oder einem späteren Zug anlegen. Bewässerungskanäle liegen auf der Kante zwischen 2 Beeten und bilden ein Netzwerk zur Bewässerung der Beete, das am Gartenteich beginnt. Wird ein Beet erstmalig bewässert, wächst sofort ein Bambusstück auf diesem Beet.

(3) Gärtner bewegen:
Der Gärtner kann in gerader Linie beliebig weit gezogen werden. Auf dem Beet, auf dem er anhält, und auf allen angrenzenden Beeten derselben Farbe wächst der Bambus, sofern die Beete bewässert sind. Bewässert sind alle Beete rund um den Gartenteich, Beete mit einer Wassertank-Verbesserung und alle Beete, bei denen an mindestens einer der sechs Kanten ein Bewässerungskanal liegt. Auf unbewässerten Beeten wächst niemals Bambus. Der Bambus kann maximal eine Höhe von 4 Stücken erreichen.


Herzige Spielfiguren: Der Panda...
   
... und der Gärtner.
   

(4) Panda bewegen:
Der Panda kann in gerader Linie beliebig weit gezogen werden. Auf dem Beet, auf dem er anhält, frisst er – falls vorhanden - ein Bambusstück. Dieses Bambusstück legt der Spieler auf seine Spielertafel.

(5) Aufgabenkarte ziehen:
Der Spieler nimmt eine Aufgabenkarte der Kategorie seiner Wahl. Dabei darf er maximal 5 Karten besitzen.

Aufgabenkarten erfüllen:
In seinem Zug darf der Spieler jederzeit beliebig viele seiner Aufgabenkarten erfüllen. Dieses ist keine Aktion. Erfüllte Karten legt er offen vor sich ab.

- Die Karten der Kategorie "Beete" zeigen eine Anordnung von 3 oder 4 Beeten vorgegebener Farbe. Diese Anordnung muss genau wie abgebildet vorhanden sein und aus bewässerten Beeten bestehen.

- Die Karten der Kategorie "Gärtner" erfordern einen Bambushalm bestimmter Farbe in der Höhe 4 oder eine Gruppe von Bambushalmen der Höhe 3 auf Beeten mit und ohne Verbesserung. Der geforderte Zustand muss lediglich zum Zeitpunkt der Aufgabenerfüllung vorhanden sein und kann sich im Spielverlauf wieder ändern.

- Auf den Aufgabenkarten "Panda" sind 2 oder 3 Bambustücke abgebildet. Diese vom Panda gefressenen Bambusstücke muss der Spieler auf seiner Spielertafel liegen haben und gibt sie in den allgemeinen Vorrat zurück.

Spielende: Das Spiel endet, sobald ein Spieler (abhängig von der Spieleranzahl) seine 7., 8. oder 9. Aufgabenkarte erfüllt. Dieser Spieler nimmt sich die Spezialkarte "Kaiser", die noch einmal 2 Punkte wert ist, erfüllt noch weitere Aufgabenkarten, falls möglich, und beendet seinen Zug ohne weitere Aktion. Alle anderen Spieler sind noch einmal am Zug, danach werden die Siegpunkte der erfüllten Aufgabenkarten ermittelt. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt. [bb]

 
 ERKLÄRVIDEO

leer
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
liebevoll gestaltetes Material
leichter Einstieg durch logische
   Regeln und übersichtliche
   Spielertafel
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Hoher Glücksfaktor beim Ziehen
   der Aufgabenkarten
Bonbonfarbenes Spielmaterial
   ist Geschmackssache
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Birgit:  An erster Stelle sticht einem das Spielmaterial ins Auge: Bonbonfarbene Bambusstücke, das ist wirklich Geschmackssache! Aber auch wem die Farbwahl nicht gefällt: das Holzmaterial ist liebevoll gestaltet, die Farben sind gut unterscheidbar und das Stapeln des Bambus funktioniert ausgesprochen gut. Ein wirkliches Highlight sind die Spielfiguren Gärtner und Panda. Da müsste man eigentlich Bonuspunkte für "Niedlichkeit im Spiel" vergeben. Allein die Optik ist schon ein Anreiz, das Spiel auf den Tisch zu bringen.

Die nette Gestaltung setzt sich in der Spielregel fort, die mit einem Comic beginnt. Obwohl die verschiedenen Aktionsmöglichkeiten und der Wetterwürfel dem Spiel eine gewisse Komplexität geben, ist der Einstieg relativ leicht, da sich alle Möglichkeiten auf der Spielertafel wieder finden lassen. Einzelne Regeln, z.B. dass Bambus nur auf bewässerten Beeten wächst, sind logisch und daher schnell verinnerlicht.

Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das Spiel vom Spielablauf und Design an Familien wendet, durch die moderate Spiellänge ist es bei uns aber auch in Strategiespielerkreisen sehr gut angekommen. Der Spielverlauf war teilweise völlig unterschiedlich, mal gingen schnell Bewässerungskanäle oder Verbesserungen aus, mal wurden wie wild Beete gebaut.

Je nachdem, welche Aufgabenkarten man auf der Hand hat, verfolgen die Spieler unterschiedliche Interessen. Gärtnerkarten können nur erfüllt werden, wenn der Bambus sprießt. Aber dann kommen die Spieler mit Pandakarten, versetzen diesen gefräßigen Bären und weg ist der Bambus. Da gilt es zu beobachten, was die Mitspieler tun. Mit etwa Glück verfolgen sie meine Interessen, ansonsten kann es mitunter schwierig sein, die ein oder andere Aufgabenkarte zu erfüllen.

Wie schwer oder wie einfach die gezogenen Aufgabenkarten zu erfüllen sind, ist stark glücksabhängig. Da man maximal 5 Karten auf der Hand haben darf, muss man unter Umständen länger daran arbeiten, eine zu erfüllen. Für ähnliche Aufgaben gibt es unterschiedlich viele Punkte je nach Farbe des Beetes oder des Bambus, da die einzelnen Beetfarben unterschiedlich häufig vorkommen. Da es aber gerade zu Spielbeginn zufällig ist, welche Beetfarben ins Spiel kommen, stellt sich die Frage, ob diese Unterschiede gerechtfertigt sind.

Gerade im Spiel zu Zweit wurden oft Aufgabenkarten gezogen, deren Bedingungen bereits erfüllt waren. Diesen geschenkten Punkten wirkt die Expertenregel entgegen, dass dann eine neue Karte gezogen werden muss. Auch am Spielende entscheidet manchmal das Glück beim Kartenziehen über den Gewinn, wenn ein Spieler im letzten Zug noch eine passende Karte erhält.

Den Spielreiz vermindern diese kleinen Ungerechtigkeiten in meinen Augen allerdings nicht. Der niedliche, gefräßige Panda kommt immer wieder auf Tisch! Nur eines gibt mir zu denken: die Altersangabe des Spieles wurde abhängig von der Sprache gewählt. Während französische, deutsche und spanische Kinder "Takenoko" ab 8 Jahren spielen dürfen, empfiehlt die englischsprachige Anleitung das Spiel erst ab einem Alter von 13. Vielleicht kann ihnen ein Riesenpanda, der verfressen nur kahle Bambusfelder zurücklässt, einfach nicht früher zugemutet werden...? ;)  (> Video)

 

 
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